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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2023

Ein neues Meisterwerk der Autorin

A Whisper Around Your Name
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Zuallererst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich nicht meine eigene Meinung.

„A whisper around your Name“ war für mich ein ...

Zuallererst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich nicht meine eigene Meinung.

„A whisper around your Name“ war für mich ein absolutes Muss, weil ich die Bücher von Emma Scott einfach liebe! Der erste Teil des „Dreamcatcher“ – Duetts war mein 14. Buch von der Autorin und daher hatte ich auch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Ich weiß, was Emma Scott leisten kann. Ihre unperfekten Protagonisten führen einen immer in eine herzzerreißende und tiefgründige Geschichte, die immer für Tränen sorgen. Vor allem die Geschichte von Jo und Evan ist keine leichte, aber dennoch war sie wirklich wunderschön.

Josephine Clark lebt seit dem Selbstmord ihrer Mutter bei deren Cousin Gerry. Dieser ist Fernfahrer und muss regelmäßig umziehen. Daher ist Jo sehr häufig die Neue an der Schule, doch dann will sie bleiben. Denn dort ist Evan, der von allen als Freak bezeichnet und gemieden wird, nachdem er eine Vision im Unterricht hatte und einen Amoklauf sah. Aber auf Jo wirkt seine Ausstrahlung sehr anziehend. Sie fühlt sich bei ihm sicher und verstanden, nachdem ihr in der Vergangenheit viele schlimme Dinge passiert sind. Bei geheimen Treffen kommen sich beide näher und verlieben sich ineinander, doch dann passiert etwas sehr Schlimmes und trennt beide voneinander. Jos Leben steht auf einmal Kopf und sie trifft Entscheidungen, die sie in eine sehr dunkle Zeit treiben bis eines Tages wieder Evan vor ihr steht. Sie begeben sich auf eine Flucht vor der Polizei und ihrer neuen Vergangenheit...

Jo hat eine sehr schwere Vergangenheit, die echt nichts für schwache Nerven ist. Man spürt die Auswirkungen auf ihr Wesen, ihre Denkweise und ihre Entscheidungen. Sie ist ein sehr individueller und eigener Charakter. Sie kam für mich sehr reflektiert rüber und wusste auch, dass sie sich wegen ihrer Vergangenheit Hilfe suchen muss, doch durch die vielen Umzüge war es nicht einfach eine Therapie durchzuziehen, weshalb sie Gedichte schreibt, in denen sie alles verarbeitet. Von der ersten Seite an, war Jo mir wirklich sehr sympathisch und sie hat mich mit ihrer Geschichte wirklich umgehauen.

Evan hat, wie Jo, eine schwere Vergangenheit. Als Kind wurde er von seiner Mutter vor der Feuerwache abgelegt, danach kam er ins Pflegesystem und wurde letztendlich von der Familie Salinger adoptiert. Doch seine Brüder Shane und Merle können ihn auf den Tod nicht ausstehen und machen ihm das Leben noch schwerer als es ohnehin schon ist. Nachdem Evan nämlich in der Schule eine Vision eines Amoklaufs erlebt und dort vollkommen ausrastet, wird er vorübergehend in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Nach seinem Aufenthalt wird er in der Schule wie ein Aussätziger behandelt und niemand beachtet ihn großartig. Evan ist ein sehr liebenswürdiger und spiritueller Charakter, den ich auch vom ersten Moment an mochte. Er hat etwas Geheimnisvolles an sich, was mich sehr in den Bann gezogen hat. Generell muss man sich auf seine Träume und Visionen einlassen können, denn sie sind ein großer Teil seines Lebens und seines Charakters.

Der Schreibstil von Emma Scott war wieder mal überragend gut. Es war durchgehend eine emotionale und mitreißende Atmosphäre. Während des Lesens hat man aber dauerhaft ein sehr schweres Gefühl auf dem Herzen, was einfach auch an der schwerwiegenden Thematik liegt. Erst zum Ende hin wird alles leichter und besser. Man fiebert aber dauerhaft mit Jo und Evan mit. Man leidet und liebt mit ihnen zusammen. Ich fand es dauerhaft toll, wie Evan und Jo miteinander umgegangen sind. Sie haben immer so respektvoll, offen zugewandt, auf Augenhöhe und voll ruhiger Stärke miteinander gesprochen. Sie geben sich vom ersten Moment an so viel Halt und Kraft. Sie beachten die Grenzen des jeweils anderen und das war einfach der Wahnsinn für die Altersgruppe. Zwar entwickelt sich die Liebesgeschichte rasend schnell, aber mit dem Hintergrund und der Spiritualität fand ich es sehr passend und angenehm. Ich fand es toll, wie zum Ende alle Visionen und Aktionen von Evan Sinn ergeben haben. Das ist wieder einmal ein sehr gelungenes Buch von Emma Scott mit viel Tiefe und Liebe.

Für mich sind Emmas Bücher immer ein Highlight, da jedes einzelne so besonders ist. Auch dieses hat wieder einen Platz in meinem Herzen verdient. Ich wurde nicht enttäuscht und kann mit dem Ende sehr gut leben. Umso mehr freue ich mich jetzt auf den zweiten Teil des „Dreamcatcher“ Duetts, der Ende Dezember erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Herzensbuch

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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ACHTUNG BAND 2! DIE REZENSION KANN SPOILER ENTHALTEN!

Nachdem Quinn sich von Matilda getrennt hat, verbringt er viel Zeit im Saum. Doch er spürt sehr schnell, dass er Matilda vermisst und ihre Art zu ...

ACHTUNG BAND 2! DIE REZENSION KANN SPOILER ENTHALTEN!

Nachdem Quinn sich von Matilda getrennt hat, verbringt er viel Zeit im Saum. Doch er spürt sehr schnell, dass er Matilda vermisst und ihre Art zu denken ihm fehlt. In dieser Zeit verbringt Matilda viel Zeit mit ihrer Freundin Juli und ihrer Familie. Auch Baximilian leistet ihr viel Gesellschaft und verrät ihr immer wieder Dinge über den Saum. Nach dem Schulbeginn vertragen sich Quinn und Matilda wieder und gemeinsam versuchen sie Neues über den Tod von Quinns leiblichen Vater zu erfahren. Als sich dann sogar eine Möglichkeit auftut für Matilda selbst einmal in den Saum zu reisen, ist Quinn überhaupt nicht begeistert davon...

Erst vor kurzem habe ich Band 1 gelesen und geliebt. Nun musste auch direkt Band 2 her und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil war wie auch bei Band 1 superflüssig und locker. Wie immer flogen die Seiten nur so dahin. Es war total spannend und hat einen so extrem gefesselt. Wieder war es wie eine Sucht und in der Zeit, wo ich nicht lesen konnte, fühlte ich mich so als würde mir ein Teil fehlen. Band 2 endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger und am liebsten würde ich direkt weiterlesen.

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Veröffentlicht am 08.07.2023

Ein neues Meisterwerk der Autorin

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Schon damals konnte Kerstin Gier mich mit ihrer „Edelstein“- Trilogie und auch mit der „Silber“-Trilogie komplett in ihren Bann ziehen. Nun kam im September 2021 der Auftakt ihrer neuen Trilogie heraus ...

Schon damals konnte Kerstin Gier mich mit ihrer „Edelstein“- Trilogie und auch mit der „Silber“-Trilogie komplett in ihren Bann ziehen. Nun kam im September 2021 der Auftakt ihrer neuen Trilogie heraus und mit etwas Verspätung kam ich auch endlich dazu das Buch zu lesen.

Das Quinn die Liebe ihres Lebens ist, das weiß Matilda schon sehr, sehr lange. Nur doof, dass Quinn keine große Ahnung hat, wer sie eigentlich ist, denn er verwechselt sie immer mit ihrer verhassten Cousine Luise. Dazu kommt dann auch noch, dass er arrogant und eingebildet ist. Er meidet sie in der Regel wie die Pest, außer, wenn er und sein Freund Lasse versuchen ihrer Cousine einen Streich zu spielen und sie wieder mal die Leidtragende ist. Aber dann hat Quinn in einer Nacht einen schweren Unfall und seitdem ist alles anders als zuvor. Auf einmal kann er tote Menschen sehen, Bäume und Hecken besitzen plötzlich Gesichter und Statuen beginnen mit ihm zu reden. Er muss sich irgendwem anvertrauen, um nicht durchzudrehen, aber wen soll er davon erzählen, ohne in der geschlossenen Abteilung zu landen?

Matilda war mir von der ersten Seite an mega sympathisch. Sie wird von ihrer Familie streng katholisch erzogen, dabei hegt Matilda inzwischen Zweifel, ob es überhaupt einen Gott gibt. Generell gilt sie in ihrer Familie eher als Problemkind, dabei würde ich das nicht so sehen. Matilda ist lieb, brav und immer hilfsbereit. Nur ihre Familie geht ihr ziemlich auf die Nerven, was ich vollkommen verstehen kann. Nur leider hat sie nicht den Mut und die Kraft sich gegen ihre Familie durchzusetzen und für sich selbst einzustehen. Aber dafür liebt sie sehr ihre beste Freundin und Cousine Juli, die sie bei allem unterstützt.

Quinn war mir auch sehr sympathisch, auch wenn er am Anfang ein Idiot ist, aber naja. Das gehört nun mal dazu. Anfangs ist er sehr arrogant und sehr von sich überzeugt, aber dann passieren Dinge, die ihn aufwühlen und nachdenklich macht. Vor allem nach dem er sich eine wilde Verfolgungsjagd mit gruseligen Wesen liefert und einen schweren Unfall erleidet, merkt er das nichts mehr so sein wird, wie es mal war. Er sieht und hört Dinge, die andere Menschen nicht wahrnehmen und dann ist da immer dieser gruselige Hutmann wegen dem er nun im Rollstuhl sitzt. Einzig Matilda kann er sich anvertrauen, weil sie ihm eigentlich total egal ist und sie ihn nicht für verrückt hält. Quinn war wirklich durchgehend toll. Er hat mein Herz erwärmt und es war immer unglaublich spannend die Parallelwelt mit ihm zu erkunden. Matilda gegenüber hat er sich wirklich sehr loyal und auch leidenschaftlich verhalten, was wirklich sehr bewundernswert war. Generell ist er auch sehr neugierig und ehrgeizig, aber vor allem ist er sehr, sehr wissbegierig und lernbereit, was die neue Welt angeht. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.

Der Schreibstil von Kerstin Gier war wieder einmal grandios. Wie schon bei ihren ersten beiden Trilogien war es leicht zu lesen und unglaublich flüssig. Die Seiten flogen einfach nur so dahin, weil die Geschichte so unglaublich süchtig macht. Die Idee ist wirklich außergewöhnlich und spannend. Anfangs war ich sehr skeptisch, weil ich nicht wusste, ob die Geschichte etwas für mich sein könnte, aber nun bereue ich es, doch so lange gewartet zu haben! Mein einziger Vorteil ist, dass ich jetzt Band 2 direkt im Anschluss anfangen kann. Ich liebe die Charaktere, auch die nervigen, bösen und mysteriösen, denn sie sind einfach super ausgearbeitet und haben mich schon so oft zum Lachen gebracht.

Im Großen und Ganzen war dieses Buch für mich auf jeden Fall ein Jahreshighlight und Matilda und Quinn werden einen riesigen Platz in meinem Herzen haben. Für jeden Kerstin Gier Fan ist diese Trilogie schon jetzt ein großes Muss und auch so würde ich einfach jedem dieses Buch empfehlen, weil es einfach so fesselnd und lustig ist. Es hat mich sehr gut unterhalten und ich war auch etwas traurig als ich es beendet hatte, auch wenn ich weiß, dass ich direkt weiterlesen kann. Aber für den Moment ist da eine Leere in meinem Herzen, wie es nur ein sehr gutes Buch hinterlassen kann.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Für immer in meinem Herzen

The Last Piece of His Heart
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„The last piece of his heart” ist der dritte und letzte Band von Emma Scotts “Lost Boys”- Reihe. Schon als ich im Frühjahr 2020 „The Girl in the Love Song“ (Band 1) auf Englisch gelesen hatte, wusste ich, ...

„The last piece of his heart” ist der dritte und letzte Band von Emma Scotts “Lost Boys”- Reihe. Schon als ich im Frühjahr 2020 „The Girl in the Love Song“ (Band 1) auf Englisch gelesen hatte, wusste ich, dass die Geschichte von Shiloh und Ronan mich umhauen würde. Auf kein Buch von Emma Scott hatte ich so sehr hin gefiebert wie auf dieses, darum hatte ich mich besonders doll gefreut als ich die Bestätigung für das Rezensionsexemplar in meinem E-Mail-Postfach fand. Schon seit 2019 begeistern mich die Geschichten von Emma Scott und jedes Mal wandern ihre Bücher auf meine Want-to-Read-List, meistens ohne den Klappentext zu kennen. Es ist halt einfach Emma. Ein Must-Have für mein Bücherregal und meine Seele.

Shiloh Barrera ist verschlossen, zurückhaltend und direkt. Dinge, die sie von ihrer Mutter gelernt hat, welche sie mit vier Jahren zu ihrer Urgroßmutter abgeschoben hatte. Bis heute weiß Shiloh nicht, wer ihr Vater ist und auch nicht, warum ihre Mutter sie so abgrundtief zu hassen scheint. Das Einzige, was sie weiß, ist, dass sie ihre Urgroßmutter Bibi über alles liebt, genauso wie ihre Freundin Violet und ihre Arbeit. Shiloh liebt es Schmuck zu entwerfen und herzustellen. Ihr größter Traum ist es, nach der Schule ihren eigenen Laden zu eröffnen und die jüngste Unternehmerin der Stadt zu werden. Liebe und Jungs existieren nicht in ihrem Leben und auch in ihrer Zukunft sieht sie sich nicht in einer Beziehung.

Ronan Wentz musste als Kind dabei zusehen, wie sein Vater seine Mutter tötete. Seitdem wurde er zehn Jahre lang in Pflegefamilien herumgereicht, bis er letztendlich zu seinem Onkel nach Santa Cruz konnte. Seine Ansprüche waren nie sonderlich hoch. Sein einziger Wunsch war es nur, die Highschool abzuschließen, weil er es seiner Mutter vor ihrem Tod versprochen hatte. Nichts und niemand könnte ihn davon abhalten, aber direkt am ersten Tag wurde er von der Schule suspendiert. Um sich etwas Geld dazu zu verdienen, nahm er mit einer Dame Kontakt auf, die gerne einen Schuppen in den Garten gebaut bekommen möchte. Was er zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war das dieser Job sein ganzes Leben verändern würde.

Ich habe Shiloh als eine sehr sympathische junge Frau kennengelernt, die für ihre Träume einsteht und kämpft. Dennoch hat sie das Gefühl nicht zu wissen, wer sie ist, was damit zusammenhängt, dass sie nicht weiß, wer ihr Vater ist und warum ihre Mutter sie nicht mal ansehen kann. Ihre Handlungen konnte ich sehr gut nachvollziehen und ich habe sie wirklich sehr ins Herz geschlossen. Gerade ihre direkte Art kam bei mir immer sehr gut an. Meistens sagt sie, was sie denkt und auch gerade was Ronan anging war sie immer aufmerksam und liebevoll.

Ronan war von Band 1 an mein Lieblings Lost Boy. Die ganze Zeit schon, wollte ich seine Geschichte kennenlernen, die so unglaublich schwer wiegt und doch war er ein so wunderschöner Charakter. Seine Liebe zu Shiloh war greifbar und ich habe ihn wirklich so unglaublich geliebt. Jeder sollte einen Ronan haben! Er ist seinen Freunden immer sehr loyal, steht für sie ein und kämpft für sie. Generell hat er unter seiner harten Schale ein sehr, sehr weichen Kern, den er aber nur sehr wenigen Menschen zeigt. Er wird immer einen großen Platz in meinem Herzen haben.

Diese Geschichte hat mein Herz gebrochen, und zwar so richtig. Auch jetzt, wo ich diese Rezension hier schreibe, spüre ich es immer noch, dabei habe ich das Buch letzten Abend schon beendet. Gerade zum Ende hin mussten einige Taschentücher ihr Leben lassen. Das ist das besondere an Emma Scott. Sie schafft es einen so sehr in die Geschichte einzuwickeln, dass man das Gefühl hat, man wäre ein Teil davon. Sie hat ein Händchen für schwere Themen und das liebe ich so sehr. Ihr Schreibstil ist immer flüssig, leicht zu lesen und respektvoll. Die Seiten fliegen einfach nur dahin und mit jedem Wort, mit jedem Satz, lernt man die Charaktere immer mehr zu lieben. Gerade das Ende hat mein Herz gekillt, denn es endet dort, wo alles begann. Aber nun ist alles anders. Ein Kapitel endete, ein neues begann. Ein neues Kapitel für jeden der Lost Boys. Für immer in meinem Herzen.

Obwohl es sehr schwer war, nicht direkt mit Ronans Buch zu beginnen, hatte ich in den letzten Wochen erstmal die anderen ungelesenen Bücher von Emma Scott gelesen. Auch wenn die Bücher der Lost Boys unabhängig gelesen werden können, würde ich es euch ans Herz legen, sich an die Reihenfolge zu halten und jedes einzelne der drei Bücher zu genießen. Jede der Geschichten ist unglaublich einzigartig und vor allem am Ende von Band 3 spürt man eine so heftige Bedeutung dieser Freundschaft. Ich empfehle es wirklich jedem sich dieses Buch zu holen. Es ist einfach Fantastisch, Leute! Es bedeutet einfach alles!

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Eine schöne Geschichte mit wichtiger Message

Starburst Effect
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Vielen Dank an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich in keiner Weise meine eigene Meinung.

Endlich ist es so weit und das neue Buch von Kelly Oram ist ...

Vielen Dank an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich in keiner Weise meine eigene Meinung.

Endlich ist es so weit und das neue Buch von Kelly Oram ist erschienen. Schon seit „Cinder & Ella“, das 2018 erschienen ist, bin ich ein großer Fan von Kellys Büchern und daher war dieses Buch ebenfalls ein Muss gewesen.

Lilys Leben ist nicht gerade einfach. Ihre Eltern sind dauerhaft am Streiten und dann steht auch noch eine Scheidung im Raum. Sie muss sich um ihren zehn Jahre alten Bruder kümmern, da ihre Eltern nicht in der Lage dazu sind. In der Schule wird sie gemobbt und dann verlässt sie auch noch die Schülerzeitung, weil sie Probleme mit ihren Mitschülern hat. Noah kann ihr eigentlich gestohlen bleiben, denn er ist der Anführer der Mobbingattacken. Doch dann hat Noah einen sehr schweren Unfall und plötzlich ist Lily die einzige Person, die sich für ihn interessiert.

Lily war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihr Leben konnte ich sehr gut nachvollziehen, da ich vieles aus ihrem Leben schon selbst erfahren durfte. Scheidung der Eltern und Mobbing in der Schule sind für mich keine Fremdwörter. Beides durfte ich selbst erleben, aber ich muss tatsächlich sagen, dass Lily das wirklich sehr gut meistert. Sie trifft viele Entscheidungen, die nicht einfach sind und verliert sich selbst nicht dabei. Gerade im Umgang mit Noah nach seinem Unfall ist sie wirklich zu bewundern. Sie lässt sich nicht einschüchtern, bleibt ruhig und hört nicht auf das, was andere sagen. Richtig gut finde ich, dass sie ihm nicht direkt verzeiht, sondern sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzt und es einfach versucht, obwohl es ihr sehr schwerfällt.

Noah ist am Anfang ein ziemlicher Arsch, doch nach seinem Unfall, den er fast nicht überlebt hat, ändert er sich um 180 Grad. Er muss vieles neu erlernen und seine „Freunde“ lassen ihn links liegen. Es wird sich über ihn lustig gemacht. Von dem beliebten Footballspieler wird er auf einmal zum Freak. Doch im Endeffekt ist Noah wirklich toll. Er geht so süß mit Lily um und setzt sich für sie ein. Noah ist ein starker und tiefgründiger Charakter, den man einfach lieben muss!

Der Schreibstil von Kelly Oram ist wieder einmal wunderschön. Ich kam ohne Probleme in die Geschichte rein und dann flogen die Seiten einfach nur noch dahin. Die Charaktere sind alle sehr glaubwürdig ausgearbeitet und haben mich alle überzeugt. Nicht alle haben ein positives Gefühl rübergebracht, aber es wurde ja auch ein Unschönes Thema angesprochen.

Viele Menschen sind schon mal mit Mobbing in Kontakt gekommen. Vielleicht als Opfer, vielleicht als Mobber oder vielleicht einfach nur als Zeuge. Ich selbst war früher ein Opfer und konnte daher alles nachvollziehen was hier passiert war. Lehrer, die zwar mitbekommen, dass Mobbing passiert, aber nichts tun und auch Eltern, die es nur halbherzig interessiert und nichts unternehmen. Genauso wie Lily war ich nie wirklich labil und kam mit wenigen Freunden gut klar. Aber man darf nie vergessen, dass es Menschen gibt, die mit Mobbingattacken nicht klarkommen und daraufhin versuchen sich das Leben zu nehmen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. Ich finde, das Mobbing deutlich ernster genommen werden sollte als es aktuell bisher der Fall ist. Nicht immer läuft es so glimpflich ab wie bei mir oder Lily. Generell ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer später mit dem Täter zusammenkommt, doch sehr unrealistisch. Man darf halt nicht vergessen, dass es sich hier um einen fiktiven Roman halt, der darauf basiert das der Leser bzw. die Leserin unterhalten wird.

Im Großen und Ganzen war die Geschichte wirklich wunderschön. Auch, dass der Titel in der Geschichte aufgegriffen wird, fand ich wirklich super. Generell die gesamte Thematik war sehr interessant und sehr gut umgesetzt. Ich wurde von der ersten Seite sehr gut unterhalten. Ich habe mit Lily und Noah zusammen gelacht und geweint, war mit ihnen wütend und verletzt. Mir wurde mein Herz gebrochen und wieder zusammengesetzt und das war einfach wunderschön.

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