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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2024

Glaube und Aberglaube

Die Hexen von Cleftwater
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Das Buchcover ist mit der Stranddistel sehr schlicht gehalten und der Zusammenhang zum Buchtitel „die Hexen von Cleftwater“ war mir nicht sofort ersichtlich. Dank Internetrecherche erfuhr ich, dass die ...

Das Buchcover ist mit der Stranddistel sehr schlicht gehalten und der Zusammenhang zum Buchtitel „die Hexen von Cleftwater“ war mir nicht sofort ersichtlich. Dank Internetrecherche erfuhr ich, dass die Stranddistel in der Antike und im Mittelalter als Heilmittel eingesetzt wurde. So wurde dann ein Zusammenhang zur Hauptprotagonistin Martha hergestellt.
Da ich bisher noch keinen Roman von Margaret Meyer gelesen habe, war ich auf ihren Schreibstil gespannt. Der sachliche Schreibstil passt zur brutalen Realität der damaligen Zeit. So konnte ich eine gewisse Distanz zu den Geschehnissen aufbauen und mir hat die Geschichte überwiegend richtig gut gefallen. Es lohnt sich also, am Ball zu bleiben.
Ich fand es eine originelle Idee, aus der Sicht einer stummen Hebamme die Hexenverfolgung darzustellen. Auch die Verknüpfung von Glaube und Aberglaube zum Beispiel in Form des „Atzmanns“ fand ich gelungen. Die bedrohlichen Situationen wurden gut dargestellt. Besonders gut hat mir der Prolog mit dem Auszug aus „a guide to grand jury men“ aus dem Jahr 1627 gefallen, da dieser authentisch ist.
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Netter historischer Hamburg-Krimi

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen (Hafenärztin 4)
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Das Buchcover der Hafenärztin 4 passt gestalterisch zu den ersten drei Bände und die vergoldeten Ornamente gefallen mir sehr gut.
Ich habe alle vier Bücher von der neuen Hafenärztin-Reihe mit gemischten ...

Das Buchcover der Hafenärztin 4 passt gestalterisch zu den ersten drei Bände und die vergoldeten Ornamente gefallen mir sehr gut.
Ich habe alle vier Bücher von der neuen Hafenärztin-Reihe mit gemischten Gefühlen gelesen. Wie gewohnt ist der Schreibstil flüssig zu lesen, aber auch dieses Buch hat mich wieder etwas enttäuscht, da ich auch hier wieder Schreibfehler entdeckt habe.
Die durchweg sympathischen Charaktere der Hauptprotagonisten Anne, Helene und Berthold machen es einem sehr einfach in die Geschichte zu versinken. Diese haben sich im Laufe der Serie weiterentwickelt.
In diesem Buch werden jedoch wieder sehr viele Nebenstränge erzählt und dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen. Ich fand, dass diese Nebenstränge die Hauptstränge teilweise eher hemmen. Ich hätte mir bei einer Ärztin-Serie eine ausführlichere Beschreibung der Zustände im Sankt-Michaelis-Heim und die damaligen medizinischen Behandlungsmethoden gewünscht. Ich finde die unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema Heroin sehr interessant, aber ich hätte mir auch hier mehr Tiefgang erhofft. Für einen Kriminalroman hat das Buch mich jedoch wieder gut unterhalten.
Fazit:
Netter Krimi, den man leicht lesen kann

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Veröffentlicht am 02.10.2023

Halle an der Saale zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Salz und Schokolade (Die Halloren-Saga 2)
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Diese fiktive Geschichte über die real existierende Schokoladenfabrik David & Söhne in Halle umfasst die Jahre 1905 bis 1923. Der Chocolatier Julius Mendel heiratet aus Pflichtgefühl die älteste Tochter ...

Diese fiktive Geschichte über die real existierende Schokoladenfabrik David & Söhne in Halle umfasst die Jahre 1905 bis 1923. Der Chocolatier Julius Mendel heiratet aus Pflichtgefühl die älteste Tochter Cici David, obwohl er Ida, eine Salzwirkerin, liebt. Auch Cici geht aus Berechnung die Ehe ein, denn sie liebt Julius auch nicht, sondern ist von dem gutaussehenden Major Richard von Harden fasziniert, der sie ebenfalls begehrt, jedoch nicht reich ist.
Das wunderschöne Buchcover sowie der interessante Buchtitel lässt einen zu dem Buch greifen. Mir gefällt der Schreibstil von Amelia Martin prinzipiell sehr und ich habe auch das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Bei dem Handlungsstrang um Bertholts Schicksal blieben noch viele Fragen offen, was ich sehr schade fand. Meiner Meinung nach hätte die Autorin entweder diesen Handlungsstrang ausführlicher entwickeln sollen oder sie hätte diesen Handlungsstrang einfach weglassen können. Das Verhalten der Protagonisten Julius und Cici konnte ich leider auch nicht immer nachvollziehen. Auch hier hätte die Autorin das entsprechende Verhalten besser herausarbeiten können.
Ich kann dieses Buch jeodch als Urlaubslektüre empfehlen, da ich es gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Österreichische Jüdin wird ein Hollywood-Star

Die einzige Frau im Raum
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Der ungewöhnliche Buchtitel, die geheimnissvolle Frau auf dem Buchcover und vor allem der Klappentext hat mich veranlasst, auch das Buch zu lesen. Der gefällige Schreibstil von Marie Benedict habe ich ...

Der ungewöhnliche Buchtitel, die geheimnissvolle Frau auf dem Buchcover und vor allem der Klappentext hat mich veranlasst, auch das Buch zu lesen. Der gefällige Schreibstil von Marie Benedict habe ich bereits in ihrem Buch „Mrs Agatha Christie“ kennen gelernt. Auch dieses Buch besticht vor allem durch seinen Schreibstil und den ersten Teil der Geschichte.
Die interessante Lebensgeschichte um die (jüdische) Schauspielerin Hedy Lamarr gefällt mir ganz gut. Leider werden viele Teile ihres Lebens nur angerissen. Mich hätte interessiert, ob sich das Verhältnis zwischen Hedy und ihrer Mutter in Amerika verbessert. Hedys Liebhaber werden auch nur am Rande erwähnt. Anscheinend waren die Beziehungen so uninteressant, dass es sich nicht einmal lohnt zu schreiben, wie Hedy mit diesen Männern zusammenkommt.
Marie Benedict schafft es einen guten Roman zu schreiben. Da der Klappentext bereits verrät, dass sie eine Idee hatte, wie sie dem Land hätte helfen können die Nazis zu bekämpfen..wenn ihr nur jemand zugehört hätte, ist dem Leser bewusst, dass ihre Erfindung, die sie zusammen mit George Antheil gemacht hat, damals abgelehnt wurde. Das Buch besticht weniger durch den Spannungsbogen als durch die Erzähltechnik.
Ich spreche eine Kauf- und Leseempfehlung für Leser aus, die sich für Hedy Lamarr interessieren.

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Veröffentlicht am 09.04.2023

Bildergeschichte zum Asterix-Film

Asterix und Obelix im Reich der Mitte
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Die Bildergeschichte Asterix - im Reich der Mitte hat auf den ersten Blick ein Buchcover, wie es für die Asterix-Comics typisch ist und gefällt mir sehr gut. Sobald man aber die erste Seite aufschlägt, ...

Die Bildergeschichte Asterix - im Reich der Mitte hat auf den ersten Blick ein Buchcover, wie es für die Asterix-Comics typisch ist und gefällt mir sehr gut. Sobald man aber die erste Seite aufschlägt, stellt man fest, dass es von den bisher bekannten Asterix-Comics abweicht. So fehlt die typische erste Seite mit der Landkarte. Die dort befindlichen ersten Sätze „Wir befinden uns im Jahr 50 v. Chr und ganz Galien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! „ sind in dieser Bildergeschichte auch der Beginn der Geschichte, also altbekannt und vertraut.
Die großformatigen Zeichnungen sind wunderschön und gefallen mir ausgesprochen gut. Meistens sind pro Seite nur eine großformatige Szene zu sehen und die Beschreibung hierzu erfolgt anhand von mehreren Zeilen.
Fazit:
Ich kann die moderne Bildergeschichte den Asterix-Fans empfehlen, denen es nichts ausmacht, dass es nur eine Bildergeschichte und kein Comics ist.

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