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Veröffentlicht am 24.07.2025

Ein Buch, das laut lacht und leise trifft

Sugar Crush
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„Sugarcrush“ ist eine dieser Geschichten, die auf den ersten Blick leicht und unterhaltsam wirken, dabei aber überraschend viel Tiefe entwickeln. Chris Tall schafft es, zeitlose Themen wie Selbstwahrnehmung, ...

„Sugarcrush“ ist eine dieser Geschichten, die auf den ersten Blick leicht und unterhaltsam wirken, dabei aber überraschend viel Tiefe entwickeln. Chris Tall schafft es, zeitlose Themen wie Selbstwahrnehmung, Mobbing, Freundschaft und erste Liebe in eine jugendliche Geschichte zu packen, ohne dabei zu belehren oder künstlich cool wirken zu wollen. Genau das macht das Buch für mich so lesenswert, und zwar nicht nur für Jugendliche.

Im Mittelpunkt steht Mateo, ein eher zurückhaltender und verunsicherter Teenager, der sich selbst nicht gerade als Hauptfigur seines eigenen Lebens sieht. Seine einzige echte Verbindung zu jemandem läuft über die App BeYou, in der er mit einer anonymen Person namens „Pumpkinpie“ schreibt. Diese digitale Beziehung ist sein Zufluchtsort: ehrlich, ungefiltert und ganz ohne Druck. Als er beginnt zu vermuten, wer sich hinter Pumpkinpie verbergen könnte, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Mit jedem Kapitel gibt es mehr Indizien für die Leser:innen, bis zu dem Moment, an dem man ehrlich denkt: „Ich weiß es!“ (Spoiler: Du weißt es nicht.)

Besonders gelungen fand ich Mateos persönliche Entwicklung. Auch wenn er manchmal jünger und bockiger wirkte, als man es einem Siebzehnjährigen vielleicht zutrauen würde, hat das für mich gepasst. Gerade diese jugendliche Trotzhaltung, dieses impulsive und gleichzeitig überforderte Verhalten war oft sehr authentisch, auch wenn ich manchmal dachte: „Oh Junge, jetzt reiß dich zusammen!“ Aber genau das macht ihn so menschlich. Er macht Fehler, wächst daran und bleibt trotzdem immer irgendwie Mateo.

Die Dynamik zwischen ihm, Rashid und Toni hat mir ebenfalls gut gefallen. Es tat gut zu sehen, wie sich Mateo langsam aus seinem Schneckenhaus herauswagt, neue Kontakte knüpft und vor allem merkt, dass er nicht allein ist. Die Freundschaften entwickeln sich glaubwürdig, nie zu schnell, nie zu kitschig.

Und dann ist da natürlich noch Chris Tall selbst, als Figur im eigenen Buch. Ich gebe zu, ich war anfangs skeptisch. Diese Meta-Ebene hätte schnell unangenehm selbstverliebt wirken können, aber überraschenderweise hat es für mich funktioniert. Die Mentorrolle war vielleicht an einigen Stellen ein wenig überhöht, aber nicht unsympathisch. Und gerade aus der Perspektive junger Leser:innen kann das sicher motivierend wirken. Zudem hatte ich das Gefühl, dass wir hier den echten Chris erleben, so wie er sich auch in seinen Shows oder auf Instagram zeigt. Seine tiefgründige Art hat es auf jeden Fall mit ins Buch geschafft.

Ein echtes Highlight war für mich das Ende. Ich war mir mehrfach sicher, dass ich die große Auflösung längst durchschaut hätte, und musste dann doch feststellen, dass ich komplett danebenlag. Dieser Plottwist ist wirklich gelungen, genau im richtigen Moment platziert und weder zu übertrieben noch zu gezwungen. Ich liebe es, wenn ein Buch mich an der Nase herumführt, und das ist hier definitiv passiert.

Sprachlich ist der Roman angenehm zu lesen: locker, flott, mit einem Gespür für jugendliche Sprache, ohne aufgesetzt zu wirken. Es gibt viele witzige, charmante Momente, aber eben auch ernstere Töne, die Raum zum Nachdenken lassen.

Allerdings hätte ich mir die Auflösung zum Schluss etwas langsamer und ausführlicher gewünscht. Das Ende war mir persönlich einfach zu abrupt, gerade im Vergleich zum sonstigen Erzähltempo der Geschichte.

Fazit: Sugarcrush ist ein ehrliches, charmantes und stellenweise auch sehr berührendes Jugendbuch, das nicht nur für junge Leser:innen etwas bereithält. Es ist witzig, nachdenklich und überraschend, mit einer Hauptfigur, die man gerne durch Höhen und Tiefen begleitet. Wer Lust auf eine Geschichte mit Herz, Identifikationspotenzial und einem wirklich starken Ende hat, sollte es definitiv lesen.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Sylt für zwischendurch

Sommerglück auf Sylt
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"Sommerglück auf Sylt" entführt die Leser auf eine faszinierende Reise voller Freundschaft, Liebe und Selbstfindung. Die Geschichte von Lou, Nette und Kati, die sich eine Auszeit auf der malerischen Nordseeinsel ...

"Sommerglück auf Sylt" entführt die Leser auf eine faszinierende Reise voller Freundschaft, Liebe und Selbstfindung. Die Geschichte von Lou, Nette und Kati, die sich eine Auszeit auf der malerischen Nordseeinsel gönnen, ist eine inspirierende Erzählung über das Finden von Glück und neuen Perspektiven.

Die Autorinnen haben einen einfühlsamen Schreibstil, der es ermöglicht, sich vollständig in die Welt der Charaktere einzufühlen. Die Beschreibungen der Landschaft und der Atmosphäre auf Sylt sind so lebendig, dass man sich mitten im Geschehen fühlt.

Besonders faszinierend ist die Entwicklung der Charaktere im Laufe der Geschichte. Jede der Freundinnen durchläuft eine persönliche Transformation, die von Mut, Entschlossenheit und der Unterstützung ihrer Freunde geprägt ist.

Die Geschichte ist ein Mix aus Romantik, Humor und Tiefgründigkeit, der den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Die Herausforderungen, denen sich die Protagonistinnen stellen müssen, sind realistisch und nachvollziehbar, was die Geschichte umso authentischer macht.

Insgesamt ist "Sommerglück auf Sylt" ein Buch, das zum Träumen und Nachdenken anregt. Es ist eine Hommage an die Kraft der Freundschaft und die Magie der Liebe, verpackt in einer bezaubernden Geschichte, die noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Volles Programm mit "Nordsee ist Mordsee"

Mord unterm Reetdach
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Im ersten Krimi von Eric Weissmann geht es um den Immobilienmakler Kristian Dennermann. Dieser stellt den spannenden Hauptstrang der gesamten Handlung um das Todesopfer und Sylter Urgestein Hinnerk Petersen ...

Im ersten Krimi von Eric Weissmann geht es um den Immobilienmakler Kristian Dennermann. Dieser stellt den spannenden Hauptstrang der gesamten Handlung um das Todesopfer und Sylter Urgestein Hinnerk Petersen dar.

Das Cover des Buches ist von allen Seiten schön anzusehen und die Veredlungen machen ein unscheinbares Highlight aus dem Buch.
Kleines Manko war bei mir nur die untere (linke) Ecke, die sich beim Lesen vom Buchrücken gelöst hat.
Das Cover passt gut zum Inhalt und stellt den Haupthandlungsort gut dar, der ganz im Norden ist. Dazu passt der Lister Leuchtturm also sehr gut.

Inhaltlich hält der Krimi viele Überraschungen bereit und lässt einen nicht wirklich los.
Teils waren wenige Passagen leicht her vorhersehbar, die sich aber zum späteren Zeitpunkt als weniger richtig herausgestellt haben und nur für umso mehr Spekulation gesorgt haben.

Der Schreibstil war an sich sehr schön, auch wenn teils ein kleines wenig einseitig.
Es passte meiner Meinung nach einfach zur Insel und hat es sehr authentisch gemacht.

Die Figuren waren allesamt gut ausgeleuchtet. Die eine sympathisch und dann ihre Gegenspieler. Positiv vorher heben möchte ich unbedingt, dass es mir in diesem Krimi sehr gut gefallen hat, dass so gut wie jeder Protagonist und jede Protagonistin ihre Liebe abbekommen hat und niemand nur allein namentlich da war.

Für mich war bzw. ist dieses Buch so interessant, weil ich eine (große) kleine Schwäche für diese wirklich wundervolle Insel habe, die hier nach meiner Auffassung noch familiärer dargestellt wird, als ohnehin gespürt …
Sylt wird hier toll und noch ansprechender dargestellt und ist hier als Leseausflug gut präsentiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Krimi nicht nur für Krimifans und Syltliebhabern ist, sondern für jeden, der ein bisschen Spannung und viele Spekulationen mag.
Als ersten Krimi fände ich ihn auch ganz nett, da es nicht zu krass und drüber dargestellt ist.

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Veröffentlicht am 04.08.2023

Eine turbulente Reise nach Sylt

Kein Sturm zu nah (Tales of Sylt, Band 2)
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Es ist unmöglich in Worte zufassen, wie sehr ich diese Reihe von Alexandra Flint liebe. Nicht nur aus Sympathie zur Insel, sondern weil die Geschichten mich immer packen und sie einfach nur unfassbar gut ...

Es ist unmöglich in Worte zufassen, wie sehr ich diese Reihe von Alexandra Flint liebe. Nicht nur aus Sympathie zur Insel, sondern weil die Geschichten mich immer packen und sie einfach nur unfassbar gut geschrieben sind. Emotional holen sie mich immer wieder ab.

In diesem zweiten Band der Reihe geht es um Elisa und Jonah. Elisa kehrt überstürzt zurück nach Sylt, von Perth aus. Immer wieder trifft sie zufällig auf Jonah. Jonah macht Elisa verantwortlich für sein Chaos, welches sie vor 5 Jahren "zurückgelassen" hat. ....

Elisa ist aber selbst gefangen in ihrem Chaos und zu dem einen Problem gesellt sich ein anderes. 

Unterstützend dazu hat sie aber ihre E.M.I.L. Freundesgruppe die immer für sie da ist. Wenn da nicht gerade der Badboy der Insel ist...

Das schöne Setting wird vom Kitesurfen und dem Schwimmen noch toller gestaltet.

Das Buch im gesamten war ganz anders wie Band 1 aber auf seine Art und Weise genauso schön. Die Vorfreude ist von "unermesslich" jetzt zu "unendlich" gewachsen und ich möchte wirklich nicht solange auf Band 3 warten müssen. (I can'tttttt) Zeitgleich möchte ich aber auch nicht, dass die Reihe endet. Ich hoffe, dass Alexandra Flint sie mit den anderen Mädels weiterführt! Gerne lese ich aber auch noch viel mehr von den "Vergangenen" Pärchen!

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Eine wunderbare Reise nach Sylt!

Kein Horizont zu weit (Tales of Sylt, Band 1)
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Meine Kurzmeinung:
Eine wunderbare Reise nach Sylt. Am liebsten würde ich jetzt in der "Flaschenpost" oder auf der "Möwe" sitzen!

Das Buch war eine wundervolle Reise nach Sylt, in der man die gelesen ...

Meine Kurzmeinung:


Eine wunderbare Reise nach Sylt. Am liebsten würde ich jetzt in der "Flaschenpost" oder auf der "Möwe" sitzen!

Das Buch war eine wundervolle Reise nach Sylt, in der man die gelesen Worte selbst erlebt hat.
Lexi hat ein Werk erschaffen, dass ab dem ersten Satz einen Platz in meinem Herzen gefunden hat.
Ich habe mich wie zuhause gefühlt, bei Mal, Leni & Ida. Ganz so als wäre ich Teil dieser Freundschaft.
Der Schreibstil war wirklich schön zu lesen und man wollte am liebsten nie aufhören zu lesen.

Ausführlicher:

Rafe & Leni begegnen sich wohl sehr unverhofft, nach 5 Jahren wieder. Leni hat Sylt nie verlassen. Rafe dagegen schon.

Cover:


Das Cover hatte mich von dem ersten Moment an. Es ist minimalistisch, aber der Verlauf, der wirklich an den Strand, zwischen Sand & Meer erinnert, ist wunderbar! Zudem hebt sich der Titel durch den anderen Druck schön hervor und glänzt ganz toll.

Schreibstil:


Der Schreibstil ist an sich wundervoll & lässt sich wirklich gut verfolgen. Allerdings war die ein oder andere Stelle etwas zäh, da sich ähnliche oder gleiche Sätze wiederholt haben. Nichtsdestotrotz hab ich mich einfach wie auf Sylt gefühlt & habe gedanklich schon Meeresrauschen & Möwengeschrei gehört.

Setting:


Im allgemeinen finde ich Sylt einen wirklichen schönen Schauplatz. Das Buch hat es aber geschafft diesen Ort noch schöner zu machen. Nicht alle Orte im Buch sind "echt", sondern Details sorgfältig dazu gedacht. Für mich war es über jede Seite hinweg wie ein einfaches ankommen nach Hause. Die Orte waren so gut beschrieben, dass man sie einfach Bildlich sehen kann.

Extra:


Im Buch war eine super schöne Charakter-Karte zu finden, die sich perfekt in mein Bild eingefügt hat und wundervoll zum Buch passt.

Eine weitere schöne Abwechslung im Buch war die Gestaltung der Nachrichten der E.M.I.L - Freundesgruppe, die sich aus den Anfangsbuchstaben der Freundin ergibt. Die Chatnachrichten wurden nicht langweilig Zitiert oder nur Erwähnt sondern als ganze Nachrichtblasen ins Buch integriert.

Fazit:


"Kein Horizont zu weit" mit Leni & Rafe ist für mich ein wundervolles Buch, welches ich in mein Herz geschlossen habe. Ich bin so über die Seiten geflogen. Am liebsten würde ich dieses Buch noch einmal "zum ersten Mal" lesen & immer wieder. Die folgenden zwei Bände werden auf alle Fälle auch bei mir einziehen. Alexandra Flint hat für mich einfach ein wundesvolles Buch geschaffen, welches einem Kunstwerk gleicht. Wenn ihr New Adult, zweite Chancen und wirkliche Gefühle mögt, könnt ihr mit diesem Buch eigentlich gar nichts falsche machen.

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