Profilbild von downey_jr

downey_jr

Lesejury Star
offline

downey_jr ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit downey_jr über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2024

Mal ein anderer Krimi .... Frau Holt hat Humor!

Was niemals geschah
0

Tja, viele mögen mit diesem etwas ungewöhnlichen Krimi (das Ungewöhnliche zeigt sich wohl vor allem auf den letzten 40-50 Seiten) nichts anfangen können. Ich finde aber, das war mal erfrischend, Frau Holt ...

Tja, viele mögen mit diesem etwas ungewöhnlichen Krimi (das Ungewöhnliche zeigt sich wohl vor allem auf den letzten 40-50 Seiten) nichts anfangen können. Ich finde aber, das war mal erfrischend, Frau Holt hat Humor ... kein alltägliches Ende eines Krimis, aber sehr sehr gut geschrieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2024

Monstermäßiger Lesespaß – mit einigen Schwächen

Ungeheuer lieb (Band 1)
1

"Ungeheuer lieb" ist der erste Band einer Kinderbuchreihe von Sonja Kaiblinger.
Es ist meiner Meinung nach geeignet für Kinder ab 8 Jahren.
Das Buch ist mit 128 Seite relativ kurz, die Schrift ist groß ...

"Ungeheuer lieb" ist der erste Band einer Kinderbuchreihe von Sonja Kaiblinger.
Es ist meiner Meinung nach geeignet für Kinder ab 8 Jahren.
Das Buch ist mit 128 Seite relativ kurz, die Schrift ist groß und das Buch ist reichlich bebildert. Allzu viel Text hat es also nicht und ist somit auch für Lesemuffel geeignet.

Mir persönlich hat das Buch etwas weniger gefallen als meinem 11jährigen Kind, aber auch hier hielt sich die Begeisterung ein bisschen in Grenzen. Das lag vor allem auch an dem sehr offenen Ende.
Die Cartoons gefielen mir nicht so, vor allem diese riesigen Augen nicht; mein Kind fand sie ganz witzig.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach etwas arg überzeichnet und klischeehaft, das fand ich nicht so gut. Auch das offene Ende hat mich etwas geärgert – so ist man quasi "gezwungen" ist, den zweiten Band zu kaufen, um zu wissen, wie das weitergeht im Labor ...
Da ich das Buch aber nicht ganz so toll fand, weiß ich noch nicht, ob ich eine Fortsetzung tatsächlich kaufen würde.
Ist eben immer Geschmackssache. Meiner Meinung nach gibt es deutlich bessere Kinderbücher.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 28.02.2024

Der Blick ins Nichts ... und in die Vergangenheit

Mutternichts
0

Ich bin hin und hergerissen von diesem Buch. Christine Vescoli schreibt hier über die Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter sowie von der schwierigen Vergangenheit ihrer Mutter. Die Mutter hatte ein ...

Ich bin hin und hergerissen von diesem Buch. Christine Vescoli schreibt hier über die Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter sowie von der schwierigen Vergangenheit ihrer Mutter. Die Mutter hatte ein hartes Leben, eine Kindheit voller Entbehrungen und schwerer Schicksale. Vieles davon blieb jedoch ein Leben lang unausgesprochen. Nach dem Tod der Mutter macht sich die Tochter auf die Suche nach der Vergangenheit und Antworten auf die nie beantworteten Fragen.
Das Buch ist sehr leise und poetisch geschrieben, was mir einerseits sehr gut gefällt. Dennoch tat ich mir stellenweise etwas schwer damit.
Vieles an dem Buch gefiel mir sehr gut und ließ mich nachdenklich zurück.
Was wissen wir eigentlich über die Vergangenheit unserer Mütter und Vorfahren?
Wie viel bleibt für immer ungesagt?
Oft bleibt einfach nichts ...
Ein nicht ganz einfaches und auch trauriges Thema...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

Distanziert und emotionslos

Ultramarin
0

„Ultramarin“ von Ann-Christin Kumm erzählt die Geschichte von Lou und Raf. Seit der Schule sind die beiden unzertrennlich, doch neben der Freundschaft hat Lou tiefere Gefühle für Raf. Raf legt sich hier ...

„Ultramarin“ von Ann-Christin Kumm erzählt die Geschichte von Lou und Raf. Seit der Schule sind die beiden unzertrennlich, doch neben der Freundschaft hat Lou tiefere Gefühle für Raf. Raf legt sich hier nicht fest; zwar gibt es immer mal wieder körperliche Liebe zwischen Lou und ihm, aber Raf hat auch Affären mit Frauen. Oft sogar ganz offen vor Lou, den dies verletzt. Doch Lou ist ein sehr unterwürfiger, ruhiger Charakter, während Raf charismatisch und dominant ist, und sehr manipulativ.
Doch aus Liebe zu Raf erträgt Lou alles; folgt Raf blind und hofft immer, dass dieser ihm ganz gehören wird.
Als Lou und Raf im Sommer nach Dänemark ins Ferienhaus von Rafs Familie fahren und statt RAfs Schwester Sophie deren Freundin Nora mitkommt, wird die Lage kompliziert.
In Rückblicken erinnert sich Lou an die frühere Zeit mit Raf und Sophie, und an Jakob; besonders hier reißen alte Wunden auf.
Als Nora eines Tages ohne Abschied verschwindet, hofft Lou auf mehr Nähe mit Raf. Doch alles kommt anders ... Ich möchte hier nicht spoilern, sage nur, dass das Ende ziemlich krass ausfällt.
Gefallen hat es mir leider nicht, ebenso wie mir der sehr nüchterne Schreibstil von Ann-Christin Kumm nicht besonders zusagte.
Durch die fehlende wörtliche Rede und häufige Wiederholungen von „er sagte“, „sie sagte“ wurde der Lesefluss ziemlich gestört. Auch wurde vieles nur angedeutet und nicht gut auserzählt.

Zu den Protagonist*innen konnte ich keine wirkliche Nähe herstellen, sie blieben recht distanziert. Vor allem der sehr unterwürfige Lou blieb sehr farblos für mich.

So spannend die Grundidee einer queeren toxischen Beziehung auch ist, fiel die Umsetzung leider recht zäh und unemotional aus. Zum Thema dysfunktionale Beziehungen gibt es meiner Meinung nach deutlich stärkere Bücher. - Für diesen Debütroman kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2026

Kein Roman für Zartbesaitete

Es war nicht anders möglich
0

„Es war nicht anders möglich“ von Svenja Liesau hatte mich vorab durch die Leseprobe sehr neugierig gemacht; ich versprach mir davon einen tiefgründigen, Roman.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive die ...

„Es war nicht anders möglich“ von Svenja Liesau hatte mich vorab durch die Leseprobe sehr neugierig gemacht; ich versprach mir davon einen tiefgründigen, Roman.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive die Geschichte von Martina, Mitte dreißig, arbeitslos. Ihren Vater kannte sie nicht gut, doch als er stirbt, trifft sie das unerwartet heftig.

„Es ist 22 Uhr 37, als ich anfange, über dich zu schreiben. Ich schreibe dir nicht etwa, weil ich dich nicht mehr anrufen kann. Ich habe dich auch, als du noch nicht tot warst, nicht angerufen.
Ich schreibe über dich, um dich loszuwerden. Dich aus meiner Biografie rauszuschreiben. Oder dich für immer an mich zu pressen. Mich endlich in dich reinzutippen. Reinzuhacken.
Mir ist erst mal beides recht, wenn ich nur diese Unruhe nicht mehr verspüren muss. Es ist ein Versuch. Trial and error. Wenn es nicht klappt, versuche ich etwas anderes. Irgendwas Installatives mit alten Videoaufnahmen von dir, verschnitten mit Sondenaufzeichnungen der menschlichen Darmschleimhaut, so die Richtung. Unterlegt mit rückwarts abgespielten Kinderliedern von Rolf Zuckowski. Mir fallt da schon was ein.“

Den Anfang des Buches fand ich noch recht gelungen, ich konnte Martinas Schmerz gut nachfühlen. Svenja Liesaus Schreibstil fand ich gerade auf den ersten Seiten sehr originell und interessant. Doch leider ging es dann recht schnell abwärts.
Protagonistin Martina stürzt sich in einen schier endlosen Rausch, versinkt in Alkohol und Drogen. Dazwischen gibt es Briefe an ihren Vater. Am Ende landet sie in der Psychiatrie.

Ich muss leider sagen, dass die Geschichte dann mit jeder Seite immer ekliger wurde und auch immer wirrer. Teilweise konnte ich überhaupt keinen roten Faden mehr finden in der bruchstückhaften Aneinanderreihung rauschhafter Momente.
Ich bin wirklich offen für vieles, aber das hier war inhaltlich wirklich hart an der Schmerzgrenze.

2 Sterne vergebe ich für den anfangs originellen Schreibstil; inhaltlich konnte mich das Buch jedoch leider überhaupt nicht begeistern.

Vielen Dank an den Rowohlt Berlin Verlag und an den Thalia Book Circle für das Rezensionsexemplar! 📚💚

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere