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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2019

nett, teils spannend

Der Club der toten Wichtel
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Bewertet mit 3 Sternen
Ein kleines Büchlein mit 6 kurzen Weihnachtskrimis.
Es hat nette Zeichnungen von kleinen Wichteln, die genauso wenig mit den Texten etwas zu tun haben wie der Titel des Buches. ...

Bewertet mit 3 Sternen
Ein kleines Büchlein mit 6 kurzen Weihnachtskrimis.
Es hat nette Zeichnungen von kleinen Wichteln, die genauso wenig mit den Texten etwas zu tun haben wie der Titel des Buches. Die Geschichten sind teils spannend und teils eher langweilig. Die erste und die fünfte Geschichte haben mir am Besten gefallen. Vor allem letztere war richtig spannend und es war schade, dass sie so kurz war. Man hat sich auf den nur 15 Seiten so richtig in die Personen reinversetzen können und mitgefiebert. Auch die sechste Geschichte war nicht schlecht. Vor allem das Ende ist echt fies.
Für richtige Krimi-Fans eher mäßig, aber als kleines Mitbringsel zur Adventszeit ganz nett. Mit Weihnachten haben die Krimis auch nicht wirklich was zu tun, außer, dass sie in der Weihnachtszeit spielen.

Veröffentlicht am 18.11.2018

sehr phantasievoll

Dralle Drachen
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Da Freunde von mir große Fans der Scheibenwelt sind, hat mich das auf dieses Buch des gleichen Autors neugierig gemacht, obwohl es nichts mit der Scheibenwelt zu tun hat.
Es sind kurze Geschichten, die ...

Da Freunde von mir große Fans der Scheibenwelt sind, hat mich das auf dieses Buch des gleichen Autors neugierig gemacht, obwohl es nichts mit der Scheibenwelt zu tun hat.
Es sind kurze Geschichten, die der Autor als Teenager geschrieben hat. Die Geschichten sind ganz nett und man spürt viel feinen, leisen Humor. Was einen aber spätestens nach der zweiten Geschichte beeindruckt, ist die wahnsinnige Fantasie des Autors. Man kann sich richtig vorstellen, wie er morgens im Bett gelegen hat, die in einem Sonnenstrahl tanzenden Staubkörner beobachtet hat und sich dazu dann eine Geschichte ausdachte. Und auch, wenn es halt nur viele kleine Geschichten sind, macht es Spaß sie zu lesen und dem Autor in seine Fantasiewelten zu folgen. Die Illustrationen sind witzig und zahlreich, aber nicht in Farbe, wie oben in der Beschreibung angegeben.
Meine Lieblingsgeschichte ist die von Edwo, dem langweiligen Ritter.

Veröffentlicht am 27.09.2017

Mord im Polizeimilieu

Das Ekel aus Säffle: Ein Kommissar-Beck-Roman
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EIn Polizist wird brutal in einem Krankenhaus abgeschlachtet. Je mehr die Kollegen ermitteln, desto mehr wächst das Verständnis für den Täter. Auch mich hat das Schicksal des Täters erschüttert. Wie furchtbar ...

EIn Polizist wird brutal in einem Krankenhaus abgeschlachtet. Je mehr die Kollegen ermitteln, desto mehr wächst das Verständnis für den Täter. Auch mich hat das Schicksal des Täters erschüttert. Wie furchtbar in einer solchen Situation zu sein !

Das Buch liest sich schnell, aber ich brauchte etwas, um reinzukommen, denn es ist teilweise nur mäßig spannend und eher "bedächtig". Der Schluß war nicht ganz mein Fall, aber das ist vielleicht Geschmackssache. Der Krimi spielt Anfang der 70ziger in Schweden, hebt sich aber von den üblichen 70iger Jahre Krimis mit ihrer Machoschreibweise ab. Insofern liest er sich angenehm gut. Die Figuren sind weitgehend authentisch, aber die alten Herren, die im Krieg Soldaten waren und danach zur Polizei wechselten und für die Brutalität zum Alltag gehört, kann ich nur schwer verstehen. Bin nur froh, dass sowas heute die Ausnahme bleibt. Das klingt alles etwas altbacken, aber so ist das Buch nicht. Teilweise ist es auch sehr aktuell.

Ich freu mich auf das 2. Buch von den Autoren, das auf meinem SuB liegt.

Veröffentlicht am 10.09.2017

seichte Frauenliteratur

Wie Frauen fischen und jagen
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Ein leichter, seichter Roman über Frauen und die Liebe, in dem in einzelnen Kapiteln Phasen aus dem Leben von Jane erzählt werden. Beginnend im Alter von 14, bis Mitte 30. Richtige Spannung kommt nicht ...

Ein leichter, seichter Roman über Frauen und die Liebe, in dem in einzelnen Kapiteln Phasen aus dem Leben von Jane erzählt werden. Beginnend im Alter von 14, bis Mitte 30. Richtige Spannung kommt nicht auf, obwohl man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das liegt aber wohl daran, dass es so leicht und locker geschrieben ist und viele Abschnitte und Absätze hat, sodass man immer denkt, bis zu dem Ansatz noch, bis zu dem, ach, den noch rasch...und eh man sich´s versieht, ist man wieder 10 Seiten weiter. Teilweise ist es mit Humor geschrieben, dann wieder gibt es Stellen, wo Situationen, die man gut kennt, auf den Punkt gebracht werden. z.B. Seite 275 wartet Jane auf den Anruf eines Mannes, in den sie frisch verliebt ist " Will einen neuen (...)Roman anfangen, kann mich in der Stille des nicht läutenden Telefons aber nicht konzentrieren." In einem Kapitel wird von anderen Leuten erzählt, die ich nicht zuordnen kann, außer dass Jane in der Wohnung oben drüber wohnt, sonst aber in keiner Beziehung zu der Familie steht. Und ein Kapitel wird nicht in der Ichform erzählt, sondern distanzierter, aber immer noch aus der Perspektive von Jane. S.245 : "Am nächsten Morgen fragt er, wo sein Rasierapparat abgeblieben ist. Du sagst, den hast du nach eurer Trennung weggeworfen. Er sagt: Ich habe dein Deo in einen Bilderrahmen gestellt. " Die meiste Zeit ist Jane mit einem wesentlich älteren Mann zusammen, aber es gibt auch andere Beziehungen. Ob es ein Happy End gibt, möchte ich hier nicht verraten.

Alles in allem ein luftig- lockerer Episoden- Roman, der eine Frau durch verschiedene Phasen ihres Lebens begleitet mit Schwerpunkt auf den Beziehungen. Kann man lesen, muß man aber nicht. Für Liebhaber seichter Literatur aber zu empfehlen.

Veröffentlicht am 27.08.2017

jüdisch-polnisches Frauenschicksal

Briefe der Liebe
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Zu Anfang war ich etwas verwirrt, da die Geschichte in mehreren Briefen erzählt wird. Aber schon der 2. Brief wurde in romanform geschrieben und man war sehr schnell in der Geschichte drin. ...


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Zu Anfang war ich etwas verwirrt, da die Geschichte in mehreren Briefen erzählt wird. Aber schon der 2. Brief wurde in romanform geschrieben und man war sehr schnell in der Geschichte drin. Das Buch liest sich schnell und flüssig, ist aber nur mässig spannend. Dafür wirft es ein interessantes Licht auf die Kriegs- und Nachkriegszeit in Polen anhand der Geschichte einer Familie.

Krystyna überlebt das Warschauer Ghetto, indem sie sich für Essen prostituiert hat und schafft es, dieses zu verlassen. Sie taucht unter falschen Namen unter und findet Unterschlupf bei einer älteren Frau. Als diese stirbt, kümmert sie sich weiter um deren Enkel. Eines Tages steht der Vater des Kindes vor der Tür...

Krystyna hat ihr Leben lang Angst, dass ihre Vergangenheit und Herkunft ans Licht kommt. Sie kann sich nicht mal dem Mann, den sie liebt anvertrauen, da dieser eher antisemitisch eingestellt ist. Aber sie schreibt sich ihre innere Not, ihre Liebe, ihre Sorgen und Konflikte von der Seele in Form von Briefen an ihren Mann, die sie ihm aber nie zu lesen gibt. So erfährt der Leser von ihrem Schicksal und Werdegang und dadurch auch von der Zeit 1939-1968 in Polen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Krystynas persönlicher Geschichte und den mit ihr verbundenen Menschen und Schicksalen.

Vor allem Marias Schicksal hat mich erschüttert, aber auch alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Krystynas Gedanken, Gefühle und Handlungen kann ich jedoch nicht immer nachvollziehen, was aber sicher auch daran liegt, dass ich in einer völlig anderen Zeit lebe. Ich glaube dieses Buch spiegelt den Zeitgeist jener Tage ganz gut wieder.

Ein interessanter Frauenroman, vor geschichtlichem Hintergrund.