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Veröffentlicht am 03.06.2024

Eine wunderschöne MINT-Liebesgeschichte mit einigen ernsten Themen

Not in Love – Die trügerische Abwesenheit von Liebe
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Mit ihren Romanen hat Ali Hazelwood bereits einige Male gezeigt, dass ein MINT-Setting spannend sein kann. Dieses Buch ist hier keine Ausnahme. Die einzige Besonderheit bzw. Änderung zu ihren bisherigen ...

Mit ihren Romanen hat Ali Hazelwood bereits einige Male gezeigt, dass ein MINT-Setting spannend sein kann. Dieses Buch ist hier keine Ausnahme. Die einzige Besonderheit bzw. Änderung zu ihren bisherigen Büchern ist, dass dieses etwas erotischer ist. Es gibt eindeutig mehr sexy Schlafzimmerszenen und die Sprache ist etwas freizügiger geworden. Ich fand, dass dies gut zu den Charakteren und in die Handlung passte. Somit hat mich die Abweichung der ansonsten eher zahmen RomComs nicht gestört. Ich könnte allerdings auch gut verstehen, wenn das einem Leser zu sexy wird.

Bei den Büchern der Autorin gefällt mir besonders, dass sie mit jedem einzelnen Buch einen neuen Aspekt der naturwissenschaftlichen Welt in den Vordergrund rückt. Dieses Mal geht es besonders um Patente und das Recht am eigenen geistigen Eigentum. Nicht jeder, der Jahre lang an einem Thema forscht und dazu auch ein Patent anmeldet, kann über dieses Wissen einfach verfügen. Wie kompliziert oder auch frustrierend dies sein kann, müssen beiden Hauptpersonen in diesem Roman erfahren. Es ist grandios, dass hier auch andere Sichten wie Universitäten oder auch Firmen gezeigt werden. Nicht jede Firma kauft auch ein Patent ein, um es zu nutzen. Manchmal möchte man auch etwas habe, nur damit es kein anderer bekommen kann. Wie so häufig sind hier Themen vielschichtiger als sie auf den ersten Blick scheinen.

Damit das Thema leicht verdaulich bleibt, ist es eingebettet in eine Liebesgeschichte. Der Leser lernt Rue Siebert kennen, die mit ihren leicht autistischen Zügen ganz besonders ist. Pflanzen sind ihr lieber als Personen und ihre Routinen sollten am besten nicht gestört werden. Ein One-Night-Stand jedes Quartal sorgt dafür, dass es ihr körperlich gut geht und sie trifft sich niemals erneut mit einem Typen, damit es nur ja nicht emotional werden kann. In jeder Sicht handelt Rue logisch. Dass ihr Verhalten daher schlüssig und sie immer ehrlich ist, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mir ist das Herz aufgegangen, dass sie zwischen den Buchseiten jemanden gefunden hat, der sie genauso nimmt, wie sie ist. Dass ihr jemand zeigen kann, dass sie genug ist und sich nicht anpassen muss. Dieser jemand ist Eli, der zwar auf den ersten Blick sehr attraktiv ist, aber auf den zweiten Blick überhaupt nicht kompatibel wirkt. Seine Firma möchte immerhin als Investor gerade Rue’s Arbeitgeber übernehmen. Ein Spannungsgefüge ist da vorprogrammiert.

Mit 480 Seiten ist dies kein ganz dünnes Buch, allerdings hätte ich mir noch viele Kapitel mehr gewünscht. Ich bin komplett in diese Welt eingetaucht und habe die Geschichte innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Auch wenn der Roman ein bisschen anders ist als die anderen Bücher von Ali Hazelwood, hat er mir doch genauso gut gefallen. Ich werde definitiv auch die nächsten Romane von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Ein spannender, neuartiger Urban Fantasy Roman mit einigen coolen Wendungen

Silver & Poison, Band 1 - Das Elixier der Lügen
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Es gibt mittlerweile ein paar Fantasy Bücher mit einer Kriminalgeschichte. Somit ist die Kombination beider Genres nichts komplett Neuartiges, allerdings ist es hier besonders gut umgesetzt. Spannend ist ...

Es gibt mittlerweile ein paar Fantasy Bücher mit einer Kriminalgeschichte. Somit ist die Kombination beider Genres nichts komplett Neuartiges, allerdings ist es hier besonders gut umgesetzt. Spannend ist hier die Erzählperspektive. Als Hauptperson hat die Autorin Avery gewählt, die weder ein Opfer noch ein potenzielles Opfer ist. Sie hat eigentlich zunächst nur als eine Beobachterin mit den Mordfällen zu tun. Durch den Kontakt zu einem Cop sowie ihrer besonderen Gabe wird sie nach und nach in die Mordfälle hineingezogen. Da sie verfolgt und dabei verletzte wird, fängt sie selbst an, die Untersuchungen zu unterstützen.

Das Interessante an der Geschichte ist die Charakterdarstellung von Avery. Sie ist bei weitem nicht perfekt, kommt häufig zu spät zur Arbeit und da sie nicht besonders gut auf eigenen Beinen steht, wohnt sie mit ihrem Bruder zusammen. Sie ist somit eine Person, mit der sich der Leser auf die ein oder andere Art und Weise identifizieren kann. Viele Hauptpersonen sind geradezu Übermenschen, daher ist es für mich immer erfrischend, wenn dies Mal nicht der Fall ist.

Der Fall ist spannend gestaltet und der Leser hat genug Möglichkeiten mitzuraten. Ich mochte auch die Themenvielfalt, die hier untergebracht wurde. Es geht unter anderem um Machtmissbrauch, Jugendkriminalität und vor allem der Wunsch einen Ort zu finden, an dem man akzeptiert wird, so wie man ist. Aus meiner Sicht sind dies viele schöne Botschaften für einen Jugendroman.

Neben den klassischen Krimielementen war Avery’s Macht ein cooles Story-Element. Sie kennt zwar Aspekte von ihren Fähigkeiten, aber lernt darüber noch einiges im Rahmen der Geschichte. Aber selbst ihre anfänglichen Kräfte sind schon beeindruckend. Wie cool ist es denn bitte, wenn man Cocktails mischen kann und dabei noch ein bisschen flüssiges Glück, Gelassenheit oder Zufriedenheit einfließen lassen kann. Mein Arbeitsalltag wäre in jedem Fall besser, wenn ich mir davon etwas in meinen morgendlichen Kaffee geben könnte.

Die Geschichte und vor allem die Charaktere haben mich überzeugt und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese spannende, magische Verfolgungsjagd.

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Veröffentlicht am 01.02.2024

Eine interessanter Charakterstudie über einige verlorene Seelen und Außenseiter

Sandover Prep - Der Außenseiter
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Selten war der Titel eines Roman so passend wie bei diesem Buch. „Die Außenseiter“ ist nicht nur ein Titel sondern sogleich auch eine Beschreibung der Hauptpersonen in dem Buch. Die Sandover Prep ist die ...

Selten war der Titel eines Roman so passend wie bei diesem Buch. „Die Außenseiter“ ist nicht nur ein Titel sondern sogleich auch eine Beschreibung der Hauptpersonen in dem Buch. Die Sandover Prep ist die Schule, an die die Erben reicher Familien geschickt werden, die von anderen Schulen geflogen sind und keinen anderen Ort haben, um an eine gute Bildung zu kommen. Auch wenn es viele Statussymbole gibt, darf der Leser hier kein gutes Benehmen voraussetzen. Das spiegelt sich auch an einigen Stellen an einer etwas derben und einfachen Sprache wieder. Für mich war das sehr passend. Ich finde es bescheuert, wenn Dialoge in einem eloquenten Hochdeutsch geschrieben sind, wenn die Personen vom Naturell her nicht so korrekt sind. Wer hier etwas zarter besaitet ist oder eine solche Sprache nicht lesen möchte, sollte nicht zu diesem Buch greifen.

In dem Roman erlebt der Leser die Geschichte aus fünf verschiedenen Perspektiven – vier Außenseiter der Sandover Prep sowie die weibliche Hauptperson. Zunächst haben mich diese vielen Sichten etwas überrascht. Es scheint schon normal, dass eine Handlung sowohl aus Sicht der weiblichen als auch männlichen Hauptperson erzählt wird, aber dass nun auch noch die Sichten von engen Freunden dazu kamen, war neu. Tatsächlich haben diese Sichten nicht immer so viel mit der Kernhandlung zu tun, aber helfen ungemein die eigentlichen Charaktere zu verstehen. Da die weiteren Bücher jeweils von einem der anderen Charaktere handelt, legt dieser Auftakt den Grundstein dafür.

Die Charakterdarstellung ist für mich auch das absolute Highlight dieses Buches. Es werden hier verlorene Seelen, die zum Teil traumatische Erfahrungen gemacht haben oder andere schwerwiegende Probleme haben. Die Autorin hat hier allerdings einen sehr guten Mittelweg gefunden, dass diese Probleme deutlich werden, aber den Leser zugleich nicht in eine komplett deprimierte Stimmung versetzt. Es gibt dazwischen genug starke Wortgefechte, Flirterei und die ein oder andere verboten sexy Szene.

Mit über 500 Seiten ist dies definitiv kein dünner Roman. Dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass ich lange an dem Buch gelesen habe. Die Handlung hat mich so gefesselt, dass die Seiten schnell an mir vorbei geflogen sind. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und fand gut, dass es hier nicht so viele Stereotype gibt. Da kann für mich die Fortsetzung nicht schnell genug kommen.

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Eine Happy Hour in dieser Bar ist ein Muss

Drei Magier und eine Margarita
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Das Cover des Buches sieht etwas aus wie ein Zauberbuch und magisch ist die Geschichte in jedem Fall. So ganz konnte ich die Richtung des Roman nicht greifen, als ich den Klappentext gelesen habe. Das ...

Das Cover des Buches sieht etwas aus wie ein Zauberbuch und magisch ist die Geschichte in jedem Fall. So ganz konnte ich die Richtung des Roman nicht greifen, als ich den Klappentext gelesen habe. Das Buch wollte in keine bekannte Schublade passen. Auch nach der Lektüre kann ich es nicht vollkommen einordnen und genau das ist das Besondere. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte mit einem äußerst spannenden Setting.

Nachdem Tori eine Kundin im Restaurant geschlagen hat, verliert sie ihren Job. Mit ihrem Temperament ist sie eigentlich komplett ungeeignet für eine Arbeit in der Gastronomie. Durch Zufall wird sie allerdings auf eine Stelle als Barkeeperin aufmerksam. Obwohl sie beim Probearbeiten einem Gast ein Getränk ins Gesicht schüttet, bekommt sie die Stelle. So ungewöhnlich das Stellenangebot ist, so besonders sind auch die anderen Gäste, die allesamt Mitglieder einer magischen Gilde sind.

Als Barkeeper hört man gewöhnlich ja die ein oder andere Geschichte von seinen Stammgästen. Wenn die Gäste allerdings Wahrsager, Magier oder Kopfgeldjäger für übernatürliche Wesen sind, dann werden die Erzählungen noch bemerkenswerter. Durch ein paar Überfälle bleibt Tori nicht nur eine unbeteiligte Zuhörerin, sondern landet im Mittelpunkt einer Ermittlung. Es gibt hier immer wieder interessante Wendungen und schlagfertige Dialoge. Neben Tori stehen auch drei Stammgäste der Bar, ein Trio von Magiern im Vordergrund. Jede der Nebenfiguren ist facettenreich ausgearbeitet und bringt noch mehr Kontraste in die Geschichte. Ich würde so gerne auch einmal einen Abend mit den vier verbringen.

Mir hat die Mischung aus Kriminalroman, Komödie und einer Prise Liebesgeschichte sehr gut gefallen. Das Ergebnis ist ein sehr schmackhafter Cocktail, den man sehr schnell ausgetrunken hat. Ich freue mich schon auf die nächste Happy Hour.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Ein außergewöhnlicher Collageroman mit viel Spannung und Fantasie

Fallen Princess
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Am Anfang ihrer Karriere hat Mona Kasten sehr viele Fantasieromane geschrieben. In den letzten Jahren hat sie vor allem Liebesromane veröffentlicht. Diese sind auch wirklich gut und die Again-Reihe gehört ...

Am Anfang ihrer Karriere hat Mona Kasten sehr viele Fantasieromane geschrieben. In den letzten Jahren hat sie vor allem Liebesromane veröffentlicht. Diese sind auch wirklich gut und die Again-Reihe gehört zu meinen liebsten New Adult Romanen, aber ich habe mich gefreut, dass sie mal wieder ein Fantasy geschrieben hat. Das Setting spielt quasi auch an einem College, allerdings werden an dieser Schule nicht die klassischen Fächer gelehrt. An drei verschiedenen Häusern werden die Schüler auf ihre besonderen Fähigkeiten vorbereitet. Sie lernen auf magische Weise zu heilen, als Todesfee zu singen oder verzauberte Waffen zu schmieden. Von der Atmosphäre her hat mich das Setting etwas an Hogwarts erinnert.

Zoey ist ihr ganzes Leben darauf vorbereitet worden in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und eine mächtige Heilerin zu werden. Als ihre Magie endlich erwacht, ist dies allerdings keine Heilmagie, sondern Todesmagie. Für sie bedeutet dies, dass sie ihre Fächer wechseln muss und ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Ihre Mitschüler haben durch ihre Magie Angst vor ihr und auch ihre Freunde scheinen nicht mehr so viel Zeit mit ihr verbringen zu wollen.

Die Geschichte ist eine Mischung aus Fantasy, Kriminal- und Liebesroman. Ich mochte allerdings sehr, dass die Liebesgeschichte nicht unbedingt im Vordergrund steht und es vor allem um die anderen beiden Genre ging. So haben einige Wendungen dazu geführt, dass es viel Spannung gab. Auch wenn die eigentliche Handlung in sich abgeschlossen ist, hält die Rahmenhandlung noch einige Fragen für die Fortsetzung bereit. Ich kann mir sehr gut vorstellen an die Everfall Academy zurückzukehren und mehr über Zoeys Magie zu erfahren. Für den Auftakt dieser Reihe gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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