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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2024

Meine anfängliche Begeisterung ließ leider schnell nach

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: HarperCollins (25. Juni 2024)
ISBN-13: 978-3365004852
Originaltitel: A Short Walk Through a Wide World
Übersetzung: Alexander Weber
Preis: 24,00 €
auch als E-Book ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: HarperCollins (25. Juni 2024)
ISBN-13: 978-3365004852
Originaltitel: A Short Walk Through a Wide World
Übersetzung: Alexander Weber
Preis: 24,00 €
auch als E-Book erhältlich

Meine anfängliche Begeisterung ließ leider schnell nach

Inhalt:
Paris, 1885. Die neunjährige Aubry wird von einer seltsamen Krankheit befallen. Wenn sie sich länger an einem Ort aufhält, fängt sie an zu bluten und erleidet am ganzen Körper unsägliche Schmerzen und Krämpfe. Wenn sie nicht sofort weiterzieht, wird sie sterben. So wandert sie zunächst mit ihrer Mutter, dann allein kreuz und quer durch die Welt. Die einzigen Orte, an denen es ihr gutgeht, sind geheime Bibliotheken. Doch auch dort kann sie nicht unendlich lange bleiben.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt wirklich großartig, mit viel Action, Spannung und Atmosphäre und einem wortgewandten Schreibstil. Der Schreibstil bleibt, der Rest leider nicht. Schon bald reibt sich die originelle Grundidee in langatmigen Wiederholungen mit immer neuen Namen auf. Die Menschen, denen Aubry auf ihrer Wanderschaft begegnet und die Orte, an die es sie alle zwei bis vier Tage verschlägt, empfand ich als relativ austauschbar. Aubry selbst lernen wir im Lauf ihres langen Lebens zwar sehr gut kennen, aber alle anderen Figuren bleiben blass.

Auf ihrer Weltreise trifft Aubry natürlich jede Menge Menschen/Stämme/Völker. Hier hätte ich erwartet, etwas über die Bräuche und Sitten rund um den Erdball lernen zu dürfen, aber davon war leider kaum die Rede. Es gibt ein paar Lebensweisheiten und ein bisschen Philosophie, ansonsten nur ein großes Rätsel um diese kuriose Krankheit, die Aubry seltsamerweise schon als Kind einfach so hinnimmt und von sich aus ihr Leben danach ausrichtet.

Die im Klappentext angepriesenen „unendlich viele[n] Abenteuer“ sind gar nicht so viele und werden mit wenigen Sätzen abgehandelt. Und die „Menschen, die ihr sehr viel bedeuten“ spielen eigentlich keine Rolle mehr, wenn Aubry sie nach wenigen Tagen wieder verlassen muss.

Ich war wirklich bereit, mich auf diese ungewöhnliche Geschichte einzulassen, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht begeistern. Durch die kurze Zeitspanne, die Aubry jeweils nur an einem Ort bleiben kann, wird man ziemlich durch die Handlung gehetzt und kann nicht besonders tief eintauchen. Schade, ich hatte mir nach der Leseprobe mehr erhofft.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 25.05.2024

Für mich ist das kein Thriller

Das Waldhaus
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Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2024)
ISBN-13: 978-3442495382
Originaltitel: The Daughter
Übersetzung: Ivana Marinović
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für ...

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2024)
ISBN-13: 978-3442495382
Originaltitel: The Daughter
Übersetzung: Ivana Marinović
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für mich ist das kein Thriller

Inhalt:
Die siebenunddreißigjährige Hannah Davidson zieht wieder bei ihrem Vater ein, da er geistig immer mehr verfällt und nicht mehr alleine klar kommt. Während Hannahs Bruder Reece den Vater für den Mörder ihrer Mutter hält, die vor dreiundzwanzig Jahren ums Leben kam, war Hannah immer von dessen Unschuld überzeugt. Doch jetzt hält der Vater Hannah für seine Frau Jen und bittet sie immer wieder um Verzeihung. Hannahs Überzeugung gerät ins Wanken. Sie will nun endlich den Mörder ihrer Mutter finden und beginnt im Wespennest zu stochern …

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hörte sich für mich sehr gut an, Thriller liebe ich, und neuen Autor*innen gebe ich gerne eine Chance. Aber „Das Waldhaus“ hat mich doch ziemlich ernüchtert. Ein Thriller ist das in meinen Augen beileibe nicht. Eher könnte man es als Familiendrama bezeichnen.

Das Gute: Die Handlung ist einigermaßen stringent …

Das weniger Gute: … leider aber auch in weiten Teilen vorhersehbar. So war mir schon sehr früh klar, wer Hannahs Mutter getötet hat.

Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Es fiel mir leicht, das Buch aus der Hand zu legen und eine Pause zu machen, denn so richtig spannend ist es nicht. Erst auf den letzten Seiten kommt ein bisschen Action auf.

Die Hauptfiguren sind allesamt ziemlich unsympathisch und wirken irgendwie psychisch lädiert, paranoid, arrogant und narzisstisch. Ich konnte mich weder für die Protagonistin noch für ihren Bruder erwärmen. Es war mir im Endeffekt piepschnurzegal, wie ihre Geschichte sich entwickelt. Die einzige interessante Person, der ehemalige Detective, der damals in dem Mordfall an der Mutter ermittelt hat, kommt leider viel zu kurz. Da hätte man viel mehr draus machen können.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 13.05.2024

Ein Wohlfühlroman

Das Licht in den Birken
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3805201117
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein Wohlfühlroman

Inhalt:
Thea, Mitte 50, hat die letzten ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Mai 2024)
ISBN-13: 978-3805201117
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein Wohlfühlroman

Inhalt:
Thea, Mitte 50, hat die letzten Jahrzehnte in Portugal verbracht. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden kehrt sie nach Deutschland zurück. Hier zieht sie mit ihren beiden Ziegen auf dem tief verschuldeten Gnadenhof des griesgrämigen Benno ein. Und bald gesellt sich die junge Juli zu den beiden, die sich beim Wandern verletzt hat und nicht weiter kann. Zu dritt versuchen sie, den Hof zu retten und nebenbei noch ihre ganz privaten Probleme zu lösen.

Meine Meinung:
Mit ihren Kriminalromanen um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn konnte mich Romy Fölck regelmäßig begeistern. Deshalb wollte ich es auch einmal mit einem ihrer Bücher aus einem anderen Genre versuchen. Leider war dies für mich ein relativer Fehlversuch.

Der Schreibstil ist sehr gefällig, und die Perspektivwechsel zwischen Thea, Benno und Juli gut gelungen. Wir lernen alle drei einigermaßen kennen, allerdings geht die Charakterisierung nicht wirklich in die Tiefe. Ich hätte gerne noch viel mehr über diese drei Personen erfahren.

Die Story empfand ich als ziemlich unrealistisch: Es treffen zufällig drei Menschen aufeinander, die alle von ihrem Kind bzw. als Kind von einem Elternteil getrennt wurden. Daneben gibt es natürlich auch noch weitere Probleme, um die Handlung ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten.

Unsere drei Protagonist*innen sind zunächst einmal so grundverschieden, dass die Fetzen fliegen. Sie raufen sich jedoch ganz schnell zusammen und ziehen dann an einem Strang. Die Geschichte ist leider absolut vorhersehbar, daran ändern auch die kleinen Stolpersteine, die Thea, Benno und Juli in den Weg gelegt werden, nichts. Und am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf. Mit einem tiefen Seufzer und einem wohlwollenden Lächeln im Gesicht klappte ich das Buch nach dem Lesen zu. Und trotz einiger Denkanstöße, die die Autorin mit dieser Geschichte gibt, wird das Buch bei mir wohl leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 29.04.2024

Schauspielerei und Urlaubslaune

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3)
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Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein (25. April 2024)
ISBN-13: 978-3548068169
Preis: 12,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Schauspielerei und Urlaubslaune

Inhalt:
St. Peter-Ording steht ...

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein (25. April 2024)
ISBN-13: 978-3548068169
Preis: 12,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Schauspielerei und Urlaubslaune

Inhalt:
St. Peter-Ording steht kopf. Es finden Dreharbeiten zu einer neuen Serienfolge statt mit dem beliebten Schauspieler Titus Frank. Als dieser bei einem Brand ums Leben kommt, steht schnell fest: Es war Mord.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Band dieser Krimireihe, kann aber problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Tanja Janz’ Schreibstil ist einfach und locker. Man kann das Buch sicher gut im Urlaub am Strand lesen, wo es viel Ablenkung gibt. Denn man muss sich nicht sonderlich konzentrieren, um der Handlung folgen zu können. Diese ist wie der Schreibstil recht einfach gestrickt und in weiten Teilen vorhersehbar. Besonders bei der „Schlussüberraschung“ konnte ich nur noch mit den Augen rollen. Auch Täter und Motiv waren mir leider schon sehr früh klar.

Ermittelt wird von zwei Dorfpolizisten und deren Familienangehörigen. Zwar sind diese Charaktere äußerst sympathisch dargestellt, aber für meinen Geschmack viel zu naiv. Ein Wunder, dass sie den Fall überhaupt gelöst haben. Richtige Ermittlungsarbeit gibt es hier kaum. Nun gut, das Buch wird ja auch als Cosy Crime angepriesen, und das ist es sicherlich auch. Während man bei anderen Werken dieses Genres aber meist noch viel Witz findet, habe ich diesen hier komplett vermisst. Auch Spannung spielt hier keine allzu große Rolle, dafür die Familienidylle.

Die Reihe:
1. Willkommen in St. Peter-(M)Ording
2. Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording
3. Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording

★★★☆☆

Veröffentlicht am 09.04.2024

Mehr Roman als Krimi

Der Nachtläufer
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Format: Hörbuch
Verlag: SAGA Egmont (11. April 2024)
Sprecher: Frank Stieren
Lauflänge: 6 h 43 min, ungekürzt
Originaltitel: Natteløperen
Übersetzung: Roland Hoffmann
auch als Taschenbuch und als E-Book ...

Format: Hörbuch
Verlag: SAGA Egmont (11. April 2024)
Sprecher: Frank Stieren
Lauflänge: 6 h 43 min, ungekürzt
Originaltitel: Natteløperen
Übersetzung: Roland Hoffmann
auch als Taschenbuch und als E-Book erhältlich

Mehr Roman als Krimi

Inhalt:
Meidel Jonsson ist gerade 18 Jahre alt, als sein Großvater Lennart plötzlich stirbt. Sein Vater ist im Gefängnis, die Mutter in einer Psychiatrischen Klinik. Ganz auf sich allein gestellt, kommt der Junge auf eine abstruse Idee …

Der Nachtläufer besucht die Menschen mitten in der Nacht, zielt mit einer Pistole auf sie und drückt ab. Doch nicht jede*r muss sterben. Eddie Feber macht sich auf die Jagd nach dem mysteriösen Einbrecher.

Meine Meinung:
„Der Nachtläufer“ ist der Auftaktband der Eddie Feber-Reihe, konnte mich aber leider nicht vollends überzeugen. Ich hatte wohl falsche Erwartungen, hatte mir einen handfesten Krimi erhofft. Aber eigentlich ist es mehr ein Roman, dem viel von der möglichen Spannung genommen wird, nachdem die Leserschaft schon früh erfährt, wer der Täter und was sein System ist. Lediglich die Polizei hinkt dem hinterher.

Ein Großteil des Buches wird aus der Perspektive des Täters erzählt. Seine Gedanken, Gefühle, Ängste und Erwartungen konnten mich jedoch nicht immer erreichen. Es war einfach nicht mein Ding. Viel lieber hätte ich mehr über die polizeilichen Ermittlungen gehört, die interessant und auch authentisch dargestellt werden.

Am besten gefielen mir noch die Verwicklungen, die sich gegen Ende ereignen. Hier bekommt ein Bösewicht im übertragenen Sinn ordentlich was auf die Mütze, was ich ganz witzig fand.

Das ungekürzte Hörbuch wird von Frank Stieren gelesen. Er macht seine Sache recht gut. Die Stimme fand ich angenehm und fesselnd.

★★★☆☆