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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2023

Atmosphärischer Thriller perfekt für den Winter!

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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"Der Aufstieg" von Amy McCulloch ist ein atemberaubender Thriller, der nicht nur mit aufregendem Hochgebirgsklettern, sondern auch mit einem mysteriösen Mordfall aufwartet. Diese atmosphärische Geschichte ...

"Der Aufstieg" von Amy McCulloch ist ein atemberaubender Thriller, der nicht nur mit aufregendem Hochgebirgsklettern, sondern auch mit einem mysteriösen Mordfall aufwartet. Diese atmosphärische Geschichte entführt den Leser in die schaurige Umgebung des Mount Manaslu, dem achtthöchsten Berg der Welt im Himalaya, erreichbar von Nepal. Amy McCulloch verwebt dabei geschickt ihre eigenen Erfahrungen beim Besteigen des Mount Manaslu mit einem lebendigen Sinn für den Ort und den Herausforderungen, die mit einem rätselhaften Mordfall einhergehen. Die einheimischen, hoch erfahrenen Sherpa-Führer gehen voraus, um Leitern und Seile zu platzieren, um den Kletterern Hilfe und Sicherheit zu bieten. Wenn man in die 'Todeszone' aufsteigt, wird die Luft erstickend. Nur die Mutigsten verzichten darauf, zusätzlichen Sauerstoff mitzuführen.

Cecily Wong, eine junge Journalistin, wurde von dem renommierten Bergsteiger Charles McVeigh eingeladen, ihn bei seinem Aufstieg zum Gipfel des Manaslu zu begleiten. Er ist bekannt dafür, Bergsteigerrekorde zu brechen und heroische Rettungen durchzuführen. Dies wird sein letzter Aufstieg von acht Bergen über 8.000 Meter innerhalb eines Jahres sein, um einen Weltrekord aufzustellen. Außerdem beabsichtigt er, ohne Sauerstoff oder Seile zu klettern. Charles verspricht Cecily ein Interview, um sie als Abenteuerjournalistin zu etablieren, jedoch erst nachdem sie den Gipfel als Teil seines Teams erreicht hat. Cecily ist die am wenigsten erfahrene unter seinen sechs ausgewählten Teammitgliedern und vier Sherpa-Führern. Sie wird von einem beunruhigenden Scheitern bei einem vorherigen Aufstieg heimgesucht, über das nur wenige Bescheid wissen. Sie weiß, dass das Interview mit Charles eine einmalige Gelegenheit ist, und stimmt zu, seinem Team beizutreten. Ist sie mutig oder leichtsinnig? Sie weiß, dass es ihr an Wissen und Erfahrung fehlt, ist jedoch entschlossen, ihre Angst zu überwinden und den Gipfel zu erreichen. Die Geschichte hat mich sprachlos gemacht!

Der Schauplatz ist fesselnd, und man kann die feindselige Umgebung förmlich spüren. Sehr zu empfehlen für Leser, die eine fesselnde Abenteuer-/Überlebensgeschichte und einen Krimi mit packenden, faszinierenden Charakteren genießen. Nicht jeder ist, wer er zu sein scheint...

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Toller Winter-Thriller mit beklemmender Atmosphäre

Das Sanatorium
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Eisiger Thriller der rapide an Spannung zunimmt!

"Das Sanatorium", das erste Buch von der Autorin Sarah Pearse, hat mich durch sein außergewöhnliches Cover in Verbindung mit dem Klappentext sofort angesprochen. ...

Eisiger Thriller der rapide an Spannung zunimmt!

"Das Sanatorium", das erste Buch von der Autorin Sarah Pearse, hat mich durch sein außergewöhnliches Cover in Verbindung mit dem Klappentext sofort angesprochen. Besonders das Cover passt hervorragend zu der Atmosphäre der Geschichte der Protagonistin Elin, einer Kommissarin, die während einer beruflichen Auszeit zur Verlobungsfeier ihres Bruders in ein abgeschiedenes Hotel fährt und dort in die Ermittlungen eines Mordfalls gerät.

Der Einstieg in die Geschichte rund um das umgebaute Sanatorium ist mir durch den flüssigen Schreibstil der Autorin relativ leicht gefallen. Bereits zu Beginn lernt man die wichtigsten handelnden Figuren kennen, allerdings nur grob, sodass viele Fragen offen und Geheimnisse verborgen bleiben, die erst im Laufe der Geschichte beantwortet werden. Dadurch wird eine gewisse Spannung erzeugt, die bewirkt, dass man als Leserin unbedingt weiterlesen möchte - so erging es auch mir. Leider hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Figuren auch nach mehreren Kapiteln nicht wirklich weiterentwickelt haben, hier hat mir die Dynamik definitiv gefehlt! Einige Personen wurden kaum vorgestellt, sodass ich mir von ein paar der Figuren kein wirkliches Bild bilden konnte, obwohl sie eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt haben.

Abgesehen davon, habe ich jedoch kaum etwas zu bemängeln. Besonders gegen das letzte Drittel wurde die Geschichte noch einmal richtig spannend, während sie sich zwischenzeitlich ein wenig gezogen hat (was bei über 500 Seiten allerdings auch zu erwarten ist). Die Atmosphäre, die beim Lesen des Buches erzeugt wird, hat mir unfassbar gut gefallen und trifft genau meinen Vorstellungen eines verschneiten, abgeschiedenen Hotels in den Schweizer Bergen. Die Auflösung empfand ich dann wieder etwas weniger schockierend und ein wenig weit hergeholt, jedoch habe ich es ohne Frage sehr genossen, die Geschichte zu lesen!

Alles in allem ist "Das Sanatorium" eine tolle Lektüre für diejenigen, die einen Thriller mit eisigem, außergewöhnlichen Setting und vielen Geheimnissen suchen, der den/die Leser
in dazu verleitet, das Motiv jeder Figur zu hinterfragen, um am Ende doch überrascht zu werden - ein toller Thriller!

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Veröffentlicht am 28.03.2024

Verstrickter Thriller mit spannenden Twists und einigen Schwächen

Der heimliche Beobachter
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"Der heimliche Beobachter" ist ein psychologischer Thriller über drei Paare, die in einer luxuriösen Hütte im Wald von Georgia Urlaub machen. Mit der Bedrohung durch einen Hurrikan kommen verborgene Motive ...

"Der heimliche Beobachter" ist ein psychologischer Thriller über drei Paare, die in einer luxuriösen Hütte im Wald von Georgia Urlaub machen. Mit der Bedrohung durch einen Hurrikan kommen verborgene Motive ans Licht, Affären werden enthüllt und dunkle Geheimnisse werden aufgedeckt.
Das Buch präsentiert zahlreiche Charaktere und verschiedene Perspektiven, von denen einige jedoch eher überflüssig sind.
Die Autorin wechselt in ihrer Erzählweise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei ist die Handlung extrem verworren. Es gibt zu viele handelnde Figuren, um das Geschehen wirklich nachvollziehen zu können und einige Handlungsstränge werden nicht aufgelöst.

Jedoch hat das Buch definitiv auch Stärken: Die Handlung hat Potenzial, und die Hüttenkulisse hebt die Unheimlichkeit hervor. Das Setting ist wirklich perfekt für diesen Thriller! Die Umgebung wurde detailliert beschrieben, sodass man als Leser*in genau vor Augen hat, wie der einsame Wald aussieht.

Zusammenfassend ist das Buch definitiv eine Achterbahnfahrt voll Höhen und Tiefen! Trotzdem hat es mir gefallen.

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Veröffentlicht am 06.01.2024

Einzigartiger Thriller mit wenigen Schwächen

Unschuldig
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"Unschuldig" (Origitaltitel: The Innocent Wife) von Amy Lloyd habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen und trotzdem geht mir die Geschichte nicht aus dem Kopf. Noch heute empfehle ich sie gerne FreundInnen, ...

"Unschuldig" (Origitaltitel: The Innocent Wife) von Amy Lloyd habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen und trotzdem geht mir die Geschichte nicht aus dem Kopf. Noch heute empfehle ich sie gerne FreundInnen, weil sie so einzigartig und besonders war, dass ich bis heute nichts vergleichbares gelesen habe.

Die Geschichte um Dennis Danson, einen verurteilten Mörder auf Floridas Todeszellen, der die Aufmerksamkeit einer Lehrerin namens Samantha in England auf sich zieht, ist von Anfang an spannend. Die Unsicherheit von Samantha bezüglich Dennis' Unschuld und die wachsenden Zweifel tragen zu einer düsteren psychologischen Thriller-Atmosphäre bei. Sam wird zunehmend unsicher über Dennis' Unschuld. Er ist sehr widersprüchlich und seine Stimmung kann sich im Handumdrehen ändern. Aber wie spricht man ein derart beängstigendes Thema mit ihm an, wenn man so sehr vor seiner Antwort fürchtet?

Schon von Anfang an spürte ich eine unterschwellige Spannung - wie die Ruhe vor dem Sturm, die darauf wartet, dass die eigentliche Geschichte sich offenbart. Mit dem Fortschreiten der Handlung wurde die Angst greifbar, mit einigen extrem spannenden Momenten. Jedes Mal, wenn ich das Buch beiseite legte, juckte es mich, es wieder aufzunehmen. Beim Lesen fand ich, dass die Einrichtung von Samantha, die die Dokumentation mit Dennis Danson hinter Gittern sieht und diejenigen, die seine Unschuld beweisen wollen, perfekt für die heutige Gesellschaft ist.

Das einzige kleine Manko war das Ende. Ohne Spoiler zu verraten, fand ich den abrupten Wechsel von langsamer, aufbauender Spannung zu explosiver Action etwas unrealistisch. Trotzdem war das Buch nahezu perfekt. Empfehlenswert für Fans von Netflix-Shows wie "Mindhunter" und "Making A Murderer".

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Außergewöhnlich, teilweise aber leider etwas langatmig

Going Back – Wo fing das Böse an?
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"Going Back" von Gillian McAllister hat mich nach dem Lesen des Klappentextes sofort angesprochen. Keine Frage, der Plot des Thrillers ist einzigartig und auf genau so eine Geschichte habe ich mich gefreut. ...

"Going Back" von Gillian McAllister hat mich nach dem Lesen des Klappentextes sofort angesprochen. Keine Frage, der Plot des Thrillers ist einzigartig und auf genau so eine Geschichte habe ich mich gefreut. Nach dem Lesen blieb ich jedoch ein wenig unsicher zurück, da das Buch mich letztendlich leider nicht gänzlich überzeugen konnte.

Die zentrale Frage des Buches lautet: Wenn du wüsstest, dass eine Veränderung dein Leben komplett umkrempeln könnte, würdest du es tun? Diese Frage muss sich auch die Hauptfigur, eine junge Mutter, dessen Sohn vor ihren Augen einen fremden Mann umbringt, stellen. Sie erhält die Chance, in der Zeit zurückzureisen, um den Mord zu verhindern und somit das Leben des Fremden, aber auch das ihres Sohnes zu retten. Diese Prämisse ist faszinierend und hat definitiv großes Potenzial, welches meiner Meinung nach in "Going Back" aber leider nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Während ich zu Beginn noch völlig vertieft in die ungewöhnliche Geschichte war, hat mich der Mittelteil zunehmend gelangweilt. Die Handlungen wurden so repetitiv, dass ich teilweise die Lust am Weiterlesen verloren habe. Dies ist ein deutlicher Nachteil des Zeitschleifen-Plots. Das Ende dagegen flog, so wie auch der Anfang, förmlich dahin! Es hätte gerne etwas länger sein können, denn zum Schluss hatte ich wieder richtig Lust auf die Geschichte. Überraschenderweise wurde es noch ziemlich gefühlvoll, bis dann die zufriedenstellende Auflösung erfolgte.

Aufgrund der genannten Aspekte bin ich etwas zwiegespalten über das Buch. Einerseits bietet es eine großartige Gelegenheit, über das eigene Leben nachzudenken und vergangene Momente mit der Weisheit von heute zu betrachten. Andererseits fühlt es sich teilweise an, als hätte die Geschichte unnötige Füllinhalte, die vermieden hätten werden können. Trotz dessen empfehle ich das Buch all denjenigen, die Lust auf einen außergewöhnlichen Thriller haben!

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