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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2024

Spannendes, kreativ gestaltetes Buch

Murder in the Family
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Das Buch ist sehr abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Insgesamt fand ich die Umsetzung sehr passend zu der TV-Show, die das ganze Buch quasi abbildet. Ein Kapitel ist sozusagen eine ...

Das Buch ist sehr abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Insgesamt fand ich die Umsetzung sehr passend zu der TV-Show, die das ganze Buch quasi abbildet. Ein Kapitel ist sozusagen eine Episode und natürlich gibt es an deren Ende Cliffhanger, sodass man direkt weiterlesen muss. Der Großteil ist als eine Art Drehbuch geschrieben, in dem nur Namen und dazugehöriger Text sowie Szenenbeschreibungen enthalten sind. Daneben gibt es immer mal wieder Zeitungsartikel, private Nachrichten, Karten und vieles mehr.

Ich habe etwas länger gebraucht (ca. 100 Seiten), um mich an die Aufmachung zu gewöhnen und in das besondere Leseerlebnis hineinzufinden. Dann ließ es sich allerdings sehr gut und flüssig lesen.

Es tauchen sehr viele Personen auf, weshalb eine gesammelte Auflistung ganz nützlich gewesen wäre. Ich habe ab und zu ein bisschen den Überblick verloren, da es allein schon sechs Experten sind, die den Fall lösen wollen. Dazu kommen noch viele Verdächtige und Zeugen.

Der Spannungsaufbau ist ganz gut. Es gibt viele Verstrickungen und man wird natürlich ab und zu auf falsche Fährten geführt. Zwischendrin gibt es immer mal wieder etwas Unerwartetes. Die Auflösung ist nicht komplett überraschend und ich finde, dass man als Leser zumindest die richtige Richtung finden könnte. Genau das ist aber auch denke ich gewollt, damit man beim Lesen aufmerksam ist und miträtselt.

Die Gestaltung dürfte nicht für jeden etwas sein, deshalb am besten zunächst mal die Leseprobe anschauen. Es könnte jedoch super für Leute sein, die sich schwertun, an einem Buch dranzubleiben und denen nur Text zu langweilig ist.

Veröffentlicht am 15.01.2024

Wohlfühlbuch mit Tiefgang

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Die Geschichte beleuchtet abwechselnd die Gegenwart von Jenny Quinn, in der sie bei einer Backshow teilnimmt, und ihre Vergangenheit, in der man mehr über ihr Geheimnis erfährt. Die verschiedenen Zeitebenen ...

Die Geschichte beleuchtet abwechselnd die Gegenwart von Jenny Quinn, in der sie bei einer Backshow teilnimmt, und ihre Vergangenheit, in der man mehr über ihr Geheimnis erfährt. Die verschiedenen Zeitebenen sind immer über ein Backwerk miteinander verbunden, das damals und heute in irgendeiner Form für sie relevant ist/war.

Eigentlich ist schon zu Beginn des Buches klar, was Jennys Geheimnis ist. Generell ist die Geschichte recht vorhersehbar. Das tut ihr allerdings keinen Abbruch und es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht sie zu lesen.

Man erfährt viel von Jennys Ängsten, Gedanken und Gefühlen und kann gut mit ihr mitempfinden. Die Message, die das Buch transportiert, ist die, dass man nie zu alt für seine Träume und etwas Neues ist. Sie macht Mut, selbst etwas zu wagen.

Durch die vielen Beschreibungen von Jennys Backwerken bekommt man Lust auf Süßes und selbst zu Backen. Es wird eine heimelige Atmosphäre geschaffen, sodass es rundum ein Wohlfühlbuch mit gelegentlich ernsten, berührenden Themen ist. Das liegt auch daran, dass die Figuren durchweg positiv, nett und sympathisch waren - ausgenommen einige aus ihrer Vergangenheit.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2024

Wichtiges Thema abwechslungsreich umgesetzt

Not Your Business, Babe!
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Das Buch ist eine Mischung aus eigenen Erfahrungswerten der Autorin und Quellenarbeit und ist dadurch vor allem für Einsteiger im Bereich des Feminismus in der Arbeitswelt gut geeignet.

Mir ist positiv ...

Das Buch ist eine Mischung aus eigenen Erfahrungswerten der Autorin und Quellenarbeit und ist dadurch vor allem für Einsteiger im Bereich des Feminismus in der Arbeitswelt gut geeignet.

Mir ist positiv aufgefallen, dass die Autorin nicht versucht, mit erhobenem Zeigefinger zu belehren, sondern vielmehr aufzeigt, dass sie selbst etwas naiv in die Arbeitswelt gestartet ist und Systeme zunächst nicht hinterfragt hat. Sie erkennt aber auch eine eigene gewisse Privilegierung als weiße, normschöne Frau in der modernen Welt an und geht zudem auf die Situation von People of Color ein. Mit aktuellen Beispielen aus Film und Musik werden ihre Aussagen anschaulich verdeutlich. Auch die Erwartungen an Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und die Arbeitseinstellung verschiedener Generationen werden thematisiert.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ich mochte die lockere Art, in der die ernsten Themen verpackt wurden. Allerdings wurden auch sehr viele Anglizismen, Social-Media-Insider und Memes verwendet. Gewisse englische Ausdrücke sind beim Thema Feminismus natürlich notwendig. Die wichtigsten wurden in einem Glossar am Ende des Buches erklärt.

Die Zielgruppe scheint dadurch aber eher Frauen der Generationen Y und Z zu sein, was ich ein bisschen schade finde, da das Thema Feminismus für alle Generationen und Geschlechter eine Rolle spielen sollte und jeder von den Denkanstößen der Autorin profitierten könnten.

Veröffentlicht am 02.01.2024

Was ist 1929 wirklich passiert?

Hope's End
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Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Pflegerin Kit geschrieben, wodurch man gut in ihre Gefühlslage eintauchen kann. Zwischen den Kapiteln werden immer wieder Aufzeichnungen von Miss Hope eingestreut, ...

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Pflegerin Kit geschrieben, wodurch man gut in ihre Gefühlslage eintauchen kann. Zwischen den Kapiteln werden immer wieder Aufzeichnungen von Miss Hope eingestreut, die die Geschehnisse vor den Morden aus ihrer Perspektive erzählen. Das macht die ganze Geschichte abwechslungsreicher. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es wirklich spannend war und immer eine gewisse Gefahr für Kit mitschwang.

Kits Vergangenheit regt ein bisschen zum Nachdenken an, sodass man sich fragt, wie man selbst gehandelt hätte. Außerdem fand ich die gewissen Parallelen zwischen ihr und Miss Hope ein schönes Detail. Mir hat zudem gefallen, dass die Geschichte auf einen Ort und wenige Personen beschränkt war. Jeder Charakter hat seine Geheimnisse, die sich wie ein Puzzle nach und nach zusammensetzen.

Bei Miss Hope bekommt man aufgrund ihres Zustandes teils ein beklemmendes Gefühl, da die alte Dame sich nicht mehr bewegen und nur noch eingeschränkt kommunizieren kann.

Das Ende war stimmig und konnte alle offenen Fragen klären, auch wenn es teilweise alles etwas zu zufällig erschien. Ein paar Dinge konnte man schon vorher erahnen, manchmal wurde man aber auch auf falsche Fährten geführt. Lediglich den letzten Brief an Kit fand ich zu weithergeholt und zu plötzlich.

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Veröffentlicht am 28.12.2023

Was wäre, wenn...?

White Zero
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…Deutschland von einer Eiszeit heimgesucht werden würde?

Das Buch hat nachvollziehbar aufgegriffen, was für Auswirkungen dieses Szenario in verschiedensten Bereichen des Lebens hätte und man konnte sich ...

…Deutschland von einer Eiszeit heimgesucht werden würde?

Das Buch hat nachvollziehbar aufgegriffen, was für Auswirkungen dieses Szenario in verschiedensten Bereichen des Lebens hätte und man konnte sich gut in die Situation hineindenken. Am Ende jedes Kapitels wurden fiktive Zeitungs- bzw. Medienausschnitte abgebildet, die geholfen haben, die Umstände in Deutschland besser zu verstehen.

Es war zum einen informativ und ich habe noch ein bisschen was dazu gelernt, zum anderen konnte man mit den Hauptpersonen gut mitfiebern und hatte eine Thriller-Atmosphäre. Es regt definitiv zum Nachdenken an, auch woher gewisse Rohstoffe kommen, wer dafür welchen Preis zahlen muss und generell die Ausbeutung der Umwelt.

Mir haben die verschiedenen Perspektiven gefallen, die am Ende alle irgendwie miteinander verbunden waren. Dadurch war das Buch sehr abwechslungsreich. Teilweise fand ich allerdings die Dynamiken zwischen den Charakteren etwas seltsam und nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Auflösung war mir persönlich etwas zu weithergeholt und zu dramatisch, aber am Ende trotzdem irgendwie stimmig.

Insgesamt war es ein guter Mix aus Spannung und ernsten Themen.

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