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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2023

Kunterbunte Tierwelt

Mein großes Sachen suchen: Alle Tiere der Welt
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In diesem Pappbilderbuch erwarten uns 12 großformatige Doppelseiten voll mit den verschiedensten Tieren der Welt. Jede Doppelseite zeigt dabei eine andere Tierwelt - vom Wald, über den Ozean bis nach Australien.

Mein ...

In diesem Pappbilderbuch erwarten uns 12 großformatige Doppelseiten voll mit den verschiedensten Tieren der Welt. Jede Doppelseite zeigt dabei eine andere Tierwelt - vom Wald, über den Ozean bis nach Australien.

Mein Sohn liebt das Buch jetzt schon und das obwohl er noch keine 2 Jahre alt ist (wie empfohlen). Er lernt mithilfe des Buches gefühlt jeden Tag ein neues Tier kennen - und auch es auszusprechen.

Das Sachen-Suchen-Buch schult also nicht nur das Auge und das Wiedererkennen, es unterstützt auch beim Sprechen lernen. Zum Teil werden allerdings schon sehr spezifische Tierarten dargestellt und auch links am Rand zum Suchen vorgeschlagen. Ich vereinfache es für ihn daher häufig und sage z. B. statt „Steinadler“ nur Adler. Für das Alter ist das vollkommen ausreichend. Manche weniger geläufigen Tierarten werden im Buch gar nicht benannt, da bin zum Teil sogar ich überfordert, es zu benennen. Das finde ich etwas schade.

Ansonsten sind die Tiere sehr realistisch gezeichnet und auf den bunten Seiten gibt es jede Menge zu entdecken.

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Vier junge Erwachsene, eine Leiche und viele Geheimnisse

Tristan Mortalis
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Dieses Buch versprüht dezente Pretty Little Liars-Vibes: Im Mittelpunkt steht eine Clique, die sich nach einer legendären Abifeier aus den Augen verloren hat und nun wieder aufeinander trifft. Denn einer ...

Dieses Buch versprüht dezente Pretty Little Liars-Vibes: Im Mittelpunkt steht eine Clique, die sich nach einer legendären Abifeier aus den Augen verloren hat und nun wieder aufeinander trifft. Denn einer von ihnen ist in dieser Partynacht im Moor gestorben. Doch wie kam es dazu und wieso hat keiner der Freunde etwas davon mitbekommen?

Wir haben hier vier Protagonisten, Claire, Alice, Damian und Bene. Der Erzähler ist ein personaler, der zwischen den Perspektiven der Protas hin und her wechselt. Und obwohl das Werk von zwei Autorinnen geschrieben ist, merkt man überhaupt nicht, wer hier wen geschrieben hat. Die beiden beweisen mit diesem Buch also definitiv ihr Schreibtalent.
Die Figuren waren jede für sich sehr einzigartig, ihre Charaktere wurden gut ausgearbeitet und man findet schnell seine Favoriten unter ihnen. Auch die Spannung lässt nicht lange auf sich warten und früh wird klar: Hier hat jeder von ihnen sein eigenes Geheimnis und weiß mehr von der Partynacht als die anderen denken. Das Buch verspricht also Spannung und Miträtseln pur!
Das Hauptsetting stellt ein Moor nahe eines Sees in Norddeutschland dar und diese düstere, vereinsamte Atmosphäre kommt sehr gut rüber, da das Moor im Winter - in dem der Roman spielt - alles andere als einladend wirkt.
Es gibt sogar ein klein wenig was für‘s Herz, aber wirklich nur im Hintergrund und vollkommen kitschfrei. Das hat mir sehr gut gefallen!
Relativ früh kam mir zwar schon ein Verdacht, wer der Mörder ist, am Ende haben mich die Autorinnen aber doch sehr überrascht, denn mein Verdacht bestätigte sich nur zum Teil. Stattdessen kam für mich wirklich Unerwartetes ans Licht. Das Ende ist ein wenig offen gehalten, es gibt einen Epilog, der uns in etwa aufzeigt, wie es für unsere Protagonisten endet. Tatsächlich hätte ich aber gern noch viel mehr von den Vieren gelesen und auch am Ende noch gern haargenau erfahren, wie es für sie ausgeht.
Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch spätestens ab der Hälfte nicht mehr aus den Händen legen, ich habe mich regelrecht verloren in der Geschichte. „Tristan Mortalis“ bekommt von mir fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Übertrifft den Vorgänger

Wer die Hölle kennt
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Wer die Hölle kennt - ist klar im Vorteil. Das wäre wohl die sinnvollste Fortsetzung des Titels von Leigh Bardugos zweitem Teil um Geisterseherin Alex Stern. Doch Alex und Dawes bleibt nicht viel Zeit, ...

Wer die Hölle kennt - ist klar im Vorteil. Das wäre wohl die sinnvollste Fortsetzung des Titels von Leigh Bardugos zweitem Teil um Geisterseherin Alex Stern. Doch Alex und Dawes bleibt nicht viel Zeit, um sich auf die Hölle vorzubereiten. Sie wollen einen Weg hinein finden, um Darlington dort herauszuholen.
Ich fand Band 1 „Das neunte Haus“ trotz kritischer Meinungen schon gut, doch Band 2 konnte das Ganze noch einmal toppen! Leigh Bardugo hat sich hier wieder mal selbstübertroffen in ihrer Abgedrehtheit und Unvorhersehbarkeit. Das Buch beginnt zunächst etwas ruhiger. Da es eine ganze Weile her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, brauchte ich etwas Zeit, um wieder in die Geschichte hineinzufinden - und vor allem, um die Ereignisse von Band 1 zu rekonstruieren, denn es geht hier quasi nahtlos weiter. Spätestens ab der Hälfte hatte mich das Buch aber dermaßen in seinen Bann gezogen, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe mitgefiebert und um unsere Helden gebangt, denn Leigh Bardugo ist ja bekanntlich vieles zuzutrauen.
Das Buch hat mich vollends begeistert und ich kann es selbst denjenigen ans Herz legen, die nach Band 1 noch skeptisch sind. Denn es wird so viel besser und auch der Cliffhanger am Ende lässt auf eine genauso spannende Fortsetzung hoffen.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Die Magie des Tees

A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht
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Nings Schwester liegt im Sterben - sie hat vergifteten Tee getrunken und als einzige Chance, sie zu retten, sieht Ning den Wettbewerb der mächtigsten Teemagier des Reiches. Denn wer den Wettbewerb gewinnt, ...

Nings Schwester liegt im Sterben - sie hat vergifteten Tee getrunken und als einzige Chance, sie zu retten, sieht Ning den Wettbewerb der mächtigsten Teemagier des Reiches. Denn wer den Wettbewerb gewinnt, hat einen Wunsch frei. So bricht sie ohne das Wissen ihrer Familie auf und gerät in einen Strudel aus Intrigen und politischen Verwicklungen.

Das Buch hat gerade zu Beginn starke Mulan-Vibes, im Laufe der Geschichte wird aber deutlich, dass dieses Buch ansonsten nicht so viel mit Mulan gemein hat. Uns erwartet hier ein einzigartiges Abenteuer rund um die Teemagie mit jeder Menge japanischem Flair.

Um die Teemagie in all ihren Facetten zu verstehen, habe ich zugegeben ein bisschen gebraucht. Doch die damit verbundenen Rituale der Teezubereitung haben mein Herz jedes mal höher schlagen lassen und man merkt, wie viel Liebe und Einfallsreichtum die Autorin dabei in ihr Magiesystem gesteckt hat.

Auch der Großteil der Charaktere hat sich früher oder später in mein Herz geschlichen. Da das Buch mitunter auch mal sehr politisch wird, hat sich erst am Ende gezeigt, wer Freund und wer Feind ist. Das macht auch einen Teil der Spannung des Buches aus.

Was die Spannungskurve anbelangt, so geht es zunächst sehr seicht los, um dann zum Ende hin immer stärker anzusteigen - die zweite Buchhälfte hat mich aufgrund dessen weit aus mehr mitgerissen als die erste.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, mit der ich anfänglich nicht warm geworden bin. Doch hier hat mich die Autorin überrascht: Tatsächlich gibt es hier unvorhersehbare Wendungen, die mich dann doch noch richtig catchen konnten und mich nun nach Beenden doch sehr neugierig machen, wie es insbesondere mit der Liebesgeschichte weitergeht.

Die Autorin hat mich in vielerlei Hinsicht zum Mitfiebern gebracht und hatte so gut wie immer eine Überraschung parat, die ich nicht erwartet hatte. Auch Nings Handlungen waren für mich häufiger unerwartet, doch eigentlich auch immer nachvollziehbar. Sie ist keine herausragende Protagonistin und alles andere als fehlerfrei, aber darum vielleicht gerade eine so gute.

Das Buch hat mich mit jedem Kapitel jedes mal wieder auf‘s Neue überrascht und sticht mit seinem einzigartigen System der Teemagie deutlich heraus. Ich bin begeistert und vergebe darum gerne fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Peter Hase zum Anfassen

Frohe Ostern, Peter Hase
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In diesem süß gestalteten Bilderbuch verteilt Peter Hase Ostereier an seine Freunde, zum Beispiel Katerchen Moppel und Eichhörnchen Nusper. Das Buch kommt dabei mit sehr wenig Text aus, so geht es auf ...

In diesem süß gestalteten Bilderbuch verteilt Peter Hase Ostereier an seine Freunde, zum Beispiel Katerchen Moppel und Eichhörnchen Nusper. Das Buch kommt dabei mit sehr wenig Text aus, so geht es auf jeder Seite darum, ein hier beheimatetes Tier vorzustellen. Das Besondere: Jedes Tier kann befühlt werden, sei es das Federkleid der Gans, der rote Frack der Kröte oder der buschige Schwanz des Eichhörnchens. Letzteres streichelt mein Sohn ganz besonders gern.

Farblich ist das Buch in Pastelltönen gehalten. Den Zeichenstil würde ich als eher klassisch, aber sehr schön bezeichnen. Das Fühlbuch kommt zudem noch sehr stabil daher.
Uns hat es sehr viel Ostervorfreude bereitet, daher vergebe ich gern fünf Sterne.

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