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Veröffentlicht am 21.12.2017

Unglaublich emotional

A Thousand Boy Kisses - Poppy und Rune für immer
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In "A Thousand Boy Kisses" geht es um Rune und Poppy, die sich geschworen haben, für immer unzertrennlich zu sein, als sie noch kleine Kinder waren. Dieses Versprechen haben sie gehalten, bis Rune nach ...

In "A Thousand Boy Kisses" geht es um Rune und Poppy, die sich geschworen haben, für immer unzertrennlich zu sein, als sie noch kleine Kinder waren. Dieses Versprechen haben sie gehalten, bis Rune nach Norwegen zurückkehren musste und Poppy - für ihn unerklärlich - den Kontakt komplett abgebrochen hat. Als sie sich nach zwei Jahren wieder sehen, ist beiden klar, dass ihre Gefühle füreinander nach wie vor stark und allumfassend sind, doch wie die Inhaltsangabe schon sagt: der größte Herzschmerz steht ihnen noch bevor. Und auch dem Leser.

Das Buch konnte mich von Anfang an fesseln. Die beiden Charaktere sind sympathisch, unglaublich lebendig, voller Ecken und Kanten, selbst in einem jungen Alter, und die Beziehung der beiden ist wunderschön dargestellt. Die beiden sind Poppy und Rune und obwohl sie noch sehr jung sind, ist ihre Liebe glaubwürdig und echt dargestellt. Man spürt, wie sehr sie sich lieben, dass sie zusammen gehören und es schaffen können, ihr Leben miteinander zu verbringen. Als der Kontakt zwischen ihnen abbricht, habe ich mit ihnen beiden mitgelitten und gehofft, dass sie einander wieder finden würden, und das tun sie auch... was nicht heißt, dass alles leicht und schön und ohne Probleme ist.

Die Autorin bricht den beiden das Herz und ihre Geschichte hat auch mich emotional sehr getroffen. Ich wusste vor der Lektüre schon ungefähr, was passieren würde, aber das hat nichts daran geändert, wie sehr es mich berührt hat. Es hat mich oft zu Tränen gerührt; schon lange hat mich keine Geschichte so mitgenommen. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und -gelitten und jedes Gefühl mit ihnen geteilt. Trotzdem ist die Handlung nicht deprimierend. Es wird realistisch mit den Situationen umgegangen, aber das Buch ist voller Hoffnung und Liebe, sehr viel Liebe, angefangen bei den 1000 Küssen bis hin zu all den kleinen und großen Gesten, durch die man sehen kann, wie viel die Protagonisten einander und auch ihren Familien bedeuten. Die Botschaft von "A Thousand Boy Kisses" ist unglaublich wichtig und sehr gut verarbeitet, ohne kitschig zu werden.

Fast alles an dem Buch hat mich überzeugt - der Schreibstil, die Charaktere, wie ihre Beziehung dargestellt wurde und sich entwickelt hat, die Handlung an sich. Das Ende dagegen... ich weiß nicht richtig, was ich davon halten soll. Es passt zur Geschichte und ist auch schön, doch andererseits ist es irgendwie zu viel. Deshalb, und wegen ein paar anderer kleiner Punkte, die mich ein bisschen gestört haben, habe ich von meiner Bewertung letztlich einen halben Stern abgezogen. Trotzdem kann ich "A Thousand Boy Kisses" sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Überzeugt von Anfang an

Der geheime Name
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"Der geheime Name" ist eine Adaption des bekannten Märchens um Rumpelstilzchen, der sich das Kind der Königin holen wollte und dabei den Tod fand. Das Buch befasst sich mit dem Geheimen, dessen Namen eben ...

"Der geheime Name" ist eine Adaption des bekannten Märchens um Rumpelstilzchen, der sich das Kind der Königin holen wollte und dabei den Tod fand. Das Buch befasst sich mit dem Geheimen, dessen Namen eben nicht Rumpelstilzchen ist, was dazu führt, dass die verzweifelte Mutter ihm ein Kind aushändigen muss. Allerdings ist es nicht das Baby, das er wollte, weshalb er einen Plan schmiedet, um doch noch an das Mädchen heranzukommen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Der Autorin gelingt es, eine märchenhafte, düstere und unheimliche Stimmung aufzubauen und trotzdem Finas Leben realistisch, mit alltäglichen Problemen, darzustellen. Die Neunzehnjährige war schon immer auf der Flucht, ohne den Grund dafür zu kennen, und als sie genug davon hat, reist sie Hals über Kopf zu ihrer Großmutter. Die ganze Handlung basiert darauf, dass sie ihren Willen durchsetzt und dafür kämpft, was sie will - Freiheit, ein Zuhause und später auch Liebe. Sie ist eigenwillig und egal, wie schwer es wurde, sie hat nie aufgegeben, selbst als ihr bewusst wurde, wie groß die Gefahr ist, in der die sich befindet. Fina ist ein starker, aber zugleich verletzlicher Charakter und wie die anderen Figuren sehr komplex, was mir gut gefallen hat. Selbst der Geheime, der mächtig, bösartig, gerissen und durchtrieben ist, hat nicht nur negative Eigenschaften. Dies macht ihn als Gegenspieler viel interessanter und greifbarer und die Einsichten in sein Denken tragen definitiv zu der düsteren Atmosphäre bei. Sein Handeln zeigt, dass er skrupellos ist; ich habe wirklich mit den Protagonisten mitgelitten, als sie schreckliche Erlebnisse durchleiden mussten, und gehofft, dass am Ende alles gut werden würde. "Der geheime Name" behandelt einige ernste Themen, die die Einordnung als 'Fantasy für Erwachsene' auf jeden Fall rechtfertigen.

Die Liebesgeschichte zwischen Fina und dem Jungen wurde schön beschrieben. Sie ist zaghaft und aufrichtig und ich mochte, dass die ganze Zeit berücksichtigt wurde, wie schwer sich der Junge mit all dem tut und dass er ein eingeschränktes Verständnis von gewissen Dingen hat. Was er fühlt und denkt war immer deutlich und der Kampf, der in ihm tobt, war eindringlich dargestellt.

Winterfeld konnte mich mit dieser Märchen-Adaptionen voll und ganz überzeugen. Die Elemente der bekannten Geschichte wurden gekonnt zu einer neuen Erzählung umgewandelt, die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet und die Bedrohung durch den Geheimen war die ganze Zeit präsent und führte zu einigen Gänsehaut-Momenten.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Mehr als gelungene Fortsetzung

Lord of Shadows
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Da "Lady Midnight" letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, war ich sehr auf den zweiten Band gespannt. "Lord of Shadows" hat mich nicht enttäuscht; es ist eine gelungene Fortsetzung und eine packende ...

Da "Lady Midnight" letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, war ich sehr auf den zweiten Band gespannt. "Lord of Shadows" hat mich nicht enttäuscht; es ist eine gelungene Fortsetzung und eine packende Lektüre, sodass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe. Nicht nur, dass der Konflikt zwischen Schattenjägern und Schattenwesen sich immer mehr zuspitzt, auch die Charaktere selbst müssen Hürden überwinden und über sich selbst hinauswachsen.

Die Geschichte setzt etwa zwei Wochen nach Ende des ersten Bandes ein und gerade bei Emma und Julian merkt man, wie die vorherigen Ereignisse sie belasten. Die Szenen zwischen den beiden waren herzzerreißend. Sie lieben sich, glauben aber beide, dass die Gefühle nur einseitig sind und dazu kommt noch das Wissen, dass sie gar nicht zusammen sein sollten. Als Leser hofft man auf eine Lösung, doch die Lage wirkt ausweglos und die Autorin hat gut dargestellt, wie sehr die Charaktere leiden und wie es ihr Verhältnis zueinander belastet. Auch die anderen Personen haben ihr eigenes Gefühlschaos und obwohl die Liebesbeziehungen nicht der Fokus des Buches sind, spielen sie eine wichtige Rolle und beeinflussen das Handeln der Figuren in vielerlei Hinsicht. Es gibt einige romantische Momente und alle verschiedenen Konstellationen konnten mich überzeugen, auch wenn ich natürlich klare Favoriten habe ;)

Der Handlungsstrang um die Intrigen des Feenkönigs war spannend und wendungsreich. Schon in "Lady Midnight" waren die schwelenden Spannungen zwischen den verschiedenen Fraktionen zu erkennen und es sieht nun immer mehr danach aus, als würde erneut ein Krieg ausbrechen. Das Buch ist voller Andeutungen, die nichts Gutes für liebgewonnene Figuren andeuten, und bereits in "Lord of Shadows" wurden einige Opfer gefordert. Gerade das Ende war sehr dramatisch und tragisch und nach dem letzten Kapitel will ich auf jeden Fall weiterlesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert und wie dieser große, alles umfassende Konflikt beendet werden kann. Leider wird es noch eine Weile dauern, bis der dritte Band erscheint...

Veröffentlicht am 09.10.2017

Schöne, berührende Liebesgeschichte

Lichterzauber in Manhattan
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Eva und Lucas könnten unterschiedlicher nicht sein; er schreibt Bestseller, in denen Figuren kaltblütig andere ermorden, er ist zynisch und hat sich von der Welt so weit wie möglich zurückgezogen, nachdem ...

Eva und Lucas könnten unterschiedlicher nicht sein; er schreibt Bestseller, in denen Figuren kaltblütig andere ermorden, er ist zynisch und hat sich von der Welt so weit wie möglich zurückgezogen, nachdem er seine geliebte Frau verloren hat. Eva dagegen ist sehr optimistisch und romantisch veranlagt. Sie liebt die Feiertage, den Schnee, die ganze festliche Stimmung, während er alles ablehnt. Als Lucas' Großmutter Eva beauftragt, seine Wohnung weihnachtlich zu dekorieren, kommt es logischerweise zu einem Konflikt zwischen den beiden. Zumindest so lange, bis Lucas merkt, dass Evas Anwesenheit ihn inspiriert und bei seiner Schreibblockade zu helfen scheint...

Die ganze Handlung findet innerhalb weniger Wochen statt. Trotzdem hat Morgan überzeugend dargestellt, wie sie in dieser objektiv kurzen Zeit tiefe, echte Gefühle füreinander entwickeln können. Am Anfang ist ihr Verhältnis noch ein wenig angespannt und Lucas vermutet hinter allem, was sie tut, unlautere Motive, doch sie kommen sich schnell näher und vertrauen sich schon bald Dinge an, die sie noch nie jemandem erzählt haben. Dadurch entsteht eine ganz besondere, tiefe Bindung zwischen ihnen, die die Autorin wirklich schön geschrieben hat. Man merkt, dass sie einander wirklich nahe sind. Sie ergänzen sich, spornen einander an und sie können jeweils ausgezeichnet mit den Eigenarten des anderen umgehen. Natürlich gibt es neben humorvollen Neckereien ernste Konflikte, allerdings bemühen sie sich darum, sie zu klären und offen zu kommunizieren, was mir gefallen hat.

Die Charaktere an sind gut ausgearbeitet. Evas positive Einstellung und ihr optimistischer Blick auf die Welt sorgen einfach für gute Laune und die Beschreibungen der Gerichte, die sie kocht, lassen das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich mochte auch, wie sie mit Problemen und ihrem Schmerz umgegangen ist, dass sie nie die Hoffnung aufgegeben hat und weiterhin bereit war, an das gute in jedem Menschen zu glauben. Lucas war mir ebenfalls sympathisch. Er wurde in der Vergangenheit verletzt und hat sich deshalb verschlossen, aber hinter seiner rauen Schale steckt definitiv ein Mann, der einfühlsam sein kann und der in der Lage ist, Eva genau so zu nehmen, wie sie ist. Es war schön zu sehen, wie er langsam bereit war, sich auf sie einzulassen.

Da ich letztes Jahr im Dezember "Für immer und einen Weihnachtsmorgen" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin, das ebenfalls in der Weihnachtszeit spielt - und in "Lichterzauber in Manhattan" ist es Morgan wieder gelungen, die weihnachtliche Atmosphäre perfekt einzufangen. Ich konnte mir das Schneegestöber und die klirrende Kälte sehr gut vorstellen und obwohl sie die Gefahren des Wetters dargestellt hat, war die Vorstellung, wie die Protagonisten durch den Schnee spazieren, doch sehr romantisch und auch die ganze Dekoration klang toll. Man könnte fast Lust bekommen, selbst ein paar Weihnachtslieder zu singen, obwohl das Fest noch zwei Monate in der Zukunft liegt.

"Lichterzauber in Manhattan" ist eine schöne, berührende Liebesgeschichte, die mich von Anfang an gefesselt und bezaubert hat. Den Rest der Reihe muss ich auf jeden Fall noch lesen.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Überzeugender Auftakt

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel
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"Das verborgene Orakel" ist der erste Band einer Reihe, die sich mit Apollo befasst. Sie spielt circa sechs Monate nach Ende der "Helden im Olymp"-Bücher, die ich bisher noch nicht gelesen habe. Trotzdem ...

"Das verborgene Orakel" ist der erste Band einer Reihe, die sich mit Apollo befasst. Sie spielt circa sechs Monate nach Ende der "Helden im Olymp"-Bücher, die ich bisher noch nicht gelesen habe. Trotzdem konnte ich der Geschichte problemlos folgen, da der Fokus auf der neuen Katastrophe liegt und die jugendlichen Halbgötter hier nur unterstützende Figuren sind.

Wer die anderen Bücher von Riordan schon gelesen hat, weiß, was man zu erwarten hat, wenn der arrogante, sehr von sich überzeugte Gott - beziehungsweise Ex-Gott - die Rolle des Ich-Erzählers übernimmt. Es ist unterhaltsam, wie er glaubt, alle würden ihn anbeten und die Narrative war definitiv sehr humorvoll. Gut gefallen hat mir allerdings die Wandlung, die er durchgemacht hat. Dadurch, dass er gezwungen ist, als sterblicher Mensch zu leben, erfährt er aus erster Hand, wie schwer dieses Dasein ist, und das öffnet ihm durchaus die Augen. Es ist interessant, über diese Veränderung zu lesen und hinter Apollos Fassade zu blicken; er war mir von Anfang an sympathisch, doch gegen Ende des Buches hatte ich ihn richtig ins Herz geschlossen und ich habe mit ihm mitgefühlt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit ihm weiter gehen und wie seine weiteren Abenteuer ihn beeinflussen werden.

In "Das verborgene Orakel" kommen erneut einige Mythologien zusammen und wie bereits gewohnt hat der Autor sie kreativ und fesselnd verarbeitet. Ich fand ein paar der Entwicklungen vorhersehbar, weshalb sie mich nicht wirklich schockieren konnten, aber mich hat bewegt, wie der Protagonist darauf reagiert hat. Zwischendurch schwirrte mir beinahe der Kopf von den ganzen Enthüllungen und Wendungen und obwohl ich zuerst besorgt war, wie Riordan den Stoff verarbeiten würde, hatte er mich am Ende doch überzeugt. Es gibt hier viel Potential für die nächsten Bände und ich freue mich darauf zu sehen, welche Überraschungen in Zukunft auf den Leser und Apollo warten.

Das Buch konnte mich nicht ganz so begeistern wie die "Percy Jackson"-Reihe, aber dennoch ist es durch und durch gelungen. Die Geschichte ist fesselnd, wendungsreich, humorvoll und auch abgedreht. Man kommt auf keinen Fall zu kurz, sodass ich wieder 4,5 Sterne vergebe.