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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2024

Nimmt erst spät an Fahrt auf

A Tempest of Tea
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Dieses Buch entführt uns in die Welt Ettenia. Arthie Casimir betreibt mit einer Gruppe Ausgestoßener ein Teehaus, welches bei Nacht nicht Tee, sondern Blut an Vampire ausschenkt. Dabei sammelt sie Geheimnisse ...

Dieses Buch entführt uns in die Welt Ettenia. Arthie Casimir betreibt mit einer Gruppe Ausgestoßener ein Teehaus, welches bei Nacht nicht Tee, sondern Blut an Vampire ausschenkt. Dabei sammelt sie Geheimnisse und hat so die gehobene Gesellschaft recht gut im Griff.
Das Buch wird damit beworben, Leigh Bardugos Krähen zu ähneln, doch an die Krähen kommen Arthie und ihre Leute nicht annähernd ran. Trotzdem aber haben sie ihren eigenen Charme und ich mochte die Charaktere wirklich gern.
Arthie selbst ist eine Frau, die selbstbewusst auftritt, sich nicht unterkriegen lässt, mit Geheimnissen handelt und ihre ganz eigenen Rachepläne schmiedet. Sie stammt aus einem Land, welches von Ettenia kolonialisiert wurde und ist im Besitz einer besonderen Waffe.
Arties Widersacher ist der Widder, eine Person, die niemand wirklich kennt, dessen Garde aber das Teehaus ein Dorn im Auge ist.
Um das Teehaus zu retten will Artie an das Kassenbuch des Widders rankommen, doch dazu braucht sie die Hilfe eines Vampirs und muss sich auf einen Fremden einlassen.
Es beginnt also ein Katz- und Mausspiel und man weiß nie so recht, wer welche Absichten hegt. Dabei gibt es spannende Verfolgungsjagden, Prügeleien und nicht so glanzvoll ablaufende Missionen.
Neben Arthie haben wir hier aber noch andere Personen, die fest zum Team gehören: Jin, der wie ein Bruder für Arthie ist und immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat, Flick, eine Fälscherin, die sich nach der Liebe ihrer Mutter sehnt und Matteo, der gern mit Arthie flirtet und ein Vampir ist.
Die Handlung hat mich zu beginn jetzt nicht allzu sehr vom Hocker gerissen. Arthie war mir einfach nicht zu genial genug, aber es hat mich schon fasziniert, wie sie und Jin zusammenkamen und wie sie an ihren Revolver genommen ist. Nach und nach enthüllen sich aber einige Geheimnisse und es werden Zusammenhänge erkennbar. Das Ende hat mich dann aber völlig aus den Socken gehauen, mit dem was da vor sich ging, hatte ich so gar nicht gerechnet. Außerdem erfährt man so einiges über Arthie, was im Rückblick betrachtet mir eigentlich hätte auffallen müssen. xD
Auf den letzten Seiten taucht dann auch noch eine neue Person auf und ich bin nun wirklich gespannt, wie es weiter gehen wird. Jetzt muss ich mich erst einmal gedulden, bis Band zwei erscheint.

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Auftakt mit viel Potenzial nach oben

Trial of the Sun Queen
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Lor wurde als Kind zusammen mit ihren Geschwistern Tristan und Willow in Nostraza eingesperrt. Doch eines Tages wird sie dort rausgeholt und an den Hof des Sonnenkönigs gebracht, wo sie als Tribut am Auswahlverfahren ...

Lor wurde als Kind zusammen mit ihren Geschwistern Tristan und Willow in Nostraza eingesperrt. Doch eines Tages wird sie dort rausgeholt und an den Hof des Sonnenkönigs gebracht, wo sie als Tribut am Auswahlverfahren für die zukünftige Sonnenkönigin teilnehmen soll.

Lor ist eine taffe junge Frau, die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist. Ihre Sprache ist gern derb und ihre Wut geht gerne mal mit ihr durch. Das Leben in Nostraza ist nun einmal nicht leicht und Lor würde am Aurorakönig, der sie dort eingesperrt hat, gerne grausame Rache nehmen. Lor war mir zu Anfang des Buches recht sympathisch, doch am Hof des Sonnenkönigs angekommen, nahm diese Sympathie etwas ab. Denn Atlas, der König, verdreht ihr allein mit seinem Anblick sowas von den Kopf, dass ich nur noch die Augen verdrehen konnte. Die eigentlich willensstarke Lor, die die Chance ergreifen will, als Sonnenkönigen ihre Geschwister zu retten und sich am Aurorakönig zu rächen, schmilzt bei Atlas‘ Anblick jedes Mal völlig dahin und kann nur noch daran denken, wie toll er doch ist und wie schön. Ich persönlich konnte den Typ von Beginn an nicht leiden, der war mir einfach nur zu aalglatt und perfekt.

Erzählt wird die Geschichte von Lor in der Ich-Form und damit war man mittendrin in ihrer endlosen Schwärmerei für Atlas. Dabei hat Lor einen ziemlich wachen und klugen Verstand, den sie immerhin für die Prüfungen, die sie als Anwärterin auf den Thron erwarten, genutzt hat. Die Prüfungen fand ich spannend gemacht, da wurde keine Anwärterin geschont.

In Ouranos leben Fae und Menschen, wobei man schon merkt, dass die Fae die meisten Privilegien haben. Lor ist der einzige Mensch bei den Prüfungen, die anderen sind Fae und so scheint es schwierig, dort Freundinnen zu finden.

Ich muss zugeben, dass Buch hat mich nicht allzu sehr gefesselt. Was mich dann mehr interessiert hat, sind die Kapitel, die aus der Perspektive (in der dritten Person) des Auroraprinzen Nadir erzählt wurden. Nadir ist kein Fan seines Vaters und hat vor ihn zu stürzen. Dass dies ein gefährliches Spiel ist, macht es umso spannender. Durch Nadir erfahren wir, dass Lor nicht irgendwer ist, sondern der König sie nicht ohne Grund als Kind nach Nostraza geschickt hat. Doch Nadir weiß nicht wieso und versucht dies herauszufinden. Was an Lor besonders ist, kann man als Leser nur vermuten, denn sie selbst weiß es angeblich auch nicht. Erst am Ende scheint sie es die ganze Zeit gewusst zu haben, was mich reichlich irritiert hat. Was mich hier auch irritiert hat ist, dass ich mir nur schwer vorstellen konnte, wie genau die Welt so aussieht. Der Weltenbau steckt hier irgendwo zwischen einer klassischen High Fantasy Welt und unserer modernen Welt fest. Technik gibt es nicht, aber Haarstylisten, recht moderne Kleidung und Champagner.

Das Ende wiederum ist auf jeden Fall sehr vielversprechend und ich bin nun doch auf den nächsten Band gespannt, es gibt hier noch genug Potenzial nach oben. Außerdem will ich mehr von Nadir lesen.

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Veröffentlicht am 28.01.2024

Guter Auftakt mit Potenzial für mehr

Only a Monster
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Joan liebt ihren Nebenjob im Holland House und ihre Familie, die sie während der Ferien besucht. Doch sie weiß nichts von dem Familiengeheimnis, bis sich eines Tages viele Ereignisse überschlagen.
Joan ...

Joan liebt ihren Nebenjob im Holland House und ihre Familie, die sie während der Ferien besucht. Doch sie weiß nichts von dem Familiengeheimnis, bis sich eines Tages viele Ereignisse überschlagen.
Joan reist versehentlich durch die Zeit, erfährt, dass sie ein Monster ist, ihr Schwarm ein Jäger ist und ihr bisheriges Leben nun so nicht mehr möglich ist.
Die Handlung entwickelt sich hier sehr schnell und bleibt auch bei diesem Tempo. Damit bleibt man als Leser genauso verwirrt wie Joan, denn die Informationen fließen hier sehr schlecht.
Während Joan in den Angriff der Jäger hineingerät und an einem Tag fast alles verliert, was ihr lieb und teuer ist, muss sie sich mit dem letzten Familienmitglied einer verfeindeten Familie zusammentun, um den ganzen Schlamassel zu überleben.
Aaron ist kein wirklicher Sonnenschein, aber er bleibt an Joans Seite und erklärt ihr das Allernötigste. Ansonsten beschwert er sich nur, wie wenig Joan von ihrer Familie gelernt hat und lässt damit Joan und die Leser weiter im Dunkeln tappen. Immerhin merkt man, dass Aaron Joan doch mehr leiden kann, als er zugibt.
Somit landet man hier in einer Zeitreisegeschichte, in der nicht alles so möglich ist, wie man es gewohnt ist. Es gibt Monster, so nennen sie sich selbst, und jede Familie hat ihre besonderen Fähigkeiten neben dem Zeitreisen. Die Zeit zu verändern ist hier nicht möglich. Was immerhin bedeutet, dass die Geschichte nicht verwirrend wird.
Joan erhält nicht viele Infos und bekommt auch keinen Crashkurs um ihre Fähigkeiten zu erlernen. Es wird immer erwartet, dass sie es schon schafft. Viel Zeit für Nachhilfe hätte sie eh nicht, denn es passiert hier viel Schlag auf Schlag und Joan fasst einen gefährlichen Plan.
Das Buch ist somit sehr unterhaltsam und spannend, aber es fehlten mir doch ein paar zusätzliche Infos. Die Welt der Monster ist sehr faszinierend und ich hoffe, im nächsten Band bekommt man noch die fehlenden Puzzleteile geliefert.

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Veröffentlicht am 28.01.2024

Nicht so spannend wie gewohnt

Das Reich der sieben Höfe – Silbernes Feuer
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Dieser Band dreht sich vordergründig um Nesta und wird daher auch aus ihrer und Cassians Perspektive erzählt.
Dafür, dass dieses Buch über 800 klein bedruckte Seiten hat, unterhält es zwar recht gut, hätte ...

Dieser Band dreht sich vordergründig um Nesta und wird daher auch aus ihrer und Cassians Perspektive erzählt.
Dafür, dass dieses Buch über 800 klein bedruckte Seiten hat, unterhält es zwar recht gut, hätte aber deutlich mehr Action vertragen können.
Nesta wird gezwungen, ihren Lebensstil zu ändern und soll nun mit Cassian trainieren und in der Bibliothek arbeiten. Zähneknirschend fügt Nesta sich, doch Cassian macht sie es ziemlich schwer.
Nesta hat viel durchgemacht und muss hier ihr eigenes Trauma verarbeiten. Dies geschieht nicht schnell und in sehr langsamen Schritten. Es ist hier eher die Arbeit in der Bibliothek und die dort entstehende Freundschaft mit Gwyn, die ihr helfen, endlich einen Schritt nach vorne zu gehen und das Training mit Cassian zu absolvieren.
Während Nesta immer als kalte und unfreundliche Person erschienen ist, kann man hier nun in ihr Innerstes sehen und versteht sie daher doch recht gut und kann auch ihre Handlungen nachvollziehen.
Die meiste Handlung dreht sich um Nestas kleine Fortschritte, eine neue Bedrohung für das Reich schleicht sich erst später und sehr hintergründig ein. Erst zum Ende hin, wird das Tempo hier angezogen und auch Nesta wird mehr hinzugezogen. Erst das Ende konnte mich richtig fesseln, war aber nicht so episch wie gewohnt.
Ansonsten waren die Spannungen zwischen Nesta und Cassian sehr unterhaltsam und haben dem Ganzen etwas mehr Tiefe gegeben, arteten aber auch irgendwann zu oft erotisch aus.
Im Ganzen ist dies ein recht unterhaltsames Buch, dass sich mehr auf die psychische Heilung Nestas konzentriert und daher nicht so spannend wie die anderen Bände daherkommt.
Gerüchteweise soll ja noch ein weiterer Band kommen und ich bin gespannt, ob dieser wieder mehr Spannung haben wird.

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Veröffentlicht am 22.10.2023

Guter Abschluss der Dilogie

Secret Gods 2: Die Zukunft der Welt
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Der zweite und damit finale Band dieser Dilogie setzt direkt am Ende seines Vorgängers an. Es geht um das Aufhalten des Urwesens und die Handlung wird aus Gwendolyns Sicht erzählt.
Gwen war mir im ersten ...

Der zweite und damit finale Band dieser Dilogie setzt direkt am Ende seines Vorgängers an. Es geht um das Aufhalten des Urwesens und die Handlung wird aus Gwendolyns Sicht erzählt.
Gwen war mir im ersten Band schon sympathisch, allerdings ist ihre Sichtweise für mich etwas anstrengend gewesen. Gwen schweift mit ihren Gedanken oft ab und erzählt viele Fakten über verschiedenste Themen und oftmals spricht sie ungewollt und von ihr unbemerkt ihre Gedanken laut aus. Das alles macht natürlich auch ihren Charakter aus, war mir aber irgendwann einfach etwas zu viel des Guten.
Handlungstechnisch geht es viel ums Planen, wie man das Urwesen aufhalten kann, die Beziehung zwischen Gwen und Chris und um ein Zusammentreffen der Oberhäupter aller Spezies.
Dabei kommen hier ein paar familiäre Abgründe auf und gerade dies hat die Geschichte für mich sehr unterhaltsam gemacht. Die arme Gwen erfährt hier so einiges, was ihre Welt etwas aus den Fugen hebt. Für weitere Spannung sorgen hier Aufgaben, die Gwen, Cassidy und Co erfüllen müssen, da bestimmte Artefakte geborgen werden müssen. Die Bergungen hätten für meinen Geschmack allerdings ruhig schwieriger sein können.
Alles in einem einen ist dies ein gut unterhaltendes Jugendbuch, dass sich auch eher sprachlich an Jugendliche richtet. Gefühl und Spannung sind vorhanden und das Ende liefert eine epische Szenerie.
Für Jugendfantasy-Fans ist diese Dilogie auf jeden Fall eine gute Wahl.

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