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Veröffentlicht am 02.04.2024

Ein neuer Fall für die Hausboot-Detektei

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff
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Arie Poepjes leidet an Schlaflosigkeit und unternimmt deswegen am frühen Morgen einen Spaziergang mit seinem Hund. Währenddessen beobachtet er, wie ein Mann von einem Müllabfuhrwagen überfahren wird. Für  das ...

Arie Poepjes leidet an Schlaflosigkeit und unternimmt deswegen am frühen Morgen einen Spaziergang mit seinem Hund. Währenddessen beobachtet er, wie ein Mann von einem Müllabfuhrwagen überfahren wird. Für  das Opfer, den Geschäftsführer Willem Bot, kommt jede Hilfe zu spät. Seine Tochter Wiebke ist davon überzeugt, dass ihr Vater ermordet wurde. Aus diesem Grund engagiert sie die Hausboot-Detektive. Die wiederum finden heraus, dass das Opfer gar nicht der nette und großzügige Geschäftsmann war, wie anfangs angenommen.

Das ist bereits der dritte Fall für die Hausboot-Detektei in Amsterdam aus der Feder von Amy Achterop.

Im Zentrum dieser Geschichte stehen ein total sympathischer Auftragsmörder mit einem Gnadenhof für Tiere, einem Geschäftsführer mit nicht so legalen Nebengeschäften, einer selbstbewussten und witzigen Oma, die ihre Rente aufbessert und ihrem unglücklich verliebten Enkel. Dazu die Ermittlungen und das Privatleben der äußerst unterhaltsamen Hausboot-Detektive. Gefallen haben mir vor allem die Dialoge und der Zusammenhalt der Freunde. Ihre Verbindung wird von Buch zu Buch stärker. Jack verabschiedet sich. Ich werde ihn nicht vermissen. Mit ihm wurde ich einfach nicht warm. Ich denke aber, er wird weiter hin und wieder mal in Erscheinung treten. Der Fall hat mich persönlich aber nicht so richtig packen können. Für mich war es der bisher schwächste, aber nicht schlechteste, Teil der Reihe.

Ich finde, diese Reihe verdeutlicht auf wunderbare und unterhaltsame Weise, dass es nicht schlecht ist, anders zu sein und dass man sich dafür nicht schämen muss, vor allem aber, dass man das Beste daraus machen sollte. Das tun Maddie, Arie, Jan, Jack und Elin auf eine sympathische Art und Weise. Ich freue mich auf die Ende August erscheinenende Fortsetzung "Tödliche Farben".

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Die Vergangenheit ruht nicht

Enna Andersen und das weite Land
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Vor zwanzig Jahren verschwanden die Eheleute Tjark und Eefke Feddersen spurlos. Zwei Jahrzehnte später findet man durch Zufall die Überreste des Ehepaars in Butjadingen und Ennas ehemaliger Vorgesetzte ...

Vor zwanzig Jahren verschwanden die Eheleute Tjark und Eefke Feddersen spurlos. Zwei Jahrzehnte später findet man durch Zufall die Überreste des Ehepaars in Butjadingen und Ennas ehemaliger Vorgesetzte Albrecht Heinzen bittet sie und ihr Team, den alten Fall wieder aufzurollen. Da Tjark und sein Bruder Probleme miteinander hatten, wird Hinnerk von Anfang an verdächtigt. Kurz nach dem Fund des Ehepaars wird auch Hinnerk Feddersen tot aufgefunden.

Schön, dass es endlich weitergeht mit Enna und ihrem Team. Ich mag diese Reihe unglaublich gerne. Enna und ihre Kollegen sind mir ans Herz gewachsen. Mir hat gut gefallen, dass man nach einem Kapitel schon direkt mitten im Fall drin war. Wir haben es gleich mit zwei Fällen zu tun, einem aktuellen und einem Cold Case. Da sind Probleme vorprogrammiert. Die Anzahl der Personen steigt ständig und teilweise war es mir zu unübersichtlich. Ich konnte oft die Personen nicht mehr zuordnen.

Insgesamt betrachtet, war es aber nicht mein Buch. Wenn man bedenkt, was alles ans Tageslicht gebracht wurde, war die Auflösung in meinen Augen enttäuschend. Dagegen hat mir die gute Mischung aus Ermittlungen und Privatleben gut gefallen, vor allem mag ich Enna und Paulsen. Mit Pia habe ich seit dem Reihenauftakt Probleme und das wird sich auch nicht mehr ändern. Ennas Entwicklung von Buch zu Buch rechne ich der Autorin hoch an. Auch Paulsen arbeitet stets an sich und ist sehr unterhaltsam. Des Weiteren fand ich den Einblick in die Geschichte der Gebiete an der Nordsee sehr interessant. Das Ende war sehr bewegend und könnte gleichzeitig als Abschluss dieser Reihe gesehen werden. Was das betrifft, lasse ich mich überraschen.

Für mich war es der bisher schlechteste und schwächste Teil aus der Enna-Andersen-Reihe. Die Geschichte konnte mich nicht packen.

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Veröffentlicht am 09.02.2024

Unterhaltsam aber mit einigen Schwächen

Schneesturm
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Die Inselpolizistin Cara Folan freut sich auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden. Seit dem tragischen Tod ihres Ehemannes vor zehn Jahren haben sich die meisten von ihnen nicht mehr gesehen. Genau an diesem ...

Die Inselpolizistin Cara Folan freut sich auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden. Seit dem tragischen Tod ihres Ehemannes vor zehn Jahren haben sich die meisten von ihnen nicht mehr gesehen. Genau an diesem Abend entwickelt sich ein schwerer Schneesturm und eine Leiche wird in der Serpent's Liar gefunden. Aufgrund des Wetters sind die Inselbewohner schon nach kurzer Zeit von der Außenwelt abgeschnitten und unter ihnen befindet sich ein Mörder.

Die Geschichte mit dem Schneesturm vor dem Hintergrund einer Mörderjagd hat mich sofort angesprochen. Leider hat es etwas an der Umsetzung gemangelt. Die Autorin hat zwar interessante Protagonisten geschaffen, die meisten fielen jedoch durch. Allen voran Ferdy, Sorcha und Seamus. Am sympathischsten waren Cara ind Daithi. Allerdings waren Caras Handlungen oft nur falsch und nicht nachvollziehbar. Aber ich kann auch nicht sagen, wie man in einer derartigen Situation und dazu auf sich gestellt immer nach Vorschrift handeln kann. Ich denke, das ist unmöglich und man muss erfinderisch sein.

Am meisten gestört haben mich die kindischen Dialoge. So unterhalten sich keine Erwachsenen. Diesbezüglich haben mir Ernsthaftigkeit und Tiefe gefehlt. Der Schreibstil war fesselnd, aber nicht so flüssig. Die dunkle Atmosphäre wurde dagegen sehr gut eingefangen und ich hatte oft beklemmende Gefühle. Am Ende gab es für mich jedoch keinerlei Wendungen oder Überraschungen.

Ich finde einfach, dass das Potenzial zu dieser Geschichte nicht ausgeschöpft wurde, aber ich wurde gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 30.10.2023

Hinter den Erwartungen

Rotkäppchen lügt
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Nora Rothmann ist Sonderermittlerin beim LKA und zuständig für Korruptionsfälle innerhalb der Polizei. Sie ermittelt gegen den ehemaligen LKA-Präsidenten Tuchfeldt und löst dadurch eine  ganze Reihe von ...

Nora Rothmann ist Sonderermittlerin beim LKA und zuständig für Korruptionsfälle innerhalb der Polizei. Sie ermittelt gegen den ehemaligen LKA-Präsidenten Tuchfeldt und löst dadurch eine  ganze Reihe von Ereignissen  aus. Gleichzeitig treibt sich in Berlin ein Mörder herum, der seine Opfer auf bestialische Weise zurichtet und die Tatorte nach Märchen der Gebrüder Grimm inszeniert.

"Rotkäppchen lügt" ist der erste Teil der Grimm-Trilogie von Elias Haller. Die nächsten Teile "Vöglein schweigt" und "Schneeweißchen stirbt" erscheinen 2024.

Anfangs war ich sehr begeistert von diesem Buch. Die Spannung stieg von Seite zu Seite. Kurz gehaltene Kapitel taten ihr übriges und jedes endete mit neuen Ansätzen, sodass ich einfach weiterlesen musste. Aber davon abgesehen, wurde die ganze Geschichte nur noch verwirrender und undurchsichtiger. Unter anderem deswegen liess meine anfängliche Begeisterung dann schnell nach.

Ein großer Kritikpunkt liegt in den Figuren. Alle wurden ziemlich flach gehalten und mit keiner einzigen Figur wurde ich auch nur ansatzweise warm. Da fehlte mir einfach die Verbindung. Am Ende bleiben fast alle Fragen unbeantwortet und leider wird man so gezwungen, diese Reihe weiter zu verfolgen. Ob ich das tatsächlich tun werde, steht noch in den Sternen.

Von mir gibt es keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Leichte Kost

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora ...

Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora begehrt auf gegen das gesellschaftliche Korsett. Zusammen mit ihren Freundinnen – Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny – genießt sie das unbeschwerte Pensionatsleben, bevor sich ihr Schicksal entscheidet. Eine Vertraute finden die Mädchen in der jungen Lehrerin Gesche Petersen, die sie in ihrem Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung bestärkt. Doch als Gesche sich in Noras Bruder Henry verliebt, stößt sie selbst an Grenzen. Eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar. Auch Noras Freundschaft zu dem jungen Hafenarbeiter Karl sprengt die Konventionen ... (Inhaltsangabe vorablesen)

Cover und Klappentext versprechen eine Geschichte über vier Mädchen und über ihre Lehrerin in einem Lübecker Pensionat. Die erste Hälfte war ganz vielversprechend mit guten Figuren und Einblicken in Lübeck zu der damaligen Zeit. Dann entwickelte sich alles zu einer Liebesgeschichte über Henry und Gesche. Gesche hat mich von Anfang an überzeugt und ich fühlte mich mit ihr verbunden. Nora, Agnes und Fanny mochte ich auch sehr, allerdings entwickelten sie sich zu Nebenfiguten. Henry handelte in meinen Augen immer wieder widersprüchlich, deswegen bekommt er von mir nicht so viele Sympathiepunkte. Und Lotte... naja. Eine eigene Meinung hat das Mädchen nicht und sie zitiert gerne Leute, ohne auch nur ansatzweise Dinge zu hinterfragen. Im großen und ganzen hätte ich mich mehr gefreut über eine Geschichte über genau diese vier Freundinnen, die ja auch irgendwie angekündigt wurde. Mehr Einblicke ins Leben von Noras Freundinnen, denn jede von ihnen hat doch auch eine eigene Geschichte zu erzählen. Der Schreibstil war sehr fesselnd und lebendig, was mir gut gefallen hat. Allerdings fehlte es mir teilweise an Emotionen.

Fazit: Meine anfängliche Begeisterung ließ nach der ersten Hälfte nach. Trotz allem gute Unterhaltung für zwischendurch. Ich hoffe, der zweite Teil reißt in vieler Hinsicht noch einiges raus und schließt die Geschichte zufriedenstellend ab.

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