Leichtigkeit, Spannung und Familiengeschichte und -Geheimnisse
NordseesterneLuisa liebt es zu kochen und geht ihrem Job in der Firma der Mutter eigentlich mit Widerwillen nach. Ihre Mutter Marianne sieht sie mit ihrem Kollegen Erik nicht nur gemeinsam in der Geschäftsführung sondern ...
Luisa liebt es zu kochen und geht ihrem Job in der Firma der Mutter eigentlich mit Widerwillen nach. Ihre Mutter Marianne sieht sie mit ihrem Kollegen Erik nicht nur gemeinsam in der Geschäftsführung sondern auch im privaten Leben. So macht Erik ihr auf einer Firmenveranstaltung mit einem richtig dicken Klunker einen Heiratsantrag.
Gemeinsam mit ihrer Freundin Katja betreibt Luisa den You Tube-Kanal „Schaumschlägerinnen“, auf dem sie sich spannende Kochduelle mit gewöhnungsbedürftigen Rezepten liefern.
Als Marianne eine erschreckende Diagnose erhält, bittet sie Luisa mit ihr in ihre Heimat nach Greetsiel zu fahren. Dort lernt Luisa die ihr bis dahin unbekannte Familie kennen. Was für viele Überraschungen sorgt.
Die Spannung im Buch ist zu jeder Zeit greifbar, jedoch nicht übertrieben. So gehört es definitiv in die Kategorie „leichte Koste“, wobei die Erkrankung der Mutter durchaus nicht ohne ist. Die Sprache ist an manchen Stellen typisch norddeutsch knapp und direkt, was alles sehr authentisch macht. Die Örtlichkeiten sind so gut beschrieben, dass man sofort ein gutes Bild vor Augen hat.
Die Persönlichkeiten könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Snob Erik, die liebenswerte Luisa, eine sehr dominante Mutter mit ihrer drögen Schwester. Dazu kommen eine sehr ehrliche und sympathische Freundin Katja, die Cousine, die sich schnell als Freundin gibt, der Cousin, der dem Kennenlernen sehr skeptisch gegenüber steht, weil er denkt, dass die Tante nur hinter dem Erbe her ist. Da macht es das Ganze nicht leichter, dass Luisa von ihrer Mutter das Verbot erhalten hat, über die Firma zu sprechen. Dann ist da noch Holger, Freund der Familie und Koch in Greetsiel mit eigenem Restaurant, der dringend eine Unterstützung in der Küche benötigt.
Die Einträge in Mariannes „Buch der Erinnerungen“ lassen den Leser viele Hintergründe verstehen und geben einen guten Einblick in die Vergangenheit. Diese Zeitsprünge sind gut zu verstehen und zu erkennen.
Mariannes Erkrankung lässt Mutter und Tochter im Laufe der Zeit näher zusammenkommen und Verständnis füreinander aufbringen. Es ist spannend, wie sich das Verhältnis zwischen Holger und Luisa immer wieder verändert und entwickelt.
Aufgrund der Leichtigkeit, die den Leser durch dieses hindurchfliegen lässt, bekommt es klare 5/5 Sterne. Auch an Spannung ist trotz allem nicht gespart. Absolut empfehlenswert!