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Veröffentlicht am 23.10.2023

Freundschaft

The Marmalade Diaries
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Auf der Suche nach einer neuen Wohnung, die nicht allzu viel kosten darf, trifft Ben auf eine Anzeige, die vielversprechend klingt. Für eine geringe Miete zieht er bei Winnie ein, eine fünfundachtzig jährige ...

Auf der Suche nach einer neuen Wohnung, die nicht allzu viel kosten darf, trifft Ben auf eine Anzeige, die vielversprechend klingt. Für eine geringe Miete zieht er bei Winnie ein, eine fünfundachtzig jährige Dame, die noch nicht allzu lange Witwe ist. Kurz nach Bens Einzug kommt es zu einem Lockdown und Ben und Winnie verbringen viel Zeit miteinander.

Der Titel und das Cover machten sehr neugierig und der Klappentext versprach eine herzerwärmende Geschichte.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und man hat wirklich das Gefühl, beide Charaktere kennenzulernen. Zu einem großen Teil ist das Buch in tagebuchform geschrieben und versprüht sehr intensiv den britischen Humor. Die Dialoge zwischen Winnie und Ben sind recht witzig.

Allerdings wird die Geschichte leider recht schnell sehr langatmig und ja, es war Coronaalltag im Lockdown und somit eine langweilige Zeit, aber irgendwie passiert dadurch auch einfach nichts. Für meinen persönlichen Geschmack wurde es mir dadurch einfach zu langweilig und ich musste mich zusammenreißen, weiterzulesen. Immer wieder legte ich das Buch zur Seite und brauchte auch immer länger, um weiterzulesen.

Der Beginn des Buches zeigt noch deutlich, wie das Zusammenleben zweier weit entfernter Generationen abläuft, was aber irgendwann seinen Reiz verloren hat.

Ben und Winnie sind beide sehr sympathisch und ich mochte beide. Aber auch wenn man hier sehr viel rund um den Alltag der beiden erfährt, fehlt mir ein wenig das besondere der Beziehung der beiden.

Mein Fazit: Der Beginn der Geschichte konnte mich noch begeistern, denn es las sich wirklich leicht und brachte mich zum Schmunzeln. Doch je mehr die Geschichte fortschritt, desto mehr musste ich mich zusammenreißen, da es für mich einfach zu langweilig wurde. Es war leider nicht ganz meine Geschichte, ich bin mir aber sicher, dass sie viele andere begeistern kann.

Veröffentlicht am 15.10.2023

Nicht ganz, was ich erwartet hatte

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Die junge Mexikanerin Valentina weiß schon seit vielen Jahren, dass sie die Nachfolgerin ihrer Mutter als Catrina sein wird. Am Tag der Toten ist sie in der Lage, mit den Seelen der verstorbenen zu kommunizieren. ...

Die junge Mexikanerin Valentina weiß schon seit vielen Jahren, dass sie die Nachfolgerin ihrer Mutter als Catrina sein wird. Am Tag der Toten ist sie in der Lage, mit den Seelen der verstorbenen zu kommunizieren. Doch bevor sie in die Fußstapfen ihrer Mutter treten kann, verstirbt diese an Krebs. Valentinas Vater ist untröstlich und beschließt, gemeinsam mit ihr und ihrem Zwillingsbruder Emiliano Mexiko zu verlassen und nach Irland zu ziehen. Da die Zwillinge bereits am College studieren, ziehen sie auch dort gleich ins Wohnheim. Doch dann kommt alles anders als man denkt.
Wieder einmal war es das wunderschöne, farbenfrohe Cover, dass meine Neugier weckte und da ich bisher noch nie etwas in diese Richtung rund um die Catrina gelesen hatte, war ich unheimlich gespannt darauf. Leider kommt dieses Thema aber eher etwas zu kurz in diesem ersten Band einer Dilogie. Auch habe ich erst im Nachhinein erfahren, dass die beiden bereits erschienenen Dilogien der Autorin ebenfalls hier mit zusammenhängen und man evtl. gespoilert werden könnte. Ich persönlich kenne leider die anderen Bücher der Autorin nicht und kann dazu nicht allzu viel sagen. Ja, man hat durchaus den Eindruck, dass man etwas vermisst, aber im Großen und Ganzen fand ich das Buch verständlich.
Autorin Sandra Grauer hat einen leichten und gut lesbaren Schreibstil und der Prolog hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Doch gleich beim ersten Kapitel gab es dann eine Wendung, die ich nicht erwartet hatte. Nichtsdestotrotz las sich das Buch durchaus interessant, auch wenn es in eine andere Richtung ging. Ich hoffe allerdings, dass man über das Thema der La Catrina im nächsten Band noch mehr erfahren wird.
Leider habe ich mich in der ersten Hälfte unheimlich schwergetan, in die Geschichte hineinzufinden. Es kommen hier so einige Charaktere auf den Leser zu und man muss sich langsam erarbeiten, wer zu welchem Clan gehört und welche Intentionen dahinter stecken. Auch sonst dauert es ein wenig, bis hier wirklich etwas passiert, vieles wird zwar angedeutet, aber letzten Endes war es mir zwischendurch zu ausufernd. Wie ich bereits erwähnte, hängen auch die beiden zuvor erschienen Dilogien mit Flowers and Bones zusammen und ich glaube, es wäre doch sehr hilfreich gewesen, diese zu kennen.
Durch drei verschiedene Erzählperspektiven verfolgen wir die Ereignisse, jeweils in der Ich-Perspektive aus den Sichten von Valentina, Lilly und Emiliano. Das machte es für mich aber auch irgendwie schwerer, weil ich mich auf keinen so richtig einlassen konnte. Valentina war mir sympathisch und ihren Wunsch, bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag und zum Tage des Dia de los Muertos in Mexiko zu bleiben, absolut nachempfinden. Lily wusste ich zunächst gar nicht einzuschätzen und Emiliano ist recht schwierig, da er aufgrund eines Unfalls regelrecht voller Wut und Verbitterung steckt. Insgesamt konnte ich aber zumindest ihre Intentionen nachempfinden.
Neben diesen Dreien, die im Vordergrund stehen, gibt es zahlreiche weitere Charaktere, die ebenfalls zu einem Großteil aus den bereits erschienen Büchern bekannt sind. Zumindest gibt es am Ende noch eine Übersicht, wer wer ist und die ich recht hilfreich fand.
Mein Fazit: insgesamt hatte ich mir eine andere Geschichte erhofft und war zunächst ein wenig über die Wendung überrascht. Tatsächlich überlege ich, zunächst die beiden anderen Dilogien zu lesen, von der zumindest schonmal Flames & Arrows in meinem Regal steht. Hier fehlte mir einfach etwas, um mich wirklich richtig gut unterhalten zu fühlen, auch wenn die Autorin wirklich eine tollen Stil hat und so einige interessante Ideen. Wer ihre Geschichten bereits kennt, wird hier bestimmt gut unterhalten werden.

Veröffentlicht am 26.09.2023

Nette Nordic Fantasy

Snehild - Die Seherin von Midgard
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Himlinge, in einer stürmischen Winternacht kommt mit Hilfe der Riesin Hyrrokin und den Nornen die kleine Snehild zur Welt. Snehild ist gerade mal zwölf Jahre alt, als ihre Mutter, die Heilerin Asdis, bei ...

Himlinge, in einer stürmischen Winternacht kommt mit Hilfe der Riesin Hyrrokin und den Nornen die kleine Snehild zur Welt. Snehild ist gerade mal zwölf Jahre alt, als ihre Mutter, die Heilerin Asdis, bei ihr feststellt, dass sie eine göttliche Gabe hat. Sie ist eine Seherin. Das wiederum passt der Priesterin des Ortes, Ragnfried, überhaupt, zumal auch Asdis sich mit dem Berater des Königs sehr gut versteht. Vor lauter Eifersucht schmiedet Ragnfried einen grausamen Plan und Snehild muss fliehen.
Ich bin ein großer Fan der nordischen Mythologie, alles rund um den Göttervater Odin, Valhalla oder Ragnarök zieht mich magisch an. Deshalb war ganz klar, dass ich Snehild, die Seherin von Midgard lesen wollte. Das Cover find ich großartig und auch der Klappentext macht neugierig.
Allerdings fiel es mir nicht ganz so leicht, bei der Vielzahl und Charakteren einen Überblick zu bekommen. Denn es sind nicht nur unheimlich viele, für die Handlung wichtige Personen, sondern auch Erzählstränge. Mal erlebt man Snehild, mal die Mutter Asdis, mal Priesterin Ragnfired usw. Beinahe kapitelweise ändert sich die Perspektive. Also es steht hier nicht eine Person im Vordergrund, sondern ein großes Gesamtbild aus vielen kleinen Puzzleteilen. Außerdem liegt zwar dem Erzählten die nordische Göttersage zu Grunde, doch es spielt hier auch ganz viel Fantasy mit ein, sprich ein Nordic Fantasy Roman.
Der Erzählstil klingt auf eine gewisse Weise nach einer alten Erzählung und lässt die Geschichte dadurch auch wirken, als wäre sie aus der Zeit. Dieses melodische, teilweise sehr bildhafte Erzählen hat mir wiederum sehr gut gefallen und es ließ sich flüssig lesen.
Das Setting fand ich sowieso großartig, gerne hätte ich noch mehr Eindrücke über die Welt erhalten. Nichtsdestotrotz wurde Hemlinge und seine Umgebung soweit gut gezeichnet, dass man ein Bild im Kopf davon hatte.
Kommen wir zu den Charakteren, wie bereits erwähnt, sind es wirklich einige Charaktere, dazu kommen dann noch Sagengestalten und Fantasyfiguren. Dadurch erreicht keiner wirklich Tiefgang und insgesamt fiebert man halt mit niemanden so richtig mit. Selbst Snehild, um die es laut Buchtitel ja hier geht, bleibt für mich weit hinter dem, was man daraus hätte machen können.
Mein Fazit: Insgesamt ein guter Nordic Fantasyroman, dessen Setting mir unheimlich gut gefallen hat. Aufgrund von viel zu vielen Handlungssträngen allerdings, ist es teilweise eher zäh, der Handlung komplett zu folgen. Wer dabei Aufmerksamkeit komplett behält, wird hier trotzdem gut unterhalten. Mir hat das Buch gute Unterhaltung geboten, allerdings würde ich jedem raten, einfach erstmal eine Leseprobe zu lesen, ob das Buch inhaltlich überhaupt zusagen könnte.

Veröffentlicht am 25.09.2023

Konnte mich über weite Teile nicht erreichen

Und wir tanzen, und wir fallen
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Schon seit ihrer Kindheit sind Ash und Edi unzertrennlich, BFF forever. Ash kann sich nicht vorstellen, jemals ohne Edi zu sein, doch dann erkrankt Edi an Krebs. Ash ist fest an Edis Seite, aber es gibt ...

Schon seit ihrer Kindheit sind Ash und Edi unzertrennlich, BFF forever. Ash kann sich nicht vorstellen, jemals ohne Edi zu sein, doch dann erkrankt Edi an Krebs. Ash ist fest an Edis Seite, aber es gibt keine Heilung mehr für Edi und als das Krankenhaus ihnen rät, ein Hospiz aufzusuchen und in der Umgebung nichts mehr frei ist, nimmt Ash Edi mit in ein Hospiz ihrer Heimat, um in ihrer Nähe zu sein.
Ich glaube, selten ist es mir eine Rezension zu einer Geschichte so schwer gefallen wie bei dieser. Im Klappentext hatte ich gelesen, dass es sich um eine Geschichte über die Freundschaft der beiden Frauen handelt und da ich wusste, dass die Autorin auch, leider, ihre eigenen Erfahrungen mit eingebracht hat, hatte ich mich auf ein sehr emotionales Buch eingestellt, für das ich tonnenweise Taschentücher benötigen würde. Zunächst fiel mir der Einstieg auch sehr leicht, wir erleben das Gespräch des Krankenhauses mit Ash und Jude, Edis Ehemann und da kam die erste Gänsehaut. Zu hören das ein geliebter Mensch nicht mehr lange da sein wird, bricht das Herz, wenn es das Herz nicht sogar zerreißt.
Allerdings nahm der Inhalt dann eine Wendung, die ich nicht erahnt hatte, denn die Geschichte wird in erster Linie von Ash erzählt. Aus der Ich-Perspektive erleben wir sehr viel über ihre Handlungen in der Gegenwart, aber auch über Erlebnisse in der Vergangenheit, die allerdings nicht immer etwas mit Edi zu tun haben müssen. Mit einem wirklich sehr einfachen Schreibstil erzählt die Autorin, wie Ash in ihrem Alltag klar kommt, aber auch wie es ihr gelingt, Edi im Hospiz beizustehen. Hin und wieder gab es Metaphern, die mich zum Stirn runzeln brachte, aber auch einige sehr ironische Sätze, die mir wiederum gut gefielen und auch mir in solchen Situationen durchaus einfallen könnten.
Ab dem Moment im Hospiz beginnen auch meine Schwierigkeiten mit der Geschichte, denn ich hatte eine Geschichte über die Freundschaft der beiden erwartet, etwas mehr darüber, warum sie so eng miteinander verbunden waren. Vielleicht in der Zeit, in der es im Hospiz noch möglich war, intensive Gespräche, doch wenn diese aufkamen, dann nur nebensächlich.
Vielmehr steht Ash im Mittelpunkt, was ich nicht weiter schlimm empfunden hätte, aber ihre Handlungen waren für mich teilweise so selbstzerstörerisch und nicht nachzuvollziehen, dass ich mich nicht mit ihr identifizieren konnte. Natürlich habe ich verstanden, dass es einen selbst innerlich zerstört, einen geliebten Menschen beim Sterben zu begleiten und jeder Mensch reagiert anders auf Extremsituationen, aber manches erschien mir pietätlos. Für mich kamen hier keinerlei Emotionen auf und Ash ging mir, wenn ich ehrlich bin, auf die Nerven. Das tut mir unheimlich leid, denn ich weiß ja, was sie durchmacht, aber erst auf den letzten 80 Seiten wurde die Geschichte für mich emotionaler und konnte mich eher berühren. Viele Wahrheiten rund um Ash kamen heraus und brachten mir zumindest für das ein oder andere Verständnis und Ashs Wandlung fand ich gut und plausibel.
Ich glaube, meine Gefühle gegenüber der Protagonistin habe ich genügend kundgetan. Kommen wir zu Edi, von der ich, was Gefühle, Gedanken und Wünsche angeht, viel zu wenig erfahren habe. Was die beiden Freundinnen so intensiv verbindet, blieb mir fern.
Ansonsten gibt es hier einige Nebencharaktere, die aber deutlich blasser bleiben. Ashs Nochehemann Honey, Jude, Jules und Jonah, bei denen ich immer nachdenken musste, wer das nun war, was ich erst zum Ende wirklich raus hatte und noch viele mehr. Besonders Belle, Ashs jüngere Tochter, fand ich großartig gezeichnet und über weite Teile eine Stütze für Ash.
Mein Fazit: meine Erwartungen an die Geschichte waren in erster Linie einfach ganz andere. Ich dachte an etwas wie bei Rabbit Hayes damals, aber durch Ashs Art, mit der ich mich einfach gar nicht identifizieren konnte, fiel mir das Buch über weite Teile unheimlich schwer. Da es aber darum geht, wie man als Betroffene mit der Situation der Sterbebegleitung umgeht, hätte ich mich einfach mehr in die Protagonistin einfühlen müssen, was mir leider nicht gelang. Dafür sind wir zu verschieden und Ash blieb mir fremd. Erst die letzten Seiten brachten für mich eine Veränderung, bei der auch ich mitfühlen konnte. Ich glaube, diese Geschichte polarisiert, entweder kann man vom Beginn an mitfühlen oder es bleibt einem fern. Ich gehöre leider mehr zu letzteren.

Veröffentlicht am 12.09.2023

Unterhaltsam

Heartbreak
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Schon länger ist Marie psychisch nicht auf der Höhe und sie leidet unter starken Selbstzweifeln und Depressionen. Als ihr Freund Emil dann von einem Tag auf den anderen einfach den Kontakt abbricht, kommt ...

Schon länger ist Marie psychisch nicht auf der Höhe und sie leidet unter starken Selbstzweifeln und Depressionen. Als ihr Freund Emil dann von einem Tag auf den anderen einfach den Kontakt abbricht, kommt Marie gar nicht mehr zurecht. Um zur Ruhe zu kommen, möchte sie ihn zur Rede stellen, doch Emil ist einfach ausgezogen. Zufällig findet sie heraus, dass er sich in Italien aufhält und reist ihm kurzentschlossen hinterher. Für Sänger Tom schien es hingegen, als wäre er auf dem Höhepunkt seiner Karriere, denn nicht nur musikalisch läuft alles super, sondern auch schauspielerisch, denn er hat die Rollen an der Seite von Superstar Bello, dem Hund, ergattern konnte. Dumm nur, dass ihm ein Unglück genau mit diesem Hund widerfährt. Von heute auf morgen hat sich Toms Karriere damit erledigt und er taucht unter, in Italien.
Ein sehr ansprechendes Cover und auch der Klappentext machen neugierig auf das Buch. Wobei der Einstieg mir ein kleines bisschen schwerer fiel, da Autor Tarkan Bagci einen sehr eigenen Schreibstil hat. Die Sätze wirken minimalistisch, dadurch aber auch eher eindringlich und intensiv, allerdings halt auch ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Die Erzählperspektive in der dritten Person wechselt zwischen den beiden Protagonisten Marie und Tom. Über einen längeren Zeitraum begleiten wir die beiden, zunächst noch alleine. Man erlebt sie in ihrem persönlichen Alltag, mit all ihren Eigenheiten und Gewohnheiten. Der Autor beschreibt dabei viele Dinge, die vielen von uns bekannt vorkommen werden. Seien es Maries Selbstzweifel, die teilweise auch auf die recht herrische Mutter zurückzuführen sind oder den typischen Umgang der Medien mit dem Star Tom, dabei beschreibt er all das nicht nur sehr anschaulich, sondern auch mit einer großen Portion Sarkasmus und ich habe mich häufig dabei ertappt, zu nicken und zu denken, ja, genau so stell ich mir das auch in Realität vor. Dabei sind die verschiedenen Ereignisse doch recht skurril und doch auch witzig.
Beide Protagonisten wirken absolut authentisch und glaubwürdig. Mit Marie konnte ich sofort mitfühlen, egal was sie macht, es scheint nie gut genug und sie trifft nie die Erwartungen der anderen. Dabei muss sie einfach lernen, auch einmal für sich einzustehen. Ihre Entwicklung hat mir auf jeden Fall gut gefallen. Tom scheint das Gegenteil von Marie zu sein, doch auch er erlebt am eigenen Leib, wie schwer es sein kann, wenn man angeblich etwas getan hat, womit die breite Öffentlichkeit nicht konform geht.
Mein Fazit: Die Geschichte ist etwas anders und trotzdem scheint sie wie aus dem Leben gegriffen. Mir fiel auf gut der ersten Hälfte doch schwer, in die Geschichte zu finden, da mich der distanzierte Schreibstil insgesamt auf Abstand hielt. Der Klappentext greift, trotz seiner Kürze, recht viel der Handlung auf, wobei ich selbst nicht wüsste, wie ich mich hätte kürzer fassen können. Die zweite Hälfte des Buches hat mir dann sehr gut gefallen und insgesamt war die Geschichte sehr unterhaltsam.