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Veröffentlicht am 12.12.2023

Ein vor allem spannendes und interaktives Leseabenteuer zum Miträtseln in der magischen Koboldwelt

KoboldKroniken. Mission Bademantel
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An uns war bis zu diesem Buch die KoboldKroniken-Buchreihe von Daniel Bleckmann noch komplett unbekannt und jetzt sind wir große Fans von Lennard und seiner "Gang".

Es macht von aller Anfang an riesigen ...

An uns war bis zu diesem Buch die KoboldKroniken-Buchreihe von Daniel Bleckmann noch komplett unbekannt und jetzt sind wir große Fans von Lennard und seiner "Gang".

Es macht von aller Anfang an riesigen Spaß Lennard und seine Freunde auf diesem tollen Kwest-Abenteuer zu begleiten.

Als Newbies in der Buchreihe fanden wir uns sehr schnell zurecht. Zum einen liegt das an der kurzweiligen und humorigen Schreibe von Bleckmann. Vertieft werden die Leseeindrücke durch die genialen Illustrationen von Thomas Hussung. Da haben sich zwei Künstler gefunden, die einen Geniestreich nach dem anderen im Buch liefern.

Durch die gestellte Kwest-Challenge in der Koboldwelt wird es wirklich nie langweilig. Wir hatten schon lange kein solches interaktives Buch mehr in Händen, bei der man dann selbst zum Regisseur beim Lesen mutiert.

Wer Lennard vielleicht bereits aus vorherigen Abenteuern kennt oder einfach selbst todesmutig genug ist sich in ein sehr spannendes Abenteuer zum werfen, wird hier mit rätselhaftem Spaß und ganz viel Spannung unterhalten.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Liebe, Glaube, Hoffnung und Mut in Zeiten des Nationalsozialismus - Die vermeintliche Weltoffenheit Deutschlands anlässlich der XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin

Aktion Phoenix
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Der mir bis dato noch unbekannte Autor Christian Herzog alias Ralf H. Dorweiler entführt interessierte Lesende in seinem neuesten Roman "Aktion Phoenix" wie auf dem Coverbild bereits ersichtlich ins Jahr ...

Der mir bis dato noch unbekannte Autor Christian Herzog alias Ralf H. Dorweiler entführt interessierte Lesende in seinem neuesten Roman "Aktion Phoenix" wie auf dem Coverbild bereits ersichtlich ins Jahr 1936 zurück, als die XI. Olympischen Sommerspiele in der Reichshauptstadt Berlin stattfanden.

Ganz ohne DeLorean, Fluxkompensator und Plutonium aus zweifelhaften Quellen katapultiert Herzog die Leserschaft direkt von aller Anfang an in diese ganz besondere Zeit hinein.

Sieht man sich die bisherige Vita von Herzog an, verwundert es nicht, dass man vom Buchstart weg direkt bei der Sache ist und auch die Charakteren sehr nahbar wirken. Dort profitiert die sehr spannende und aufregende Story bestimmt sehr stark vom absolvierten Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Beim Lesen fingen bei mir sehr schnell die Bilder im Kopf an zu laufen. Herzogs große Gabe ist es dabei, die damaligen Szenerien und Milieus wieder auferstehen zu lassen. Das damalige NS-Regime im Hitlerdeutschland war für mich persönlich tatsächlich präsenter als je zuvor, obwohl ich bereits sehr viele Dokumentationen zu den damaligen Verhältnissen in unterschiedlichster Form (z.B. TV, Bücher etc.) konsumiert habe.

Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und Milieus heraus. Genau dies machte die Story dann super kurzweilig beim Lesen. Schnell entwickelte sich für mich das Buch zum echten Pageturner, das einmal begonnen viel zu spannend war, als dass man das Buch nur kurz zur Seite legen hätte können.

Trotz des fiktiven Anteils in der erzählten Geschichte, erwecken die verschiedenen sehr detailliert beschriebenen Settings die damalige Stimmung erneut zum Leben. Man spürt förmlich die verschiedenen Strömungen und Einflüsse der damaligen Zeit. Die immer mehr aufkommenden Repressalien gegenüber den Juden in Deutschland wie auch der technische Aufbruch durch die Zeppelinluftfahrt sind sehr eng mit der Storyline selbst verwoben. Das vordergründig vielleicht noch unbeschwert erscheinende Leben in Deutschland scheint auch immer wieder durch und doch schwebt über allem die Last des NS-Regimes mit allen Perversionen der damalig Verantwortlichen.

Herzog spart hier extra nicht an Details sondern erzählt sehr eindrücklich und ausführlich die damaligen Gegebenheiten. Gerade dieser Umstand macht das Werk für mich persönlich erst so richtig authentisch und glaubhaft. Man verschmilzt fast förmlich mit den einzelnen Charakteren und durchleidet mit ihnen ihren ganz persönlichen Weg in dieser Geschichte.

Die Story wird konsequent voran getrieben, ohne auch an nur an einer einzigen Stelle langweilig zu wirken. Dafür ist der ganze Plot auch viel zu spannend erzählt. Der ausgeklügelte Spannungsbogen gipfelt dann in einem Finale, das ich persönlich vielleicht anders erwartet hatte, aber das mir dennoch sehr stimmig vorkam. Gerade der Schlussakkord läuft dann planmäßig fast stakkatomäßig ab. Die Spannung zieht dort nochmals deutlich an, die Perspektiven wechseln im schnellen Rhythmus und als Leser hält man den Atem an und liest, was als nächstes passiert. Genau so muss ein Roman geschrieben sein, damit er die Leserschaft bis zur letzten Seite fesselt.

Zum Schluss deckt Herzog dann auch im Nachwort die Karten auf, was in der Storyline selbst der reinen Fiktion geschuldet ist und welche Details der Wahrheit entsprechen.

Summa summarum ein wirklich toller Roman, der die damalige dunkle Stunde unserer Geschichte sehr ausführlich thematisiert. Ein Werk, wenn man anfängt zwischen den Zeilen zu lesen und das Gelesene sacken lässt, das noch sehr lange nachwirken wird. Für mich würde sich der Roman auch für begleitendes Lesen in der Schule eignen. Darin sind so viele Details enthalten, über die es sich zu diskutieren lohnt. Für mich ist das Werk ganz verdient eines meiner ganz persönlichen Jahreshighlights und ich würde mich auch riesig freuen, wenn es dieser Stoff den Sprung auf die große Leinwand schafft. Das Potenzial dazu ist auf alle Fälle gegeben.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

Alle Gangster gut aufgepasst - Ab sofort ermittelt Ella Spinonella die wirklich wichtigen Fälle

Ella Spinonella
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Die Autorin Florentine Hein schickt in ihrem aktuellen Kinderbuch "Ella Spinonella - Ein Loch im Käsebrot" eine neue Nachuchsermittlerin namens Ella Spionella ins Rennen.

Ella Spionella bringt dabei noch ...

Die Autorin Florentine Hein schickt in ihrem aktuellen Kinderbuch "Ella Spinonella - Ein Loch im Käsebrot" eine neue Nachuchsermittlerin namens Ella Spionella ins Rennen.

Ella Spionella bringt dabei noch Verstärkung mit und wird von zwei liebreizenden tierischen Sidekicks tatkräftig unterstützt, der Katze Elvine und dem Hamster Einstein.

Die Story selbst verfängt sehr schnell beim Lesen. Dies liegt unter anderem an dem sehr realen Charakter des Dreh- und Mittelpunkts Ella und diesem Plot. Mit ihren Ecken und Kanten erschafft Hein hier keine entfernte Kunstfigur sondern ein Mädchen, dasgerade dadurch sehr real wirkt. Ella muss man trotz ihres vielleicht manchmal auch ungestümen Charakter einfach lieb haben.

Der große Pluspunkt neben der grandiosen Story sind die durchweg bunten Illustrationen, die Sabine Sauter beigesteuert hat. Diese Abbildungen machen für uns das Buch in Wort und Bild dann erst richtig rund und lassen das Gelesene dann noch sehr viel besser auf die Kinder wirken.

Der eher begrenzte Umfang des Büchleins von insgesamt 56 Seiten ist unserer Meinung nach Fluch und Segen zugleich. Die Protagonistin macht durch eben die sehr begrenzte Seitenanzahl dann eine sehr schnelle Entwicklung mit. Wir hätten uns diesbezüglich vielleicht doch noch einige Seiten mehr gewünscht. So in diesem begrenzten Format ist das Werk allerdings dann natürlich hervorragend für Erstleser wie auch für Lesemuffel gleichzeitig bestens geeignet, die sich von einem größeren Umfang dann vielleicht eher abschrecken lassen.

Von der Didaktik und der ganzen Tonalität her ist es für uns ein richtig spannendes Detektivabenteuer gewesen, das sich zu lesen lohnt. Florentine Hein drückt durchweg die richtigen Knöpfe in ihrer Geschichte und vermittelt on top dann noch wichtige Botschaften mit derselbigen, über die es sich nachzudenken lohnt.

Für uns persönlich war es das erste Detektivabenteuer um die sehr pfiffige Nachwuchsermittlerin Ella Spinonella. Wir hoffen stark darauf, dass sie alsbald vielleicht neu Fälle verfolgt und den Gangstern und dunklen Gestalten im Alltag das Leben schwer macht.

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Veröffentlicht am 26.11.2023

Wenn "Spionagemarionetten" ihre Fäden kappen und anfangen ein Eigenleben zu führen

Der Spion und der Verräter
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Eines vielleicht gleich vorweg, Ben Macintyres aktuelles Werk "Der Spion und der Verräter - Die spektakulärste Geheimdienstgeschichte des Kalten Krieges" lässt uns Otto Normalos, die wir Agenten vielleicht ...

Eines vielleicht gleich vorweg, Ben Macintyres aktuelles Werk "Der Spion und der Verräter - Die spektakulärste Geheimdienstgeschichte des Kalten Krieges" lässt uns Otto Normalos, die wir Agenten vielleicht aus den Hollywoodblockbustern zu glauben kennen, hinter die Kulissen der Spionage zu Zeiten des Kalten Krieges blicken.

Die Kunstfiguren Ethan Hunt oder James Bond mögen vielleicht vom Papier her Agenten sein, aber welche realen Details Macintyre hier im Buch präsentiert, lässt einen selbst in eine ganz andere Spionagewelt ein- und auch tief abtauchen. Dabei kommt, wie zu erwarten war, beispielsweise viel weniger Glamour als bei James Bond auf.

Für mich war die weite Reise in der Zeit zurück richtig spannend zu lesen. Verbunden mit dem erzählten Schicksal von Oleg Gordijewski bzw. besser gesagt dessen Vita ergibt sich ein richtig guter Einblick hinter die Kulissen der damaligen propagierten Spionage. Ich verfing ziemlich schnell in diesem spinnengleichen Geflecht und konnte mich nicht mehr davon entziehen.

Neben dem äußerst interessant wirkenden Lebenslauf des Hauptprotagonisten Gordijewski, der schon fast auch einem Psychogramm gleicht, bekommt man quasi fast nebenher auch tiefe Einblicke in die russische Seele sowie den russischen Staats- und Geheimdienstapparat. Ein richtiges Katz- und Mausspiel entspinnt sich hier verbunden mit den noch involvierten anderen aktiven Geheimdiensten.

Diese vielen unterschiedlichen präsentierten Facetten überraschten mich teilweise, machten mich teils sprachlos und bestätigen allerdings auch in Teilen landläufige Meinungen zum russischen Staatsapparat.

Als reinen Spionagethriller würde ich das Buch selbst nicht bezeichnen. Für mich wandelt es zwischen bestimmten Genres und so hat es Züge eines autobiographischen Werkes, verbunden mit historischen Einordnungen und ganz klaren Thrillermomenten. Aber genau dieser interessante Genremix macht für mich dieses Buch dann erst aus.

Ethan Hunt und James Bond schlagen sich sicherlich gegen die Bösewichte auf der Blockbusterleinwand durch. Die wahren Helden dahinter, darunter namentlich einer davon Oleg Gordijewski, sind es denen wir viel mehr Beachtung schenken sollten. Ihre Geschichten sollten erzählt werden, denn das wahre Leben schreibt immer noch die aufregendsten Geschichten.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Der ganz besonderen Magie der Rauhnächte nachspüren

Rauhnächte – eine magische Reise zu dir selbst!
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Michaela Lamprechts aktuelles Ratgeberbuch "Rauhnächte – eine magische Reise zu dir selbst!" befasst sich mit den sagenumwobenen Rauhnächten.

Von den Rauhnächten selbst haben vielleicht bereits viele ...

Michaela Lamprechts aktuelles Ratgeberbuch "Rauhnächte – eine magische Reise zu dir selbst!" befasst sich mit den sagenumwobenen Rauhnächten.

Von den Rauhnächten selbst haben vielleicht bereits viele Personen von uns gehört. Doch was steckt hinter diesen ganz besonderen Tagen am Ende Jahres und zu Beginn des neuen Jahres. Die Magie dahinter erschließt sich nach meiner Meinung erst dann, wenn man tiefer in das Konstrukt einsteigt und hinter die Kulissen blickt.

Genau dafür ist Lamprechts Ratgeberbuch besonders gut geeignet.

Vor dem Buch hat ich nur eine vage Meinung zu den sagenhaften Rauhnächten. Diese ganz besondere Magie jeder einzelnen Rauhnacht erschließt mit Hilfe dieses Buches dann bereits sehr gut. Für Newbies im Thema wie mich werden die Rauhnächte ausführlich näher gebracht und die Bräuche dahinter erklärt. Neben den eher allgemeinen Erklärungen geleitet das Buch dann auch durch jede einzelne Rauhnacht hindurch und gibt dabei sehr hilfreiche Tipps und Tricks.

Wer also diese ganz besonderen magischen Momente der Rauhnächte erleben möchte, hat hier Gelegenheit nicht nur hinein zu schnuppern sondern vielmehr bei Gefallen dann gleich jede Rauhnacht selbst persönlich zu er- oder durchleben.

Summa summarum eine tolles Ratgeberbuch, um in Form der Rauhnächte das alte Jahr zu verabschieden und das neue willkommen zu heißen. Ich persönlich mag solche Bücher sehr gerne zur eigenen Reflexion.

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