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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2017

Unterhaltsame Fortsetzung mit dem ständigen Drang zu lachen

Verflixt und unsichtbar
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Eine gelungene Mischung aus Chick-Lit, Krimi und Fantasyroman, ist der dritte Band der Laura Sand-Reihe, "Verflixt und unsichtbar - Mission Schlupfloch", in dem Laura ihrem eigenen Geheimnis näher kommt ...

Eine gelungene Mischung aus Chick-Lit, Krimi und Fantasyroman, ist der dritte Band der Laura Sand-Reihe, "Verflixt und unsichtbar - Mission Schlupfloch", in dem Laura ihrem eigenen Geheimnis näher kommt und eine untreue Tennis-Lady beschattet und überführt, geschrieben von Jana Himmel.

Laura Sand, die wohl beste Detektivin wenn es um Fremdgänger und Heiratsschwindler geht, ist stinkwütend auf ihren herumspukenden Hausgeist Will. Denn dieser ist vor knapp einer Woche, einfach so ins Schlafzimmer geplatzt und hat ihr Date mit Erik - Traummann und Arbeitskollegen redlich versaut. Klar das danach die Luft raus war.
Kleinlaut entschuldigt sich Will, mit der Annahme, das seine Mutter an einen Heiratsschwindler geraten ist. Ehrensache für Laura, das sie ihrem Hausgeist Will, bei seiner Angelegenheit helfen möchte.
Doch auch in der Detektei wartet auf die junge Detektivin mit der besonderen Gabe, ein brisanter Fall. Denn Laura soll möglichst zeitnah eine untreue Tennis-Lady beschatten und überführen. Und ausgerechnet Erik soll sie dabei unterstützen.
Es wird brisant denn auch in ihrer eigenen Sache möchte Laura weiterkommen, doch urplötzlich ist das Haus von Richter Konstin verlassen und leer gefegt.
Was hat das alle zu bedeuten? Wird sie die Geheimnisse lüften und die untreue der Tennis-Lady beweisen können?

Die junge Protagonistin Laura Sand, liebt es, nicht nur durch ihre gefärbte Haarpracht aufzufallen, sondern hat auch eine besondere Gabe und ein Faible für Dessous. Sie ist verpeilt, manchmal verträumt und scheint von einem Fettnäpfchen ins nächste zu stolpern. Dabei hat mir besonders ihre freche und leicht aufmüpfige Art gefallen, denn sie Antwort wie ihr der Mund gewachsen ist ohne grossartig nachzudenken. Das hat oftmals für ganz witzige Lesemomente gesorgt und ich konnte beherzt schmunzeln und lachen.
Besonders cool ist auch ihre besondere Gabe, die jedoch nicht immer eine ist. Denn obwohl sie sich unsichtbar machen kann, muss sich auch ihrer Kleidung komplett entledigen und kann auch nicht durch Wände gehen. Ausser sie selbst wird nichts an ihr unsichtbar das je nach Jahreszeit zu Unterkühlung und Frostbeulen führte.
Auch Will ist ein verpeilter aber liebenswerter Charakter den ich sehr liebgewonnen habe.
Der Einstieg in die Geschichte und das Leben von Laura Sand ist mir obwohl ich die ersten beiden Bände nicht kenne, sehr leicht gefallen. Denn Jana Himmel wiederholt die wichtigsten Fakten und Ereignisse aus den vorherigen Bänden und schafft dadurch eine gelungene Mischung aus Rückblick und neuen Ereignissen, die gut in die Geschichte einfliessen.
Doch die Frage, woher Laura ihre besondere Gabe hat und ob es noch weitere ihrer Art gibt, zieht sich durch die bisherigen Bänder hindurch und bleibt auch weiterhin offen und spannend.

Nicht so gut haben mir manche Gedankengänge und Einwände von Laura gefallen, die wie aus dem Nichts gegriffen wurden. Häppchenweise erfährt man hilfreiche Fakten die sie in ihrem Fall weiter bringen, man jedoch als Leser nicht mit einbezogen wurde und so bei mir für leichte Verwirrung gesorgt haben. Auch waren einige Situationen einfach zu offensichtlich und hätten ruhig etwas spannender verpackt werden können. Zwar bin ich bis zum Schluss komplett im Dunkeln getappt bezüglich des Entführers, wobei dieser eigentlich ganz offensichtlich auf der Hand lag. Nur das Warum war mir nicht schlüssig. Auch empfand ich die Auflösung etwas ernüchternd wurde jedoch am Ende nochmals überrascht und ist mit einem fiesen Cliffhanger versehen der neugierig und auf eine spannende Fortsetzung schliessen lässt. 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreisend, frisch und humorvoll, der das lesen für mich sehr angenehm gemacht hat. Die Kapitel sind übersichtlich, mit farbenfrohen und witzigen Botschaften versehen durch die man fliessend und flüssig gelangt.
Zwar ist die Geschichte ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen, das mich jedoch gut unterhalten hat, spritzig und mit viel witzigen Situationen bestückt und mit einer gleichbleibenden Spannung versehen war.

Verflixt und unsichtbar, ist eine unterhaltsame und humorvolle Fortsetzung der Laura Sand-Reihe mit verständlicher Handlung und spannendem Cliffhanger am Ende. Ein tolles und kurzweiliges Lesevergnügen für Zwischendurch.

Veröffentlicht am 21.10.2024

Unterhaltsamer Auftakt mit Roboterdackel Frankenstein

Die Allianz der 3½ (Band 1) – Auf Schatzsuche
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"Die Allianz der 3 1/2 - Auf Schatzsuche" von Anna Kim, ist der Auftakt einer unterhaltsamen Kinderkrimi-Reihe, bestehend aus einem Detektivteam, einem Roboterhund auf der Suche nach einem Legendären Schatz.

Feli ...

"Die Allianz der 3 1/2 - Auf Schatzsuche" von Anna Kim, ist der Auftakt einer unterhaltsamen Kinderkrimi-Reihe, bestehend aus einem Detektivteam, einem Roboterhund auf der Suche nach einem Legendären Schatz.

Feli muss die Sommerferien bei ihrer Tante im kleinen Dorf Würmla verbringen. Sie empfindet dies als eine regelrechte Strafe zumal sie von ihrer Tante bis vor kurzem gar nichts gewusst hatte. Aus Langeweile durchforstet sie gemeinsam mit ihrem Roboterdackel Frankenstein die Räume der Villa ihrer Tante und stösst dabei auf einen geheimen Zugang. Dieser führt sie in ein verborgenes Detektivbüro, wodurch sie sich prompt in ihrem ersten Fall befindet. Während dessen benötigt Jojo Hilfe, denn aus dem Museum wurde etwas gestohlen. Gemeinsam mit Roboterdackel Frankenstein ermitteln sie, doch das selbst ernannte Detektivteam steht vor einem kniffligen Fall. Was geht nur im Museum vor sich und was hat das alles mit dem legendären Schatz der Würmler zu tun?

Anna Kim nimmt junge Nachwuchsdetektive mit, in einem unterhaltsamen Kinderkrimi. Man fühlt sich rasch von Felis offenen Art und ihrem Ermittlerfieber angesteckt und in den Bann der Geschichte gezogen. Sie ist ein quirlig und abenteuerlustiger Charakter mit der man viel Spass haben kann. Und doch hat es etwas gedauert bis wir den Zugang gefunden und richtig warm mit den Charakteren geworden sind. Hilfreich wäre ein kurzes Vorstellen der Hauptcharaktere mit ihren Eigen und Besonderheiten am Anfang des Buches gewesen. Das hilft zum einen sich die Figuren besser vorzustellen und beim reinkommen. Auch fand ich manchen Wortlaut nicht altersgerecht und passend. Richtig gut gefallen hat uns hingegen der lustige Roboterdackel Frankenstein. Er ist ein richtig witziges Kerlchen das die Handlung mit seinem Witz und Charme umschmeichelt.

Die Geschichte besteht quasi aus mehreren Handlungsstränge, wie dem finden des Detektivbüros, aber auch die Suche des Würmler Schatzes und dem kennenlernen der einzelnen Detektivteam Figuren. Das hat teilweise für leichte Verwirrung gesorgt, sodass wir das Gefühl hatten etwas verpasst zu haben und nicht ganz mitzukommen. Auch gab es einige Zufälle die unglaubwürdig rüberkamen, fehlende Zusammenhänge und langatmige Beschreibungen die den Lesefluss für uns etwas ins stocken gebracht haben. Der Schreibstil hingegen liest sich sehr angenehmen ist, locker leicht und altersgerecht.

Die Handlung baut sich durchweg unterhaltsam mit einigen Spannugnsmomenten auf. Am Ende bleibt die Identität des Meisterdektives sowie die ein oder andere Frage offen und ungeklärt die auf eine mögliche Fortsetzung schliessen lässt.

Obwohl wir uns etwas mehr vom Auftakt der Kinderkrimi-Reihe erhofft haben, ist es ein durchaus lesenswert und abenteuerreich unterhaltsamer Krimi für junge Detektive.

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Veröffentlicht am 12.03.2024

Aussergewöhnliche Geschichte

Cosima und der Diamantenraub
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"Cosima und der Diamantenraub" von Laura Noakes, ist ein aussergewöhnlich aber dennoch spannendes Abenteuer mit beklagenswerten Mädchen die einen Diamantenraub planen.

Cosima die von allen Cos genannt ...

"Cosima und der Diamantenraub" von Laura Noakes, ist ein aussergewöhnlich aber dennoch spannendes Abenteuer mit beklagenswerten Mädchen die einen Diamantenraub planen.

Cosima die von allen Cos genannt wird, lebt schon ihr ganzes Leben lang im Heim für beklagenswerte Mädchen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Pearl, Mary und Diya macht Cos das Beste aus ihrem tristen Alltag und begeht regelmäßig raffiniert und waghalsige Kuchendiebstähle aus der Küche. Doch dann wartet ein viel größerer Coup auf sie. Denn der berühmte Entdecker Lord Francis Fitzroy, der gerade eine Ausstellung von sagenumwobenen Raubgütern plant, will die Mädchen der Heimleitung abkaufen und hat offenbar fiese Pläne für sie vorgesehen. Für die Mädchen wir schnell klar sie müssen handeln. Während sie einen verwegenen Raubüberfall planen decken Cos und ihre Freundinnen eine mysteriöse Gesellschaft und lang vergessene Familiengeheimnisse auf. Werden es die Freundinnen schaffen, den Sterndiamanten aus der Ausstellung zu klauen und damit ihre Freiheit zu sichern?


Laura Noakes nimmt ihre Leser mit in ein Abenteuer beklagenswerter Mädchen. Zugegeben fand ich die Bezeichnung beklagenswert nicht wirklich passend, das zu Anfang irgendwie auch einen negativen Touch auf das Buch und die Geschichte geworfen hat. Auch die Handlung ist anders, nicht unbedingt schlecht aber es fehlt die Fröhlichkeit, angehende Spannung und Unterhaltung, die das Buch lesenswert macht. Auch haben wir uns anfangs etwas schwer mit dem Schreibstil und dem reinkommen in die Geschichte getan. Doch wenn man dabei bleibt wird man mit einem zunehmen abenteuerlich und spannenden Fortgang der Geschichte belohnt. Ich kann zwar nicht wirklich sagen das mir die Mädchen während dem lesen ans Herz gewachsen sind aber sie beweisen, stärke, Mut und Willen das uns imponiert und gefallen hat. Auch der geplante Coup der Mädchen war bemerkenswert und spannend.

Sehr gefallen und angesprochen hat uns die Ausarbeitung der Buchseiten. Denn diese sind mit hübschen Illustrationen versehen die das Abenteuer auf eine wundervoll lebendige Art unterstreichen. Auch die Kapitel haben eine lesefreundliche Länge die dem Lesealter angepasst ist.

Auch wenn wir nicht von Anfang an Spass beim lesen hatten, ist es doch eine tolle und vor allem aussergewöhnliche Geschichte die mit der Zeit wächst und an Spannung gewinnt.


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Veröffentlicht am 13.06.2021

Schweden Idylle mit ernster Thematik

Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein
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"Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein" von Kirsten Boie, ist eine Sommer-Sonne Ferien Geschichte mit ernster Thematik und schwedischem Flair.

Anna, Magnus und Linnea leben nach der Trennung der ...

"Man darf mit dem Glück nicht drängelig sein" von Kirsten Boie, ist eine Sommer-Sonne Ferien Geschichte mit ernster Thematik und schwedischem Flair.

Anna, Magnus und Linnea leben nach der Trennung der Eltern, bei ihrer Mutter. Der geplante Schwedenurlaub muss jedoch für Mama ausfallen die arbeitsbedingt nicht mitkommen kann, stattdessen wird Papa mitfahren. Doch dieser lebt mittlerweile mit einer anderen Frau zusammen und hat seine ganz eigenen Probleme. Idyllisch, ruhig und gemütlich liegt ihr klein und rotes Ferienhaus mitten im Birkenwald. Ein Naher See mit Boot runden den Glücksurlaub ab. Ein Sommer wie im Bilderbuch, doch dann reist Friedrich, der Sohn von Papas neuer Frau an, den Anna so gar nicht ausstehen kann.

Kirsten Boie nimmt ihre Leser mit in einen idyllischen Schwedenroman mit ernster Thematik wie Scheidung, Patchwork, Eifersucht, Wut aber auch schönen Glücksmomenten und zeigt was im Leben wirklich zählt. Mit ihrer sehr angenehm, fliessenden Schreibweise schlägt sie leise, warm, sanft aber auch traurige Töne an und beschreibt ohne Wertung, Gedanken, Gefühle und Emotionen der Charaktere die ganz unweigerlich aufkommen, wenn eine Familie auseinanderbricht. Trotz melancholischer Grundstimmung, fühlt man sich den Charakteren und der Handlung nahe, die eher ruhig und ohne grosser Spannungsmomente auskommt. Doch es gibt auch viele kleine Dinge auf die es ankommt und sehr schöne Glücksmomente, die ans Herz gehen. 


Insgesamt eine sehr schön, melancholisch mit Tiefgang geschriebene Geschichte die ans Herz geht.

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Veröffentlicht am 07.04.2021

Interssante Einblick in die Welt von Bill

Career Suicide
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"Career Suicide - meine ersten dreissig Jahre" von Bill Kaulitz, beschreibt unterhaltsam, teils aber auch sehr vulgär den Gipfel der Exzentrik.

Laut aussage der süddeutscher Zeitung gehört Bill Kaulitz ...

"Career Suicide - meine ersten dreissig Jahre" von Bill Kaulitz, beschreibt unterhaltsam, teils aber auch sehr vulgär den Gipfel der Exzentrik.

Laut aussage der süddeutscher Zeitung gehört Bill Kaulitz zu den charismatischsten Figuren der Musikwelt. Als Gesicht der Band Tokio Hotel wurde Bill Kaulitz für sein exzentrisches Auftreten geliebt, belächelt, bewundert und gehasst zugleich. Nun hat er mit Career Suicide sein erstes Werk geschrieben und veröffentlicht. 


Bill Kaulitz erzählt in seiner Biographie zum ersten Mal offen von seiner Kindheit im Nirgendwo, von Tokio Hotels überwältigendem Erfolg, aber auch von Eskapaden, Einsamkeit und der besonderen Beziehung zu seinem Bruder Tom. Obwohl ich noch nie ein grosser Fan sowohl von Bill als auch der Band Tokio Hotel war, fasziniert mich seine provozierende Art und sein Auftreten in der Öffentlichkeit. Auch ist er sich und seinem Style bisher immer treu geblieben, zieht im grössten Sturm nach Los Angeles und agiert von dort sein Leben. Authentisch, schonungslos beschreibt er seine Lebensgeschichte, Erfolge, Misserfolge und lässt sowohl seine Fans als auch Kritiker an seinem Leben und Alltag teilhaben. Und doch ist mir seine vulgäre Aussprache teils etwas zu viel gewesen und sauer aufgestossen. Auch gibt es allerlei Seitenfüllende Wiederholungen und einige Verharmlosungen um teilweise vermutlich besser dazustehen. Mit seinem Werk schafft er es wiedermal in die Schlagzeilen und macht Gehör von sich.

Auch wenn ich seine Einblicke teils sehr interessant und irgendwie auch faszinierend fand, werde ich mich auch weiterhin nicht als Fan zählen und doch konnte sich meine Sicht auf Tokio Hotel und Bill im Allgemeinen etwas verändern.

Ein Buch das man vielleicht nicht unbedingt gelesen haben muss, da es provoziert und vulgär geschrieben ist, gleichzeitig aber auch schonungslos eine andere Seite einer bekannten Persönlichkeit zeigt.

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