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Veröffentlicht am 30.01.2025

Wasserstoff

Wasserstoff
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Buchtitel: Wasserstoff
Autor/in: Dieter Aurass
Verlag: ‎Maximum Verlag
ISBN: ‎9783948346775 
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinung: 23.06. 2023
.
Meinung:
Direkt ins Auge ist mir das wunderschöne Cover gesprungen. ...

Buchtitel: Wasserstoff
Autor/in: Dieter Aurass
Verlag: ‎Maximum Verlag
ISBN: ‎9783948346775 
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinung: 23.06. 2023
.
Meinung:
Direkt ins Auge ist mir das wunderschöne Cover gesprungen. Dieses ist richtig stimmig. Leider nicht so stimmig fand ich den Inhalt. Er ist zwar durchaus aktuell und spannend, jedoch gab es Punkte, die es mir unmöglich machen die volle Sternenanzahl zu geben. Zum einen hat es mich sehr gestört, dass ein ganz spezieller namenhafter Hersteller von Autos recht exzessiv genannt wurde. Es hätte für mich beinahe schon ein bisschen was von gewollte Werbung. Das hätte man bestimmt auch anders regeln können. Außerdem haben die Protagonisten nur so vor Klischees getrieft und das nicht gerade positiv. Dadurch haben sie auf mich sehr flach und wenig durchdacht gewirkt, bis auf den Kommissar. Wissenschaftlich ist es zwar auch sehr detailliert, jedoch habe ich das Gefühl, dass alles außer Wasserstoff sehr abwertend behandelt wird.
.
Fazit:
Von meiner Seite aus kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen. Jedoch würde ich auch niemanden direkt davon abhalten, das Buch zu lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Tod oder Bulimie

I'm Glad My Mom Died
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Buchtitel: I'm Glad My Mom Died
Autor/in: Jennette McCurdy
Verlag: Simon & Schuster
ISBN: 9781982185824
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 09.08.2022

Inhalt:
"Jennette McCurdy erzählt herzergreifend ...

Buchtitel: I'm Glad My Mom Died
Autor/in: Jennette McCurdy
Verlag: Simon & Schuster
ISBN: 9781982185824
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 09.08.2022

Inhalt:
"Jennette McCurdy erzählt herzergreifend und mit bitterem Humor von ihrem traumatischen Leben als ehemaliger Kinder-Star in »iCarly« und der krankhaften Beziehung zu ihrer Mutter
Seit sie denken kann, wird Jennette von ihrer Mutter beherrscht, emotional erpresst und psychisch wie körperlich missbraucht. Das einzige, was Debra sich für ihre Tochter – aber vor allem für sich selbst – wünscht, ist Jennettes Erfolg als Fernseh-Star. Es beginnt ein Kreislauf aus Castings, Angstattacken und Selbsthass.
Dann bekommt Jennette die Rolle als Sam Puckett in der Nickelodeon-Serie »iCarly« – eine Rolle, in der sie sich gedemütigt fühlt und Produzenten ausgesetzt ist, die ihre Macht missbrauchen.
Als Debra an Krebs stirbt ist der Kinder-Star 21 Jahre alt und hat das Zentrum ihres Lebens verloren.
Das einzige, worüber sie noch Kontrolle hat, ist ihr Essverhalten und die junge Frau stürzt ab in Essstörungen, Alkoholsucht und toxische Beziehungen.
Einzig eine wegen ihrer Bulimie angefangene Therapie erweist sich als Jennettes Weg in die Freiheit. Es kostet sie Jahre um zu erkennen, was ihre Mutter ihr ein Leben lang angetan hat."

Meinung:
Dieses Buch hat mich aufgrund meiner Kindheit mit Nickelodeon und iCarly absolut interessiert. Ich muss sagen, leider wurde ich etwas enttäuscht.
Doch fangen wir beim Anfang an. Das Cover ist wohl einem Titelblatt nachempfunden, was wahrscheinlich an ihre ganze Medienpräsenz angelehnt ist. Auch springt einem direkt die Farbe Pink entgegen, welche wohl die Lieblingsfarbe ihrer Mutter gewesen zu sein scheint. Für mich passt das irgendwie recht gut zum Inhalt.
Kommen wir nun aber auch schon zum schwierigen Part. Einerseits war das Buch nämlich richtig gut. Es hat super angefangen. Man hat sich direkt in sie hineinversetzen können und man hat mit ihr gelitten. Tatsächlich hat mir Jennette richtig leid getan und es hat auch alles sehr, sehr glaubwürdig gewirkt. Zumindest war das zu Beginn so. Leider nahm eben das alles auch recht stark ab. Ab ungefähr der Hälfte des Buches wusste ich nicht mehr, was ich Jennette wirklich glauben sollte. Schließlich hat sie doch selbst mehrfach erwähnt, gut ihm anderen etwas vorzuspielen zu sein. Sie war ja eine super Schauspielerin. Es fehlen mir auch leider viele wichtige Details wie ihre weitere Beziehung zu Miranda. Stattdessen bekommt man einige doch sehr unwichtig erscheinende Geschichten wie die mit ihrem biologischem Vater und so der Krankheit einer ihrer Exfreunde. Was mich persönlich trotz Triggerwarnung etwas gestört hat, war die Tatsache, dass das Buch ab einem gewissen Punkt in meinen Augen nur noch von ihrer Bulimie gehandelt hat. Ja, es war ein wichtiger Bestandteil von ihr und ich kann es durchaus verstehen, dass sie das Ganze verarbeiten wollte. Jedoch hätte ich mir gewünscht, nicht auf einer Seite mehrfach lesen zu müssen, welche Konsistenz denn die aus ihrem Mund schießenden Brocken haben. Das hätte bei Schlüsselszenen gereicht. Leider finde ich da den Titel etwas irreführend. Denn laut diesem und dem Klappentext geht es um ihre Beziehung zu ihrer Mutter und das, was diese ihr angetan hat. Gegen Ende des Buches hat eben diese Beziehung keinen Platz mehr. Stattdessen gibt es nur noch Raum für ihre Essstörung. Diese wird auch sehr gefährlich geschildert, in meinen Augen. Dass das Ganze nicht gesund ist und vor allem ihre persönliche Erkenntnis dazu, kommt definitiv zu kurz. Das kann für junge LeserInnen und Fans sehr gefährlich sein. Vor allem zweitere sind quasi dafür bekannt, dass sie gerne ihrem Idol nacheifern wollen. Hier hätte ich mir auch ein wenig Aufklärungsarbeit gewünscht, genauso wie mögliche Telefonnummern oder Anlaufstellen für Personen, die möglicherweise Ähnliches bezüglich Essverhalten und Co an den Tag legen. Der nächste Punkt, der mir sauer aufgestoßen ist, ist die gesamte Sache mit "Ich bin nicht nur Sam Puckett!". Einerseits erwähnt sie gefühlt tausendmal, dass sie nicht damit in Verbindung gebracht werden will, aber andererseits scheint sie ja das gesamte Buch genau mit dem einen Detail über sich selbst vermarkten zu wollen. Für mich ist das irgendwie nicht ganz logisch. Zumal ich allgemein sagen muss, dass ich auch den Anfang etwas kritisch sehen muss. Damit mache ich mich vermutlich unbeliebt, aber das ist mir in diesem Fall egal. Da es sich ja um eine Biographie handelt, liest man quasi nur Jennette's Sicht der Dinge. Ob damals alles wirklich so passiert ist, wie sie es schildert, werden wir alle wohl nie erfahren. Schließlich ist ihre Mutter tot und wird uns nie ihre Sicht der Dinge erzählen können. Ja, es mag sein, dass das alles, was Jennette schreibt, stimmt. Jedoch weiß ich nicht, ob ich das auch hundertprozentig für bare Münze nehmen möchte. Denn sie war bei vielem, was zu Lebzeiten ihrer Mutter passiert ist, noch ein Kind. Die Wahrnehmung von Kindern ist bekanntlich auch sehr selektiv und vor allem haben Kinder eine enorme Fantasie. Ich möchte ihr ihre Erfahrungen nicht absprechen, jedoch möchte ich anmerken, dass man sie trotzdem kritisch sehen darf und sollte.

Jetzt möchte ich aber auch etwas Positives sagen. Was mir nämlich selbst sehr gut gefallen hat, war der allgemeine Schreibstil. Ich fand diesen sehr angenehm und flüssig zu lesen, weswegen man doch recht schnell mit dem Werk voran kommt. Außerdem fand ich die Einteilung der Kapitel toll. Diese waren kurz und vor allem anfangs mit den wichtigsten Informationen gespickt. Leider hatte man jedoch gegen Ende auch hier das Gefühl, dass das für den eigenen Gunsten genutzt wurde. Denn es gab viele kurze Kapitel, die man eigentlich auch hätte weglassen können. Es hat einfach recht unstrukturiert gewirkt, als hätte sie einfach das aufgeschrieben, was ihr gerade durch den Kopf gegangen ist, ohne darüber nachzudenken, wie es denn eigentlich zum Rest des Buches passt. Das Gefühl hatte ich tatsächlich am Anfang nicht. Der war in meinen Augen durchaus gut strukturiert. Man hat gemerkt, dass Jennette sich hier wirklich Mühe gegeben hat, um den Lesenden einen genauen Einblick in ihre Gefühlswelt zu geben und die Person wirklich abzuholen.

Fazit:
Würde ich das Buch wieder lesen? Definitiv nicht! Bereue ich es, es gekauft zu haben? Ein wenig. Würde ich es weiterempfehlen? Nicht unbedingt. Leider finde ich, dass man das durchaus hätte besser machen können. Der Titel passt mir etwas zu wenig zum Inhalt, um wirklich eine Leseempfehlung aussprechen zu können. Hätte sie es direkt als Bulimie-Buch betitelt, wäre das auf jeden Fall weniger am Thema vorbei geschossen.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Zwillingsschwester

Unerreichbar - Abgrund
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Meinung:
Ich will mich hier einmal direkt bei storrie und der Autorin das Bereitstellen des Rezensionsexemplares bedanken!
Das Erste, was einem bei dem Buch auffällt, ist das Cover. Dieses glänzt, weil ...

Meinung:
Ich will mich hier einmal direkt bei storrie und der Autorin das Bereitstellen des Rezensionsexemplares bedanken!
Das Erste, was einem bei dem Buch auffällt, ist das Cover. Dieses glänzt, weil es sehr stimmig ist aufgrund der unterschiedlichen Blautöne. Auch passt vor allem der DNA-Strang sehr gut zum Inhalt.
Dieser war in meinen Augen etwas durchwachsen, aber nicht grundlegend schlecht. Die Grundidee der Geschichte fand ich überaus spannend und der Klappentext hat auch sehr viel versprochen. Leider war es in meinen Augen etwas verwirrend durch die doch sehr häufigen Perspektivenwechsel in Kombination mit den Rückblenden. Da das Buch anfangs auch noch nicht so viel Spannung beinhält, war es für mich erst einmal richtig schwer in das Buch überhaupt hineinzufinden. Ab der Mitte nahm es zum Glück dann doch an Fahrt auf, wodurch es mir wieder leichter fiel, das Buch zu lesen. Die Stimmung war auch durchaus gut gestaltet, vor allem wie gesagt ab circa der Mitte des Werkes. Das Problem hierbei in meinen Augen war, dass davor leider schon echt viel an Spaß beim Lesen verloren gegangen ist, welcher nur bis zu einem gewissen Grad wieder gekommen ist.
Denn leider weisen auch die Protagonisten ein paar Lücken in deren Charakter auf, welche mir zusätzlich etwas das Lesen vermiest haben. Denn irgendwie schienen mir manche der Protagonisten nicht hundertprozentig ausgereift oder noch zu glatt zu sein. Da hat für mich irgendwie noch die Tiefe gefehlt. Ja, man bekommt eine durchaus gute Beschreibung von der Handvoll wichtigen Personen, doch bei manchen war es mir durchaus zu klischeehaft und bei anderen, wie gesagt, zu glatt. Mehr Ecken und Kanten wären hier doch durchaus schön gewesen. Vielleicht kommt das auch noch im zweiten Teil. Denn bisher war die einzige für mich recht authentische Protagonistin Camilla.
Der Schreibstil war, wie ja bereits erwähnt, auch etwas durchwachsen. Hierzu zähle ich nämlich auch den Wechsel der Perspektiven und die Rückblenden aus dem Nichts, welche mich doch sehr gestört haben. Denn jedes Mal wurde man so aus dem Lesefluss gerissen. Auch die Länge der Kapitel war für meinen Geschmack etwas zu kurz. Ansonsten hatte die Autorin einen doch recht angenehmen Stil zu schreiben, welcher eigentlich dafür sorgen würde, dass man durchaus zügig durchs Buch kommen würde.

Fazit:
Im Großen und Ganzen würde ich an dieser Stelle weder eine Leseempfehlung abgeben noch vom Buch abraten. Es hat seine Stärken und Schwächen und manche Dinge sind auch absolut persönlicher Geschmack - wie zum Beispiel die Kapitellänge und der Perspektivenwechsel. Wer ein Fan von kurzen Kapiteln und stetigem Wechsel in den Perspektiven ist, der wird an dem Buch auf jeden Fall seine Freude haben. Ich finde selbst, dass das Buch mehr wie ein Roman mit gelegentlichen Thriller-Elementen wirkt als ein wirklicher Psychothriller, aber vielleicht bin ich auch einfach von so Leuten wie Fitzek, Aichner und Co verwöhnt.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Annabel/Wayne

Sein Name war Annabel
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Buchtitel: Sein Name war Annabel
Autor/in: Kathleen Winter
Verlag: btb
ISBN: 9783442757725
Ausgabe: Hardcover
Erscheinungsdatum: 26.07.2021


Inhalt:

"Croydon Harbour, ein verschlafener kleiner Ort an ...

Buchtitel: Sein Name war Annabel
Autor/in: Kathleen Winter
Verlag: btb
ISBN: 9783442757725
Ausgabe: Hardcover
Erscheinungsdatum: 26.07.2021


Inhalt:

"Croydon Harbour, ein verschlafener kleiner Ort an der Küste Labradors, 1968. Die Aufbruch- und Proteststimmung der Zeit ist nicht bis in diese abgelegene Gegend vorgedrungen, als ein freudig erwartetes Baby zur Welt kommt. Doch dieses Kind ist anders: nicht ganz Junge und auch nicht ganz Mädchen. Die Eltern – in erster Linie jedoch der Vater – entscheiden, es als Jungen aufwachsen zu lassen. Aber das männliche Rollenbild, verhaftet in alten Traditionen und bestimmt durch Jagen und Fischen, bleibt dem Jungen fremd. Und er sucht einen Weg, um zu sich selbst zu finden und selbstbestimmt leben zu können. Zur Seite steht ihm dabei eine gute Freundin der Eltern, die um sein Geheimnis weiß."



Meinung:

Zuerst möchte ich mich bei Bloggerportal, dem Verlag und der Autorin herzlich für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares bedanken!
Was mich an diesem Buch direkt gecatched hat, war das Cover. Dieses ist in meinen Augen absolut toll gelungen und spiegelt die Message des Werkes super wieder.
Doch kommen wir auch schon zum Inhalt. Dieser ist durchwachsen. Zu Beginn bekommt man sehr viel Informationen über Annabel/Wayne. Man fiebert mit ihr/ihm mit und vor allem stellt man sich auch selbst die Frage: Was würde ich tun, wäre ich Jacinta? Leider gibt es in der Mitte viel Geplänkel, welches für den Verlauf der Geschichte nicht wirklich relevant ist. Was ich mir hier gewünscht hätte, wäre mehr Nähe zu Annabel und weniger Nebenstories, welche zumeist sogar nur anerzählt und nicht fertig erzählt werden. Dadurch hat das Buch für mich Längen bekommen, welche nicht notwendig gewesen wären. Insgesamt hätte ich mir aber tatsächlich noch mehr Einblicke, vor allem in die Gefühlswelt von Annabel/Wayne, gewünscht.
Trotzdem finde ich es erstaunlich, wie gut die Protagonisten ausgearbeitet sind. Man merkt, dass viel Liebe fürs Detail reingesteckt wurde. Die ganze Zeit während des Lesens konnte ich mir die Szenarien bildlich vorstellen und ich konnte mir auch richtig gut vorstellen, wie diese Geschichte genau so auch im echten Leben stattfindet. Die Protagonisten und für Geschichte sind einfach nur irrsinnig realistisch und authentisch.
Auch den Schreibstil fand ich durchaus angenehm. So wurde das schwierige Thema leicht les-und verdaubar gemacht.

Fazit:
Mit all den Schwächen und Stärken des Buches muss ich sagen, dass es kein perfektes Werk ist. Trotzdem finde ich, dass es ein gutes Buch für zwischendurch ist, trotz des harten Themas. Von mir gibt es an dieser Stelle keine klare Leseempfehlung, jedoch kann ich auch nicht sagen, dass man es sich nicht kaufen soll. Jeder soll hier wohl für sich selbst entscheiden, ob man es sich kaufen und es lesen möchte!

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Racheengel

In medias res
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Buchtitel: In medias res: Schuld ist nicht verhandelbar
Autor: H.C. Scherf
Verlag: -
ISBN: B09GW6TRJX
Ausgabe: E-Book
Erscheinungsdatum: 22.10.2021

Inhalt:
"„Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen ...

Buchtitel: In medias res: Schuld ist nicht verhandelbar
Autor: H.C. Scherf
Verlag: -
ISBN: B09GW6TRJX
Ausgabe: E-Book
Erscheinungsdatum: 22.10.2021

Inhalt:
"„Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen.“ (Sir Francis Bacon, *1561)
Als Ellen Fontana die Quälereien der eigenen Mutter und später die Attacken der Mitschüler ertragen musste, war es prägend für ihr gesamtes weiteres Leben. Die emotionalen Schäden schienen irreparabel. Erst die selbstlose Fürsorge eines Mannes, der sich ihrer annahm, ließ zumindest die Hoffnung auf Heilung der Seele aufkeimen.
Jemand in Ellens Umfeld glaubt, erlittenes Unrecht aufarbeiten zu müssen. Dazu bedient sich der Täter absolut unkonventioneller Methoden. Der Rachefeldzug erscheint unerbittlich, da Mobbing-Attacken einer Mädchenclique sich auch gegen ein weiteres Opfer richteten und fatale Folgen hervorriefen.
Schuldbewältigung und Rache beherrschen das Geschehen und werfen die Frage auf, wie weit Sühnegedanken gehen dürfen."

Meinung:
Zuerst möchte ich mich bei Buch-Luchs, beim Verlag und dem Autor für dieses Rezensionsexemplar bedanken!
Zu Beginn möchte ich mich dem Cover widmen, welches mich direkt angesprochen hat. Ich finde, es strahlt bereits das Grauen wieder, welches einem im Buch erwartet.
Kommen wir aber auch direkt zum Inhalt. Dieser hat mich zwischenzeitlich leider etwas enttäuscht. Der Beginn ist durchaus spannend und hatte mich noch durchaus überzeugt. Man bekommt quasi eine Art Vorgeschichte, welche für den weiteren Verlauf des Buches recht relevant ist. Diese beginnt schon mit schockierenden Ereignissen. Was mich danach jedoch gestört hat, war die Tatsache, dass es kaum Phasen der 'Ruhe' gab. Von Kapitel zu Kapitel wurde eine Schippe drauf gelegt. Es wirkt beinahe so, als würde man sich immer und immer wieder übertreffen wollen, um den Leser oder die Leserin weiterhin zu schocken. Mich hat das eher gelangweilt und zum Augenrollen gebracht, denn irgendwann war es einfach nur noch zu viel des Guten. Den allgemeinen Grundgedanken mit der Rache für jugendliche Gemeinheiten, die einen schrecklichen Vorfall verursacht hatten, fand ich dafür eigentlich ganz gut. Zwischendurch hat sich die Storyline meines Erachtens dann wieder etwas gefangen und hatte einen 'normalen' Ausmaß eines Thrillers. Leider war das große Finale dann wieder etwas übertrieben. Tatsächlich war ein Großteil der Auflösung auch hervorsehbar.
Was dafür eigentlich recht gut gelungen ist, sind die Protagonisten. Diese wirken zum Großteils durchaus authentisch und realistisch. Es war außerdem von überaus unsympathischen bis hin zu recht sympathischen handelnden Personen alles dabei, was eine gute Abwechslung war.
Den Schreibstil empfand ich ganz angenehm, weswegen sich das Buch für mich durchaus schnell lesen hat lassen. Ich war deshalb innerhalb eines Nachmittags damit fertig. Recht interessant fand ich auch die Wahl des Titels. Ich persönlich hatte ja vier Jahre lang Latein und dachte eigentlich immer, dass es "Medias in res" heißt, weswegen mich der Titel erstmals durchaus verwirrt hatte.

Fazit:
Insgesamt ist es leider ein recht durchschnittlicher Thriller zur Tendenz nach unten, obwohl die Grundidee eigentlich ganz gut ist. Für LeserInnen, die gerne schockiert werden, ist das Buch jedoch absolut perfekt!

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