Gemischte Gefühle
Powerless - Das Spiel"Powerless" von Lauren Roberts hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Der Einstieg in die Geschichte war vielversprechend: Die Mischung aus Enemies-to-Lovers-Trope und einem dystopischen Setting, ...
"Powerless" von Lauren Roberts hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Der Einstieg in die Geschichte war vielversprechend: Die Mischung aus Enemies-to-Lovers-Trope und einem dystopischen Setting, das an „Die Tribute von Panem“ erinnert, hat mich sofort angesprochen. Das Worldbuilding rund um die Säuberungsspiele und die unterdrückte Gesellschaft ist interessant gestaltet, und die Autorin schafft es, die Welt von Ilya lebendig werden zu lassen. Besonders der flüssige Schreibstil von Roberts macht das Buch zu einem angenehmen Leseerlebnis.
Allerdings hatte die Geschichte im Mittelteil einige Schwächen. Die Handlung wurde mit der Zeit vorhersehbar, und es fehlte an wirklich packenden Wendungen. Manche Szenen erinnerten stark an andere bekannte Fantasybücher, was den Überraschungseffekt minderte. Auch der Spannungsbogen hätte in den Kämpfen und Prüfungen intensiver sein können – manchmal fehlte einfach das Mitfiebern.
Trotzdem gibt es viele gute Momente im Buch, und das Ende hat mich positiv überrascht. Es lässt genug Raum für Spekulationen und macht neugierig auf den zweiten Teil. Ich hoffe, dass sich die Geschichte weiterentwickelt und in den kommenden Bänden noch mehr eigene Ideen entfaltet.