Cover-Bild Die Regeln des Spiels
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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 21.08.2023
  • ISBN: 9783446278554
Colson Whitehead

Die Regeln des Spiels

Roman
Nikolaus Stingl (Übersetzer)

Lässig, böse, humorvoll – der neue Roman von Colson Whitehead über die wilden Siebziger im schwarzen New York

Ray Carney will von krummen Geschäften nichts mehr wissen. Er hält sich raus aus dem täglichen Chaos New Yorks, wo Gangster sich Schießereien liefern und die Black Liberation Army zum bewaffneten Kampf aufruft. Wäre da nicht seine Tochter May mit dem schier unerfüllbaren Wunsch nach einem Ticket für das Konzert der Jackson Five. Ray muss sein altes Netzwerk aktivieren – auf die Gefahr hin, sich selbst wieder zu verstricken. Als in Harlem ganze Wohnblocks in Flammen aufgehen, beauftragt er Pepper, der wie kein zweiter die Regeln des Spiels kennt, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Whiteheads grandios unterhaltsamer Roman über das schwarze New York der wilden Siebziger ist ein großes Sittengemälde Amerikas.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2025

Ein packender Trip ins Harlem der 1970er Jahre

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In Die Regeln des Spiels führt Colson Whitehead die Geschichte von Ray Carney fort, einem Möbelhändler, der sich eigentlich von kriminellen Geschäften fernhalten will – doch das ist in Harlem nicht so ...

In Die Regeln des Spiels führt Colson Whitehead die Geschichte von Ray Carney fort, einem Möbelhändler, der sich eigentlich von kriminellen Geschäften fernhalten will – doch das ist in Harlem nicht so einfach. Der Roman spielt in den Jahren 1971, 1973 und 1976 und zeigt, wie sich Carney immer wieder mit der Unterwelt der Stadt auseinandersetzen muss.

Im ersten Teil gerät er in Schwierigkeiten, weil er seiner Tochter Konzertkarten für die Jackson 5 besorgen will. Im zweiten Teil geht es um den Rausschmeißer Pepper, der eine verschwundene Schauspielerin sucht. Und im dritten Teil erlebt Harlem eine Welle von Brandstiftungen, während Carney versucht, sich und seine Familie zu schützen.

Whitehead beschreibt das Harlem der 70er Jahre sehr lebendig – mit all seinen Problemen, aber auch mit seinem Charme. Der Schreibstil ist direkt, manchmal humorvoll, aber immer mit einem ernsten Unterton. Die Figuren sind spannend und wirken sehr echt.

Die Regeln des Spiels ist ein fesselndes Buch über Kriminalität, Familie und das harte Leben in Harlem. Es ist unterhaltsam, aber auch nachdenklich – und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 06.10.2023

New York im Wandel der Zeit

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Besonders haben mir an dem Buch der Aufbau und die Rückkehr der Charaktere aus dem vorherigen Teil gefallen. Es beginnt zunächst mit einem New York zu Beginn der 70er, wo verschiedene Bewegungen sehr aktiv ...

Besonders haben mir an dem Buch der Aufbau und die Rückkehr der Charaktere aus dem vorherigen Teil gefallen. Es beginnt zunächst mit einem New York zu Beginn der 70er, wo verschiedene Bewegungen sehr aktiv waren. Danach folgen die Mitte, wo Drogenkonsum und das Aufblühen der Filmbranche von großer Bedeutung waren, sowie das Ende der 70er, bei denen das Viertel unter den beginnenden Bandenkriegen anfängt zu leiden.

Die drei Teile sind wie kleinere Geschichten aufgebaut, bei denen die Hauptcharaktere sehr präsent sind, der Fokus jedoch auf den jeweiligen Themengebieten liegt. So werden beispielsweise die BLA zu Beginn des Buches erwähnt, im dritten Teil gar nicht mehr.
Auf der einen Seite etwas Schade, da als Leser schon interessant ist, was daraus geworden ist und welche Spuren es noch gibt. Auf der anderen Seite wird so ganz klar ausgedrückt, wo der Fokus liegt und wie sich das Leben und die Menschen zu dieser Zeit geändert haben.

Was mir hier ein bisschen fehlt, sind die Frauenrollen aus jener Zeit. Auch wenn es sich in erster Linie um das Gangsterleben aus der Zeit dreht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und man fliegt nur so über die Seiten, bei denen es die eine oder andere Stelle zum Schmunzeln oder Stirnrunzeln gibt. Wer jedoch auf die ganze große Spannung und reißerische Story hofft, dem sei von diesem Buch abgeraten. Denn die Geschichte wird keinesfalls durch actionreiche oder übertriebene Szenen dargestellt.

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Veröffentlicht am 23.09.2023

Harlem in den 1970ern

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Ich habe leider "Harlem Shuffle" noch nicht gelesen, allerdings würde ich empfehlen, dieses Buch vorher zu lesen, denn hier begegnet man Figuren, die bereits vorher auftauchen.
Das Buch ist aufgeteilt ...

Ich habe leider "Harlem Shuffle" noch nicht gelesen, allerdings würde ich empfehlen, dieses Buch vorher zu lesen, denn hier begegnet man Figuren, die bereits vorher auftauchen.
Das Buch ist aufgeteilt in drei große Teile, alle spielen in den 1970er Jahren und in Harlem - der zweite zeitlich nach dem ersten und wiederum chronologisch vor dem dritten.
Ich habe ein wenig gebraucht, um mich einzulesen in diesen Kosmos mit den vielen Personen, aber dann habe ich verstanden, dass weder Ray noch Pepper noch Zippo oder sonst eine Person hier der Protagonist sind, sondern eben das personifizierte Harlem der 1970er Jahre.
Uns begegnen hier unter Anderem die Jackson Five, wir sind bei einem Filmdreh dabei - und erfahren nebenbei viel über Filme, die es wirklich gibt. Auch Themen wie die BLA (Black Liberation Army), was ein "Rassistengesicht" ist, die U-Bahn und immer wieder einzelne Straßen und Gebäude werden thematisiert.
Ein toller Schreibstil und eine Geschichte, die sehr viel bietet, zum Nachdenken, aber auch unterhält.

Veröffentlicht am 21.10.2023

Die Regeln der Gangster

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Ray Carney ist ehemaliger Gangster, hat sich aber schon lange aus dem Geschäft zurückgezogen und konzentriert sich stattdessen auf sein Möbelgeschäft in Harlem. Als er jedoch seiner Tochter Karten für ...

Ray Carney ist ehemaliger Gangster, hat sich aber schon lange aus dem Geschäft zurückgezogen und konzentriert sich stattdessen auf sein Möbelgeschäft in Harlem. Als er jedoch seiner Tochter Karten für das begehrte Jackson 5-Konzert besorgen muss, sieht er sich gezwungen, wieder mit alten Freunden und neuen Bekanntschaften in die dunkle Unterwelt abzutauchen.

Ich habe echte Schwierigkeiten, diesem Buch eine faire Bewertung zu geben. Einerseits erzählt Whitehead eine spannende Geschichte und taucht wirklich so in das schwarze Harlem der 70er ein, dass man komplett versteht, was diese Community ausmacht und, wie seine Menschen ticken und wo die Probleme liegen. Ich erkenne auch durchaus die preisgekrönte Genialität des Autors und seines Schreibstils und der clevere Humor, der immer wieder hindurchscheint.

Andererseits kann ich einfach nicht leugnen, dass ich diese Lektüre extrem anstrengend fand. Ich habe für diese nicht mal 400 Seiten über zwei Wochen gebraucht, was für meine Verhältnisse echt lang ist. Das lang für mich hauptsächlich an dem sehr komplexen Schreibstil, der ständig ausschweift. Zwar liegt hier sicher auch genau das, wofür Whitehead so viel Lob erhält, doch ich war oft einfach nicht in dem richtigen Headspace, um das wertzuschätzen. Hinzu kam eine doch recht große Menge an Figuren, die ich oft miteinander verwechselte, was auch dazu beitrug, das ich zeitweise der Handlung einfach nicht folgen konnte.

Letztendlich war ich sicher die falsche Person für dieses Buch zum falschen Zeitpunkt. Außerdem ist es sicher erwähnenswert, dass es sich hier um eine lose Fortsetzung von "Harlem Shuffle" handelt, was ich noch nicht gelesen habe. Auch wenn man das Buch sicher aus einzeln lesen kann, hätte es sicher vor allem bei den Figuren geholfen, wenn ich dieses Universum schon gekannt hätte.

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