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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2023

leider nicht so überzeugend wie erhofft

Psyche und Eros
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"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf ...

"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und verspricht eine Reise in die Welt der griechischen Mythologie.

Leider konnte das Buch in der Verarbeitung der griechischen Mythologie nicht immer überzeugen. Anfangs mochte ich die Interpretation von Psyche und Eros als Protagonisten, jedoch änderte sich meine Meinung im Verlauf der Geschichte. Nach der Lektüre habe ich mich intensiver mit der wahren Mythologie befasst und einige Diskrepanzen festgestellt. Selbstverständlich sind künstlerische Freiheiten in der Literatur erlaubt, aber bei einem Buch, das auf griechischer Mythologie basiert, sehe ich auch einen lehrenden Aspekt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Autorin die mythologischen Grundlagen genauer beachtet hätte.

Die ersten Seiten des Romans fühlten sich an, als würde man ein Lehrbuch über griechische Götter lesen. Dies mag für einige Leser informativ sein, aber es hat die Handlung verlangsamt und den Lesefluss beeinträchtigt.

Der Schreibstil von Luna McNamara konnte mich ebenfalls nicht ausreichend überzeugen. Er wirkte oft holprig und konnte nicht die emotionale Verbindung zu den Charakteren herstellen, die ich mir gewünscht hätte. Die Erzählweise war nicht so fesselnd, wie ich es mir erhofft hatte.

Insgesamt erhält "Psyche und Eros" von Luna McNamara von mir drei Sterne. Das wunderschöne Cover und die anfängliche Faszination für die Protagonisten waren positive Aspekte. Dennoch gab es Schwächen in der Umsetzung der griechischen Mythologie, im Schreibstil und in der Herangehensweise an die Geschichte, die das Gesamterlebnis beeinträchtigt haben.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Trotz Kürze lange Lektüre

Eigentum
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"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern ...

"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern dieser Länge tue. Das liegt jedoch nicht an der Komplexität der Geschichte, sondern eher an meinem Interesse, das nicht so recht geweckt wurde.

Der Schreibstil von Wolf Haas hat eine gewisse humorvolle Note, die mir gefallen hat, aber gleichzeitig war er auch manchmal etwas sperrig. Die Sprache war gewöhnungsbedürftig und erforderte eine gewisse Geduld beim Lesen. Das Buch selbst bot leider nicht die Spannung, die ich erwartet hatte. Die Handlung ist eher episodenartig, und es fehlt an fesselnden Momenten, die mich dazu brachten, das Buch nicht aus der Hand legen zu können.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefallen hat, ist das Cover des Buches. Es wirkt unauffällig, fast wie ein Stück Pappkarton. Ein ansprechenderes Design hätte sicherlich mehr Aufmerksamkeit erregt.

Die Anekdoten über die Mutter des Autors waren jedoch ein heller Punkt in der Geschichte. Sie fügten eine persönliche Note hinzu und verliehen dem Buch eine gewisse Tiefe. Allerdings war die Prämisse des Buches, es zu schreiben, weil die Mutter bald sterben würde, für meinen Geschmack etwas makaber.

Der Titel des Romans, "Eigentum", hat mir hingegen gut gefallen, da er einen starken Bezug zur Geschichte herstellt und den Traum der Mutter, Eigentum zu besitzen, hervorhebt. Insgesamt betrachtet erhält "Eigentum" von Wolf Haas von mir drei Sterne, da es einige positive Aspekte gibt, aber die geringe Seitenzahl, der sperrige Schreibstil und das Fehlen von Spannung die Leseerfahrung beeinträchtigt haben.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

skurrile Island-Geschichte

60 Kilo Kinnhaken
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"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre ...

"60 Kilo Kinnhaken" von Hallgrimur Helgarson ist sicherlich ein interessantes Buch, das einem das isländische Flair auf besondere Weise näherbringt. Die Beschreibungen der Landschaft und die Atmosphäre sind wirklich beeindruckend und lassen einen regelrecht nach Island reisen - das verdient auf jeden Fall Lob.

Was mir jedoch etwas weniger gefallen hat, war die Geschichte selbst. Mit über 600 Seiten ist der Roman wirklich lang geraten, und ich fand ihn manchmal ein bisschen zu skurril für meinen Geschmack. Das machte es manchmal schwer, der Geschichte zu folgen und sich damit zu identifizieren.

Dennoch muss ich sagen, dass der Schreibstil des Autors wirklich herausragend ist. Helgarson versteht es, Worte geschickt einzusetzen und eine angenehme Balance zwischen Humor und Tiefgang zu finden. Seine Wortwahl hat mir sehr gut gefallen, und ich habe die Art, wie er die Charaktere und die Umgebung beschrieben hat, wirklich genossen.

Trotz meiner Kritikpunkte konnte mich die Geschichte von Getsur nicht komplett überzeugen. Dennoch hat das Buch in mir die Lust geweckt, Island einmal selbst zu besuchen und die wunderbare Natur und Kultur dieses faszinierenden Landes zu erleben.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Leider konnte Brynhild mich nicht überzeugen

Meine Männer
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"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. ...

"Meine Männer" von Victoria Kielland war für mich eine enttäuschende Leseerfahrung. Der Klappentext hatte meine Neugier geweckt, da ich gespannt war, die Geschichte aus der Sicht einer Mörderin zu erleben. Leider konnte ich jedoch keine Verbindung zu der Protagonistin Brynhild bzw. Belle herstellen. Dies war für mich besonders frustrierend, da ich gehofft hatte, die Motive und Gedanken hinter den Morden aus ihrer Perspektive zu verstehen. Leider war das nicht der Fall.

Ein weiterer Grund für meine Enttäuschung war der Schreibstil des Buches. Die Geschichte wurde aus einer auktorialen Erzählperspektive präsentiert, was dazu führte, dass ich keine tiefe emotionale Bindung zu der Protagonistin aufbauen konnte. Die Erzählweise wirkte distanziert und machte es schwierig, sich in die Handlung hineinzuversetzen.

Darüber hinaus war der Roman nicht besonders spannend geschrieben, was für ein Buch mit einem potenziell aufregenden Thema wie Mord unglücklich war. Die Spannung und der Thrill, den ich erwartet hatte, blieben aus, und ich hatte Schwierigkeiten, mich für die Geschichte zu begeistern.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Kürze des Romans, der mit seinen knapp 200 Seiten recht schnell zu Ende war. Bevor ich überhaupt das Gefühl bekam, dass ich Brynhild besser verstehen könnte, war die Geschichte vorbei. Dies trug dazu bei, dass ich mich bis zum Ende des Buches nicht wirklich gepackt fühlte.

Insgesamt war "Meine Männer" leider nicht das Buch, das ich erwartet hatte. Die fehlende Verbindung zur Hauptfigur und der nicht überzeugende Schreibstil trübten meine Leseerfahrung. Trotzdem gebe ich dem Buch drei Sterne, da es möglicherweise Leserinnen und Leser gibt, die sich von der Erzählperspektive weniger gestört fühlen und die Geschichte interessant finden könnten. Leider konnte es mich jedoch nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 26.08.2023

eine unsympathische Protagonistin

Die Einladung
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Von bobbember
"Die Einladung" von Emma Cline ist ein Roman, der zweifellos eine interessante soziale Kluft zwischen Arm und Reich beleuchtet. Leider hat dieser Ansatz nicht ausgereicht, um meine Unzufriedenheit ...

Von bobbember
"Die Einladung" von Emma Cline ist ein Roman, der zweifellos eine interessante soziale Kluft zwischen Arm und Reich beleuchtet. Leider hat dieser Ansatz nicht ausgereicht, um meine Unzufriedenheit mit der Protagonistin und der Geschichte insgesamt zu überwinden. Mit nur drei Sternen bewerte ich dieses Buch, da es einige wichtige Aspekte gibt, die mir nicht zusagten.

Die Hauptfigur des Romans war für mich äußerst schwer zu mögen. Ihr Verhalten, sich ständig durchzuschnorren und auf Kosten anderer zu leben, war frustrierend und wenig sympathisch. Es fiel mir schwer, mich mit einer Protagonistin zu identifizieren, die so wenig moralische Verantwortung zeigt und sich scheinbar keinerlei Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns macht. Dieser Aspekt der Geschichte trug erheblich dazu bei, dass meine Leseerfahrung getrübt wurde.

Obwohl der Roman die soziale Ungleichheit zwischen Arm und Reich thematisiert, schafft er es nicht, die Armen auf eine Weise darzustellen, die Mitgefühl oder Verständnis weckt. Stattdessen wird der Fokus darauf gelegt, wie die Protagonistin von ihrer Umgebung profitiert und sich auf Kosten anderer bereichert. Dies trägt dazu bei, die Kluft zwischen den sozialen Schichten zu verdeutlichen, hinterlässt jedoch einen bitteren Nachgeschmack.

Ein weiterer Punkt, der meine Bewertung beeinflusst hat, ist das offene Ende des Romans. Persönlich mag ich es, wenn Geschichten einen gewissen Abschluss haben und offene Fragen beantwortet werden. Leider blieb "Die Einladung" in dieser Hinsicht unbefriedigend, da wichtige Handlungsstränge und Charakterentwicklungen nicht zu einem zufriedenstellenden Abschluss geführt wurden.

Insgesamt ist "Die Einladung" ein Buch, das wichtige soziale Themen anspricht, jedoch durch die unangenehme Protagonistin, die negative Darstellung der Armen und das enttäuschende offene Ende beeinträchtigt wird. Die soziale Botschaft des Romans wird durch diese Aspekte abgeschwächt, und die Leser könnten Schwierigkeiten haben, sich mit der Geschichte zu verbinden und sie wirklich zu genießen.

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