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Veröffentlicht am 29.11.2023

Das besondere Fest

Stille Nacht im Schnee
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Klappentext:
Es ist Heiligabend. Pünktlich zum Fest öffnet der Himmel seine Schleusen und schneit das idyllische Tal in den Schweizer Alpen tief ein. Kein Problem, denn die Großfamilie von Elisabeth und ...

Klappentext:
Es ist Heiligabend. Pünktlich zum Fest öffnet der Himmel seine Schleusen und schneit das idyllische Tal in den Schweizer Alpen tief ein. Kein Problem, denn die Großfamilie von Elisabeth und Pascal will sich ohnehin zum Käsefondue in der gemütlichen Almhütte treffen. Nach und nach kommt die Familie zusammen, aber die besinnliche Stimmung will sich nicht einstellen: Die Schwiegertochter meckert am Essen herum, der Sohn taucht ohne seine Freundin auf und die Tochter kommt viel zu spät. Dann aber geben Elisabeth und Pascal etwas Überraschendes bekannt, das auf unerwartete Weise endlich den Geist der Weihnacht einkehren lässt.

Meine Meinung:

Dem Autor ist es sehr gut gelungen, eine deutsche Familie und ihre Erwartungen an das Fest des Jahres, einzufangen. Jeder hat bestimmte Vorstellungen und versucht diese durchzusetzen.Zuerst macht das plötzlich einsetzende Schneechaos einige Pläne zunichte, dann sind es die großen Neuigkeiten, welche das Familienbild komplett aus den Angeln heben.Geschickt wird es dem Leser ermöglicht, ganz tief in die Gedanken der Protagonisten einzutauchen. Zum Schluss gibt es eine zufriedenstellende Lösung,sodass man das Buch mit einem guten Gefühl zur Seite legen kann.

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Veröffentlicht am 17.11.2023

Ben und Gott

Kein guter Mann
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Der 60 jährige Walter ist Postzusteller und macht seinen Job sehr gerne. Obwohl er ein herzensguter Mann ist, schafft er es immer wieder, sich durch seine Sturheit bei Kollegen und Vorgesetzten unbeliebt ...

Der 60 jährige Walter ist Postzusteller und macht seinen Job sehr gerne. Obwohl er ein herzensguter Mann ist, schafft er es immer wieder, sich durch seine Sturheit bei Kollegen und Vorgesetzten unbeliebt zu machen. Nun hat er das Maß überschritten und soll in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Eine letzte Chance gibt man ihn noch mit der Zwangsversetzung ins Christkindl Postamt Engelskirchen.Dort gerät ihm der Brief des 10jährigen Ben in die Hände,der anders als andere Kinder einen besonderen Wunsch ans Christkind hat. Es soll einen Klempner zu ihm und seiner Mutter schicken, um zu helfen. Ben lebt mit seiner depressiven Mutter zusammen einen mehr oder weniger freudlosen Alltag. Walter antwortet unter dem Namen „Gott “ es beginnt ein regelmäßiger Austausch per E Mail….

Meine Meinung:

Ich kenne schon andere Bücher dieses Autors, die mich immer wieder auf besondere Weise berührt haben. Der Schreibstil ist flüssig,die realitätsnahen Themen werden auf eine besondere und sehr emotionale Weise präsentiert.
Neben Walters Bemühungen um Ben ,die ihn immer mehr erfüllen, geht es auch in Rückblenden um seine Kindheit,seine Ehe und die Problematik seiner Familie.
Nach einigen Hochs und Tiefs,welche mir teilweise die Tränenin die Augen trieben,endet die Geschichte mit einem kleinen Lichtblick.
Ein Buch der leisen Töne,was ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Ein hartes Leben

Ich, Sperling
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Ein alter Mann,schreibt am Ende seines Lebens, seine Geschichte auf. Er bezeichnet sich selber, als unwichtiges Nichts ,das keinerlei Wert hat.
Er heißt nun, Jakob, hatte aber in seinem Leben viele Namen ...

Ein alter Mann,schreibt am Ende seines Lebens, seine Geschichte auf. Er bezeichnet sich selber, als unwichtiges Nichts ,das keinerlei Wert hat.
Er heißt nun, Jakob, hatte aber in seinem Leben viele Namen (Maus, Antinoos, Antiochos, Pusus),sind die geläufigsten.
Im 4. Jahrhundert kam er mit einem Sklavenschiff in Cartagena / Spanien an und wurde von dem Dominus eines Bordells gekauft. Er wächst zusammen mit den Prostituierten (die man damals Wölfinnen nannte)auf.Zwei der Wölfinnen fühlen sich als seine Ziehmütter berufen ,von ihnen erhält er Zuwendung und lernt viel über die wichtigen Dinge im Leben.Er muß von frühester Kindheit an hart arbeiten und erhält dafür kaum Wertschätzung.
Der Autor schont seine Leser/Leserinnen in keiner Weise und breitet in schonungsloser Offenheit, das Leben in der damaligen Zeit aus.Dabei ist die Ausdrucksweise sehr rüde und teilweise ordinär,nichts für zartbesaitete Leser.
Obwohl die Geschichte weit in die Vergangenheit ging,vergaß man das beim Lesen manchmal völlig und wähnte sich in der Gegenwart.
Die Geschichte ließ kaum etwas an menschlichen Abgründen aus und läßt mich nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 04.11.2023

Auszeit an der Nordsee ist

Winterstrandtage
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Klappentext:
Eine vergessene Kerze auf dem Adventskranz bedeutet für Leni die Katastrophe: Keine 24 Stunden später steht sie ohne Bleibe da und wird von ihrem Partner verlassen. Dabei hatte Leni sich für ...

Klappentext:
Eine vergessene Kerze auf dem Adventskranz bedeutet für Leni die Katastrophe: Keine 24 Stunden später steht sie ohne Bleibe da und wird von ihrem Partner verlassen. Dabei hatte Leni sich für das kommende Jahr den nächsten Schritt in ihrer Beziehung gewünscht. Um sich zu sammeln, reist sie zu Oma Elga nach St. Peter-Ording und zieht in ihr hübsches Friesenhäuschen. In der Stille zwischen den Jahren lässt sie die winterliche Landschaft auf sich wirken und genießt Oma Elgas warmen Apfelstrudel. Tag für Tag schöpft Leni allmählich wieder Hoffnung. Es scheint, dass die Rauhnächte an der friesischen Küste ihr den Weg in eine Zukunft weisen – mit einem neuen Beruf und einem Mann an ihrer Seite, den sie schon fast vergessen hatte.

Der Autorin ist es gelungen,mich sofort in die Geschichte zu ziehen,alle Personen waren ziemlich schnell in meinem Kopf präsent und so sprang das Kopfkino gleich an.Als großer Nordseefan gefiel mir natürlich die Beschreibung der winterlichen Landschaft besonders gut.Eine schöne Liebesgeschichte,die durchaus ein paar ernste Seiten hatte,wurde in einem flüssigen Schreibstil präsentiert.Eine weitere Rolle spielte auch die Geschichte der Raunächte.Obwohl ich eigentlich mit großer Skepsis an solche Mythen herangehe,gelang es der Autorin, dass ich mich auch mit dem Thema einzufangen.Von mir eine Leseempfehlung und vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.10.2023

Frida schwimmt sich frei

Ich bin Frida
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Frida Kahlo stand jahrelang im Schatten ihres berühmten Mannes ,dem Maler Diego Rivera.Ihre Ehe ist außergewöhnlich,einerseits lieben sie sich ,andererseits betrügen sie sich gegenseitig.

Frida möchte ...

Frida Kahlo stand jahrelang im Schatten ihres berühmten Mannes ,dem Maler Diego Rivera.Ihre Ehe ist außergewöhnlich,einerseits lieben sie sich ,andererseits betrügen sie sich gegenseitig.

Frida möchte endlich ihre Kunst einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und erhält Unterstützung und eine Einladung nach New York.Als sie bei ihrer ersten Ausstellung großen Erfolg hat ,ist sie wie beflügelt und schwebt auf Wolken.Sie verliebt sich in den Fotografen Nick Muray und ist zwischen der Liebe zu ihm und Diego hin und hergerissen. Frida ist eine starke Frau und begnadete Künstlerin,die trotz immer wiederkehrender Krankheitsschübe sich nicht unterkriegen läßt.

Mir hat der Schreibstil aufgrund seiner Bildhaftigkeit sehr gut gefallen.Die Autorin zeigt die verschiedenen Facetten der außergewöhnlichen Frau und ihrer Weggefährten,aus verschiedenen Perspektiven,wodurch man ihr sehr nahe kommt.Ihre Bilder waren nicht unumstritten,weil sie auf schonungslose Weise Stationen ihres eigenen Lebens auf die Leinwand bringt,die manchen Kunstliebhaber verstörten.

Das Buch hat mir viel neues Wissen über die Welt der Kunstermittelt und mich gut unterhalten.Der Anhang mit Erläuterungen über das weitere Leben von Frida Kahlo rundete die Geschichte ab.
Gerne vergebe ich vier Sterne und eine Leseempfehlung.