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Veröffentlicht am 01.05.2024

Noch ein weiterer Mordclub

Heiner ist tot
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Drei Freundinnen, alle Mitte siebzig, leben in einer WG in einer Jugendstilvilla an der Ostsee. Sie kennen sich schon seit Jugendtagen und sie eint das Interesse an kriminalistischen Fällen. So rätseln ...

Drei Freundinnen, alle Mitte siebzig, leben in einer WG in einer Jugendstilvilla an der Ostsee. Sie kennen sich schon seit Jugendtagen und sie eint das Interesse an kriminalistischen Fällen. So rätseln sie gerne bei den sonntäglichen Tatortfolgen mit. Eines Morgens entdeckt eine der Damen, Karin, den örtlichen Postboten tot in einem Strandkorb sitzen. Das weckt ihre Neugierde.
Dieser nett zu lesende Cosy-Krimi folgt dem Trend, Mordclubs ins Rennen zu schicken. Nur leider kann der Krimi nicht mit den Mordclub-Reihen aus dem englischen Sprachraum mithalten. Dazu fehlte mir der sprachlich hintergründige Witz. Vielleicht ist es auch unfair von mir, hier einen Vergleich zu ziehen.
Die Beschreibung der Charaktere ist nicht ganz gelungen, mir gelang es nicht richtig, eine Beziehung aufzubauen. Ich fand auch die Beschreibungen, die Bezug auf das Liebes- und Alltagsleben älterer Menschen nehmen, etwas ‚gewollt‘ eingebaut, ohne dass es überzeugend wirkte. Den Krimifall an sich fand ich zwar als Idee gut ausgedacht, aber letztendlich wurde er auf den letzten Seiten viel zu hastig abgewickelt. Die Umsetzung hatte ich mir ideenreicher und spannender erhofft.
Nette und einfache Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Nett, aber auch nicht mehr

OLAF ERMITTELT – Der Kanzler-Krimi
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Olaf stolpert beim Gassigang über eine Leiche, bei der einen bleibt es auch nicht. Und wer, wenn nicht Olaf, könnte diesen Fall lösen?
Das Cover ist spitze und passt richtig gut zum Buch. Beim Buchtitel ...

Olaf stolpert beim Gassigang über eine Leiche, bei der einen bleibt es auch nicht. Und wer, wenn nicht Olaf, könnte diesen Fall lösen?
Das Cover ist spitze und passt richtig gut zum Buch. Beim Buchtitel musste ich gleich an die Merkel-Krimis von David Safier denken, und hoffte, dass dies Buch ähnlich witzig sei, aber mit eigenem Stil. Den eigenen Stil hat es durchaus, ist auch amüsant. Gut gefallen haben mir neben den Zitaten, die an die Kapitelanfänge gesetzt wurden, die Pointen, in denen weitere Politiker auftraten. Aber ab der zweiten Hälfte wird es leider etwas zäh. Zu Lasten der Spannung müht man sich beim Lesen zunehmend durch Detailbeschreibungen, die für die Handlung an und für sich unwichtig sind. Vielleicht hätte sich der Autor auch nicht so viele Personen in die Geschichte reinpacken sollen. Spaß hatte ich dennoch beim Lesen, für das Kopfkino ist auch einiges dabei. Wer das Buch in die Hand nimmt, sollte keine hohen Erwartungen an die Krimihandlung mitbringen. Ein erheiterndes Buch für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 10.02.2024

Wer wird mich ermordet haben? Finde es heraus!

Das Mörderarchiv
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Annies Großtante Frances erhält mit 17 Jahren eine Weissagung, die sie ihr ganzes Leben lang beschäftigen wird. Man würde sie ermorden! Und das trifft auch leider ein. Ihren potentiellen Erben, zu denen ...

Annies Großtante Frances erhält mit 17 Jahren eine Weissagung, die sie ihr ganzes Leben lang beschäftigen wird. Man würde sie ermorden! Und das trifft auch leider ein. Ihren potentiellen Erben, zu denen auch Annie zählt, hinterlässt sie ein umfangreiches Archiv mit zahlreichen Informationen zu den Dorfbewohnern und die Aufgabe, den Mord an ihr aufzuklären. Wer erfolgreich ist, soll auch erben.
Kristen Perrin erzählt den Krimi auf zwei Ebenen verteilt. Das aktuelle Geschehen wird aus der Sicht von Annie erzählt. Immer wieder werden Abschnitte aus dem Tagebuch von Frances herangezogen, wodurch viel aus deren Jugendzeit beschrieben wird. Das Verhältnis der damaligen Clique untereinander wird dadurch für die Leserschaft verständlicher. Annie, selbst eine angehende Krimiautorin, entwickelt nunmehr den Ehrgeiz, den Tod ihrer Großtante aufzuklären.
Der Krimi ist etwas für Leute, die auch Spaß an dem Erzähltem um den Fall herum haben. Denn es dauert eine Weile, bis etwas Bewegung in den Fall kommt und dann auch langsam die Zusammenhänge klarer werden. Vor allem die Hauptprotagonistin Annie braucht lange, um überhaupt in die Gänge zu kommen.
Die Beschreibung der Charaktere ist nicht ganz gelungen, mir gelang es nicht richtig, eine Beziehung aufzubauen, einige Protagonisten wirkten sehr hölzern auf mich. Mir hat auch das typische Flair eines britischen Krimis gefehlt. Den Plot an sich fand ich gut ausgedacht und er birgt Potential in sich. Die Umsetzung hatte ich mir ideenreicher und spannender erhofft. Falls hier eine Serie geplant sein sollte, muss deutlich mehr an Pep und Lokalkolorit mit hineingepackt werden. Nette und einfache Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 10.02.2024

Kein wirklicher Thriller

Schneesturm
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Ein Mord geschieht auf einer durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnittenen irischen Insel. Cara, die Inselpolizistin, muss im Kreis ihrer alten Freunde ermitteln, unter ihnen ist vermutlich ...

Ein Mord geschieht auf einer durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnittenen irischen Insel. Cara, die Inselpolizistin, muss im Kreis ihrer alten Freunde ermitteln, unter ihnen ist vermutlich der Täter, denn das Opfer gehörte auch zur alten Clique.
Der Krimi hat mich zwiespältig zurückgelassen. Er las sich gut und man kam auch schnell mit dem Buch zu Ende. Der Schreibstil ist recht einfach, wenig komplex. Beworben wird es als Thriller, aber dem wird es leider nicht gerecht. Und die Geschichte hat auch nicht meine Erwartungen erfüllt, dass sie mich so packen könnte, wie "Sommernacht" von Lucy Foley, bei dem eine Hochzeitsgesellschaft während eines Sturms auf einer irischen Insel festsitzt, ein ähnlicher Plot.
Zu Beginn werden die Charaktere recht ausführlich vorgestellt, was der Autorin unterschiedlich gut gelungen ist. Während Cara, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, für mich greifbar war, konnte ich mich bei ihren Freunden erst spät einfinden. Nach und nach treten die Geheimnisse, die jeder mit sich herumträgt, zu Tage. Dagegen hat Tríona Walsh die Atmosphäre der Landschaft und die Abgeschiedenheit der Insel gut beschrieben.
Viele Stellen waren für mich unlogisch, Handlungen einzelner Protagonisten nicht plausibel. Echte Spannung kam leider nicht auf. Es gab einige überflüssige Handlungsstränge und viele Ungereimtheiten, die bei mir im Kopf Fragezeichen ausgelöst hatten. Nur zum Schluss wurde es noch dramatisch mit einer dann doch noch nachvollziehbaren Auflösung. Ein Buch für zwischendurch, einfach zum Konsumieren.

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Veröffentlicht am 17.12.2023

Cooler Agenthriller

Deep Sleep, Band 1 - Codename: White Knight
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Ian Brown, ein scheinbar normaler 17jähriger, steht im Mittelpunkt einer Buchreihe um das Geheimprojekt DEEP SLEEP; welches Jugendliche zu sogenannten Schläfern ausbildet, die für geplante terroristische ...

Ian Brown, ein scheinbar normaler 17jähriger, steht im Mittelpunkt einer Buchreihe um das Geheimprojekt DEEP SLEEP; welches Jugendliche zu sogenannten Schläfern ausbildet, die für geplante terroristische Anschlägen reaktiviert werden. White Knight ist Ians Deckname, er soll die anderen jedoch davon abhalten, Attentate zu begehen.
Eine durchaus spannende Geschichte voller Action bei der man zunächst nicht weiß, wer gut oder böse ist. Es liest sich einfach gut, stilistisch sehr lebendig und bildhaft verfasst. Ich dachte gleich an die Serien um Jack Ryan, Jason Bourne oder Jack Bauer, hier nur in einer jungen Version. Da man auch als Leser durchweg im Dunkeln tappt, bleibt es auch spannend. Ian als Charakter kommt gut rüber und wirkt authentisch. Die Buchreihe ist als Trilogie angelegt, der erste Band endet auch mit einem Cliffhanger und macht neugierig auf die Auflösung der offen gebliebenen Fragestellungen. Leider bleibt vieles auch an der Oberfläche, Tiefgang darf man nicht erwarten, unterhalten wird man durchaus. An der Glaubwürdigkeit des Erzählten kann und soll man zweifeln, denn es wird dem jungen Mann viel abverlangt. Wer jugendliche Action mag, ist hier genau richtig.

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