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Veröffentlicht am 13.05.2023

Gefesselte Obsession

Neon Gods - Hades & Persephone
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Persephone hatte einen Plan für ihr Leben. Bis zu ihrem 25ten Geburtstag warten, mit dem Geld aus den Treuhandfonds aus Olympus verschwinden und ein eigenes Leben abseits der Machtspiele der Dreizehn leben. ...

Persephone hatte einen Plan für ihr Leben. Bis zu ihrem 25ten Geburtstag warten, mit dem Geld aus den Treuhandfonds aus Olympus verschwinden und ein eigenes Leben abseits der Machtspiele der Dreizehn leben. Doch ihre Mutter Demeter hat andere Pläne, als sie ihre Tocher an Zeus verspricht. Persephone flüchtet über den Fluss Styx in die Unterstadt und steht niemandem geringeren als einem Mythos der Unterstadt gegenüber. Hades. Und dann gehen die beiden einen Deal ein - unter dem Deckmantel der Liebesbeziehung versuchen sie beide ihre Ziele zu erreichen, bloß dass dabei wohl die ein oder andere Priorität recht schnell verschoben wird und das Ziel der beiden mehr als nur leicht ins Wanken gerät.

Das Buchcover ist wunderschön schlicht und trotzdem kräftig. Ich habe bereits den zweiten Band, der sich farblich perfekt anschmiegt.
Wer sich das Buch zulegt, sollte definitiv nichts gegen Spicy Szenen haben, denn mit denen geizt Katee Robert keinesfalls. Doch die Szenen passen wirklich perfekt in das Bild, das sie für ihr Buch von Hades gezeichnet hat. Und auch wenn es mehr als genug dieser Szenen gibt, passen sie sich nahtlos in die Handlung ein, ohne aufgezwungen zu wirken.
Wer hier allerdings eine großartige Geschichte über die griechische Mythologie erwartet, der wird wohl eher enttäuscht sein. Die Geschichte bedient sich zwar der Figuren, Machtgefügen und einer groben Richtung, ist aber wirklich nicht weiter mit dem "Originalen" Mythos zu vergleichen. Ob man das nun gut findet oder nicht, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Mich hat es tatsächlich nicht weiter gestört, allerdings hänge ich in der griechischen Mythologie gerade in den Details auch nicht tief drin. Ich könnte mir vorstellen, dass es allerdings eingefleischte Fans etwas vor den Kopf stoßen könnte. Die Welt, die hier von Katee Robert erschaffen wird, ist aber auch gut erklärt, so dass man sich das Gefüge sehr gut vorstellen kann und nicht alleine gelassen wird.
Die Figuren sind zwar an die griechische Mythologie angelehnt und haben auch gewisse Wesenzüge, doch Katee Robert hat ihnen auch ein ganz eigenes Licht zugefügt. Persephone und ihre Schwester Psyche (um die es im zweiten Band gehen wird) sind mit ihren Charakterzügen gut ausgearbeitet und ich liebe es, wie Persephone Hades immer wieder neu herausfordert und mit ihren Handlungen überrascht. Sie schafft es einfach noch tiefer zu schauen als eigentlich fast alle anderen und genau das ist es, was die Beziehung der beiden so besonders macht.
Neben den Hauptcharakteren wurden auch einige Nebencharaktere vorgestellt, die einem langsam ins Herz gewachsen sind wie Hermes, die auch hoffentlich noch in den folgenden Bänden ihre Auftritte haben wird.

Alles in allem konnte ich das Buch nicht mehr wirklich lange weglegen, nachdem ich es begonnen hatte und ich hoffe, dass die andere Bücher der Reihe auch fesselnd sein werden, aber auf eine andere Art und Weise. Immerhin reicht der Kink für ein Buch vollkommen aus, ich bin gespannt, was sich Katee für Eros ausgedacht hat
Hades und Persephones Geschichte ist auch zu einem tollen Ende gebracht worden, auch wenn es wenig wirklich überraschende Wendungen aus meiner Sicht gab. Das stört die Geschichte aber keinesfalls. Es passt sich gut in den Lesefluss ein und trotzdem besteht immer eine gewisse Spannung.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Ermittlerin mit dem siebten Sinn

Sense of Danger
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(Kann Spoiler enthalten!)

Als ich gesehen habe, dass Jenniger Estep ein neues Buch veröffentlicht hat, war klar: Das brauche ich unbedingt. Und es hat mich nicht im mindesten enttäuscht!
Normalerweise ...

(Kann Spoiler enthalten!)

Als ich gesehen habe, dass Jenniger Estep ein neues Buch veröffentlicht hat, war klar: Das brauche ich unbedingt. Und es hat mich nicht im mindesten enttäuscht!
Normalerweise ist man von der Autorin mehrteilige Buchreihen (Mythos Academy, Elemental Assassin, ...) gewöhnt, in denen die Spannung und die magische Fähigkeit der jeweiligen Protagonisten sich langsam aufbaut und die Protagonistin immer etwas neues an ihrer Fähigkeit entdeckt oder erschaffen kann und im letzten Teil dann mit Hilfe ihrer Freunde vollkommen über sich hinaus wächst.
Sense of Danger ist eine angenehme Abwechslung, wenn gleich ich nicht sagen würde, dass mich der Stil und Aufbau von den anderen Storys stören würde. Im Gegenteil. Sense of Danger ist als Einzelband angelegt, was leider ein schnellen Abschied von Charlotte und Desmond bedeutet.
Die Handlung beginnt langsam und führt uns in die Welt und Arbeit von Charlotte Locke ein. Wie immer gibt es einiges zu erfahren, doch auch vieles, was wir erst im Laufe der Geschichte erfahren werden. Wie immer hat Jennifer Estep eine perfekte Mischung aus dem Leserwissen und einer Prise Überraschung für später getroffen. Ich finde es jedes Mal wieder faszinierend, welche Detailliebe in den Storys steckt, denn einige Details werden langsam aufgebaut, rücken wieder in den Hintergrund und schwups! Plötzlich sind sie wichtig. Und dabei gibt Jennifer Estep ihren Leser*innen immer die Chance, diese Entdeckungen zu machen, kurz bevor der Protagonist die "Erleuchtung" hat. Genau das ist es, was mich immer wieder mitfiebern lässt und so auch bei Sense of Danger. Wer ist Freund, wer ist Feind? Man glaubt, man weiß es und dann kommt doch wieder eine Wendung, die man nicht unbedingt erwartet hat.
Storytechnisch hat mich Sense of Danger also komplett eingefangen. Ermittlerin mit übernachtürlichen Fähigkeiten in der "normalen" Welt mit einigen Altlasten aus der Vergangenheit und Problemen in der Gegenwart. Eines der Probleme: Desmond. Einerseits in der Anziehung, die die beiden unweigerlich aufeinander ausüben, die hier gut von Jennifer Estep beschrieben wird, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und von Liebes- oder expliziteren Szenen überladen zu sein (nein, nein, man fiebert quasi daraufhin, bis es endlich so weit ist). Andererseits aber auch das Problem, dass Charlotte ins Visier gerät und man mehrfach versucht, sie umzubringen - natürlich gerettet durch Desmond - ich meine, was auch sonst?
Auch vom Charakter der Protagonisten her, ist die Story in meinen Augen sehr gelungen. Charlotte Locke ist zwar Hals über Kopf in Desmond verknallt, aber sie behält trotzdem ihren messerscharfen Verstand, der mithilfe ihrer magischen Fähigkeiten natürlich ein gutes Radar ist. Sie bleibt eigenständig und weiht ihn nicht in ihren endgültigen Masterplan ein. Sie übersteht das alles, ohne zu ihm zu laufen und irrsing schwachsinnig zu werden. Sie ist eine starke Persönlichkeit, ohne überladen oder zu perfekt zu wirken. Desmond hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und versucht immer sein Bestes, auf Charlotte Acht zu geben, was sie ihm natürlich nicht immer einfach macht. Aber auch er hat sein Ziel im Auge - fest im Auge. Aber er ist nicht nur von Rache getrieben, sondern bleibt auch wenn er ordentliche magische Fähigkeiten hat trotzdem noch absolut nachempfindbar und auf dem Boden.

Nachdem ich in das Buch eingetaucht bin, konnte ich es nicht zur Seite legen und habe es ziemlich verschlungen. Also mal wieder ein neues Meisterwerk von Jennifer Estep, das ich jedem empfehlen würde, der Nervenkitzel mag und gerne auch mal selbst mitdenkt, was denn "falsch" sein könnte oder gerade im Busch sitzt.

Einzig das Cover ist nicht wirklich mein Fall. Das Rot ist meiner Meinung nach zu kräftig und wirkt auch mehr eher störend und stiftet irgendwie mit der Intensität eine gewisse Unruhe bei mir.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Magisch, Humorvoll, Sexy - zauberhafte Mischung

Ex Hex
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Vivi ist eine unscheinbare Hexe, die mit ihrer Cousine und ihrer Tante in dem beschaulichen Graves Glen lebt und dort eine Stelle an der örtlichen Universität hat. Sie hat in ihrem Alltag nicht wirklich ...

Vivi ist eine unscheinbare Hexe, die mit ihrer Cousine und ihrer Tante in dem beschaulichen Graves Glen lebt und dort eine Stelle an der örtlichen Universität hat. Sie hat in ihrem Alltag nicht wirklich viel mit Magie zu tun, sondern verlässt sich lieber auf ihre normalen Fähigkeiten.
Rhys steht mit beiden Beinen im Leben und hat eine Reise-Agentur, der er mit seiner Magie hier und da unter die Arme greift, um seinen Kunden das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Bis sein Vater ihn nach Graves Glen schickt, um den familiären Pflichten als Gründerfamilie nachzukommen.
Das Problem: Vivi hat Rhys nach einer verpatzten Romanze in einem Sommer ihrer Jugend verflucht und dieser Fluch entfaltet sich, als Rhys nun Graves Glen betritt. Seine Magie beginnt verrückt zu spielen. Damit nicht genug, nicht bloß Rhys scheint verflucht zu sein, sondern die gesamte Stadt. Um wieder Kontrolle über die Magie zu bekommen, müssen Vivi und Rhys zusammenarbeiten und dabei kommen sie sich näher, als sie anfangs erwartet haben.

Also: Willkommen in Graves Glen. Einer süßen Stadt, die gerade in ihren Halloween Vorbereitungen steckt und somit das perfekte Setting bietet für Hexen, Zauber, Flüche und Geister. Die Stadt ist so süß und mit genügend Detail beschrieben, aber ohne zu sehr aufzutragen. Ich kann mir die Stadt vorstellen, auch wenn es viele erzählerische Freiheiten gibt. Eine perfekte Mischung aus dem, was notwendig ist, um die Geschichte in einen guten Ort zu setzen und dem, was man aus der Fantasie gestalten kann.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, wechselt aber trotzdem die Sichtweisen zwischen Rhys und Vivi. Ich bin jemand, der gerade bei wechselnder Perspektive lieber Geschichten in der ersten Person liest, deshalb brauchte ich einige Seiten, um mich in dem Lesefluss einzufinden. Davon ab lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und man stolpert an keiner Stelle über irgendwelche Ungereimtheiten, unpassende Wortwahl oder zu lange Sätze, die den Fluss unterbrechen.
Die Geschichte plätschert harmonisch vor sich her. Dadurch ist der Spannungsbogen vielleicht nicht so intensiv, wie er hätte sein können, aber es lässt sich entspannt lesen und eignet sich damit als absolutes Wohlfühlbuch für stressige Tage. Ich liebe Vivi und Rhys einfach beide, da man sie genügend kennen lernt, ohne wirklich tief in ihre Vergangenheit eintauchen zu müssen. Es passiert einfach so nebenbei.
Ich liebe es wirklich, mit welchem Humor Erin Sterling schreibt. Rhys ist einfach der perfekte Beweis dafür und ich habe mich mehrfach mit einem Lächeln auf dem Gesicht erwischt, wenn er wieder über Vivi nachgedacht hat oder seine Probleme nicht ernst genommen hat. Und Vivi, die langsam einsehen muss, dass sie der Magie in ihrem Leben doch nicht entkommen kann – und dass die Magie gar nicht so schlimm ist, wie sie sich immer eingeredet hat. Sie wächst ganz langsam in ihre Rolle hinein und überrascht am Ende doch mit einer gewissen Kreativität bei der Problemlösung.
Vivi und Rhys haben eine wahnsinnige Chemie und passen einfach perfekt zueinander, was durch die kleinen Details zwischen ihnen immer deutlicher wird. Die Sommernacht, die immer wieder Erwähnung findet, gepunktete Kleidung, die eine kleine Rolle übernimmt. Außerdem geht es auch gut zur Sache, was mich tatsächlich etwas überrascht hat, da ich das bei der Beschreibung zunächst nicht unbedingt angenommen habe. Das ist tatsächlich ein kleiner Kritikpunkt, den ich an diesem Buch habe, da der Fokus gerade im letzten Drittel des Buches für mich zu sehr auf dem Gefummel der beiden lag und weniger auf dem eigentlichen Problem. Es hätte gerne eine Szene weniger sein dürfen und dafür vielleicht ein Problem mehr, das sie gemeinsam hätten lösen müssen.

Alles in allem ist das Buch ein absolutes Wohlfühlbuch für gemütliche Abende zum Entspannen, wenn man eine unterhaltsame, aber weniger anspruchsvolle Lektüre lesen möchte, bei der es Details gibt, die einen zum Lächeln bringen, man aber nicht super konzentriert jedes einzelne Detail aufsaugen muss, um die Handlung zu verstehen. Es ist schön leicht geschrieben und plätschert bequem vor sich her. Ich freue mich schon darauf, den zweiten Band bald zu lesen.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Spicy Vampir zum Anbeißen

King of Battle and Blood
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King of Battle and Blood von Scarlet St. Claire - für alle Fans der "Blood and Ash"-Reihe ein unbedingtes Muss, aber auch für Fans, denen das etwas too much war

Isolde, eigentlich Issi genannt, hat genau ...

King of Battle and Blood von Scarlet St. Claire - für alle Fans der "Blood and Ash"-Reihe ein unbedingtes Muss, aber auch für Fans, denen das etwas too much war

Isolde, eigentlich Issi genannt, hat genau ein Ziel: Sie will Königin werden. Ohne einen Mann an ihrer Seite. Darauf arbeitet sie schon sehr lange hin und darauf ist sie ihr Leben lang vorbereitet worden. Doch dann begegnet sie Adrian, dem König von Revekka. Dem Feind, der ihr Land beanspruchen wird. Um das Überleben der Bewohner zu sichern, bietet Issis Vater, der noch amtierende König, dem Vampirkönig friedliche Verhandlungen an. Für Adrian ist von dem ersten Moment klar, was er haben will: Isolde. Als seine Königin.
Doch kann die Liebe bestehen zwischen eigentlich verfeindeten Völkern? Die Vampire sind allseits gefürchtet und haben bereits ganze Länder unter ihrer Herrschaft. Issi hasst die Vampire für das, was sie tun. Doch Adrian hat eine Anziehungskraft auf sie und schon bald muss sie lernen, dass nicht alles so ist, wie es ihr immer beigebracht worden ist. Wie sie es fest in ihren Gedanken verankert hat.


Meine Meinung:
Das Buch ist definitiv ein Highlight. Einzelne Passagen ziehen sich etwas von der Handlung her, aber insgesamt lässt sich das Buch flüssig lesen.
Zum Cover kann ich nur sagen: Ich liebe es und es verziert nun mein Regal, damit ich es immer wieder anschauen kann. Das Cover ist im Original sogar noch schöner als es im Internet auf den Bildern wirkt. Die Dornen mit den Rosen passen gut ins Konzept und vor allem die farbliche Gestaltung an den Rändern des Buches ist ein Traum.
Zur Handlung:
Es wird ein plausibler Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg aufgebaut und viele Fragen bleiben noch für den zweiten Band offen. Es bleibt also bis zur letzten Seite absolut spannend. Die Story wird nach und nach entwickelt, auch wenn es bereits von Anfang an ordentlich zwischen Issi und Adrian zu knistern scheint. Wie es sich für einen ordentlich Enemies to Lovers gehört hasst Issi Adrian und alles für das er und die Vampire stehen. Doch sie wird nach und nach eines besseren belehrt. Da ich nicht spoilern möchte, verzichte ich hier auf die genaue Ausführung.
Für alle Freunde des ordentlichen Spices ist auch gesorgt. Es wird eigentlich schon vom ersten Kapitel an angedeutet und zieht sich durch den gesamten ersten Band. An manchen Stellen ist der Spice allerdings etwas störend oder einfach ein wenig unpassend eingebracht. Es stört allerdings nicht die Handlung, sondern befeuert sie eher, weshalb die kleinen störenden Stellen auch nicht weiter ins Gewicht fallen.
Als Hauptcharaktere lernen wird Isolde (Issi) und Adrian insbesondere kennen. Das Buch wird aus Issis Sicht geschildert und beinhaltet damit insbesondere ihre Meinung und Vorstellung. Ihre Sicht lässt sich sehr flüssig lesen, nur manchmal ist sie von ihrer Art her sehr stur und kann daher etwas nervig rüberkommen. Sie zeigt aber immer wieder gerne, dass sie eine geborene Königin ist und dass sie auch in der Lage ist, mit den Vampiren umzugehen. Außerdem lernt sie innerhalb des Buches auch viel über sich selbst und macht zum Ende hin definitiv eine Charakterentwicklung mit. Es bleibt daher spannend, wie sie sich im zweiten Band noch weiter entwickeln wird. Adrian, das liest man sofort, auch wenn sie selbst das nicht so schnallt, ist ihr absolut verfallen und vergöttert sie, auch wenn sie sich anfangs einredet, dass sie nichts für ihn übrig hat. Er ist immer zur Stelle und immer verständnisvoll. Manchmal habe ich mir allerdings gewünscht, dass er sie vielleicht doch mal in ihre Schranken weist, sie ist ihm teilweise schon etwas auf der Nase herumgetanzt.
Neben den beiden gibt es noch eine traumhafte kleine Gruppe Vampire, die wir näher kennenlernen dürfen. Oh und Issis Affäre, der zufällig der Commander ihres Vaters ist. Die Gruppe Vampire, die zu Adrian gehört, lockern den gesamten Handlungsverlauf mit ihrer witzigen, humorvollen Art auf und ich habe mich immer gefreut, wenn sie vorgekommen sind. Der Commander, auch wenn man es nicht glauben sollte, hat auch insgesamt eine Entwicklung die durchaus positiv ist.
Das Ende des Buches war insgesamt schockierend aufgrund einiger Erlebnisse und es bleibt noch vieles offen für den zweiten Band.

Insgesamt ist das Buch also absolut empfehlenswert für alle, die Vampire, Magie und Hexen mögen. St. Claire hat hier wirklich eine tolle Welt geschaffen, in die man super eintauchen kann und eigentlich auch gar nicht mehr auftauchen möchte.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Tragisch wie Romeo und Julia

Neon Gods - Eros & Psyche
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Neon Gods - Eros & Psyche

Psyches Mutter hat ein Ziel: Eine ihrer Töchter zu der neuen Hera machen. Damit einher geht: Zeus zum Mann zu nehmen. Der eigentlichen Kupplerin Aphrodite, die ihre Macht im ...

Neon Gods - Eros & Psyche

Psyches Mutter hat ein Ziel: Eine ihrer Töchter zu der neuen Hera machen. Damit einher geht: Zeus zum Mann zu nehmen. Der eigentlichen Kupplerin Aphrodite, die ihre Macht im Zirkel der Dreizehn zu sichern versucht, passt das leider überhaupt nicht. Auf einer Veranstaltung verärgert Psyche Aphrodite und dann trifft sie auch noch auf Eros, ihren Sohn und hilft ihm mit einer Nettigkeit weiter. Das Problem: Die beiden werden zusammen gesichtet und fotografiert. Romeo und Julia - Zwei verfeindete Familien und die Kinder, die sich lieben. Nun, einen Selbstmord gibt es nicht. Aber Aphrodite möchte Psyches Herz. Und zwar nicht bloß symbolisch. Eros ist der Mann, der seiner Mutter diese Wünsche erfüllt. Normalerweise. So lockt er Psyche in eine Bar und ist wieder einmal total überwältigt von ihrer Einstellung und ihrer Wertvorstellung. Eigentlich wollte er sie vergiften. Stattdessen heiratet er sie, um sie so vor seiner Mutter zu schützen. Das ist es zumindest ,was er sich und ihr einzureden versucht.

Meine Meinung:
Das Cover ist genauso hübsch wie das des ersten Bandes und passt farblich super dazu. Auf den ersten Blick habe ich gar übersehen, dass es zwei Bände sind und nicht dergleiche.
Ich liebe Psyche und Eros. Ich würde fast behaupten, dass mir die Charaktere dieses Bandes mehr gefallen haben als die aus dem ersten Teil. Eros und Psyche haben mein Herz mehr berührt als Persephone und Hades. Eros, der sich selbst als böses Monster sieht, zu dem er wegen seiner Mutter wurde und jetzt glaubt, dass es für ihn kein zurück gibt und Psyche, die einfach zu gut für diese Welt ist und gleichzeitig zeigt, dass man sie aber nicht unterschätzen sollte. Eros hat eher weniger für Überraschungen gesorgt, aber Psyche war immer wieder für einen Twist gut. Insbesondere am Ende hat sie mich wirklich umgehauen mit ihrem Plan.
Wie nicht anders zu erwarten gibt es eine tolle Anziehungskraft zwischen Eros und Psyche, die ich als Leser wirklich gut spüren konnte. Anders als bei Persephone und Hades dreht sich aber dieser Band eigentlich nicht darum, dass die beiden Sex haben sollten.
Es gibt eine klare Schwäche im Handlungsablauf. Meiner Meinung nach hätte man aus der eigentlichen Handlung mehr rausholen können. Aphrodite war wenig subtil, ich hätte ihr da noch ein, zwei Manöver mehr zugetraut, bevor es schließlich zu einem sehr spannenden Ende kommt. Oder auch Demeter. Von beiden Müttern hätte ich mehr erwartet. Wir sehen das Ende erst aus der Sicht von Eros, der auch keine Ahnung hatte und genau das war auch sehr gelungen und so spannend.
Außerdem finde ich es toll, dass auch Persephone und Hades einen kleinen Auftritt haben, das Buch aber dennoch nicht wirklich spoilert und der erste Band fürs Verständnis auch nicht gelesen werden musste. Wer also erst diesen Band hier gelesen hat, sollte dennoch wenig Probleme mit der Spannung und der Handlung aus dem anderen Band bekommen. Und ebenfalls gelungen ist die Darstellung von Helena, die ja eine der Protagonistinnen im nächsten Band werden wird. Was mir im ersten Band noch ein bisschen gefehlt hat, was allerdings eindeutig der Isolation von Hades geschuldet war, war das Geflecht der Dreizehn und ihrer Kinder. In diesem Band lernt man nochmal mehr über die Beziehungen untereinander.

Alles in allem ein gelungenes Buch, insbesondere für die Fans, die auch gerne ein bisschen Spice dabei haben. Der Schreibstil ist flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Einzig wie gesagt hätte die Handlung besser ausgebaut werden können. Da gäbe es noch Luft nach oben.

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