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Veröffentlicht am 02.10.2017

Flucht aus der Sklaverei

Underground Railroad
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„Menschen trugen im Laufe ihres Lebens verschiedene Arten von Ketten, aber es war nicht schwer, Rebellion zu interpretieren, auch wenn die Rebellen sich verkleideten, um von ihrer Schuld abzulenken.“ (Seite ...

„Menschen trugen im Laufe ihres Lebens verschiedene Arten von Ketten, aber es war nicht schwer, Rebellion zu interpretieren, auch wenn die Rebellen sich verkleideten, um von ihrer Schuld abzulenken.“ (Seite 118 Ebook)

Die Sklavin Cora wurde auf der Randall- Plantage geboren. Als Caesar sie fragt, ob sie mit ihm fliehen möchte, ist sie sich unschlüssig. Doch irgendwann entschließt sie sich mit ihm die Underground Railroad zu nutzen und ein neues Leben zu beginnen. Doch der Weg in die Freiheit ist nicht klar definiert und Cora will wirklich frei sein, also muss sie manches Wagnis auf sich nehmen.

Ich hatte Probleme mit dem Buch, wenn der Blickwinkel gewechselt hat. Das hat mich immer abrupt aus dem Lesefluss gerissen. Bei Coras Geschichte habe ich mitgefiebert, aber die anderen Blickwinkel empfand ich als nicht so interessant. Ich empfand die anderen Geschichten eher als Lückenfüller. Außerdem hatte ich beim ebook Probleme die Struktur des Buches zu erkennen.

Die Underground Railroad wird nicht richtig dargestellt. Dazu gibt es keinen Hinweis im Buch. Da ich die Underground Railroad nicht kannte, wusste ich nicht, dass es sich nicht um Züge handelt. Ich habe es mir zwar gedacht, aber sicher war ich dann erst nachdem ich weiter recherchiert habe. Da wäre ein Hinweis im Buch wichtig, um den Leser darauf aufmerksam zu machen.

Auf das Buch wurde ich aufmerksam, da die Underground Railroad in dem Buch „Heimkehren“ erwähnt wird. Wenn ich die beiden Bücher miteinander vergleiche, bleibe ich bei meiner absoluten Leseempfehlung von „Heimkehren“. „Underground Railroad“ kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen. Meiner Meinung nach handelt es sich um einen durchschnittlichen Roman zu dem Thema. Es wird ein entsprechendes Bild von den Menschen in der Sklavenzeit wiedergegeben. Die Grausamkeit wird deutlich dargestellt. Wer also Probleme mit Lynchmorden und Leichen hat, sollte das Buch nicht lesen. Aber auch die hintergründige Grausamkeit wird sichtbar. Besonders Coras erste Anlaufstelle, wo sie in Freiheit lebt, hat mich bewegt. Man kann es im Nachhinein gar nicht glauben, was sich die Weißen ausgedacht haben um eine andere Hautfarbe zu unterdrücken.

„In Freiheit oder Sklaverei, der Afrikaner war vom Amerikaner nicht zu trennen. In North Carolina gab es die schwarze Rasse nur an den Enden von Stricken.“ (Seite 155 Ebook)

Sprachlich hat das Buch einiges zu bieten und ich habe mir den einen oder anderen Satz als Notiz gespeichert, da die Formulierung so toll war. Das Thema Menschenwürde ist das Hauptthema des Buches und wird von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Fazit: Ein durchschnittlicher Roman über die Zeit der Sklaven in Amerika. Sprachlich sehr gut, der Erzählfluss zu unstet. Deswegen vergebe ich 3 Sterne.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Hollywood in der Kleinstadt

June
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Cassie kommt nach dem Tod ihrer Großmutter in deren Haus und trauert. Als eines Morgens Nick vor ihrer Haustür steht, ändert sich alles. Der Hollywood- Star Jack hat ihr alles vermacht. Doch warum? Das ...

Cassie kommt nach dem Tod ihrer Großmutter in deren Haus und trauert. Als eines Morgens Nick vor ihrer Haustür steht, ändert sich alles. Der Hollywood- Star Jack hat ihr alles vermacht. Doch warum? Das möchte auch seine Tochter Tate allzu gerne wissen.

60 Jahre vorher war Jack in dem gleichen Ort um dort einen Film zu drehen. Und Cassies Großmutter June stand kurz vor der Eheschließung mit ihrem Mann Artie. Waren die beiden sich überhaupt begegnet?

Die Geschichte wird einmal aus dem Jahr 1955 und dann aus 2015 erzählt. Beide Zeiten sind für die jeweiligen Protagonisten Cassie und June turbulent. Leider hatte das Buch einige Längen und war dann zu detailreich. Man hatte manchmal das Gefühl, dass die Autorin noch nicht das Ziel ihrer Geschichte kennt. Am Ende nehmen beide Geschichten schnell an Fahrt auf und werden beendet. Irgendwie fehlte mir dann noch ein Brief von Jack zum Abschluss.

Die Charaktere sind interessant, wobei June geheimnisvoll bleibt und Cassie faul erscheint.

Es gibt ein Familiengeheimnis und noch andere Geheimnisse. Ich kenne bessere Bücher mit Familiengeheimnissen und bewerte dieses deshalb mit 2,5 Sternen, also durchschnittlich. Es hebt sich nicht herausragend von anderen Büchern, der gleichen Art ab, ist aber auch nicht schlecht.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Nette kleine Geschichte

Das Labyrinth der Wörter
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Germain ist nicht der hellste, doch als er Margueritte im Park trifft ändert sich sein Leben. Sie verbringen Nachmittage gemeinsam und Germain öffnet sich für die Welt der Wörter. Und auch in sein Leben ...

Germain ist nicht der hellste, doch als er Margueritte im Park trifft ändert sich sein Leben. Sie verbringen Nachmittage gemeinsam und Germain öffnet sich für die Welt der Wörter. Und auch in sein Leben bringt er immer mehr Ordnung.

Das Buch wurde mir empfohlen. Leider hat es mich nicht überzeugt. Es ist nett, aber hat mich nicht berührt. Die Personen sind meiner Meinung nach klischeehaft dargestellt und mir fehlte es doch an Tiefe bei einzelnen Charakteren.
Der Erzählstil ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit: Keine Empfehlung für das Buch. Es liest sich nicht so flüssig und hat mich nicht erreicht.

Veröffentlicht am 18.02.2026

Nicht austrennbare Seiten

Disney Malen nach Zahlen - Familie
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Dies ist mein erstes Buch von Disneys Malen nach Zahlen. Das Thema ist Familie und es gibt 100 Bilder zum Ausmalen. Bei manchen Bildern erkennt man schon früh, was das Thema ist, zum Beispiel die Dalmatiner. ...

Dies ist mein erstes Buch von Disneys Malen nach Zahlen. Das Thema ist Familie und es gibt 100 Bilder zum Ausmalen. Bei manchen Bildern erkennt man schon früh, was das Thema ist, zum Beispiel die Dalmatiner. Aber bei vielen Vorlagen weiß man zunächst nicht, was sich hinter dem Bild versteckt. Wenn man es vorher wissen möchte, kann man das ausgemalte Bild am Ende des Buches sehen.

Die Auswahl der Szenen finde ich gut. Bei 100 Stück ist klar, dass nicht jede für mich ansprechend ist. Aber es sind viele dabei, die mir gefallen.
Ich finde es etwas unlogisch, dass in manchen Vorlagen bereits kleine Teile farbig sind.

Was mich aber wirklich stört, ist dass die Seiten nicht austrennbar sind. Beim ersten Bild kann ich mindestens einen halben Zentimeter nicht bemalen. Abgesehen davon dass man immer über die Kante malen muss, was auch auf Dauer nervig ist. Wenn ich mir dann dieses Problem auf das ganze Buch anschaue, wird es ja in der Mitte noch schlimmer, weil dann beide Seiten davon betroffen sind. Keine Ahnung, was sich die Hersteller dabei gedacht haben.

Der Preis ist in Ordnung für die Menge an Vorlagen. Wenn man die Bindung auflöst, hat man vielleicht auch Freude am Malen.

Die Menge an benötigten Farben ist nicht ohne. Bei einem Bild habe ich 9 verschiedene Brauntöne gezahlt, bei einem anderen Bild 10 Blautöne. Wenn man das Ergebnis erreichen will, braucht man eine vielfältige Farbauswahl und immer spitze Stifte um die kleinen Felder auszumalen.

Veröffentlicht am 10.07.2025

Langatmig

Acht (un)geplante Tage mit dir
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Hazel liebt das Reisen und lässt sich dabei gerne überraschen. Lukas plant gerne alles durch. Kurzfristig verbringen beide einen Urlaub in New York zusammen. Während Lukas fest seinem Plan folgen möchte ...

Hazel liebt das Reisen und lässt sich dabei gerne überraschen. Lukas plant gerne alles durch. Kurzfristig verbringen beide einen Urlaub in New York zusammen. Während Lukas fest seinem Plan folgen möchte und möglichst viele Sehenswürdigkeiten sehen will, streikt Hazel bald und genießt den Augenblick. Schnell merken sie eine Anziehung untereinander und vereinbaren, dass ihre Affäre nur diese Woche dauern wird.

Ich mochte wie die Stadt dargestellt wurde und auch andere Reisen machten Lust selbst die Stadt zu erkunden. Ich fand auch die Idee gut, dass sie sich schon kennen und dort nur näher kennenlernen.

Das Buch enthält keine erotischen Szenen, was viele Leser erfreuen dürfte.

Leider hat mir überhaupt nicht gefallen wie langatmig das letzte Drittel war. Gerade am Ende wurde auf Sachen eingegangen, die einfach komplett irrelevant für die Geschichte waren. Zusätzlich störte mich wie schlecht die Liebesgeschichte erzählt wurde. Außerdem wurde so oft etwas wiederholt, dass es schon wirklich genervt hat und ich kurz davor war das Buch abzubrechen.

Leider konnte mich dieser Liebesroman nicht überzeugen. Einzig das Gefühl von New York wurde gut transportiert, auch wenn man nicht x Mal erwähnen müsste, dass die Stadt nie schläft...