Ein spannendes Versteckspiel
Worum geht’s?
Eigentlich freut sich Remy auf ihren wohlverdienten Urlaub in der mexikanischen Wüste. An ihrem letzten Abend in der schottischen Provinz will sie es daher ruhig angehen lassen – bis es plötzlich ...
Worum geht’s?
Eigentlich freut sich Remy auf ihren wohlverdienten Urlaub in der mexikanischen Wüste. An ihrem letzten Abend in der schottischen Provinz will sie es daher ruhig angehen lassen – bis es plötzlich an der Tür des kleinen Hotels klopft, in dem sie die Nachtschicht als Rezeptionistin übernimmt. Der ungebetene Gast erzählt ihr, dass er Polizist sei und einen entflohenen Häftling jagen würde – doch dann klopft es erneut an der Hoteltür, und auch dieses Mal steht ein Polizist davor.
Meine Meinung
Abgelegene Settings sind insbesondere bei Krimis und Thrillern absolut mein Fall, von daher war ich auch bei diesem Buch unglaublich gespannt darauf, wie sehr mich die Umsetzung begeistern können würde. Gut gefallen hat mir daher, dass das Setting trotz des verhältnismäßig kurzen Buches und auch ohne ausschweifende Beschreibungen sehr greifbar gestaltet wurde. Beim Lesen hatte ich daher nicht das Gefühl, völlig orientierungslos durch die Handlung zu stolpern und habe mich gleichzeitig definitiv nicht gelangweilt.
Auch die Figuren fand ich grundsätzlich spannend, wobei ich vor allem die Protagonistin recht lange nicht wirklich einschätzen konnte. Durch die kurzen Rückblenden hat man bis zum Schluss dann glücklicherweise immer mal wieder etwas mehr über sie, ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe erfahren, was sie in meinen Augen dann insgesamt doch zu einer sehr runden Figur gemacht hat.
Der Spannungsaufbau hat mich glücklicherweise ebenfalls sehr positiv überrascht. Zu Beginn der Geschichte hatte ich die Befürchtung, dass erst eine ganze Weile nicht besonders viel passieren würde, wurde dann aber glücklicherweise recht schnell eines Besseren belehrt. Bis zum Schluss hat mir auch das Erzähltempo recht gut gefallen, wobei mir das Ende ehrlich gesagt ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen vorkam.
Insgesamt fand ich das Buch aber definitiv angenehm und vor allem sehr flott zu lesen, was trotz kleinerer Schwächen wirklich gute Unterhaltung für mich dargestellt hat. Für eingefleischte Thrillerfans dürfte der Spannungsfaktor allerdings ein kleines bisschen zu subtil sein, da es eher um das Aufdecken von Lügen und weniger um psychologische Spannung geht.
Fazit
Mich konnte dieses Autorendebüt auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die Spannung etwas subtiler aufgebaut wurde, als ich anfangs vermutet hätte. Trotz der Konstruktion kam mir der Handlungsbogen dabei nicht unglaubwürdig vor, was bis zum Schluss ein spannendes Lesevergnügen für mich war.
Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.