Ausschweifende Geschichte über die Französische Revolution
Die Frauen von Notre DameJosie, eine junge Deutsche, ist zufällig in Paris als im April 2019 Notre Dame brennt. Als Restauratorin hilft sie beim Wiederaufbau und findet einen Ring und einen Brief. Gemeinsam mit Antoine, einem ...
Josie, eine junge Deutsche, ist zufällig in Paris als im April 2019 Notre Dame brennt. Als Restauratorin hilft sie beim Wiederaufbau und findet einen Ring und einen Brief. Gemeinsam mit Antoine, einem Historiker, macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das sich hinter den Fundstücken verbirgt. Dabei finden sie Spuren, die sie mitten in die Französische Revolution und zu bekannten Persönlichkeiten führen.
"Die Frauen von Notre Dame" ist ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der die Geschehnisse rund um die Französische Revolution ausführlich beleuchtet vor dem Hintergrund der Liebesgeschichte von Lucile und Camille Desmoulins. Ausgehend von Josies Fund beschreibt Eva-Maria Bast abwechselnd das große historische Ereignis in Rückblenden in die Zeit ab 1789 und verbindet sie mit dem Brand der Kathedrale in der Gegenwart.
Die Beschreibung der Französischen Revolution und der Beziehung von Lucile und Camille ist sehr detailreich und ausschweifend - für mich zu ausschweifend und hätte deshalb eine inhaltliche Straffung vertragen. Die Sprünge zwischen den Erzählsträngen der Gegenwart und der Vergangenheit kommen in sehr kurzen Intervallen und bilden dazu einen Gegensatz, stören aber den Lesefluss.
Wer sich für französische Geschichte interessiert und sich nicht an meinen Kritikpunkten stört, könnte aber durchaus Spaß an dem Buch haben.