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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2023

Ein (Bilder)Buch zum Eintauchen

Die Neapolitanische Saga 1: Meine geniale Freundin
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und stundenlangem Drin-Schmökern-Schauen-und-Schwärmen.

Denn dies ist ein Buch, von dem ich nicht genug bekommen kann! Und das, obwohl diese Graphic Novel auf einem schon sehr bekannt Buch - ...

und stundenlangem Drin-Schmökern-Schauen-und-Schwärmen.

Denn dies ist ein Buch, von dem ich nicht genug bekommen kann! Und das, obwohl diese Graphic Novel auf einem schon sehr bekannt Buch - und das (fast) weltweit - basiert!

Dennoch gibt es hier sehr viel Neues zu entdecken in der Geschichte der beiden Freundinnen Lila und Elena, die sich als Kinder in einem recht einfachen Viertel in Neapel kennenlernen und trotz unterschiedlicher Wege in die Erwachsenenwelt einander verbunden bleiben, bis die eine auf einmal nicht mehr zu erreichen, bzw. zu fassen ist.

Mehr möchte ich zum Inhaltlichen nicht sagen, das den meisten Interessent*innen bereits bekannt sein sollte und für die weiteren eine Überraschung bleiben sollte, deshalb jetzt zu dieser wundervollen Ausgabe, die die Lesenden in eine ganz eigene Welt entführt, welche durch die Bilder entsteht. Ich jedenfalls bin richtiggehend hinein geglitten und sehe die ganze Geschichte jetzt nochmal in einem ganz anderen Licht! Sehr zu empfehlen und zwar nicht nur für Ferrante-Fans!

Veröffentlicht am 24.06.2023

Einen angenehmen Geschmack...

Royal Taste
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...hat dieses Buch "Royal Taste" bei mir hinterlassen. Ich beschäftige mich so gerne mit den verschiedensten Speisen, dass das auch kein Wunder ist.

Auf der anderen Seite bin ich eine sehr kritische Verkosterin ...

...hat dieses Buch "Royal Taste" bei mir hinterlassen. Ich beschäftige mich so gerne mit den verschiedensten Speisen, dass das auch kein Wunder ist.

Auf der anderen Seite bin ich eine sehr kritische Verkosterin sowohl von Speisen jeder Art als auch von Lektüre darüber. Wobei sich über Geschmack natürlich nicht streiten lässt!

Worum es geht. Die angehenden Kulinarikerinnen Penelope und Helena treffen auf dem Nachtmarkt einen jungen Mann, Elijah Little, von dessen Empanadas sie so angetan sind, dass Helena auf die Idee kommt, ihn zu einem kulinarischen Experten auszubilden. Beide Freundinnen sind nämlich gerade auf der Suche nach Themen für ihre Abschlussprojekte, nach deren Vollendung sie professionell in ihrem Beruf tätig sein können.

Elijah scheint aus einfachen Verhältnissen zu kommen, kennt sich aber mit köstlichen Gerichten durchaus gut aus. Helena nimmt im Rahmen ihrer Ausbildung kein Blatt vor den Mund, weswegen es sowohl mit Elijah als auch mit Penelope mehrfach zu Zerwürfnissen kommt.

Ein warmherziger und keineswegs oberflächlicher Roman, dem man aber nicht zu sehr vertrauen sollte, wenn es um historische Fakten geht. Diesbezüglich spielt die Autorin nämlich mit der Wahrheit und das nicht zu knapp. Was aus meiner Sicht durchaus reizvolle Szenarien ergibt, zumal sie sich auch mit Vorurteilen und deren Wirkung befasst.

Ein ungewöhnlicher Roman, den es sich zu lesen lohnt!

Veröffentlicht am 16.04.2023

Unterhaltsam und lehrreich

Der kleine Medicus. Band 1. Voll verschluckt
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Was für eine witzige und spannungsreiche Geschichte! Prof. Grönemeyer hat hier nicht einfach einzelne Körperregionen sozusagen kindgerecht aufgepeppt. Nein, er webt darum eine faszinierende Geschichte ...

Was für eine witzige und spannungsreiche Geschichte! Prof. Grönemeyer hat hier nicht einfach einzelne Körperregionen sozusagen kindgerecht aufgepeppt. Nein, er webt darum eine faszinierende Geschichte um Nano, der leichtsinnigerweise auf eine Fernbedienung drückte, geschrumpft wurde und nun die einzelnen Körperregionen bereist. Die natürlich riesig und gefährlich sind für so ein Miniwesen, wie Nano es jetzt ist.

Wer hilft ihm aus der Patsche? Oder schafft er es auf eigene Faust?

Veröffentlicht am 13.02.2023

Inspirierend auf eine sehr individuelle Art

Lichte Tage
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Ja, Sarah Winman hat einen sehr eigenen Stil und sie fordert viel von ihren Lesern. Aber definitiv nicht mehr, als sie ihnen gibt - das Gegenteil ist der Fall! Wenn man nämlich bereit ist, ganz ...

Ja, Sarah Winman hat einen sehr eigenen Stil und sie fordert viel von ihren Lesern. Aber definitiv nicht mehr, als sie ihnen gibt - das Gegenteil ist der Fall! Wenn man nämlich bereit ist, ganz tief einzutauchen in diesen ganz besonderen Roman über Freundschaft, Liebe, Vertrauen und die Bereitschaft, sich für andere aufzugeben - dann bekommt man sehr viel zurück. Und zwar nicht nur Stoff zum Nachdenken über das eigene Leben, den Sinn darin und die Erkenntnis, dass man sich auf das Wesentliche beschränken sollte - nicht nur beim In-Sich-Hineinhorchen. Nein, auch in der Selbstaufgabe sowie in dem, was man bereit ist, für andere zu investieren.

Sarah Winmans Stil ist nicht nur sehr eigen, er ist auch sehr englisch auf die anspruchsvolle, warmherzige, dabei auch ziemlich verschrobene Art. Ich habe Orte (vor allem Oxford), aber auch Marotten und Eigenheiten wiedererkannt, die für mich untrennbar mit diesem Land verbunden sind.

Hier jedoch wird dies alles an mich zurückgespielt. Ein Roman, in den man sich fallen lassen muss, einer, für den man sich - obwohl alles andere als dick - richtig Zeit nehmen muss. Umgekehrt nimmt dieser sich aber auch Zeit für seine Leser - das kann ich versprechen!

Veröffentlicht am 07.01.2023

Starke Frauen gab es schon vor langer Zeit

Die Tochter der Hungergräfin
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Möglicherweise - und das hoffe ich - sogar immer schon. Ein gutes Beispiel dafür ist die Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein, die man im 17. Jahrhundert mehrfach nach dem Tode ihres ...

Möglicherweise - und das hoffe ich - sogar immer schon. Ein gutes Beispiel dafür ist die Gräfin Louise Juliane von Sayn und Wittgenstein, die man im 17. Jahrhundert mehrfach nach dem Tode ihres Mannes und ihres Sohnes ihres Landbesitzes und damit der Grafenwürde berauben wollte - das ließ sie aber nicht mit sich machen! Natürlich war das längst nicht so einfach möglich wie heutzutage (was oft immer noch schwer genug ist) - man kam nicht weit, ohne dass man Allianzen mit Männern schmiedete.

Doch wem konnte man trauen, wer nahm sie, die Frau als Herrscherin ernst? Wir erfahren die Geschichte aus der Perspektive ihrer älteren Tochter Ernestine, die oft genug unter ihrer Mutter leidet, sie aber andererseits auch in ihrem Willen, das Land für beide Töchter zu bewahren, achtet und wertschätzt. Es ist also, wie so oft, kein einfaches Mutter-Tochter-Verhältnis - und dazu ein ausgesprochen ungewöhnliches.

Ich lese selten gerne historische Romane, deren Handlung viele Jahrhundert zurück liegt, sondern fokussiere mich vor allem auf das 20. Jahrhundert. Allenfalls rutscht mir mal ein Roman über das ausgehende 19. Jahrhundert dazwischen.

An dieses Buch geriet ich eher aus Versehen und konnte es nicht aus der Hand legen. Autorin Annette Spratte schreibt fesselnd und informativ; man kann sich richtiggehend in die Figuren hineinversetzen. Ausgesprochen empfehlenswert, dieser Roman!