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Veröffentlicht am 05.05.2024

Leider recht langatmig

Die Gesetze der Magie
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Da ich Dark Academia liebe, musste ich „Die Gesetze der Magie“ unbedingt lesen. Die Grundidee eines Magiesystems, das auf Wissenschaft beruht, konnte mich von Anfang an begeistern. Ich habe das Buch am ...

Da ich Dark Academia liebe, musste ich „Die Gesetze der Magie“ unbedingt lesen. Die Grundidee eines Magiesystems, das auf Wissenschaft beruht, konnte mich von Anfang an begeistern. Ich habe das Buch am Anfang verschlungen, da ich die ganze Zeit darauf gewartet habe, dass etwas passiert und es spannend wird. Doch nach und nach ließ meine Begeisterung leider immer mehr nach. Mehr erfahrt ihr in den Kommentaren.

Willows Leben ändert sich schlagartig, als sie von einem geheimen Institut erfährt und dort zur Aufnahmeprüfung angenommen wird. Als Quantenphysikerin ist Willow durch und durch eine Wissenschaftlerin. Trotzdem muss sie schnell akzeptieren, dass es Dinge gibt, die sie nie für möglich gehalten hätte. Denn in diesem Institut werden die Gesetze der Magie erforscht. Und was hat es mit dem merkwürdigen Verschwinden eines Studenten auf sich?

„Willow trat widerwillig durch eine Doppeltür ins Innere. Sie war noch nicht bereit, das Thema Felice abzuschließen, andererseits konnte ihr Anthony vermutlich bessere Informationen bieten. Dieser Ort schrie nach erfundenen Geheimnissen und wahren Gerüchten.“ Auszug aus „Die Gesetze der Magie“, eBook bei 23%.

Magie verbunden mit Wissenschaft. Als ich den Klappentext dieses Buches gelesen habe, musste ich direkt an „Atlas Six“ denken. Diesen Reihenauftakt hatte ich geliebt. Die Grundidee von „Die Gesetze der Magie“ hat mir daher richtig gut gefallen. Wo endet Wissenschaft und wann beginnt Magie? Oder hängt beides zusammen? Dieses Thema finde ich nach wie vor super spannend. Auch die Umsetzung konnte mich zu Beginn begeistern. Den Begriff Teleportieren kennt jeder. In diesem Buch wird erklärt, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen. Ein kleiner Fehler in der Berechnung kann fatale Folgen für denjenigen haben, der sich relokalisiert (teleportiert). Ich liebe diese Kombination aus Wissenschaft und Magie sehr. Auch die Trennung zwischen Kosmos, Chaos und einer dritten Kraft hat bei mir großen Anklang gefunden. Dieses Buch bietet viel Potenzial und drängt den Leser förmlich zum Mitdenken. All das hat mir wirklich gut gefallen. Auch die Dark Academia Vibes waren toll.

Leider hat das für mich letztendlich nicht gereicht. Mir fehlte recht schnell die Motivation, die Geschichte weiterzuverfolgen. Das Buch ist insgesamt recht trocken, es fehlt einfach an Emotionen. Ich konnte nicht mit der Protagonistin mitfiebern und war eher ein unbeteiligter Beobachter. Einzig der Beagle Aramis konnte Emotionen bei mir wecken. Das Thema Wissenschaft wurde zunehmend schwammiger. Da ich das Thema liebe, wollte ich immer wissen, wie das alles funktioniert. Welche Faktoren müssen berücksichtigt werden, welche Risiken gibt es? Leider ging der Tiefgang des Themas Wissenschaft immer mehr verloren. Eine Szene, in der die Studenten ein wahres Wunder vollbringen, fand ich völlig unglaubwürdig. Der Klappentext ließ erwarten, dass Willow versuchen würde, das Geheimnis um das Verschwinden eines Studenten zu lösen. Leider fehlte mir an dieser Stelle der rote Faden. Mal war das Verschwinden von Felice präsent, dann ging es längere Zeit wieder völlig unter. Der Einstieg in das Buch war recht zäh und die Handlung plätschert sehr lange vor sich hin. Erst am Ende des Buches kommt Spannung auf. Das letzte Drittel des Buches hat mich mitgerissen und die Autorin konnte mich auch überraschen.

FAZIT: Obwohl mir die Grundidee des Buches gut gefallen hat, haperte es bei der Umsetzung. Ich hatte nicht das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein. Der wissenschaftliche Teil des Buches war für mich ein Highlight, doch dieser wurde immer schwammiger. Zudem fehlte mir ein roter Faden, da das Verschwinden von Felice immer wieder völlig unterging. Insgesamt hatte dieses Buch trotz spannender Thematik viele Längen und konnte mich leider nicht so begeistern, wie erhofft.

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Ganz anders als der erste Band – konnte mich leider nicht überzeugen

Starling Nights 2
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Mit „Starling Nights“ hat Merit Niemeitz einen atmosphärischen und spannenden Reihenauftakt geschaffen, der mich begeistern konnte. Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt. Daher hatte ich den Finalband ...

Mit „Starling Nights“ hat Merit Niemeitz einen atmosphärischen und spannenden Reihenauftakt geschaffen, der mich begeistern konnte. Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt. Daher hatte ich den Finalband sehnlichst erwartet. Doch leider konnte dieser mich nicht so begeistern, wie ich es mir gewünscht hätte.

„Im Glanz der Ewigkeit“ ist der zweite und zugleich finale Band der Reihe „Starling Nights“ von Merit Niemeitz. Die Autorin konnte mich mit dem Reihenauftakt rundum begeistern. Es passte einfach alles. Daher hatte ich hohe Erwartungen an das große Finale.

In diesem Band begleitet der Leser Zoe und Ashton. Von Ashton war ich positiv überrascht. Seine Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen. Die Autorin gibt dem Leser tiefe Einblicke in Ashtons Vergangenheit und nimmt sich dabei ausreichend Raum für viele Details. Insgesamt hat es mich sehr überrascht, wie Merit Niemeitz dem Leser nach und nach mehr Sympathie für den jungen Mann entlockt. Ich wollte Aston nach dem ersten Band nicht mögen, doch irgendwann konnte ich mich viel mehr in ihn einfühlen. Dadurch hat sich mein Blick auf ihn mit der Zeit geändert. Zoe ist mir leider auch in diesem Band zu blass geblieben. Mabel mochte ich unglaublich gerne. Sie ist eine wirklich faszinierende und vielschichtige Protagonistin. Zoe, Mabels beste Freundin, hat leider nicht so eine ausgeprägte Persönlichkeit. Ich hätte mir an dieser Stelle tiefere Einblicke gewünscht. Für mich war Zoe als Figur leider recht austauschbar und ich konnte nicht richtig mit ihr mitfühlen. Sie hatte mir einfach zu wenig Ecken und Kanten. Die Tatsache, dass sie sich ständig für „nicht gut genug“ hält, hat mich schon etwas genervt, nachdem man die intelligente und starke Mabel so lange begleitet hat.

Den ersten Band mochte ich aufgrund der tiefgründigen Liebesgeschichte und den Mystery-Elementen unglaublich gerne. Merit Niemeitz konnte im Reihenauftakt durchgängig die Spannung halten und es ist auch immer irgendetwas passiert, das für neue Überraschungen gesorgt hat. In dieser Hinsicht hat der Finalband mich leider sehr enttäuscht. Der Fokus liegt ganz deutlich auf der Liebesgeschichte. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl, ein reines New Adult Romance Buch zu lesen. Das war so gar nicht das, was ich nach dem ersten Band erwartet hatte. Da ich New Adult Bücher ohne Fantasy-Elemente oder Suspense-Aspekte einfach nicht mag, konnte mich das Finale leider nicht begeistern. Dafür gab es einfach zu wenig Spannung. Eine fesselnde Handlung abseits der Liebesgeschichte war lange Zeit nicht vorhanden. In diesem Band setzt die Autorin vorwiegend auf Gedankengänge und Dialoge. Die Geschichte plätschert lange vor sich hin. Zum Ende hin wird das Tempo angezogen, doch mitreißende Szenen oder überraschende Momente gab es für mich nicht wirklich. Auch das Ende hatte ich leider schon vorhergesehen.

Positiv kann ich den wirklich schönen Schreibstil der Autorin hervorheben. Es macht einfach Spaß, ihre Bücher zu lesen. Merit Niemeitz hat ein Talent dafür, Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Auch findet man viele schöne Sätze in ihren Büchern. Wer Buchzitate liebt, sollte sich vor dem Lesen Klebezettel bereitlegen. Gerade am Ende fand ich einige Aussagen wirklich wunderschön.

FAZIT: Leider konnte mich der Finalband der Reihe „Starling Nights“ insgesamt nicht so sehr begeistern, wie ich gehofft hatte. Die Geschichte liest sich lange Zeit wie ein reines New Adult Romance Buch. Da der Fokus stark auf der Liebesgeschichte liegt, habe ich einfach die Suspense-Elemente vermisst, die den ersten Band so spannend gemacht haben. Leider habe ich dieses Buch daher als sehr langatmig empfunden. Trotzdem wird dieser Band bestimmt vielen Lesern gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich klasse und wer ruhige New Adult Liebesgeschichten mag, wird mit diesem Buch viel Freude haben.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Ein modernes Märchen mit einem kreativen Weltenaufbau

Weit über der smaragdgrünen See
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Auf „Weit über der smaragdgrünen See“ von Brandon Sanderson hatte ich mich wahnsinnig gefreut. Der Klappentext verspricht eine spannende Reise voller Abenteuer und Magie. Zahlreiche Gefahren, Piraten und ...

Auf „Weit über der smaragdgrünen See“ von Brandon Sanderson hatte ich mich wahnsinnig gefreut. Der Klappentext verspricht eine spannende Reise voller Abenteuer und Magie. Zahlreiche Gefahren, Piraten und ein tödliches Meer. Dieses Szenario klingt einfach richtig gut. Leider konnte mich die Geschichte trotz vieler guter Ansätze insgesamt nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Tress lebt auf einer kleinen Insel mitten in der smaragdgrünen See. Sie liebt Tassen aus fremden Ländern und Charlie, ihren besten Freund. Doch Charlie kehrt von einer Reise nicht zurück. Kurzerhand schmiedet Tess einen tollkühnen Plan. Sie wird das tödliche Meer bereisen und Charlie retten.

Der Einstieg in das Buch ist mir dank des einfachen Schreibstils sehr leicht gefallen. Kindgerecht passt nicht richtig, jedoch passt der Sprachstil eher zu einer jungen Zielgruppe. Zwischendurch gibt es flapsige Bemerkungen und eine direkte Ansprache des Lesers. Die vom Autor erschaffene Welt hat mir richtig gut gefallen. Die Ideen von Brandon Sanderson sind kreativ und sehr interessant. Es gibt verschiedene tödliche Meere, die aus Sporen bestehen. Diese reagieren beim Kontakt mit Flüssigkeit verhängnisvoll. Wer darüber nachdenkt, wie viel Wasser wir benötigen zum Kochen, Waschen oder Trinken, bemerkt schnell das Problem der Sporen. Durch diese Tatsache entsteht einiges an Spannung, denn der Leser wird immer wieder an die Gefahr erinnert, in der Tress schwebt. Die verhängnisvollen Folgen eines Sporenunfalls werden dem Leser sehr bildlich vor Augen geführt. Teilweise sind die Beschreibungen recht brutal, was für mich nicht richtig zu dem einfachen Sprachstil passte, den ich eher einer jüngeren Zielgruppe zugeordnet hatte. Dadurch entstand für mich kein stimmiges Bild.

Tress schlittert von einer Gefahr in die nächste. Zwischendurch hat sich die Handlung immer wieder etwas gezogen, doch es kam auch recht schnell wieder Spannung auf. Da Tress von einer kleinen Insel stammt und wenig von der Welt kennt, wirkt sie sehr naiv. Doch auch an dieser Stelle wird der Leser immer wieder von ihren cleveren Ideen überrascht. Denn wenn Tress eines ist, dann mutig, selbstlos und einfallsreich. Neben tödlichen Meeren erwarten den Leser einige skurrile Figuren und magische Elemente. Der Geschichte haftet etwas märchenhaftes an und viele Stellen regen zum Nachdenken an. Besonders gut haben mir die wunderschönen Schwarz-Weiß Illustrationen gefallen. Diese sind sehr detailreich und wurden mit viel Liebe erschaffen.

Fazit: „Weit über der smaragdgrünen See“ von Brandon Sanderson ist ein modernes Märchen, das einen kreativen Weltenaufbau, Spannung und einige überraschende Wendungen bietet. Die Geschichte erzählt ein besonderes Abenteuer und hat ihren ganz eigenen märchenhaften Charm. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Stellenweise wirkt die Handlung flach, dann wieder fantasievoll und tiefgründig. Auch der einfache, kindgerechte Sprachstil passte für mich nicht zusammen mit den teilweise brutalen Szenen. Zum einen gibt es das naive, junge Mädchen Tress, den sehr einfachen Sprachstil und eine teilweise flache Handlung, die sich etwas zieht. Auf der anderen Seite wirkt die Geschichte märchenhaft, an einigen Stellen tiefgründig und Tress agiert clever und einfallsreich. Ich konnte diese Gegensätze leider nicht miteinander in Einklang bringen. Ich bin aber sicher, dass der märchenhafte Charm dieses Buches viele andere Leser begeistern wird.

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Spannend und unterhaltsam, doch das Ende hat mich enttäuscht

Never Coming Home
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Zehn fremde Menschen und eine wunderschöne, einsame Insel, die zur Todesfalle wird – das klingt nach einer fesselnden Lektüre. Mich hat dieses Buch auf Anhieb angesprochen und ich habe mit Spannung verfolgt, ...

Zehn fremde Menschen und eine wunderschöne, einsame Insel, die zur Todesfalle wird – das klingt nach einer fesselnden Lektüre. Mich hat dieses Buch auf Anhieb angesprochen und ich habe mit Spannung verfolgt, wie eine Falle nach der anderen zuschnappt.

Unknown Island ist das exklusivste und wohl begehrteste Reiseziel der Welt. Traumhafte Sandstrände, umgeben vom türkisfarbenden Meer, und ein Urlaub in purem Luxus – all das verspricht Unknown Island. Und das Beste daran: Der Aufenthalt ist kostenlos. Ein Versprechen, das sich zu gut anhört, um wahr zu sein. Zum Soft Opening sind zehn Influencer eingeladen. Doch keiner von ihnen ahnt, dass Unknown Island sich als tödliche Falle entpuppen wird, aus der es kein Entrinnen gibt.

Der Jugendthriller „Never Coming Home“ ist ein Einzelband und stammt aus der Feder von Kate Williams. Der einfache Schreibstil ist angenehm zu lesen und passt zu einem Jugendbuch. Direkt zu Beginn des Buches findet man die Gästeliste des Soft Openings. Ich habe mir diese abfotografiert, um nicht ständig zurückblättern zu müssen. Gerade zu Beginn hatte ich Probleme, die einzelnen Influencer auseinanderzuhalten. Bei diesem Punkt hat mir die Gästeliste gut geholfen. Die Autorin kommt direkt auf den Punkt und zieht das Tempo schnell an. Es geht Schlag auf Schlag, dem Leser bleibt kaum Zeit durchzuatmen. Kate Williams gelingt es mit Leichtigkeit, Spannung aufzubauen und diese zu halten. Leider bleiben durch den schnellen Handlungsverlauf die Gefühle auf der Strecke. Ich hätte mir etwas tiefere Einblicke gewünscht und vor allem mehr Verzweiflung, Wut und Angst.

Interessant waren vor allem die vielen dunklen Geheimnisse und die Erkenntnis, wie viel sich mit Macht und Einfluss vertuschen lässt. Einen Pluspunkt gibt es für die Darstellung der Influencer. Keiner von ihnen ist perfekt und die Autorin lässt die Maske jedes einzelnen schnell fallen. Der Leser bekommt einen guten Einblick in die Probleme und Sorgen der auf den ersten Blick so perfekt wirkenden Influencer. Hohe Followerzahlen klingen nach Erfolg, doch selten bekommt man einen Blick auf den wahren Menschen hinter all den wunderschönen Fotos und Videos auf Instagram und TikTok.

Obwohl dieser Jungendthriller auf der Gefühlsebene etwas schwach daherkommt, konnte Kate Williams mich dennoch gut unterhalten. Der Plot verspricht viel Spannung und man fragt sich unaufhörlich, ob es überhaupt jemandem gelingen wird, von der Insel zu flüchten. Leider lässt mich das Ende etwas zwiegespalten zurück. Ich habe auf ein spannendes Finale gewartet, doch zum Ende hin nahm die Spannung immer mehr ab. Es gab keinen großen Knall und auch der Plottwist ist irgendwie untergegangen. Hier hätte man wesentlich mehr Wirkung erzielt, wenn der Leser persönliche Einblicke in die Rachepläne erhalten hätte. Die Auflösung war für mich leider nicht richtig zufriedenstellend und auch nicht glaubwürdig. Daher kann ich schweren Herzens nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 04.07.2023

Deutlich schwächer als der erste Band und sehr dialoglastig.

Court of Sun 2: Court of Moon
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Ich hatte mich unglaublich auf diese Fortsetzung gefreut und das Buch direkt am Erscheinungstag gekauft. Der erste Band konnte mich dank der spannenden Handlung und starken Charakteren überzeugen. Ich ...

Ich hatte mich unglaublich auf diese Fortsetzung gefreut und das Buch direkt am Erscheinungstag gekauft. Der erste Band konnte mich dank der spannenden Handlung und starken Charakteren überzeugen. Ich habe „Court of Sun“ geliebt. Leider wurde ich enttäuscht, denn der zweite Band kommt deutlich schwächer daher.

Die Geschichte schließt nahtlos an den ersten Band an und startet zu Beginn spannend. Doch recht schnell hatte ich das Gefühl, dass die Handlung unnötig in die Länge gezogen wird. Gerade die erste Hälfte des Buches ist sehr dialoglastig. Es gibt kaum Handlung und die Geschichte plätschert vor sich hin. Das Liebesdreieck wird in diesem Band extrem ausgereizt. Trotz allem, was Sebastian getan hat, kann Brie ihn nicht loslassen. Es ist gefühlstechnisch ein Hin und Her, bis Brie sich ihrer Gefühle plötzlich völlig im Klaren ist. Das hat mich furchtbar genervt. Zumal die Erklärung dazu mehr als schwach ist. Hier wurde ein sehr einfacher Weg gewählt, anstatt der Geschichte mehr Tiefe zu verleihen. Mit Brie hatte ich auch Probleme. Sie wirkte im ersten Band stark und unabhängig. Nichts konnte sie aufhalten. In dieser Fortsetzung bekommt der Leser genau das Gegenteil zu sehen. Brie wirkt schwach, innerlich zerrissen und sie glaubt nicht mehr an sich selbst. Die starke Heldin aus dem Reihenauftakt kommt erst im letzten Viertel des Buches wieder zum Vorschein.

Ich habe den Reihenauftakt geliebt. Daher hatte ich nach dem furiosen Ende des ersten Bandes eine Fortsetzung voller überraschender Wendungen und ein spannendes Finale erwartet. Leider hat mich der zweite Band sehr enttäuscht zurückgelassen. Man findet viele bekannte Elemente aus anderen Büchern, wodurch es kaum Überraschungen gibt. Auch das Ende war für mich vorhersehbar. Es fühlt sich an, als hätte ich diese Geschichte schon häufig gelesen, nur in besseren Versionen. Die Autorin bringt nichts Neues, Überraschendes oder besonders Fantasievolles mit ein. Genau dieser Punkt enttäuscht mich am meisten. Daher kann ich schweren Herzens nur 2,5 Sterne vergeben.

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