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Veröffentlicht am 09.09.2024

Solider Urlaubskrimi

Salute - Der letzte Espresso
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"Salute - Der letzte Espresso" ist Band 1 einer neuen Krimireihe von Friedrich Kalpenstein und zugleich mein erstes gelesenes Buch des Autors. Der Schreibstil ist sehr locker und man liest das Buch u.a. ...

"Salute - Der letzte Espresso" ist Band 1 einer neuen Krimireihe von Friedrich Kalpenstein und zugleich mein erstes gelesenes Buch des Autors. Der Schreibstil ist sehr locker und man liest das Buch u.a. wegen den kurzen Kapiteln wirklich super schnell durch. Das Buch bringt den Leser nach Italien und versetzt einen in ganz große Urlaubsstimmung. Unter anderem gab es Beschreibungen von italienischen Essensspezialitäten, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft und großes Fernweh (und Hunger) entstehen lässt.
Der Mordfall selbst ist sehr schlicht gehalten, zwar versucht der Autor den Leser immer wieder zu verwirren und vom Thema abzulenken, konnte dabei aber nicht zu 100% überzeugen. Bis zum Ende habe ich zwar gerätselt und überlegt, wer dahinter stecken könnte, wurde vom Ergebnis dann aber leider ein wenig enttäuscht. Der Autor hat es sich hier für mich zu leicht gemacht. Auch manche Protagonisten blieben bis zum Ende hin sehr blass und ohne große Tiefe. Für eine Krimireihe braucht es da für mich ein bisschen mehr Input, vor allem bei den beiden Ermittlern. Von Zeitler bekommt man hier deutlich mehr mit als von Lanza und gerade diese beiden sind mehr oder weniger die wichtigsten Personen der Reihe, oder? Stattdessen lernen wir Zeitlers Exfrau kennen, was für mich irgendwie nicht zur Geschichte gepasst hat.

Insgesamt ist es ein sehr leichter Urlaubskrimi, den ich für eine große Prise Urlaub, Sonne und Fernweh gut empfehlen kann. Man sollte nur nichts allzu Kompliziertes erwarten.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Starker Anfang, stark nachgelassen

Trial of the Sun Queen
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Das Buch stand länger auf meiner Wunschliste und vielleicht waren meine Erwartungen deshalb ein wenig (zu) hoch. Beim Lesen des Anfangs war ich hellauf begeistert, mir gefiel das Setting und die Atmosphäre ...

Das Buch stand länger auf meiner Wunschliste und vielleicht waren meine Erwartungen deshalb ein wenig (zu) hoch. Beim Lesen des Anfangs war ich hellauf begeistert, mir gefiel das Setting und die Atmosphäre und ich war neugierig auf das Worldbuilding und den weiteren Verlauf der Geschichte. Mit der Protagonistin wurde ich anfangs nicht warm, mir war sie ein bisschen zu bockig und widerspenstig in Kontrast zu ihrem Hintergrund.

Nach dem ersten Viertel des Buches wartete ich sehnsüchtig auf das Worldbuilding, ich wollte mir diese Welt wirklich vorstellen können. Aber ich wartete leider vergebens und die Geschichte nahm ihren Lauf. Die Lovestory ist eine Art instant-love und das hat mich von der ersten Seite an (leider) genervt. Ich konnte mir die Gespräche zwischen den beiden kaum durchlesen und war auch hier wieder kein großer Fan unserer Protagonistin. Leider wurde hier (wie in so vielen Fantasy Büchern mittlerweile) der Fokus darauf gelegt, uns zu sagen, wie stark die Protagonistin doch sei, anstatt es uns einfach zu zeigen. Sie verhielt sich im Gegensatz dazu nämlich nicht stark, sondern meistens recht naiv. Sie ist klug und einfallsreich, das keine Frage aber ich hätte mir mehr Weisheit und Menschenkenntnis von ihr gewünscht.

Das angedeutete Ende kam für mich leider auch nicht überraschend und ich konnte es mir ziemlich schnell zusammendenken, genau so wie die Überraschung zwischen dem König und Lor. Ob ich weiterlesen werde? Mal sehen.

Was das Buch jedoch ausgezeichnet gemacht hat: Es hat mich bis zum Schluss so gefesselt, dass ich stellenweise nicht aufhören konnte zu lesen und so hat es mich aus meiner monatelangen Leseflaute herauskatapultiert.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

Luft nach oben

Das Mörderarchiv
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Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst sehr leicht, ich fand die ersten zwei Kapitel richtig interessant und hätte das Buch am liebsten an einem Stück gelesen. Dann ging es aber leider (für mich) auch ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst sehr leicht, ich fand die ersten zwei Kapitel richtig interessant und hätte das Buch am liebsten an einem Stück gelesen. Dann ging es aber leider (für mich) auch schon ein wenig bergab.
Die vielen verschiedenen Protagonisten waren mir ehrlich gesagt zu viele. Sie hatten gefühlt 20 unterschiedliche Namen und nachdem mein Namensgedächtnis wirklich schlecht ist, hat das meinen Lesefluss einfach extrem gestört. Wer keine Schwierigkeiten damit hat, dem kann ich es empfehlen, mal in das Buch hineinzulesen.
Ich mochte es, dass das Buch in zwei unterschiedlichen Zeitebenen spielt, fand es aber doch sehr mühsam, die Verbindungen zwischen den Protagonisten im Kopf zu behalten. Für mich war es leider eher anstrengend, als erfreulich :D
Die Protagonisten konnte ich mir bildlich zwar alle wunderbar vorstellen, dennoch war mir niemand so wirklich sympathisch. Es ist ein typischer englischer Krimi und wem viele Namen und Protagonisten gemischt mit Zeitsprüngen nichts ausmacht, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 04.11.2023

Ausbaufähiger Auftakt

Spirit Dolls
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"Spirit Dolls" hat eine vielversprechende Prämisse und ließ mich nach längerer Zeit mal wieder nach einem YA-Buch greifen. Die Autorin hat einen sehr jungen, teilweise poetischen Schreibstil und konnte ...

"Spirit Dolls" hat eine vielversprechende Prämisse und ließ mich nach längerer Zeit mal wieder nach einem YA-Buch greifen. Die Autorin hat einen sehr jungen, teilweise poetischen Schreibstil und konnte mich damit komplett überraschen. Damit hatte ich hier nicht gerechnet. Der Start in die Geschichte gefiel mir ebenso sehr gut und ich war guter Dinge, dass mir dieses YA-Buch gefallen würde. Leider änderte sich das im letzten Drittel des Buches. Die Protagonistin Runa wurde von einer starken jungen Erwachsenen zu einem naiven, weinerlichen Mädchen. Das ist ein Aspekt, der mir bei YA-Büchern oft auffällt und den ich leider überhaupt nicht ausstehen kann. Zusätzlich entwickelte sich die Lovestory von süß zu cringy und ich musste des Öfteren mit den Augen rollen oder ein paar Sätze überspringen. Schade, dabei fing das Buch so gut an!

Die Geschichte rund um das Geheimnis am Aconite Institute war gut, aber ausbaufähig. Beispielsweise fehlten mir stellenweise Erklärungen, die die Welt betrafen oder es ging teilweise viel zu schnell. Hier hätte die Autorin gerne noch mehr schreiben dürfen, damit man als Leser auch einfach besser in der Welt ankommen und versinken kann.

Alles in allem leider ein ausbaufähiger Auftakt, der die typischen YA-Klischees von "zu naiv" bis hin zu "unangenehme Lovestory" erfüllt. Wen das nicht stört, wird das Buch lieben. Für mich war es leider eher nichts.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Gut recherchiert, aber reicht nicht an den Vorgänger heran

Taubenschlag
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Nachdem mir der Vorgänger der Serie "Gezeitenmord" so richtig gut gefallen hat und eines meiner Highlights war, konnte ich den zweiten Teil der Krimireihe kaum abwarten. Sehnsüchtig habe ich auf das Erscheinungsdatum ...

Nachdem mir der Vorgänger der Serie "Gezeitenmord" so richtig gut gefallen hat und eines meiner Highlights war, konnte ich den zweiten Teil der Krimireihe kaum abwarten. Sehnsüchtig habe ich auf das Erscheinungsdatum hingefiebert und wurde dann leider (ich mag es eigentlich kaum sagen) enttäuscht.
Nun aber die positiven Punkte zuerst. Der Autor webt geschickt historische Fakten in die Geschichte ein und man bekommt so als Leser signalisiert, dass viel Mühe und Recherche in das Buch geflossen ist. Davon bin ich persönlich ein großer Fan, vor allem wenn der Autor/die Autorin es schafft, die Fakten so einzuwickeln, dass es sich nicht wie ein Sachbuch lesen lässt. Das hat Dennis Jürgensen perfekt gemeistert und das Buch ließ sich dadurch recht schnell lesen, auch wenn man nicht der größte Fan von Geschichte ist.
Das Ermittlerduo ist wie im ersten Band sehr sympathisch und eingespielt, auch hier bin ich wieder froh gewesen, von keinen verschrobenen, streitenden Ermittler zu lesen, die dann am Ende doch irgendwie zueinanderfinden.
So, das war es leider auch schon mit den positiven Punkten. Ich habe mir nämlich eigentlich auch Spannung gewünscht, wollte miträtseln und knobeln, was es mit dem Fall auf sich hat und wer hinter dem Täter steckt. Das wurde mir aber leider genommen - der Autor verrät noch bevor die erste Hälfte des Buches vorbei ist, alles. Wer der Täter ist? Ist klar. Warum der Täter die Opfer tötet? Ist klar.
Das hat mir ein wenig die Lust am Lesen genommen, mir blieb nur noch die Hoffnung auf einen Plottwist oder andere Überraschungen, die die geradlinige Geschichte noch einmal auf den Kopf drehen. Das blieb aber leider auch aus und so schloss ich das Buch gelangweilt und enttäuscht. Schade!

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