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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2024

Einseitig und vielfältig zugleich

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 14 - Roboter
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Der erste Eindruck dieses Wieso-Weshalb-Warum-Buches über Roboter überzeugt wie bereits gewohnt mit einer hochwertigen Aufmachung. Das glänzende und farblich ansprechende Cover fügt sich unverwechselbar ...

Der erste Eindruck dieses Wieso-Weshalb-Warum-Buches über Roboter überzeugt wie bereits gewohnt mit einer hochwertigen Aufmachung. Das glänzende und farblich ansprechende Cover fügt sich unverwechselbar in die Reihe der anderen Erstleser-Werke und weist bereits eine interessante Mischung aus Illustrationen und Fotos auf, die sich genauso im Inneren wiederfinden lässt. Das Inhaltsverzeichnis ist wie immer in dieser Reihe absolut toll durchdacht, da mithilfe der Farben auf die Kapitel hingewiesen wird. Auch weitere Details sind einfach großartig und zeugen von sorgfältiger Planung. So sorgt beispielsweise der kleine Roboter am Rande mit seinen Sprechblasen für Unterhaltung. Hinsichtlich des Aufbaus muss zudem einmal betont werden, dass mir besonders gefällt, dass eine freie Seite für einen Briefumschlag gelassen wird, in dem die Kärtchen aufbewahrt werden können. Somit gehen diese nicht verloren und können zugleich im richtigen Buch verstaut werden. Hieran merkt man bereits, wie viel über eine möglichst systematische und logische Gestaltung des Buches nachgedacht wurde. Die thematische Vielfalt reicht von den Grenzen zwischen Maschinen und Robotern, über den historischen Blick bis zu aktuellen Trends wie der KI und deckt damit einiges ab. Hier kommt jedoch zugleich das größte Defizit dieses Buches. Meiner Meinung nach wird überwiegend Positives hinsichtlich Roboter berichtet. Ein kritischer Blick wird nur einmal aufgegriffen, indem beschrieben wird, dass Roboter keine wichtigen Entscheidungen treffen können, aber dies greift mir persönlich zu kurz. Mit einer kritischeren Perspektive meine ich dabei keine Panikmache, sondern lediglich einen Hinweis darauf, dass Roboter uns zwar den Alltag deutlich vereinfachen können, dies aber auf unserer Seite beispielsweise zu mehr Bequemlichkeit führt, oder auch, dass Roboter Arbeitskräfte ersetzen können und dies mit dem Verlust eines Arbeitsplatzes einhergehen kann. Des Weiteren wird eine Leiterplatte gezeigt, die als Computer beschrieben wird. Kinder, die mit einem Computer Tastatur und Bildschirm verbinden, stellen hier keinen Bezug her, zumal bei dem darauffolgenden Leserätsel der für Kinder bekannte Computer abgebildet ist. Hier hätte ich mir mehr Einheitlichkeit gewünscht. Kritisch finde ich zudem das Rätsel auf Seite 15, welches als Aufgabe mit seiner Frage Welches Wort gehört zu welchem Bild? eine Zuordnungsaufgabe suggeriert. Dies liegt jedoch nicht vor, da das Wort mit dem in der Zeile abgebildeten Bild übereinstimmt. Ansonsten beeindruckt mich die Vielfalt an Leserätseln und Stickern sowie Kärtchen auch in diesem Werk wieder vollkommen! Die Idee, dass Kinder direkt nach dem Lesen ihr Wissen anwenden können, ist nicht nur motivierend, sondern zeigt zugleich, wie viel aus dem Inhalt mitgenommen wurde. Im Großen und Ganzen ist das Buch über Roboter ein weiteres, gelungenes Buch der Erstleser-Reihe, da die Kritikpunkte hier tatsächlich Meckern auf hohem Niveau sind. Grundsätzlich ist das Buch für alle Interessierten somit zu empfehlen, auch wenn man sich durchaus bewusst sein sollte, dass hier nur wenig von der Kontroverse, ob Roboter eher Vor- oder Nachteile mit sich führen, aufgegriffen wird.

Veröffentlicht am 11.01.2024

Alltagsnah

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 13 - Umweltschutz
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Die Wieso-Weshalb-Warum-Erstleser-Bücher überzeugen von außen allesamt durch eine hochwertige Aufmachung. Auch hier gefällt mir das Cover, welches von dem Zusammenspiel realistischer Fotos und gezeichneten ...

Die Wieso-Weshalb-Warum-Erstleser-Bücher überzeugen von außen allesamt durch eine hochwertige Aufmachung. Auch hier gefällt mir das Cover, welches von dem Zusammenspiel realistischer Fotos und gezeichneten Illustrationen her perfekt zu den Bildern im Inneren passt. Die Fotos selbst haben mich sehr beeindruckt, da das Ausmaß der menschlichen Handlungen schonungslos dargestellt wird und somit die Dringlichkeit der Thematik keineswegs heruntergespielt wird. Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn finde ich wieder einmal eine großartige Idee, wobei die Überschriften zu den farblichen Rahmen am oberen Ende der jeweiligen Seite passen und somit schnell eine Übersicht möglich ist. Die Themen an sich sind breit gefächert, wobei von Gletschern, über Haushalt bis zu erneuerbaren Energien viel geboten wird. Dadurch werden viele alltagsnahe Themen angesprochen, deren Empfehlungen für mehr Umweltschutz für die jungen Leserinnen gut umsetzbar sind. Die Bedeutung dieser Vorschläge wird dabei exemplarisch durch den langen Weg von der Baumwolle bis zur Verwendung grafisch dargestellt, wodurch die Kinder gut nachvollziehen können, warum sich jeder Einzelne an schon einfach umzusetzende Tipps halten sollte. Schön finde ich auch, dass die Grenzen des eigenen Umweltschutzes deutlich angesprochen werden, da eben die Möglichkeiten auch gegeben sein müssen und nicht fälschlicherweise suggeriert wird, dass ein Individuum die Umwelt alleine retten kann.

Die Gestaltung im Inneren hat mich auch wieder sehr überzeugt. Die große Schrift und die einfachen Satzstrukturen machen es Erstleserinnen gut möglich, die kompakten Texte lesen und verstehen zu können. Die Biene mit ihren eingeschobenen Kommentaren am Rand sorgt zudem für nette Abwechslung und lockert das doch ernste Thema auch ein wenig auf. Die Sticker und Leserätsel passen zu dem angesprochenen Inhalt und sind somit gut zu meistern. Toll finde ich, dass die Sticker nach dem Einkleben keine wichtigen Informationen überdecken, sondern lediglich die Anmerkung, wo welcher Sticker hingehört, überklebt wird. Dennoch gibt es ein großes Defizit, welches mich bereits auf den ersten Seiten störte. Der benutzte Wortschatz übersteigt deutlich das Wissen von Erstleserinnen, insbesondere, wenn Wörter wie Kohlendioxid ohne Erläuterung in den Raum geworfen werden. Da helfen selbst die Schaubilder nicht weiter. Empfehlenswert wäre es demnach, wenn mit einem Glossar am Ende gearbeitet wird, oder eben eine Erläuterung im Text direkt stattfindet. Dennoch bietet das Buch einen guten Überblick über die Dringlichkeit des eigenen Handelns hinsichtlich der Umwelt und liefert zugleich leicht umsetzbare Empfehlungen, was mit interessanten Bildern und Rätseln versehen ist und größtenteils gut für Erstleserinnen aufbereitet wurde.

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  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 19.12.2023

Größtenteils gut durchdacht

Guinness World Records für Erstleser - Weltraum
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Von außen wirkt das Buch hochwertig und macht damit einen sehr guten ersten Eindruck. Das Cover verrät bereits, auf was man sich einstellen kann und passt gut zu den vielen Bildern, die sich auch im Inneren ...

Von außen wirkt das Buch hochwertig und macht damit einen sehr guten ersten Eindruck. Das Cover verrät bereits, auf was man sich einstellen kann und passt gut zu den vielen Bildern, die sich auch im Inneren auffinden lassen. Allgemein hervorzuheben ist der schöne und ordentliche Aufbau des Buches. Sich darin zurechtzufinden gelingt mühelos, da es ein Inhaltsverzeichnis gibt und die einzelnen Kapitel zudem farblich voneinander abgetrennt sind. Demnach merkt man, dass in die Gestaltung viel Arbeit geflossen ist. Des Weiteren sind die einzelnen Textfelder eine gute Idee, da der Text nicht massig wirkt und die jungen Lesenden nicht erschlägt. Dass das Buch auf Erstleser ausgerichtet ist, fällt sofort auf. Toll finde ich hierbei nicht nur die kurzen Sätze, die große Schrift sowie die Arbeit mit vielen Bildern und Piktogrammen, sondern auch, dass bei der Auswahl der Schrift darauf geachtet wurde, dass das a nicht dem typischen Computer-a entspricht, sondern so, wie die Kinder es üblicherweise in der Schule lernen. Umständlicher sind dafür die ganzen englischsprachigen Begriffe. Dies kann man dem Buch hinsichtlich der sehr international ausgerichteten Thematik jedoch keinesfalls vorwerfen. Viele Begriffe werden in kleinen Kästen am Rand zudem weiter ausgeführt, auch wenn ich mir hierbei noch eine Erklärung der Begriffe Erdentage, Erdenjahre und Methan gewünscht hätte, da hierbei doch einige Fragen auftreten können.

Positiv anzumerken ist auch die abwechslungsreiche Auswahl an Thematiken, da nicht nur Planeten, sondern unter anderem auch Menschen im All genauer betrachtet werden und somit einiges an Wissen präsentiert wird. Hier haben definitiv nicht nur die jüngeren Leser an Wissen dazugewonnen! Amüsant sind zudem die kleinen Sprechblasen an der Seite, welche ein doch sehr sachlich aufbereitetes Thema auflockern.

Das Buch ist zweifelsohne sehr informativ und gut durchdacht. Demnach sind der bislang aufgeführte und die folgenden Kritikpunkte Jammern auf hohem Niveau, dennoch muss angemerkt werden, dass der Vergleich mit Dieselloks für mich persönlich nicht mehr zeitgemäß ist. Da hätte sich sicherlich ein passenderes Beispiel finden lassen, welches den Kindern vertrauter ist. Zudem hätte im Kapitel der Planeten eine kleine Übersicht über diejenigen in unmittelbarer Nähe zur Erde die Orientierung erleichtert, oder systematisch von einem Planeten zum nächsten gearbeitet werden können, um deren Besonderheiten darzustellen, da die Informationen für einen einzelnen Planeten doch sehr gestreut wurden. Nichtsdestotrotz ist das Buch für Groß und Klein sehr empfehlenswert, wenn man sich näher mit unglaublichen Rekorden im Weltall befassen möchte, da das Buch kindgerecht gestaltet ist und eine tolle Reise in verschiedene Thematiken ermöglicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.12.2023

Unterhaltsam

Things We Left Behind (Knockemout 3)
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Zur Aufmachung des Romans lässt sich nicht viel sagen, außer dass es wieder einmal großartig aussieht und perfekt zu den beiden Vorgängern passt. Ich liebe das Cover und habe das Buch zumindest auch diesbezüglich ...

Zur Aufmachung des Romans lässt sich nicht viel sagen, außer dass es wieder einmal großartig aussieht und perfekt zu den beiden Vorgängern passt. Ich liebe das Cover und habe das Buch zumindest auch diesbezüglich sehr gerne in die Hand genommen. Die Geschichte um Sloane und Lucian ist sehr vielversprechend und konnte mich größtenteils überzeugen. Mir hat hierbei sehr gefallen, dass wir nicht nur eine klassische Liebesgeschichte bekommen, sondern zugleich mit ordentlich Spannung verwöhnt werden, da Lucian Sloane unabsichtlich in Gefahr bringt und somit jederzeit mit einer neuen Drohung zu rechnen war. Zwar hat es ein wenig gedauert, bis diese spannungsgeladenen Momente bezüglich des Geschäftes auftraten, doch die Handlung zuvor hat dies problemlos ausgeglichen. Man lernt die zutiefst verschiedenen Charaktere kennen, oder trifft sie wieder, je nachdem, ob man die anderen beiden Bände bereits gelesen hat, und wird dank eines schnellen Einstieges reibungslos in die Geschichte geworfen. Der Freundeskreis ist super unterhaltsam mit lockeren, aber auch ernsten Gesprächen und wirkt damit sehr authentisch, weshalb ich gerne von den gemeinsamen Momenten las. Auch Sloane und Lucian mit ihren Dialogen haben mich immer wieder zum Grinsen gebracht, wobei an dieser Stelle jedoch mein größter Kritikpunkt genannt werden muss. Die Protagonisten sind beide etwa 40 Jahre alt und benehmen sich doch gerne mal wie pubertäre Jugendliche. Das Verhalten wirkte manchmal zu gewollt streitsüchtig, nicht immer, aber doch waren ein paar Momente dabei, die mir einfach zu viel des Guten waren.

Durch die abwechselnde Erzählperspektive hat man die Gefühle, sowohl den Hass, als auch die Liebe, gut nachvollziehen können und hat zugleich immer wieder einzelne Rückblicke in die Vergangenheit der beiden erhalten. Ebendiese haben den Protagonisten reichlich Tiefe verpasst, weshalb das Buch mit einer genialen Hintergrundgeschichte überzeugen konnte. Das Ganze gemischt mit einem lockeren Schreibstil hat mir sehr gefallen und für ein richtiges Wohlfühl-Erlebnis gesorgt. Man fliegt geradezu durch das Buch und wird von Anfang bis Ende gut unterhalten. Das Ende ging mir persönlich doch zu sehr Schlag auf Schlag, vor allem fand ich Lucian viel zu fordernd und Sloane zu sehr nachgebend, doch ich kann auf der anderen Seite verstehen, dass die Autorin auch den beiden Charakteren ihre eigene Familie erlauben wollte. Im Großen und Ganzen ist der Roman somit ein absoluter Genuss und ein würdevoller Abschluss der Reihe. Das Buch lässt sich aber auch problemlos lesen, wenn man die anderen beiden Teile nicht kennt, da die Geschichte von Sloane und Lucian grundlegend aufbereitet wird und man dennoch genug über die anderen Charaktere lernt, um sich ein genaues Bild von ihnen machen zu können.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2023

Intensiv

GUY'S GIRL
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Mit dem Cover musste ich zunächst warmwerden, doch je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, umso passender fand ich Aufmachung und Titel des Werkes. Zum Einstieg gibt es zu sagen, dass man schnell in ...

Mit dem Cover musste ich zunächst warmwerden, doch je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, umso passender fand ich Aufmachung und Titel des Werkes. Zum Einstieg gibt es zu sagen, dass man schnell in das Geschehen geworfen wird und mit den wichtigsten Charakteren konfrontiert wird. Der Anfang ist jedoch zugleich der größte Kritikpunkt am Buch, denn ich konnte mit Ginny überhaupt nichts anfangen. Sie war mir zu sprunghaft und alles an ihr wirkte so, als habe sich die Autorin extra viel Mühe gegeben, um sie besonders zu machen, wobei mir das eine Spur zu viel und fast schon anstrengend war. Vielleicht ist das auch einfach der Tatsache geschuldet, dass Ginny anfänglich wenig Einblicke in ihre Emotionen erlaubte, aber letztendlich musste ich mich doch durch die ersten hundert Seiten quälen und war jedes Mal froh, wenn aus Adrians Perspektive erzählt wurde. Dementsprechend finde ich die abwechselnden Perspektiven gut gewählt und sehr erfrischend, wobei dies zugleich dazu beiträgt, dass man die Komplikationen der Beziehung aus jeder Sicht betrachtet.

Im Mittelteil ist mir Ginny dann schnell sympathischer geworden und die Handlung zog sich auch keineswegs in die Länge. Bei den verschiedenen Charakteren fiebert man nun allmählich doch fleißig mit, dass Ginny nicht in verzwickte Situationen gerät und sich lieber von manchen Personen fernhält. Im Übrigen möchte ich an dieser Stelle vor allem Clay positiv hervorheben. Er war mir von Beginn an super sympathisch, hatte immer passende Worte für Ginny und schafft es dennoch, die Freundesgruppe zusammenzuhalten, was mit Ginny und Finch definitiv keine leichte Aufgabe war. Auch Adrian als Protagonist hat mir sehr gefallen, da er einfach erfrischend ruhig war und doch seine Tiefen aufwies. Die Handlung als solche hat mir großartig gefallen, vor allem der Wechsel von New York nach Budapest, wo das Ganze dann seinen Höhepunkt erreichte. Die Themen Magersucht und Bulimie werden absolut ungeschönt vermittelt, weshalb man als Leser sehr intensiv in die Problematik gezerrt wurde. Folglich sollte man die Anmerkung der Autorin am Anfang des Buches beachten, denn selbst als Leserin, die noch nie mit diesen Problemen zu kämpfen hatte, hat mich das sehr mitgerissen. Gegen Ende hin habe ich regelrecht an dem Buch geklebt und die Seiten förmlich verschlungen. Der einfache Schreibstil hat dem beigetragen und somit war das Werk zum Schluss hin einfach nur noch ein absoluter Lesegenuss.

Abschließend lässt sich also festhalten, dass ich ein wenig gebraucht habe, um mit Ginny zurecht zu kommen, doch wenn sie ihre Gefühlswelt für den Leser öffnet, kann man sich gar nicht mehr von dem Buch lösen. Die angesprochenen Themen sind intensiv dargestellt und sollten zu Beginn des Werkes keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden.

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