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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2024

In der Einsamkeit finnischer Wälder

Weißglut
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Sarah flieht vor ihrem Ehemann und den Reportern in die Einsamkeit finnischer Wälder, um zur Ruhe zu kommen. Völlig übermüdet stolpert sie auf High Heels in das falsche Ferienhaus und landet mitten in ...

Sarah flieht vor ihrem Ehemann und den Reportern in die Einsamkeit finnischer Wälder, um zur Ruhe zu kommen. Völlig übermüdet stolpert sie auf High Heels in das falsche Ferienhaus und landet mitten in einem Mordfall. Mit ihrer Reisebekanntschaft versucht sie herauszufinden, wer den Toten umgebracht haben könnte.
Die Geschichte wird in drei Ich-Perspektiven erzählt. Neben Sarah gibt es noch den psychisch erkrankten Omni, der eher zufällig Teil der Geschichte wird und den Mörder selbst. Diese Perspektivwechsel lassen teilweise die Spannung steigen. Schöne Beschreibungen der Natur und der Hütten am See wechseln sich mit teilweise überzogen Szenen ab. Es gab immer wieder mal Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben - eine gewisse Portion Ironie war auch dabei. Jedoch fällt der anfängliche Spannungsbogen schnell wieder ab und die Geschichte plätschert dahin. In gewissen Kapiteln wäre weniger mehr gewesen. Insgesamt hat das Buch mich aber nicht 100-prozentig überzeugt.

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Veröffentlicht am 20.05.2024

Modernes Chaos

Das Gegenteil von Erfolg
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Lorrie ist eine moderne Karrierefrau und Mutter, die alles unter einen Hut bekommen möchte. Sie arbeitet auf eine Beförderung hin, jedoch läuft nicht alles wie geplant.
Insgesamt war das Buch unterhaltsam. ...

Lorrie ist eine moderne Karrierefrau und Mutter, die alles unter einen Hut bekommen möchte. Sie arbeitet auf eine Beförderung hin, jedoch läuft nicht alles wie geplant.
Insgesamt war das Buch unterhaltsam. Die ständige Gratwanderung zwischen Beruf und Perfektionismus werden im Roman angerissen, aber meiner Meinung nach nicht tiefgründig genug behandelt. Das Cover ist wunderschön und die Botschaft des Buchtitels wurde auch thematisiert und hat mich als Leser erreicht. An der ein oder anderen Stelle musste ich auch über die Situationen schmunzeln. Ein Roman, der hochmodern ist jedoch, der aber an manchen Stellen etwas übertrieben dargestellt ist.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Lilias Leben und ihre Gefühlswelt

Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?
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Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle ...

Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle in diesem Alter wichtigen Themen schreibt. Der Schreibstil ist locker und witzig. Die Charaktere sind liebenswert beschrieben. Man fühlt sich, als wäre man wieder 16 und durch lebt die Gefühlswelt noch einmal.
Insgesamt fand ich den Roman eine nette Lektüre für zwischendurch. Die Liebesgeschichte ist wirklich süß, jedoch auch von viel Unsicherheit geprägt und sehr oberflächlich. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass mir Informationen aus den Büchern vorher fehlen. Für junge Leser, ist dieser Roman sicherlich ein absolutes Must-have und wird sie begeistern. Daher empfehle ich es gerade für die Zielgruppe ab 16.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Zwischen Nähe und Zerrissenheit

Tokyo Girls Club
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Zwischen Nähe und Zerrissenheit
 
Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ...

Zwischen Nähe und Zerrissenheit
 
Der Roman von Akiko Ogiwara wird aus der Perspektive zweier Frauen erzählt und wechselt zwischen ihren Sichtweisen. Dadurch erhält man direkte Einblicke in ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle, die oft von Unsicherheit, Druck und innerer Zerrissenheit geprägt sind.
Auffällig ist, dass die Hauptfiguren zunächst wenig sympathisch wirken. Im Laufe der Geschichte entwickeln sie sich zwar weiter, doch ihre düsteren Gedanken und inneren Konflikte verschwinden nie ganz. Gerade das macht sie gleichzeitig realistisch, jedoch sehr schwer greifbar.
Der Roman zeichnet ein kritisches Bild der japanischen Gesellschaft. Kommunikation fällt schwer, Emotionen werden selten offen ausgesprochen, und die Arbeit steht klar im Mittelpunkt des Lebens. Freundschaften gelten zwar als wichtig, doch genau daran scheitern die Figuren immer wieder. Die einzelnen Protagonisten sehnen sich nach Nähe, sind aber kaum in der Lage, diese wirklich aufzubauen oder zu halten. Weiterhin kämpfen sie mit psychischen Problemen und ihre Persönlichkeit ist stark von Abhängigkeiten und äußeren Erwartungen geprägt. Als Leser ist man verwirrt darüber, welche Figur eigentlich die größeren Probleme hat. Insgesamt wirken alle auf ihre Weise verloren und verstörend.
Die Atmosphäre ist emotional sehr düster, trotz eines sprachlich überzeugenden und fein beobachtenden Stils. Die Melancholie und das Streben nach Perfektion um jeden Preis können beim Lesen stellenweise erdrückend wirken. Als Fan japanischer Literatur empfinde ich den Roman als ungewohnt kritisch, düster und anders als viele andere Werke aus diesem Kontext.
Insgesamt ein tiefgründiger Einblick in komplexe Charaktere und gesellschaftliche Zwänge, der jedoch durch seine düstere Stimmung und das intensive, fast verzweifelte Streben nach Freundschaft irritieren kann. 3/5 Sterne.
 

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Piets Rettungsmission

Pizza Piet: Das erste Stück Magie
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Das Kinderbuch „Pizza Piet: Das erste Stück Magie“ von Carrie Sellon erzählt die Geschichte von Piet, der mit einer Prise Magie versucht, sein Zuhause und die Pizzeria seines Vaters zu retten. Dabei zeigt ...

Das Kinderbuch „Pizza Piet: Das erste Stück Magie“ von Carrie Sellon erzählt die Geschichte von Piet, der mit einer Prise Magie versucht, sein Zuhause und die Pizzeria seines Vaters zu retten. Dabei zeigt sich Piet als mitfühlender Charakter mit viel Herz, starkem Willen und dem festen Glauben an ein gutes Ende.
Der Schreibstil ist altersgerecht und gut verständlich, allerdings ist die Handlung stellenweise sehr turbulent und chaotisch. Mein Sohn (10) hatte deshalb teilweise Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen-für ihn war sie an einigen Stellen einfach zu durcheinander. Möglicherweise liegt das auch daran, dass er bisher wenige Bücher mit magischen Elementen gelesen hat. Die Grundidee des Buches ist auf jeden Fall sehr interessant, doch etwas weniger Ereignisse hätten der Geschichte mehr Ruhe und Klarheit gegeben.
Zentrale Themen wie Mut, Selbstvertrauen und Zuversicht werden hingegen sehr gelungen vermittelt. Die Illustrationen sind eher etwas abstrakt gehalten, dennoch kann man gut nachvollziehen, wie sich Piet im Laufe der Geschichte weiterentwickelt und über sich hinauswächst.
Insgesamt ist es eine lebendige, aber stellenweise sehr unruhige Geschichte, in der einem die Hauptfigur schnell ans Herz wächst – die Vielzahl an Ereignissen könnte jüngere Leser jedoch etwas überfordern.
3/5 Sterne

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