Der Autor lebt seit 20 Jahren in Italien und will anlässlich seines Geburtstages seinen italienischen Familienteil mit einem italienischen Essen überraschen. Allerdings meint er damit nicht ein Gericht, ...
Der Autor lebt seit 20 Jahren in Italien und will anlässlich seines Geburtstages seinen italienischen Familienteil mit einem italienischen Essen überraschen. Allerdings meint er damit nicht ein Gericht, sondern ein mehrgängiges Menü, das teilweise relativ kompliziert ist. Um sich darauf vorzubereiten, fährt er durch die Lande und lässt sich zum Teil von berühmten Köchen oder Küchen beraten, klärt, wo er den besten Fisch her bekommt, oder erhält Tipps, wie ein richtig guter Kaffee entstehen kann.
Mir hat das Buch gut gefallen, allerdings mit einer Ausnahme: ich hatte beim Lesen über weite Strecken ziemlich großen Hunger. Mein Lieblingsitaliener wird also demnächst wieder aufgesucht werden. Ansonsten ist es eine witzige, aber auch extrem liebenswertes Beschreibung des italienischen Lebens, vor allem natürlich des Essens und Trinkens und auch der Eigenheiten der verschiedenen Regionen. Das alles ist in launig kurzen Kapiteln beschrieben, die ergänzt werden mit einige Fakten und Anekdoten. Alles in allem ein richtig nettes Buch über Italien, auch als Geschenk sehr gut geeignet. Von mir eine Leseempfehlung
Das Buch besteht aus zehn Geschichten/Gesprächen von Großeltern, die in der DDR gelebt haben, mit ihren Enkeln, die die DDR kaum oder gar nicht erlebt haben. In den Familien wurde teilweise gar nicht über ...
Das Buch besteht aus zehn Geschichten/Gesprächen von Großeltern, die in der DDR gelebt haben, mit ihren Enkeln, die die DDR kaum oder gar nicht erlebt haben. In den Familien wurde teilweise gar nicht über die Zeit gesprochen und so sind diese Gespräche oft das erste Mal eine Art Aufarbeitung.
Vorab möchte ich erwähnen, dass mir die zu den Geschichten eingebauten Fotos zum großen Teil sehr gut gefallen haben und auch wenn sie nicht Personen aus der Geschichte zeigen, passen sie hervorragend dazu. Anfangs fand ich es etwas schwierig, mich in die Geschichten hineinzufinden. Es wurden so viele Namen und Personen genannt die ich nicht einfach auseinanderhalten konnte. Die Geschichten sind ja sehr kurz und so wechseln die Namen auch extrem schnell. Doch je weiter ich mit dem Buch kam, desto leichter fiel es mir. Mir hat gut gefallen, dass es so unterschiedliche Geschichten sind. Und auch unterschiedliche Ansichten vorkommen durften. Die Geschichten sind sehr sachlich und ziemlich neutral geschrieben, manchmal fehlte mir ein wenig der emotionale Zugang. Doch auf der anderen Seite wird dadurch niemand ver- oder beurteilt und als Leser kann man sich ein eigenes Bild machen und ein Urteil bilden. Außerdem finde ich es sehr gut, dass hier wirklich Menschen zu Wort kommen, die die DDR erlebt haben. Das empfinde ich als sehr wichtig und auch die Gespräche mit den Enkeln, die zwei oder drei Generationen später leben, sind wichtig und interessant. So ganz andere Ansichten und ein ganz anderes Erleben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
1943 ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange. Die Brüder Konrad und Sverre aus Norwegen arbeiten als Matrosen auf einem Handelsschiff, das von Japanern torpediert wird und untergeht. Beide können sich ...
1943 ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange. Die Brüder Konrad und Sverre aus Norwegen arbeiten als Matrosen auf einem Handelsschiff, das von Japanern torpediert wird und untergeht. Beide können sich auf unterschiedliche Weise nach Java retten. Konrad lernt im Krankenhaus die Norwegerin Sigrid kennen und lieben. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn beide landen in verschiedenen japanischen Gefangenenlagern und müssen täglich versuchen, irgendwie zu überleben
Das Buch ist sozusagen der zweite Teil der Reihe um eine Familiengeschichte. Im ersten Teil ging es um die Großmutter, hier geht es in erster Linie um den Großvater. Ich fand die Geschichte noch wesentlich besser und vor allem wesentlich berührender als der erste Teil. Hier ging es ausschließlich um die Historie. Viele Fakten über die Internierungen von Zivilisten durch die Japaner im Zweiten Weltkrieg waren mir neu. Es ist sehr gut beschrieben, was sie durchleiden mussten. Aber ebenso, dass es immer Menschen gab, die sich für andere einsetzen und auch unter Lebensgefahr helfen. Das macht das Buch sehr hoffnungsvoll. Es lässt sich wunderbar lesen und bekommt von mir die absolut volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
Im Beichtstuhl in der Kirche wird die Leiche von Rosalinda gefunden. Sie hat eine kleine Boutique und verkauft Ledersachen. Schnell ist mit dem Straßenfeger Salvatore ein Verdächtiger gefunden. Doch der ...
Im Beichtstuhl in der Kirche wird die Leiche von Rosalinda gefunden. Sie hat eine kleine Boutique und verkauft Ledersachen. Schnell ist mit dem Straßenfeger Salvatore ein Verdächtiger gefunden. Doch der Polizist Rizzi glaubt nicht daran, dass er der richtige Schuldige ist. Rizzi beginnt weitere Ermittlungen zusammen mit seiner Kollegin Antonia und bald stoßen sie auf die Spur der verschwundenen berühmten Handtasche, die sich der Blaue Salamander nennt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde, die Reihe steigert sich mehr und mehr. Zum einen sind die Ermittler, auch wenn sie Ecken und Kanten haben, sehr sympathisch. Zum anderen spielt natürlich Capri und seine Bewohner eine riesengroße Rolle und macht sehr viel von dem Charme des Buches aus. Unabhängig davon gibt es realistische Ermittlungen und auch wenn die Spannung nicht superhoch ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen und ist ein traditioneller Krimi, der in der oberen Liga mitspielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich anmerken, dass ich durchweg den Begriff „First Nation“ verwenden werde. Ich weiß, dass er vorwiegend in Kanada gebraucht wird und nicht von allen ...
Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich anmerken, dass ich durchweg den Begriff „First Nation“ verwenden werde. Ich weiß, dass er vorwiegend in Kanada gebraucht wird und nicht von allen akzeptiert wird. Doch ich empfinde es bei der Rezension einfacher und verständlicher, wenn ich nur einen Begriff verwende, statt zwischen Dakota/Lakota/Sioux usw. zu wechseln.
Mir war der Autor des Buches vorher völlig unbekannt. Ich bin mit den Büchern von Liselotte Welskopf-Henrich aufgewachsen und habe sich auch als Erwachsener nochmals gelesen. Erst hier im Vorwort wurde mir klar, wie Welskopf-Henrich den Namen des Autors verwendet und auch verschiedene von ihm aufgezeichnete Begebenheiten in ihren Büchern eingearbeitet hat, so dass sein Vermächtnis auf moderne Art weitergeben wird.
Das Buch ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. So geht es um die Anfänge der First Nation, einigen ihrer Regeln oder um die Heilige Pfeife des Weißen Büffelskalbs. Es geht um das Aufzeigen der Veränderungen, die mit dem Auftauchen des weißen Mannes und dem Bruch vieler Verträge einhergingen.
Die jeweilige aufgeschriebene Geschichte über diverse Rituale und Überlieferungen erhalten oft noch eine anschließende Erklärung und Ergänzung aus Sicht des Autors.
Mit dem Kurzroman „Maiden Chief“ konnte ich nicht so wirklich viel anfangen. Es ist eine interessante Geschichte, die vom Stil her allerdings sehr idealisiert, teilweise schwülstig bis kitschig ist und am Ende sogar stark an Karl May (Zuwendung zur christlichen Religion) erinnert. Trotzdem ist es gut, dass sie veröffentlicht und bekannt gemacht wird. Denn das für mich Interessante an der Geschichte ist, dass dort detailliert die Sitten und Bräuche speziell der Sioux aufgeführt werden und man so aus erster Hand viel Wissenswertes erfährt, das unbedingt erhalten werden muss. So kann man über die in meinen Augen stilistischen „Mängel“ (immerhin ist der Kurzroman rund 100 Jahre alt) hinweglesen.
Die auf die Geschichte folgenden kurzen Kapitel - sei es über die Büffel, den Ursprung der First Nation oder verschiedene andere Fakten - sind dann wieder eher sachlich und vermitteln sehr viele Details.
Heraus sticht natürlich die Schlacht am Little Bighorn. Bisher wurde sie fast ausschließlich aus Sicht der Sieger (auch wenn die Armee die Schlacht verloren hat, am Ende war sie der Sieger) beschrieben. Hier kommt endlich die andere Seite zu Wort und so kommen auch andere Fakten zutage.
Alles im allem kann ich das Buch wirklich sehr empfehlen. Es gibt Einsichten in das wirkliche Leben, es macht einen unbekannten Autor bekannt – und ich hoffe auf einen großen Leserkreis. Vor allem verklärt es weder noch idealisiert (bis auf den Kurzroman).
Besonders erwähnen möchte ich die für meine Begriffe außerordentlich gute Übersetzung, die dem modernen Leseempfinden sehr entgegenkommt, aber gleichzeitig die Poesie des Originals erhält.