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Veröffentlicht am 23.02.2024

Spannende Story, toller Schreibstil

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Honesty ist mein erstes Buch der Autorin und ich war wirklich sehr gespannt. Und oh man, kann Franzi Kopka gut schreiben!

In Honesty geht es um Mae, die in einer Welt, in der Gefühle kontrolliert werden ...

Honesty ist mein erstes Buch der Autorin und ich war wirklich sehr gespannt. Und oh man, kann Franzi Kopka gut schreiben!

In Honesty geht es um Mae, die in einer Welt, in der Gefühle kontrolliert werden und mit Medikamenten "abgestumpft" werden, noch immer zu viel fühlt und dadurch zu einer Aussätzigen werden könnte, wenn sie sich nicht gut genug versteckt. Zu allem Übel wird sie für ein Partnerprogramm rekrutiert, wo sie sich stets unter Beobachtung befindet. Hier lernt sie Grayson näher kennen, der hinter ihre Fassade scheint blicke zu können.

Mae war ein nahbarer, sympathischer Charakter, der Menschen schnell vertraut und alles gibt für diejenigen, die ihr wichtig sind. Bereits zu Beginn muss sie die Beendigung ihrer langjährigen Beziehung verkraften und ich hatte auf jeden Fall einen Kloß im Hals, denn das hat Mae auf jeden Fall ebenfalls sehr mitgenommen. Auch die anderen Nebencharaktere waren sympathisch und interessant, vor allem Maes Familie und Therese, die ebenfalls am Partnerschaftsprogramm teilnimmt.

Der Schreibstil der Autorin ist so, so gut. Ich kann mich mittlerweile weniger für Jugendbücher begeistern, aber die Einbettung in das Genre tat meiner Lesefreude hier keineswegs einen Abbruch.

Inhaltlich wurde eine Dystopie geschaffen, die vieles Moderne aus der heutigen Zeit aufnimmt, beispielsweise die Überwachung durch Endgeräte und dadurch folgend die komplette Kontrolle durch das System. Jedes falsche Wort und Gefühl kann zu einem Ausschluss aus der Gesellschaft führen. Ich muss sagen, dass sich mir erst zum Schluss erschlossen hat, inwiefern hier die negativen Gefühle "abgetötet" werden. Es ist schwierig, ein Buch zu schreiben, in denen zu starke Gefühle nicht Teil der Gesellschaft sind, sodass ich bei manchen Gefühlsausbrüchen gefragt habe, ob das jetzt "im Rahmen" liegt oder wo sich hier die Grenze befindet. Beim großen Finale wurde mir hier klarer vor Augen geführt, worum es im Grunde geht.



Apropos Finale: Hier gibt es einen wirklich, wirklich bösen Cliffhanger. Ich wünschte, ich hätte sofort Band 2 zur Hand und könnte weiterlesen. Ich habe auch so einige Vermutungen zu manchen Charakteren und würde so gerne wissen, ob sich diese bestätigen. Aber da muss ich mich wohl noch eine Weile gedulden...

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Krimi im Serienformat - ungewöhnlich, aber spannend!

Murder in the Family
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"Murder in the Family" beleuchtet den Mord eines jungen Mannes, der in seinem eigenen Haus von der Stieftochter tot aufgefunden wurde. Der Mörder selbst wurde auch nach 20 Jahren nicht gefunden, weshalb ...

"Murder in the Family" beleuchtet den Mord eines jungen Mannes, der in seinem eigenen Haus von der Stieftochter tot aufgefunden wurde. Der Mörder selbst wurde auch nach 20 Jahren nicht gefunden, weshalb eines der Stiefkinder - Guy - die Sache selbst in die Hand nimmt und daraus eine Show macht, in welcher eine Gruppe von Experten den Fall beleuchten und gemeinsam nach all der Zeit versuchen, den Fall aufzuklären.

Ich kann mir vorstellen, dass die Machart des Buches nicht unbedingt jeden anspricht. Ich habe es aufgeschlagen und dachte mir - oh je, ich weiß nicht, ob ich mit dieser Art der Buchaufmachung klarkommen werde. Das Buch wurde quasi als True-Crime-Serie geschrieben und ist gespickt mit verschiedenen, stilistischen Mitteln. Es gibt Zeitungsartikel, Internetforen, Textnachrichten, E-Mail-Austausch, eine Kolumne, .... Dabei wird der Hauptteil - die einzelnen Folge der Serie - als Skript niedergeschrieben, sodass es vor allem Dialoge zu lesen gibt. Kurz werden auch immer die Szenen selbst umrissen.

Ich selbst habe mich recht schnell an den Schreibstil gewöhnt, auch wenn es zunächst ungewohnt war, ein Buch in diesem Format zu lesen. Auf der anderen Seite wirkt so alles viel näher, als wäre man selbst mitten im Geschehen. Außerdem sollte man darauf gefasst sein, dass hier niemand mit offenen Karten spielt, so, wie das auch im realen TV selten der Fall ist.

Ich liebe gute Plot-Twists und hier gab es etliche, sodass ich immer weiterlesen wollte. Durch die Dialoge, in denen sich die Teilnehmer der Show selten etwas schenken, wirkte das Buch lebhaft und spannend. Außerdem passiert einfach eine Menge - die Geschichte entwickelt sich immer wieder in ungeahnte Richtungen, aber auch alte Fäden werden später wiederaufgenommen und besprochen. Zunächst dachte ich auch, das Ende würde mich enttäuschen, aber dann nahm die Geschichte erneut Fahrt auf und verlief in eine andere Richtung. Der Ausgang kam nicht vollends überraschend, aber selbst der Epilog wartet noch einmal mit einem Twist auf ... sodass ich hier einfach unglaublich gut unterhalten wurde.

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Veröffentlicht am 02.02.2024

Hinterlistige Feen und eine kaltschnäuzige Protagonistin

Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
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Dieses Buch hat mich von Anfang an sehr fasziniert, da es damit wirbt, Fans von "Elfenkrone" anzusprechen und ich liebe diese Reihe einfach. Außerdem finde ich das Cover und auch den Titel so einnehmend ...

Dieses Buch hat mich von Anfang an sehr fasziniert, da es damit wirbt, Fans von "Elfenkrone" anzusprechen und ich liebe diese Reihe einfach. Außerdem finde ich das Cover und auch den Titel so einnehmend und schön und war eigentlich schon ein großer Fan des Buches, bevor ich es überhaupt gelesen hatte.

Und dann habe ich mit dem Lesen gestartet und war erstmal ... nicht wirklich begeistert. Das Buch ist in Tagebuchform aus Emily Wildes Sicht geschrieben, einer Wissenschaftlerin, die sich der Forschung rundum Feen widmet. Sie ist keine sonderlich soziale Persönlichkeit, sodass das Eintauchen in das Buch für mich wie ein Schwall kaltes Wasser war, denn es wirkte zunächst recht trocken und formal, da es sich hierbei um die Tagebucheinträge einer Wissenschaftlerin handelt. Danach war meine Freude auf das Buch ein wenig gedämpft, jedoch hat sich dieses Gefühl nach den ersten circa 30-50 Seiten gelegt und tadaa ich habe die Geschichte geliebt!

Das war eines dieser Bücher, dass ich abends nicht aus der Hand legen wollte, so magisch und spannend ist die Welt, in die man hier gezogen wird. Ich habe oft über die Charaktere oder die fantastischen Wesen im allgemeinen nachgegrübelt und mich darauf gefreut, weiterzulesen.

Emily Wilde ist schon eine sonderliche Protagonistin, die nicht besonders gut in sozialen Umgangsformen ist und sich ihrer Wissenschaft absolut verschrieben hat. Sie ist scharfsinnig, verliert dabei aber manchmal ihre Mitmenschen aus dem Blick. Bambelby Wendell ist ihr Gegenspieler, Mitforscher, Kollege und zufällig auch eine Fee, der ihr nachreist, um sie zunächst bei ihrem Zusammentragen der Enzyklopädie und Forschung allgemein zu unterstützen. Bambelby ist wankelmütig, aber humorvoll und charismatisch, sodass die beiden immer wieder herrliche Schlagabtausche liefern.

Ansonsten taucht man als LeserIn in eine fantastische Welt der Feen ein, lernt ihre Gebräuche und ihre Umgangsformen kennen. Das ganze findet in einer zauberhaften Schneelandschaft statt, die zum träumen einlädt. Eine wundervolle, fantastische und bezaubernde Reise.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Was, wenn die eigene Liebesgeschichte einfach nicht sein soll?

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Ich hatte keine besonderen Erwartungen an dieses Buch und wurde absolut umgehauen. Schon auf den ersten Seiten ahnte ich, dass dieses Buch für mich etwas besonderes sein würde. Emily Henry ist soeben in ...

Ich hatte keine besonderen Erwartungen an dieses Buch und wurde absolut umgehauen. Schon auf den ersten Seiten ahnte ich, dass dieses Buch für mich etwas besonderes sein würde. Emily Henry ist soeben in meinen AutorInnen-Olymp aufgestiegen und ich brauche Lesenachschub!

Nora Stephens arbeitet als Literaturagentin und ist so gut wie gefürchtet in ihrem Beruf. Von anderen als gefühlskalt verschrieben, scheitern viele ihrer Beziehungen daran, dass ihre Freunde den typischen Kleinstadtromanzen-Trope leben und mit ihr als böser Großstadt-Ex Schluss machen. Für ihr Verhalten hat sie klare Gründe, die im Laufe des Buches nach und nach offenbart werden. Eines Tages sucht sie nach einem Lektorat für eine ihrer Kundinnen und trifft dabei auf den äußerst mürrischen Charlie Lastra, der ihr an Gefühlskälte scheinbar das Wasser reichen kann. Die beiden haben einen kurzen Austausch und glauben, dass sich daraufhin ihre Wege nicht mehr sobald kreuzen. Doch eine Reise, die Nora mit ihrer Schwester Libby nach Sunshine Falls antritt, führt die beiden wieder zueinander ...

Nora war eine großartige, erfrischende Protagonistin. Sie ist kein Mauerblümchen, sie ist tough, erwachsen und sorgt sich um ihre Mitmenschen (auch wenn sie das nicht immer nach außen zeigen kann) und sie hat vor allem eine große Menge an Humor. Sie war als Protagonistin einfach erfrischend anders (nicht die typische Protagonistin - ich bin so unscheinbar, aber eigentlich doch nicht so unscheinbar). Charlie stand ihr in nichts nach ich musste mich einfach mit verlieben. Die beiden hatten vom ersten Moment an Chemie und diese Chemie blieb das ganze Buch über. Charlie fand wirklich immer die richtigen Worte - Zitat Nora

Hinzu kam ein großartiger Schreibstil, der einen die Orte fühlen lässt, und eine großartige Storyline, die vor allem durch die Hintergrundgeschichten von Nora und Charlie lebte. Man lernt die beiden nach und nach kennen, während sie einander ihre Vergangenheiten offen legen. Toll wird auch die Schwesternbeziehung zu Nora und Libby thematisiert. Man bekommt viele Szenen von Nora und Charlie geboten und ich liebte ihren Schlagabtausch. Selten können mich andere Nebenhandlungsstränge neben der Liebesgeschichte fesseln, aber Noras und Libbys Beziehung war einfach so emotional und toll, dass ich auch hier abtauchen konnte. Gerade zum Ende hin standen mir dann auch noch ein paar Tränchen in den Augen, so sehr habe ich mitgefühlt. Am liebsten würde ich dieses Buch noch einmal zum ersten Mal lesen.

Fazit: Mein persönliches Jahreshighlight, Noras und Charlies Liebesgeschichte ist für mich eine von den ganz großen.

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Veröffentlicht am 21.12.2023

Die Schule der Abtrünnigen

Sandover Prep - Der Außenseiter
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In der Sandover Prep landen die hoffnungslosen Fälle: Jungs, die eine zweite Chance bekommen, nachdem sie an ihrer letzten Schulegehörig Mist gebaut haben. Einer von ihnen ist RJ, der eigentlich aus einer ...

In der Sandover Prep landen die hoffnungslosen Fälle: Jungs, die eine zweite Chance bekommen, nachdem sie an ihrer letzten Schulegehörig Mist gebaut haben. Einer von ihnen ist RJ, der eigentlich aus einer mittellosen Familie stammt und notgedrungen an die Sandover versetzt wird, nachdem seine Mum neu heiratet. Neben einem neuen Stiefvater bekommt er mit Fenn auch einen Stiefbruder - und lernt außerdem Sloane kennen, die Tochter des Direktors.

Erzählt wird die Geschichte überwiegend aus der Sicht von RJ und Sloane, aber auch immer wieder aus der Sicht weiterer Charaktere, unter anderem von Fenn und Lawson, deren Geschichten in der Reihe noch folgen werden. Ich mochte die Perspektivwechsel hier tatsächlich sehr gerne, weil sie einiges an Spannung mit hinein gebracht haben. Während Sloane bissig und nach außen hin tough wirkt, ist RJ sehr selbstbewusst, aber auch eigenbrötlerisch. Fenn ist der Sonnenschein, Lawson der abgestumpfte Partyboy, der das Leben scheinbar nur noch im Extremen angenehm findet. Und dann ist da noch Silas, der seine eigene Agenda zu fahren scheint.

RJ will an der Sandover wie auch in der Vergangenheit sein eigenes Ding schieben, schafft es aber nicht so ganz, denn sowohl Fenn, als auch Sloane schieben sich in sein Herz. Die Interaktionen der drei mochte ich super gerne und auch, zu erleben, wie RJ ankommt und langsam auftaut. Die Chemie zwischen Sloane und RJ ist unbestreitbar und auch hier konnte ich super nachvollziehen, was sie aneinander finden. Im Gegensatz zu manch anderen New-Adult Büchern haben die Protas hier schon einiges erlebt, auch beziehungstechnisch, was ich erfrischend fand. Sloane ist kein Mauerblümchen, dass von RJ hin- und weg ist, sondern beide sind keine unbeschriebenen Blätter. Hinzu kommt einiges an Spice.

Schließlich hat mich der Schreibstil nur so durch die Seiten fliegen lassen. Im Hintergrund schwebt die ganze Zeit die Frage rundum des Unfalls von Sloanes kleiner Schwester und wie es dazu kommen konnte. Dies wird sich wahrscheinlich durch alle drei Bände ziehen und dieses Ende war wirklich fies - ich will wissen, wie es weitergeht! Riesige Empfehlung.

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