Frisch wie ein junger Wein und gehaltvoll im Abgang, Band 5 der Reihe überzeugt mal wieder sehr.
Letzte LeseIch begleite Kriminalhauptkommissar Achill und seinen Freund, André Sartorius bereits seit Band 1 und habe auch Achills Kollegin Verena ins Herz geschlossen. Immer wieder für meine Erheiterung hat jedoch ...
Ich begleite Kriminalhauptkommissar Achill und seinen Freund, André Sartorius bereits seit Band 1 und habe auch Achills Kollegin Verena ins Herz geschlossen. Immer wieder für meine Erheiterung hat jedoch Irina gesorgt, die russische Austauschstudentin mit der großen Klappe, die bei ihrem Vermieter Sartorius inzwischen eine Art Ersatzvater gefunden hat. Das Geplänkel zwischen den beiden ist erfrischend und so trifft es mich besonders hat, dass der Autor bzw. seine bösen Antagonisten es dieses Mal auf Irina abgesehen haben.
Was haben der Tod eines Weinbauern und eines Polizisten miteinander zu tun? Und wie schaffen es engagierte junge Menschen, dass aus ihren durchaus berechtigten Protesten keine Massenschlägereien werden, weil sie von Hooligans und Schlägertrupps infiltriert werden? Wie gefährlich ist eigentlich Fracking und wer ist der Böse in diesem Krimi?
Uwe Ittensohn schreibt hochaktuell über das Leben und fängt die Stimmung im Land sehr gut ein. Wieviel Umweltschutz verträgt unser Land und wie sehr beeinflussen andere Länder bereits unser Handeln?
In Letzte Lese möchte der Autor auch vermitteln, dass nicht alle Russen unter Generalverdacht gestellt werden und viele in Deutschland lebenden nicht gutheißen, was in ihrer früheren Heimat gerade passiert. Das Ganze verpackt er in einen spannenden Kriminalfall, der zwar fiktiv ist, aber meiner Ansicht nach durchaus den Anspruch besitzt, Realität zu werden.
Der passionierte Weinkenner und Autor kann in diesem Buch seine beiden Leidenschaften vereinen und legt ein Tempo vor, dass mich immer wieder den Atem anhalten lässt.
Ich zittere und bange um das Ermittlerteam, welches es diesmal noch mit einem Gegner aus den eigenen Reihen zu tun bekommt und ganz besonders um Irina musste ich mich dieses Mal sorgen.
Ein spannender Krimi mit Tiefgang, welchen ich nicht mehr aus den Händen legen konnte, so muss das sein und dafür ist der Autor auch bekannt. Ich vergebe sehr gerne mal wieder 5 von 5 Sternen und freue mich schon auf die nächsten Fälle dieses sympathischen Quartetts.