Manchmal genügt nur ein einziger Blick
Der letzte erste BlickDer erste Band der Firsts-Reihe hat mich echt positiv überrascht. Auch wenn die Grundidee mit dem neuen Mädchen am College, das sich verliebt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird, nicht völlig neu ...
Der erste Band der Firsts-Reihe hat mich echt positiv überrascht. Auch wenn die Grundidee mit dem neuen Mädchen am College, das sich verliebt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird, nicht völlig neu ist, hat sich die Geschichte für mich trotzdem besonders angefühlt.
Der Schreibstil ist locker, gleichzeitig emotional und an den richtigen Stellen auch mal witzig. Besonders mochte ich, dass abwechselnd aus Emerys und Dylans Sicht erzählt wird. So konnte man beide viel besser kennenlernen und viele Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln nachvollziehen.
Emery war für mich eine richtig starke Protagonistin. Sie hat definitiv ihr Päckchen zu tragen, lässt sich davon aber nicht unterkriegen. Schön fand ich, dass sie nicht in dieses typische „schüchternes Mädchen“-Klischee fällt. Sie ist witzig, schlagfertig und selbstbewusst, aber dabei nie überheblich oder unnahbar. Gerade durch ihre verletzliche Seite wirkt sie unglaublich echt.
Auch Dylan war eine echte Überraschung.
Kein Bad Boy oder Aufreißer, sondern einfach jemand mit Ecken und Kanten, der empathisch und hilfsbereit ist und dabei manchmal auch ein bisschen überfordert mit sich selbst wirkt. Besonders die liebevolle Art, wie er sich um seine frühere Nachbarin kümmert, fand ich sehr berührend. Gerade weil ich sowas selbst kenne, ging mir das ziemlich nahe.
Die Chemie zwischen Emery und Dylan war für mich ein echtes Highlight. Ich mochte das Hin und Her, die kleinen Sticheleien, aber auch die ernsteren Gespräche. Man hat einfach gespürt, dass es zwischen ihnen knistert.
Ein weiterer großer Pluspunkt war die Clique. Ich fand es toll, wie unterschiedlich alle Charaktere sind und wie stark der Zusammenhalt trotzdem war. Besonders Elle und Tate sind mir richtig ans Herz gewachsen. Auch die Dynamik in der Gruppe hat sich total lebendig angefühlt – ich hatte oft das Gefühl, selbst mit am Tisch zu sitzen.
Nicht alles hat für mich ganz rund gewirkt. Die Sache mit dem Video hätte meiner Meinung nach ernster behandelt werden können. Das Thema war heftig, wurde aber ziemlich schnell abgehakt.
Auch gegen Ende wirkte einiges etwas gehetzt. Vor allem nach dem Streit zwischen Emery und Dylan hätte ich mir mehr Zeit für ihre Gefühle gewünscht. Stattdessen folgte direkt das nächste Drama, was für mich ein bisschen zu viel auf einmal war. Trotzdem war es schön, Emerys Entwicklung mitzuerleben. Man merkt, wie sie nach und nach mehr Vertrauen fasst, sich öffnet und zu sich selbst findet.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Liebesgeschichte zwar wichtig ist, aber daneben auch noch Platz für andere Themen bleibt. Es geht auch um Freundschaft, Vertrauen, Selbstwertgefühl und darum, sich selbst treu zu bleiben.
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die nächsten Bände. Die Clique hat noch so viel zu erzählen – und ich kann es kaum erwarten, wieder in ihre Welt einzutauchen 🤍