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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2023

Verworrene Familienverhältnisse

Schwarzvogel
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Frida Skybäck nimmt ihre Leser mit in das Berufs- und Arbeitsleben von Fredrike. Dabei ist ihr Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen und die Kapitel sind recht kurzgehalten. Der Leser bekommt ...

Frida Skybäck nimmt ihre Leser mit in das Berufs- und Arbeitsleben von Fredrike. Dabei ist ihr Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen und die Kapitel sind recht kurzgehalten. Der Leser bekommt immer wieder einen Hinweis, an welchem Tag die Geschehnisse erfolgen und somit die die Timeline gut zu verfolgen. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch. Das Cover lässt eine gewisse Düsterheit der Geschichte erahnen.

Hauptprotagonistin ist Fredrike. Sie arbeitet bei der schwedischen Polizei und nach einem Vorfall in ihrer alten Einheit in Stockholm, kommt sie zurück in ihre Heimat. Kaum dort angekommen, trifft sie ihre Oma Gun an einem möglichen Tatort an. Eine junge Frau ist auf den gefrorenen See gelaufen und dort eingebrochen. Da Gun davon berichtete, dass die junge Frau aussah als ob sie gehetzt wurde, nimmt die Polizei die Ermittlungen auf und Fredrike ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies auch Kreise in ihrer Familie ziehen wird.
Zu ihrem Vater hat sie ein schwieriges Verhältnis, da er ihr immer wieder ausweicht, wenn sie Fragen zu ihrer verschwundenen Mutter stellt. Als die Ermittlungen voranschreiten, muss sie verstellen, dass die Vergangenheit ihrer Familie eine Rolle spielen könnte und so wird es immer schwieriger für sie, die Ereignisse getrennt voneinander zu betrachten.
Gun hat ebenfalls mit der Vergangenheit zu kämpfen, denn sie weiß was damals mit der Mutter von Fredrike geschehen ist. Doch auch sie kann ihren Sohn nicht dazu bewegen die Wahrheit zu erzählen.
Neben den Ermittlungen zu dem Todesfall kommen immer mehr Geheimnisse der Familie von Fredrike ans Licht. Wird dieser Fall ihre Familie entzweien?

Der Thriller ist fesselnd und die Leser bekommen die verschiedenen Emotionen sehr gut vermittelt. Manchmal ist nichts so wie es scheint und auch die schmerzhaften Erinnerungen müssen aufgearbeitet werden, um positiv in die Zukunft schauen zu können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2023

Manchmal braucht es die richtige Person um aufzublühen

Nur ein Monat
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Lisa Varlisa hat mit dem Buch eine zauberhafte Kurzgeschichte geschaffen, die die Emotionen und Gefühle der Protagonisten sehr gut transportiert. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm ...

Lisa Varlisa hat mit dem Buch eine zauberhafte Kurzgeschichte geschaffen, die die Emotionen und Gefühle der Protagonisten sehr gut transportiert. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel sind immer unterteilt in die Sicht der Hauptprotagonisten und sind recht kurzgehalten. Die Geschichte wird ohne großes um den Brei herumreden erzählt und die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Das Cover ist dezent gestaltet und passt gut zur Geschichte.

Die Hauptprotagonisten sind Jenny und Henri.
Jenny ist ein reiches Mädchen, was sogar einen eigenen Fahrer hat der sie überall in Frankfurt hinfährt. Sie wohnt mit ihren Eltern in einer großen Villa und ist sehr schüchtern. Sie kann ihre Gefühle nur schwer ausdrücken und malt daher oft was sie fühlt. Sie liest sehr gern, kann sehr gut Schreiben und hat an ihrer neuen Schule etwas mit Mobbing zu kämpfen.
Henri ist 18 und wohnt mit seiner Mutter in einem ärmeren Stadtviertel von Frankfurt. Er will Fußballprofi werden und nutzt seine Freizeit zum Zocken oder Fußballspielen mit dem Nachbarsjungen Sascha. Doch er hat auch eine geheimnisvolle Seite, die wohl nicht so ganz legale Dinge hervorbringt.

Als Henri mit Sascha wieder einmal Fußball spielt trifft der junge das Auto von Jenny und beschädigt dabei den Außenspiegel. Henri nimmt die Schuld auf sich und will die Kosten für den Spiegel bezahlen. Leider hat er aktuell nicht viel Geld, doch als er mit dem Vater von Jenny telefoniert macht ihm dieser das Angebot die Kosten abzuarbeiten. Der bisherige Fahrer Mo möchte eine andere Stelle antreten und so kommt es ihrem Vater gelegen, dass sich Henri in der Stadt auskennt und den Job übernehmen will. Jenny möchte Henri eigentlich nicht um sich haben und nach einem schweren Schultag mit Mobbingattacken nicht in das Auto steigen, in dem der attraktive Henri auf sie wartet. Henri kann es ihr nicht recht machen, auch als er sie bei einer Mobbingattacke in Schutz nimmt und dafür sorgt, dass die 3 Mädchen aufhören. Henri braucht aber das Geld und möchte einfach diesen einen Monat durchziehen, dass er dabei auch noch ein anderes Ziel verfolgt und Jenny sogar in Gefahr bringt, macht die Situation zwischen den Beiden nicht einfacher. Als Teo neu an die Schule von Jenny kommt, kann sie gar nicht glauben, dass er sich für sie interessiert und das sie auf einmal so locker im Umgang mit ihm ist. Doch was hält Henri von der Nähe zwischen den Beiden und warum will er nicht, dass Jenny jemand zu nahekommt?

Lisa Varlisa bringt in der Kurzgeschichte einige schwierige Themen mit unter und schafft es trotzdem eine zauberhafte Geschichte entstehen zu lassen. Man kommt sehr schnell in die Story rein und kann das Buch gut in kleineren Pause mal weiterlesen. Ein guter Roman für Zwischendurch, die am Ende Platz für die eigene Fantasie lässt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Buchclub gegen die Einsamkeit

Ein Buchclub zum Verlieben
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Lucy Gilmore nimmt ihre Leser auf eine Reise in eine verschlafene Kleinstadt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel könnte etwas kürzer sein. Die Protagonisten wirken ...

Lucy Gilmore nimmt ihre Leser auf eine Reise in eine verschlafene Kleinstadt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel könnte etwas kürzer sein. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch und durchleben so einige emotionale Hochs und Tiefs. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und verrät noch nicht zu viel. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm und die Aussprache deutlich. Da die Geschichte aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird, hätte ich mir allerdings verschiedene Sprecher und Sprecherinnen gewünscht, um besser zu unterscheiden, wen der Abschnitt betrifft.

Zwei der Protagonisten sind Sloane und Arthur. Sloane arbeitet in einer Bibliothek und hat einen reichen Verlobten. Doch sie scheint einsam zu seine und nicht wirklich glücklich. Arthur ist ein mürrischer alter Mann, der regelmäßig in die Bibliothek geht. Dort wird er von allen gefürchtet, bis er auf Sloane trifft. Sie mag die kleinen Schlagabtausche zwischen ihnen und wartet jeden Tag auf das erneute Zusammentreffen. Auch Arthur scheint Spaß daran zu finden, auch wenn er das nie zugeben würde. Als er mehrere Tage nicht auftaucht, beschafft sich Sloane seine Adresse aus der Kundenregistierung und fährt zu ihm. Dort trifft sie auch auf die neugierige Nachbarin, die ihr Leben zu sehr auf das Muttersein aufgebaut hat und es nur schwer verkraftet, dass ihre Tochter das Haus verlässt. Tatsächlich ist Arthur gestürzt und benötigt eigentlich einen Krankenpfleger, da er sich auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen hat. Doch er kann keine der Pflegerinnen leiden und schickt diese nach Hause. Auch Sloane will er nicht im Haus haben, doch irgendwie schafft sie es, dass sich Arthur auf einen Deal einlässt, der ihr sogar den Job kostet. Um wieder etwas mehr Leben in das Haus zu bekommen, gründet Sloane einen Buchclub, der sich im Haus von Arthur trifft. Wenig begeistert lässt er es zu und irgendwann muss auch er einsehen, dass es gar nicht so eine schlechte Idee ist. Sloane entdeckt immer wieder markierte Textpassagen und versucht diesen Gründen herauszufinden. Gemeinsam mit dem Anderen vom Buchclub schaffen sie gemütliche Treffen, doch als ein weiteres Mitglied aufgenommen werden soll, ahnen sie nicht, welches Geheimnis sie auf der Spur sind. Ist Arthur wirklich so ein mürrischer Mann, wie es oft wirkt oder verdeckt er damit eine weiche und verletzliche Seite. Was hat ihn dazu gemacht, dass er so mürrisch wirkt? Können Sloane durch ihren Buchclub die Augen geöffnet werden und die Verlobung gelöst werden? Warum will sie bei einem Mann bleiben, der sie nicht wirklich glücklich macht?

Ein Roman, der einige schwierige Themen aufgreift, dabei aber auch humorvolle Seiten aufblitzen lässt. Büchern liegt eine Kraft und ein Zauber inne, den nicht jeder erkennt, der aber glücklich machen kann.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Willst du überleben, musst das Spiel verstehen

Darkly
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Marisha Pressl nimmt ihre Lese mit auf ein Spiel um Leben und Tod. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Grenzen zwischen der Spielwelt und der Realität verschwimmen hin und wieder, sodass ...

Marisha Pressl nimmt ihre Lese mit auf ein Spiel um Leben und Tod. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Grenzen zwischen der Spielwelt und der Realität verschwimmen hin und wieder, sodass man als Leser nicht immer weiß, wo man sich genau befindet. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist sehr angenehm und die Aussprache deutlich. Sie kann die Emotionen gut vermitteln. Das Cover ist aufwendig und sehr schön gestaltet.

Hauptprotagonisten ist Dia, Sie liebt die Darkly-Spiele und ist schon etwas besessen von der legendären Veda. Als 7 Praktika vergeben werden, bewirbt sie sich und hoffet, Veda und den Kultspielen noch etwas näher zu kommen. Doch was würde sie dafür tun, um wirklich einen der heißbegehrten Praktikumsplätze zu bekommen.
Sie wird tatsächlich ausgewählt und darf mit 6 weiteren Jugendlichen in das Veda-Imperium eindringen. Dafür werden sie auf eine abgelegene Insel gebracht und sobald die dort den Boden berühren, stecken sie mittendrin in einem der Darly-Spiel, denn diese Insel ist das Herzstück des Spiele-Imperiums. Die Jugendlichen bekommen Aufgaben gestellt und für die Lösung nur eine bestimmte Zeitvorgabe. Wer kann die Aufgaben lösen und er muss abbrechen? Können sie das Geheimnis lüften und damit ihr eigenes Leben retten oder wird die Neugier auf die Geheimnisse des Veda Imperiums auch ihr Untergang sein.

Eine Geschichte wie ein Labyrinth und wer daraus entkommen will, muss einige Twists erleben und die richtigen Zusammenhänge finden. Wem kann man in diesem Spiel trauen und welche Geheimnisse gilt es zu entschlüsseln.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Die Schwachstelle jeder Eltern

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Stefan Ahnhem nimmt seine Leser wieder einmal mit auf Ermittlungen von Fabian Risk. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und angenehm zu lesen. Das Buch ist in 2 Teile unterteilt und die Kapitel haben ...

Stefan Ahnhem nimmt seine Leser wieder einmal mit auf Ermittlungen von Fabian Risk. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und angenehm zu lesen. Das Buch ist in 2 Teile unterteilt und die Kapitel haben eine gute Länge. Die Geschehnisse werden aus der Sicht von verschiedenen Charakteren der Geschichte erzählt, man kann aber der Zeitlinie trotzdem gut verfolgen. Die Charaktere wirken sehr unterschiedlich, zum größten Teil authentisch und sympathisch. Die Stimme des Hörbuchsprechers ist angenehm und die Aussprache deutlich. Er versucht die Emotionen in den verschiedenen Szenen gut zu transportieren. Das Cover ist gut zur Geschichte gestaltet.

Der Hauptprotagonist ist Fabian Risk. Als an einem Abend die Küste Schwedens in Dunkelheit verschwindet, ahnt Fabian auf seinem Boot nicht, was ihm und sein Team noch bevorsteht. Zusammen mit seiner Tochter Matida hat er einen Bootstrip unternommen und muss bei seiner Rückkehr nach Helsingborg erfahren, dass der Blackout für mehrere Verbrechen genutzt wurde. Auch die Tochter einen alten Bekannten ist betroffen, denn sie wurde entführt. Da die Eltern nicht mit der Polizei zusammenarbeiten sollten, hat sich die alte Freundin im Vertrauen an ihn gewendet. Aber nicht nur diese Entführung wirft Fragen auf, zumal die Tochter schnell wieder gefunden wurde. Allerdings verhält sich sie danach seltsam. Als die Leiterin eines der Stromumstellwerke tot aufgefunden wurde und einige Zeugen ein seltsames Verhalten an den Tag legen, entdeckt Fabian eine Verbindung zu viel älteren Fällen. Doch irgendwas passt nicht zusammen. Als plötzlich auch das Team von Fabian Risk und er selbst in den Fokus des Täters geraten, wird es ein Wettlauf der Zeit. Wird sich die Neue im Team einfügen und kann er seinen Kollegen vertrauen? Werden sie den Fall lösen können und wer wird am Ende sterben?

Ein spannender, fesselnder und sehr aktueller Thriller, der einem einmal mehr vor Augen führt, wie einzelne Gruppierungen die Demokratie versuchen zu unterwandern. Fabian Risk hat auch diesmal mit persönlichen Verkettungen zu kämpfen und nicht alle können gerettet werden.

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