Profilbild von SleepingButterfly

SleepingButterfly

Lesejury Star
offline

SleepingButterfly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SleepingButterfly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2023

Emotional und magisch

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
0

Emotional und magisch

Manchmal sieht man ein Buch und denkt sich "Wow, ist das schön" ohne eigentlich zu wissen um was es geht. So ging es mir bei diesem Buch. Das Cover und der passende Buchschnitt haben ...

Emotional und magisch

Manchmal sieht man ein Buch und denkt sich "Wow, ist das schön" ohne eigentlich zu wissen um was es geht. So ging es mir bei diesem Buch. Das Cover und der passende Buchschnitt haben mich zuerst interessiert. Dann hat sogar die Geschichte für mich noch gestimmt und ich wollte es lesen.

Ein bisschen deutet es das Cover schon an, denn es dreht sich mit um den "Día de Muertos", den Tag der Toten. Valentina ist dazu bestimmt verlorene Seelen ins Reich der Toten zu führen. Aber das birgt natürlich Gefahren und Feinde.

Ich mochte den Schreibstil ganz gern. Die Figuren wurden schlüssig eingeführt und auch die Geschichte konnte ich mir immer gut vorstellen. Die Fantasyelemete passen sehr gut und es ist dennoch nicht "überzeichnet"

Warum doch nur 4 Sterne? Es hat mir ein bisschen Hintergrund und Tiefgang gefehlt. Die Geschichte an sich ist super, aber wenn man so einen Tag und dessen Traditionen einfließen lässt, wünsche ich mir auch etwas mehr davon zu erfahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2023

Kurzweiliger Krimi

Helle Tage, dunkle Schuld
0

Kurzweiliger Krimi

Mir hat das Setting bzw. die Rahmenhandlung des Buches sehr gefallen, weswegen ich es gern lesen wollte. Ein Kriminalfall rund um 1948 und davor. Es muss ohne jeglichen modernen Hintergrund ...

Kurzweiliger Krimi

Mir hat das Setting bzw. die Rahmenhandlung des Buches sehr gefallen, weswegen ich es gern lesen wollte. Ein Kriminalfall rund um 1948 und davor. Es muss ohne jeglichen modernen Hintergrund gearbeitet werden. Kein Internet, kein Handy.

Ich finde das Cover sehr passend und es hat mir direkt ein Bild gegeben. Auch wenn ich "richtige Bilder" auf Covern eher nicht mag, passt es hier perfekt.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und es wird, wenn sich die Zeit ändert auch angegeben. Sodass der Leser weiß, wann wir gerade sind.

Den Schreibstil fand ich gut. Aber hier ist auch der Punkt warum es "nur" 4 Sterne gibt. An manchen Stellen war es mir etwas zu langatmig und zu ruhig. Ja, es ist kein Thriller, doch brauche ich dennoch etwas mehr vorankommen in der Handlung. Beschreibungen und konkrete Herausarbeitungen sind toll, aber für mich war es eben manchmal zu viel.
Dennoch war es für mich ein spannender, kurzweiliger und auch lehrreicher Krimi, den ich empfehlen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2023

Indiana Jones für Bücher

Die Bücherjägerin
0

Indiana Jones für Bücher

Als ich begonnen habe, musste ich direkt an Indiana Jones denken. Nur in weiblich und etwas introvertierter. Denn bei der Beschreibung bzw. Einführung von Sarah musste ich zudem ...

Indiana Jones für Bücher

Als ich begonnen habe, musste ich direkt an Indiana Jones denken. Nur in weiblich und etwas introvertierter. Denn bei der Beschreibung bzw. Einführung von Sarah musste ich zudem an Sheldon von “Big Bang Theory” denken. Zwei so unterschiedliche Serien/Welten und doch hatte ich beide hier direkt im Kopf.

Doch um was geht es? Wir begleiten Sarah. Sarah muss eine Menge Rechnungen zahlen, denn ihre Tante ist verstorben und hat ihr nicht nur ein großes Haus, sondern auch unzählige Schulden hinterlassen. Da kommt es doch zur richtigen Zeit, dass Benjamin, ein junger Bibliothekar aus London, sie aufsucht. Er bittet Sarah, ihm beim Finden einer alten römischen Straßenkarte zu helfen. Der Tabula Peutingeriana. Diese gibt es sogar tatsächlich. Und ja, sie sieht wie im Buch beschrieben aus. Wie eine dicke Wurst.
Sie ist eine kartografische Darstellung, die das römische Straßennetz im spätrömischen Reich von den Britischen Inseln über den Mittelmeerraum und den Nahen Osten bis nach Indien und Zentralasien zeigt.
Sicher hätte die Autorin es sich einfach machen und sich etwas ausdenken können. Dann sind Eckdaten etc. nicht bekannt und man kann als Leser nichts nachprüfen. Daher finde ich es gut, dass es hier um eine Karte geht, die es wirklich gibt. So kann man als Leser, wenn es einen denn interessiert, selbst etwas dazu recherchieren.

Das Buch besteht aus vielen, kurzen Kapiteln. Diese wechseln zwischen der aktuellen Gegenwart und der Vergangenheit. Diese beschreibt, wie Sarah und ihre Schwester zu ihrer Tante gekommen und dort aufgewachsen sind.
Verschiedene Zeitebenen mag ich persönlich sehr. Man kann Handlungen und Gedanken von Protagonisten besser nachvollziehen, wenn man die Vergangenheit kennt.

Alles in allem hat mir das Buch, die Geschichte und der Schreibstil recht gut gefallen. Aber leider war es mir für den gewählten Titel zu wenig “Buchlastig”
Es wäre doch viel besser gewesen, auch nach einem alten, seltenen oder vielleicht sogar mythischen Buch zu suchen und nicht nach einem verschollenen Stück einer Karte. Denn dann wäre der Titel viel passender gewesen. Das ist leider ein kleiner Wermutstropfen, an einem für mich doch guten Buch. Denn es hat sich flüssig und kurzweilig lesen lassen. Ein schönes, seichtes und ans Herz gehendes Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2023

Tote Dachse

Shy
0

Tote Dachse

“Shy” zu beschreiben ist gar nicht so einfach.
Man muss sich definitiv darauf einlassen und unvoreingenommen an ein Buch bzw. dessen Inhalt gehen können.
Shy, der Hauptprotagonist, hat ein ...

Tote Dachse

“Shy” zu beschreiben ist gar nicht so einfach.
Man muss sich definitiv darauf einlassen und unvoreingenommen an ein Buch bzw. dessen Inhalt gehen können.
Shy, der Hauptprotagonist, hat ein Leben, dass etwas aus der Kontrolle geraten ist. Er will flüchten. Wenigstens kurz. Auf dem Weg durch die Nacht und mit Steinen im Rucksack denkt er an das jetzt und an seine Vergangenheit.

Und wie Gedanken so sind, ist auch das Buch geschrieben. Mal kurze abgehackte Sätze, frühere Erinnerungen und dann gibt es Schachtelsätze, die fast über 3 Seiten gehen. Der Leser hat so tatsächlich das Gefühl, im Kopf von Shy zu sein. Zwischendurch gibt es kurze Passagen rund um das Heim/Einrichtung für kriminelle Kinder, in dem er nun lebt. Es soll wohl eine Doku gedreht werden, doch Shy möchte daran nicht teilnehmen. Es passiert viel und doch auch irgendwie kaum etwas. Es ist eine kurze Nacht mit vielen Gedanken und ein paar kleinen Erlebnissen.

Man muss sich definitiv auf das Buch einlassen. Auch wenn ich es an einem Nachmittag gelesen habe, halte es dennoch eine Zeit nach. Man kennt seine eigenen Gedanken, aber wie sieht es in anderen Köpfen aus? Wie gehen andere Menschen mit ihren Erlebnissen und Taten um? Wie denken sie darüber? Natürlich ist auch das hier nur Fiktion, aber für mich kam es schon ganz nah ran, sich im Kopf von einem Fremden wiederzufinden.

Was sicher wichtig für manche Leser ist - es wird eine sehr explizite und deutliche Sprache benutzt. Es wird nichts umschrieben, sondern klar ausgesprochen. So wie es unter Jugendlichen eben oft der Fall ist.

Es ist kein einfaches Buch, dennoch sicher empfehlenswert für Leser, die sich für die Materie interessieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2023

Heldinnen von Troja

A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja
0

Heldinnen von Troja

Ich bin ein großer Fan von der griechischen Geschichte und ihren Sagen.
Ich finde es faszinierend, welche Welten erschaffen wurden und wie sie in die eigene Geschichte eingeflochten ...

Heldinnen von Troja

Ich bin ein großer Fan von der griechischen Geschichte und ihren Sagen.
Ich finde es faszinierend, welche Welten erschaffen wurden und wie sie in die eigene Geschichte eingeflochten wurden.

So wie auch in “Die Heldinnen von Troja”. Es geht um eben genau diese Stadt, den Krieg, wie es eingenommen wurde und was es mit den Menschen gemacht hat.
Denn Troja war schon für die antiken Griechen ein Schlüsselbegriff. Dort liegt ihre Gegenwart begründet und hat ihre Geschichte begonnen. Deshalb wurden wohl viele Mythen mit Troja verknüpft, die direkt und indirekt mit dem berühmten zehnjährigen Kampf und dem Untergang der Stadt zu tun haben.

Doch was ist anders an diesem Buch als bei allen anderen, die sich dem Thema widmen? Es beleuchtet die Frauen des Krieges. Wie sie um Söhne, Männer und Gefährten trauern müssen. Wie sie selbst versuchen, sich zu retten und dem Untergang zu entgegentreten. Es geht um Rache, Verzweiflung und Wut.

Das Buch beginnt mit Kalliope, Muse der schreibenden Künste.
Sie begleitet einen Dichter dabei, dieses Werk rund um die Heldinnen zu verfassen. Jedoch auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Dann begleiten wir die unterschiedlichsten Frauen durch das Ende des Krieges. Einfache Bewohnerinnen, die Königin und Amazonen, die diesen Krieg nutzen, um das eigene Leben zu lenken.

Eine der wichtigsten ist wohl Helena.
Helena gilt als Auslöser des Trojanischen Krieges. Sie war die wunderschöne Frau von König Menelaos von Sparta. Wurde jedoch von Paris, dem Prinzen von Troja, entführt. Dies führte zu einem Kriegszug der Griechen gegen Troja, um sie zurückzuholen.

Ich finde die Idee, eine Geschichte aus so vielen Perspektiven zu lesen, erstmal sehr spannend. Man hat einen roten Faden und wir sind in jedem Kapitel an einem anderen Schauplatz. Manche der Frauen lesen nur ein Kapitel, manche kommen wieder. Manchmal wusste ich beim Lesen nicht, ob ich es mag oder nicht. Denn wenn man eine ins “Herz geschlossen” hat, war es schon wieder vorbei. Manchmal hätte ich doch gern mehr erfahren oder wäre einen Weg länger gegangen.

Doch alles in allem habe ich das Buch sehr gern gelesen, habe all diese Frauen begleitet und mit ihnen gelitten. Denn diese Heldinnen von Troja haben auf ihre Weise zum Verlauf der Geschichte beigetragen, sei es durch ihre tragischen Schicksale, ihre Tapferkeit oder ihre Weisheit. Ihre Geschichten sind ein wichtiger Teil der umfangreichen Saga des Trojanischen Krieges.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere