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Veröffentlicht am 07.04.2024

Alle gegen einen

Weil ich an dich glaube – Great and Precious Things
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Seit Fourth Wing bin ich ein großer Fan der Autorin, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. "Weil ich an dich glaube" erzählt die Geschichte von Cam, der in seine Heimatstadt Alba zurückkehrt, ...

Seit Fourth Wing bin ich ein großer Fan der Autorin, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. "Weil ich an dich glaube" erzählt die Geschichte von Cam, der in seine Heimatstadt Alba zurückkehrt, obwohl er dieser für immer den Rücken zuwenden wollte. Allerdings hat ihm nun sein dementer Vater geschrieben, welcher seine Hilfe braucht. In Alba trifft Cam nicht nur seine Jugendliebe Willow, sondern auch viele Bewohner der Stadt, die nicht mehr gut auf ihn zu sprechen sind ...

Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich kam gut in der Geschichte voran und konnte mir vor allem das Kleinstadtgetümmel mit ihren ulkigen Besonderheiten gut vorstellen (ein bisschen à la Gilmore Girls mit diesen merkwürdigen Regeln beispielsweise bei den Versammlungen). Ansonsten hat mir auch die Liebesgeschichte gut gefallen, zumindest die Chemie stimmte und man kam nicht umhin, zu bemerken, wie sehr Willow und Cam voneinander angezogen werden.

Cam ist ein ehemaliger Kriegsheld, gegen den sich alle zu verschworen haben scheinen, obwohl er einen guten Kern hat, eigentlich immer aushilft und böse Kommentare nicht einmal richtig stellt, sondern hinnimmt. Willow ist eine angesehene Frau in der Stadt und Cams beste Kindheitsfreundin, die später mit seinem Bruder zusammenkam.

Leider gefiel mir der Rest weniger gut. Die Charaktere sind sehr stereotypisch gezeichnet. Alle sind gegen Cam, obwohl dieser im Grunde nie wirklich etwas falsch gemacht hat und zumindest als LeserIn brauchte es nicht viele Seiten, um zu bemerken, wie sehr Cam von allen fehl eingeschätzt wird. Zu Beginn gab es noch einige Überraschungen, hier hat mir das Buch noch besser gefallen, doch irgendwann blieben diese aus. Die restliche Geschichte rundum Cam und seiner Familie wirkte übertrieben. Insbesondere zum Ende hin war vieles dann nur noch vorhersehbar und die großen Wendungen habe ich leider kommen sehen, da sie zu der überzeichneten Geschichte zuvor passten.

Daher blieb ich leider zum Ende hin ein wenig enttäuscht zurück, auch wenn der Schreibstil wie immer fantastisch war.

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Veröffentlicht am 08.03.2024

Magischer Wald

Anderwald (Band 1) - Das Geheimnis der Silberwölfin
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Eines Tages sieht Fiona plötzlich ein magisches Tor, durch das sie in den "Anderwald" stolpert - ein Wald, der magisch ist und den sie als einziger Mensch betreten kann. Hier trifft sie auf ihre Silberwölfin ...

Eines Tages sieht Fiona plötzlich ein magisches Tor, durch das sie in den "Anderwald" stolpert - ein Wald, der magisch ist und den sie als einziger Mensch betreten kann. Hier trifft sie auf ihre Silberwölfin und entdeckt einige Geheimnisse, die diesem magischen Wald innewohnen. Mit an ihrer Seite sind Olivia und Jakob, die sie bei ihren Abenteuern unterstützen, auch wenn sie selbst den Anderwald nicht betreten können. Fiona erfährt, dass der Anderwald bedroht wird. Ein Abenteuer beginnt ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Der Schreibstil ist sehr visuell und energetisch, sodass man leicht mit fiebern kann. Süß fand ich auch das "magische Gewisper", dass immer wieder zwischen einzelnen Kapiteln auftaucht und die Geschichte quasi aus der Perspektive des magischen Waldes erzählt. So ahnt man bereits früh, dass der Wald bedroht ist und dass es eine wichtige Aufgabe für Fiona zu erfüllen gilt.

Fiona ist als Protagonistin sympathisch, ebenso ihre Freunde. Olivia ist ein wenig hitzköpfig, während Jakob ein kleiner Schlaumeier ist, aber zu dritt ergeben sie ein spannendes Gespann. Ein paar der Nebencharaktere waren mir ein wenig zu stereotyp, allen voran die Zwillinge Vanessa und Sebastian, die wohl die gemeinen Gegenparts zu unseren Helden darstellen sollten. Sie stammen aus reichem Hause, was sie auch wiederholt jedem auf die Nase drücken, haben keinen einzigen, guten Charakterzug und beenden die Sätze voneinander, wie Zwillinge das halt so machen... Auch die Darstellung von Luis, der im Rollstuhl sitzt, wurde überwiegend auf eben jenes Merkmal reduziert, ich kann mir aber vorstellen, dass er sich im weiteren Verlauf noch zu der Hauptclique gesellt, da er von einem Abenteuer sprach.

Handlungstechnisch erlebt Fiona einige Abenteuer im, aber auch außerhalb des Anderwalds. Es gibt einiges zu entdecken, beispielsweise, warum nur Fiona den Anderwald betreten kann und niemand sonst. Auch die Rolle des Anderwalds selbst in der Welt der sterblichen empfand ich als schön und poetisch. Ansonsten gab es eher keinen roten Faden. Fiona entdeckt den Anderwald, will hierhin immer wieder zurück, stellt der Wölfin ein paar Fragen, aber nicht alle, weil die Zeit zu knapp ist. Erst zum Schluss offenbart sich der dunkle Feind, daher fühlte sich das Buch wie ein längerer Prolog an. Für den Folgeband wurden aber alle wichtigen Zutaten sozusagen bereitgestellt, sodass es hier nun richtig losgehen kann.

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Veröffentlicht am 02.03.2024

Gefangen

DARK gleam CASTLE
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Für mich war das mein erster Ausflug in das Dark-Romance-Genre und ich bin gespaltener Meinung. in "Dark Gleam" Castle" wollen Maddie und ihr Bruder Cassio Schulden begleichen, wobei Maddie schließlich ...

Für mich war das mein erster Ausflug in das Dark-Romance-Genre und ich bin gespaltener Meinung. in "Dark Gleam" Castle" wollen Maddie und ihr Bruder Cassio Schulden begleichen, wobei Maddie schließlich in die Fänge der Schuldeneintreiber gerät. Diese benehmen sich wie Alpha-Tiere, Frauen haben wenig zu sagen. Maddie muss bleiben und ihre Schulden als Sklavin der Männer begleichen. Zeitgleich betreibt ein Mörder auf dem Anwesen seinen Rachezug. Da das Schloss auf einer Insel liegt, sind die Beteiligten von der Außenwelt abgeschottet. Maddies Leben steht daher auf mehr als eine Art auf Messers Schneide.

Der Schreibstil des Buches war leicht und angenehm, wodurch ich gut durch die Geschichte kam. Inhaltstechnisch wird das wiedergegeben, was auch versprochen wird, auch wenn das Genre wahrscheinlich nicht meins Lieblings-Genre wird. Es gibt viel Sex, aber auch einiges an Handlung, was für mich Positiv war. Durch verschiedene Perspektiven lernt man zudem die einzelnen Charaktere kennen, auch wenn die Männer doch mit ihrem besitzergreifendem Gehabe recht ähnlich gestrickt sind.

Maddie ist grundlegend mit ihrer Kämpfernatur sympathisch, auch wenn ich manche ihrer Sichtweisen nicht sonderlich mochte. Vor allem war Maddies Verhalten auf Grund ihrer Stellung schwierig für mich. Viele Taten wurde verherrlicht und stellen für Maddie schlussendlich kein allzu großes Problem dar. Auch ihre Sicht auf die anderen Frauen im Schloss war für mich scheinheilig - quasi alle anderen Frauen sind "Huren" und werden von ihr als solche beschrieben, wobei sie selbst sich in manchen Situationen doch gar nicht so anders verhält? Wahrscheinlich darf man über all das nicht allzu sehr nachdenken, ich kam aber einfach nicht drum herum. Manche Szenen ergaben in der Einbettung von ihr als Gefangener für mich einfach wenig Sinn.

Fazit: Gut geschrieben, aber inhaltlich nichts für mich

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Drachen, Hexen und mittendrin La Catrina

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch mit ganz anderen Erwartungen gestartet bin. Gefreut hatte ich mich auf Einblicke in die mexikanische Kultur samt dem Tag der Toten und La Catrina. Ich war gespannt, ...

Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch mit ganz anderen Erwartungen gestartet bin. Gefreut hatte ich mich auf Einblicke in die mexikanische Kultur samt dem Tag der Toten und La Catrina. Ich war gespannt, welche Kräfte Valentina wohl innewohnen würden, welche die Gaben der La Catrina von ihrer Mutter und auch Großmutter vererbt bekommen hatte. Die Reise führte mich allerdings ganz woanders hin ...

Zunächst einmal verschlägt es Valentina und ihren Bruder Emilio nach Irland, genauer gesagt nach Dublin, nachdem deren Mutter verstorben ist und ihr Vater es in der Heimat nicht mehr aushält, ohne seine Frau zu sein. In Irland studieren wohl Valentina, als auch Emilio und versuchen zunächst, sich im studentischen Leben zurecht zu finden. Ein schicksalhaftes Ereignis - das plötzliche Auftauchen von Drachen in einem Stadion während eines Fußballspieles - führt jedoch dazu, dass Valentina und Emilio in einige magische Vorfälle verstrickt werden. Insbesondere Emilio hetzt gegen die Drachen. Und dann wäre da noch die Hexe Lily, die in Bezug auf Valentina ihre ganz eigenen Ziele verfolgt ...

Es fällt mir schon schwer, allein die Inhalte des Buches einigermaßen chronologisch wiederzugeben - da einfach viel zu viel passiert. Vor allem die Drachen nehmen einen großen Stellenwert im Buch ein, wobei davon in der Inhaltsangabe keinerlei Rede ist. Es scheint so, als würden hier die Bände Flame und Arrow sowie die Clans of London weitererzählt werden. Während Hexe Lily zumindest Absichten in Bezug auf Valentinas Kräfte hegt, wirkt die Geschichte rundum die Drachen zunehmend wie ein zweiter, großer Erzählstrang, den (ich zumindest) nicht erwartet hatte. Und wäre das nicht genug, folgt die schnelle Einführung vielfacher Charaktere, die alle irgendwie eine Vergangenheit miteinander haben, die plötzlich auftauchen und ihre Kräfte kurz nutzen, die man aber kaum kennenlernt, geschweige denn eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Für Fans der Vorgängerreihen ist es bestimmt toll, altbekannte Lieblinge wieder zutreffen, ich fühlte mich einfach nur erschlagen von der Fülle an Charakteren und auch nicht abgeholt.

Die Kräfte von Valentina spielen eine untergeordnete Rolle und werden höchstens am Rande zwei bei drei Mal kurz erwähnt. Was nun ihre wirkliche Aufgabe ist, wurde mir bis zum Schluss nicht deutlich. Zwar lernt man insbesondere Valentina, Emilio und auch Lily durch deren drei Erzählperspektiven besser kennen, jedoch drehen sich auch ihre Gedanken vor allem um die Drachen und im Falle von Lily die Hexen und ihre Vergangenheit. Generell mochte ich die Charaktere aber gerne, insbesondere Emilio nimmt eine interessante und auch nachvollziehbare Wandlung hin.

Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse noch einmal und manches kam mir nicht ganz durchdacht vor. Insbesondere Lilys Entwicklung würde mich im Folgeband interessieren.

Fazit: Das Buch scheint vor allem für Fans der vorigen Reihen eine tolle Ergänzung. Ich, die neu in diese Reihe eingestiegen bin, wurde durch die unerwartete Richtung des Buches und der Masse an neuen Charakteren eher erschlagen.

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Veröffentlicht am 30.09.2023

Die Auslöschung der Vampire

Die Schwarze Königin I
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Zu aller erst bin ich ein großer Fan vom Cover und dem Titel, beides hat mich sofort neugierig gemacht und auf eine spannende, düstere Geschichte eingestimmt. Der Prolog fängt genau diese Stimmung auf ...

Zu aller erst bin ich ein großer Fan vom Cover und dem Titel, beides hat mich sofort neugierig gemacht und auf eine spannende, düstere Geschichte eingestimmt. Der Prolog fängt genau diese Stimmung auf und beginnt rasant, actionreich und brutal. Markus Heitz beschreibt hier eindrückliche Szenen, die äußerst reelle Bilder im Kopf entstehen lassen und mich schaudern ließen.

Im Folgenden wird das Buch auf zwei Zeitsträngen erzählt: In der Vergangenheit wird Barbara auf die Vampire aufmerksam und verbündet sich mit Vlad, dessen Lebensziel es ist, selbige zu vernichten. Sein Gefährte Sorin beschützt ihn hierbei. Das Trio begibt sich auf dunkle Pfade und sucht Hilfe in der Alchemie und dem Okkulten. Viele historische Ereignisse werden hierbei mit in die Erzählung verwoben. In der Gegenwart wird Len als Nachfahre Vlads auserkoren, was ihm wiederum die Aufmerksamkeit einiger unschöner Gestalten bringt. Len stürzt von einem Nahtoderlebnis ins nächste und lernt hierbei die dunklen Wesen der Anderswelt kennen. Gemeinsam mit der Professorin Jolana begeben sie sich auf die Suche nach dem Vermächtnis der schwarzen Königin - also Barbaras.

Die Zeitschiene der Vergangenheit konnte mich insbesondere zu Beginn sehr viel mehr fesseln als die der Gegenwart. Generell hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem eher schnellen Schreibstil, in dem auch dramatische Ereignisse recht zügig abgehandelt werden, wodurch bei mir auch bei Todesszenen keine Gefühle aufkommen wollten. Hinzu kommen die vielen geschichtlichen Ereignisse und auch Protagonisten, die immer wieder eingeworfen werden. Man muss sich beim Lesen des Buches sehr konzentrieren, um alles zur Genüge aufzunehmen. Ich hatte mich hierbei auch gefragt, wie all diese Zusammenhänge zum Ende hin ein schlüssiges Bild ergeben sollen, doch einiges wurde schlussendlich offen gelassen, was Raum für einen zweiten Band lässt. Ich hätte mir ein runderes Ende gewünscht, insbesondere im Hinblick auf die beiden Zeitschienen.

Die Protagonisten mochte ich gerne, insbesondere die mutige, furchtlose und clevere Barbara, die im Kampf gegen die Vampire vor nichts zurückschreckt. Der Autor hat auf jeden Fall graue Charaktere geschaffen. Ich würde sagen, dass keiner von ihnen eine reine Weste besitzt, was es spannend machte und immer wieder für neue Überraschungen sorgte. Man stellt sich immer wieder Fragen im Hinblick auf die Moral. Denn die Vampire gibt es im Roman in den verschiedensten Mischformen und so sind auch liebgewonnene Charaktere von der Verwandlung betroffen.

Wer also an blutrünstigen, actionreichen und schnell erzählten Fantasyromanen mit historischem Hintergrund seine Freude hat, wird hier auf seine Kosten kommen.

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