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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2024

Lilias Leben und ihre Gefühlswelt

Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?
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Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle ...

Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle in diesem Alter wichtigen Themen schreibt. Der Schreibstil ist locker und witzig. Die Charaktere sind liebenswert beschrieben. Man fühlt sich, als wäre man wieder 16 und durch lebt die Gefühlswelt noch einmal.
Insgesamt fand ich den Roman eine nette Lektüre für zwischendurch. Die Liebesgeschichte ist wirklich süß, jedoch auch von viel Unsicherheit geprägt und sehr oberflächlich. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass mir Informationen aus den Büchern vorher fehlen. Für junge Leser, ist dieser Roman sicherlich ein absolutes Must-have und wird sie begeistern. Daher empfehle ich es gerade für die Zielgruppe ab 16.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Zwischen Nähe und Zerrissenheit

Tokyo Girls Club
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Zwischen Nähe und Zerrissenheit
 
Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ...

Zwischen Nähe und Zerrissenheit
 
Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle, die oft von Unsicherheit, Druck und innerer Zerrissenheit geprägt sind.
Auffällig ist, dass die Hauptfiguren zunächst wenig sympathisch wirken. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich zwar weiter, doch ihre düsteren Gedanken und inneren Konflikte verschwinden nie ganz. Gerade das macht sie gleichzeitig realistisch, jedoch sehr schwer greifbar.
Der Roman zeichnet ein kritisches Bild der japanischen Gesellschaft. Kommunikation fällt schwer, Emotionen werden selten offen ausgesprochen, und die Arbeit steht klar im Mittelpunkt des Lebens. Freundschaften gelten zwar als wichtig, doch genau daran scheitern die Figuren immer wieder. Die einzelnen Protagonisten sehnen sich nach Nähe, sind aber kaum in der Lage, diese wirklich aufzubauen oder zu halten. Weiterhin kämpfen sie mit psychischen Problemen und ihre Persönlichkeit ist stark von Abhängigkeiten und äußeren Erwartungen geprägt. Als Leser ist man verwirrt darüber, welche Figur eigentlich die größeren Probleme hat. Insgesamt wirken alle auf ihre Weise verloren und verstörend.
Die Atmosphäre ist emotional sehr düster, trotz eines sprachlich überzeugenden und fein beobachtenden Stils. Die Melancholie und das Streben nach Perfektion um jeden Preis können beim Lesen stellenweise erdrückend wirken. Als Fan japanischer Literatur empfinde ich den Roman als ungewohnt kritisch, düster und anders als viele andere Werke aus diesem Kontext.
Insgesamt ein tiefgründiger Einblick in komplexe Charaktere und gesellschaftliche Zwänge, der jedoch durch seine düstere Stimmung und das intensive, fast verzweifelte Streben nach Freundschaft irritieren kann. 3/5 Sterne.
 

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Piets Rettungsmission

Pizza Piet: Das erste Stück Magie
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Das Kinderbuch „Pizza Piet: Das erste Stück Magie“ von Carrie Sellon erzählt die Geschichte von Piet, der mit einer Prise Magie versucht, sein Zuhause und die Pizzeria seines Vaters zu retten. Dabei zeigt ...

Das Kinderbuch „Pizza Piet: Das erste Stück Magie“ von Carrie Sellon erzählt die Geschichte von Piet, der mit einer Prise Magie versucht, sein Zuhause und die Pizzeria seines Vaters zu retten. Dabei zeigt sich Piet als mitfühlender Charakter mit viel Herz, starkem Willen und dem festen Glauben an ein gutes Ende.
Der Schreibstil ist altersgerecht und gut verständlich, allerdings ist die Handlung stellenweise sehr turbulent und chaotisch. Mein Sohn (10) hatte deshalb teilweise Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen-für ihn war sie an einigen Stellen einfach zu durcheinander. Möglicherweise liegt das auch daran, dass er bisher wenige Bücher mit magischen Elementen gelesen hat. Die Grundidee des Buches ist auf jeden Fall sehr interessant, doch etwas weniger Ereignisse hätten der Geschichte mehr Ruhe und Klarheit gegeben.
Zentrale Themen wie Mut, Selbstvertrauen und Zuversicht werden hingegen sehr gelungen vermittelt. Die Illustrationen sind eher etwas abstrakt gehalten, dennoch kann man gut nachvollziehen, wie sich Piet im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und über sich hinauswächst.
Insgesamt ist es eine lebendige, aber stellenweise sehr unruhige Geschichte, in der einem die Hauptfigur schnell ans Herz wächst – die Vielzahl an Ereignissen könnte jüngere Leser jedoch etwas überfordern.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Was wäre, wenn?

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen ...

Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen die Protagonisten durch kleine Veränderungen ihrem Leben eine neue Richtung geben können. Jules und Adam sind seit 35 Jahren verheiratet. Aber wie in vielen Beziehungen hat auch bei Jules und Adam, neben Kindern, der Alltag Einzug gehalten. Geldsorgen und verpasste Lebensträume sind hierbei ein Thema. Dann entdeckt Adam, dass er mit Hilfe seines alten Sonys und Kassetten-Mix-Tapes in die Vergangenheit reisen kann und dort so lange „gefangen“ ist, wie lange das Mix-Tape läuft. Kleine Veränderungen führen automatisch zum erhofften Glück, so die Annahme von beiden.
Tiefgründig beleuchtet das Autorenduo die Suche nach dem Glück und die Frage was wäre wenn. Emotional und ergreifend werden die einzelnen Charaktere und ihre Zerrissenheit dargestellt. Für mich als Leser werden zu viele Zeitreisen unternommen, so dass ich irgendwann den Überblick über Veränderungen zwischen dem Jetzt und der Zeitreise verloren habe. Zeitweise habe ich über einen Buchabbruch nachgefacht.
Die Idee der Zeitreise finde ich an sich gut. Die Konzentration auf eine Handvoll hätte der Geschichte keinen Abbruch getan. Die Entwicklung und das Erkennen des Problems von Jules und Adam hat mir jedoch gefallen. Die tiefgründige und ehrliche Antwort der Frage des Glücklichseins hat mich überzeugt. Jedoch kann ich aufgrund der viel zu abstrakten Handlung, trotz einiger Pluspunkte, nur 3 Sterne vergeben.
 

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Rückblende

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft ...

Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft kommen verdrängte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Ich-Erzählerin springt in ihren Erzählungen jedoch sehr zwischen Orte und Gedanken. Ihre kühle Reserviertheit war mir persönlich zu befremdlich. Manche Gedanken konnte und wollte ich nicht nachvollziehen und umso abstrakter wurden mir die Erzählung. Der Schreibstil der Autorin Brinkgreve ist versiert und gut lesbar, aber auch kühl und distanziert. Die Ehe der Ich-Erzählerin kommt in dieser Geschichte nicht gut weg und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum sie nicht einen Schlussstrich zieht. Als Fazit lässt sich sagen, dass mich das Buch überhaupt nicht erreicht und berührt hat und ich es nur sehr eingeschränkt empfehlen kann. 3/5 Sterne

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