Heute bin ich über Rungholt gefahren......
Halligzorn (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 2)Nordfriesland erlebt einen Jahrhundertsommer. Das Kommissariat von Jüstering, mittlerweile mit zwei Polizistinnen ausgestattet, hat wenig zu tun und Minke und Lisa langweilen sich. Doch damit ist Schluss, ...
Nordfriesland erlebt einen Jahrhundertsommer. Das Kommissariat von Jüstering, mittlerweile mit zwei Polizistinnen ausgestattet, hat wenig zu tun und Minke und Lisa langweilen sich. Doch damit ist Schluss, als sich die Ereignisse überschlagen.
Auf der Halligwiese von Midsand sind seit einigen Wochen Archäologen am Werk. Der leitende Archäologe, Professor Jeske Hein, will dort das im 14. Jahrhundert bei einer Sturmflut untergegangene Everbeck gefunden haben. Ein Bernsteinpferdchen, das einer der Studenten aus dem Sand ausgräbt, ist sein bisher wertvollster Fund. Und dieses Pferdchen verschwindet eines Tages aus dem Tresor. Einen Tag später wird während des Nordfriesenfestes eine 17-jährige Schülerin ermordet. Stehen diese beiden Taten in einem Zusammenhang?
Minke und Lisa sind gefordert und werden von den Bewohnern und der Presse gehörig unter Druck gesetzt. Lisa, die Schwäbin, konzentriert sich auf den Diebstahl des Bernsteinpferdes, Minke auf den Mord an Leonie.
Ich hatte Band 1 der Hallig-Serie bereits gelesen und für gut befunden. Band 2 gewinnt durch die neue schwäbische Kollegin, die ihre Herkunft auch gar nicht verleugnen kann. Wie heißt es so schön „ Mir könnet alles, nur net hochdeutsch“. Und den Ermittlungen tut die Unterschiedlichkeit der beiden Polizistinnen auch gut. Lisa ist eher akribisch, Minke folgt ihrem Bauchgefühl und ihrem Instinkt. Beides ist für Polizeiarbeit wichtig und führt letztendlich auch zum Erfolg.
Begleitet wird der Mordfall und Diebstahl von einer Legende um die bei einer Sturmflut untergegangene Stadt Everbeck. Everbeck steht für das bei der großen Flut von 1362 untergegangene Rungholt, das sich tief ins nordfriesische Gedächtnis eingegraben hat.
Ich habe das Buch an zwei Nachmittagen ausgelesen, was dafür spricht, dass es spannend war und ich dranbleiben wollte. Mit meiner eigenen "Ermittlung" lag ich zwar nicht ganz daneben, die Auflösung war aber doch eine Überraschung für mich.