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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2017

Überraschende Reise

Zitrönchen
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„...Jos Schmetterling sorgte nun durch ein nervöses Flattern für ein Gefühl, das sich nicht gut anfühlte. Wieso wollte Seba was mit den Eltern besprechen und nicht mit ihnen?...“

Sebas Beinbruch heilt ...

„...Jos Schmetterling sorgte nun durch ein nervöses Flattern für ein Gefühl, das sich nicht gut anfühlte. Wieso wollte Seba was mit den Eltern besprechen und nicht mit ihnen?...“

Sebas Beinbruch heilt nicht so gut wie gehofft. Deshalb kann er das Training nicht immer übernehmen. Außerdem reagiert er ungerecht. Davon ist insbesondere Mücke, Jos kleine Schwester, betroffen. Und dann sind Jo und die anderen Reiter auch verunsichert, weil Seba eine Besprechung mit den Eltern angesetzt hat, wie das obige Zitat zeigt. Gibt es Probleme mit dem Reiterhof?
Auch im fünften Band der Reihe erzählt die Autorin eine spannende Geschichte aus dem Alltag der jungen Reiterinnen und Reiter.
Der Schriftstil ist der Zielgruppe angemessen. Er liest sich lockerleicht. Trotzdem geht die Erzählung in die Tiefe. Dieses Mal setzen sich Jo und ihre Freunde mit falschen Verhalten auseinander. Gemeinsam entscheiden sie, wie sie auf Sebas Ungerechtigkeit reagieren sollen. Dabei lassen sie nicht außer Acht, dass er momentan ziemliche Sorgen hat. Solange er nicht völlig gesund ist, fehlen wichtige Einnahmen für den Hof.
Gut gefallen hat mir, dass sich die Jugendlichen an Jos Oma ein Vorbild nehmen. Sie macht gegenüber Seba zwar ihren Standpunkt klar, vermeidet aber Streit und Auseinandersetzung.
Viel Wert legt die Autorin auf die Emotionen ihrer Protagonisten. Mückes Freude, als sie das erste Mal auf Bruschetto reiten darf, ist in jeder Zeile spürbar. Sie erlebt, dass andere ihren Fähigkeiten mehr vertrauen als sie selbst, und lässt sich darauf ein.
Dass Pferde Lebewesen sind und die Gerte das schlechteste Mittel der Wahl, wird am konkreten Beispiel und während einer spannenden Szene thematisiert. Mir gefällt, wie das Verantwortungsbewusstsein der jungen Leute von Band zu Band zunimmt.
Natürlich wird auch Bezug auf die Vorgängerbände genommen. Jo weiß immer noch nicht, woher Zitrönchen Buckelphasen kommen, und Mücke schreibt sich eifrig mit dem Vorbesitzer von Bruschetto.
Im positiven Sinne amüsant finde ich die Gespräche der Reiter mit ihren Pferden. Kimba und Zitrönchen reagieren auf Fragen häufig wie gewünscht.
Auch dieser Band hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Geschichte wird spannend erzählt, bringt Probleme auf den Punkt und bietet Lösungen an. Die Krönung war die neue Protagonistin Yuki, die mit viel Phantasie eine neue Farbe ins Spiel bringt.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Eine berührende Geschichte

Die Rückkehr des Erben
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„...Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er einen anderen Menschen in sein Herz geschlossen und ihn wieder verloren. Gefühle der Trauer übermannten ihn und erschütterten sein Innerstes...“

Harriet und ...

„...Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er einen anderen Menschen in sein Herz geschlossen und ihn wieder verloren. Gefühle der Trauer übermannten ihn und erschütterten sein Innerstes...“

Harriet und Franny sind Angestellte bei Lady Charlotte Greenwold. Momentan sind sie dabei, für Waisenkinder einen Ferienurlaub vorzubereiten. Als es an der Tür klopft und eine ärmlich gekleidete Frau nach der Lady fragt, schickt Franny sie fort.
Eduards Vater führt eine Beerdigungsfirma in London. Er ist vorwiegend für Armenbegräbnisse zuständig. Eduard muss seinen Vater zu den Toten begleiten und ihnen zur Hand gehen. Zwei Tage später bekommt Eduard mitgeteilt, dass sein Vater tödlich verunglückt ist. Er selbst landet im Waisenhaus von Mr. Creek.
Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Es gibt einen Vorgängerband. Obwohl ich ihn nicht kenne, hatte ich kein Problem, der Handlung zu folgen. Ab und an gibt es kurze Hinweise auf vergangene Geschehnisse.
Die beiden ersten Absätze geben die zwei Handlungsstränge wieder, mit denen das Buch beginnt. Relativ schnell werden sie für mich als Leser, allerdings nicht für die Protagonisten, zusammengeführt. Eduard ist Charlottes Halbbruder. Mr. Creek hat ihm deshalb in seinen Plänen eine besondere Rolle zugedacht.
Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Beide Seiten der damaligen englischen Gesellschaft werden detailliert beschrieben. Das betrifft zum eine das dörfliche Leben, in deren Mittelpunkt Lord und Lady Greenwold stehen, zum anderen die düsteren Armenviertel von London. Es ist bedrückend zu lesen, welche Zustände dort herrschen.
Im Waisenhaus befreundet sich Eduard mit William. Natürlich dürfen weder Mr. Creek noch die Erzieherin davon wissen, denn der Junge hat Tuberkulose und wird im Keller versteckt. Die beiden unterhalten sich weniger über ihre jetzigen Probleme. William glaubt, dass es für ihn eine Welt gibt, wo es ihm besser geht und es keine Not und Krankheit gibt. Deshalb sieht er auch seinem Tod gelassen entgegen. Eduard bleibt traurig zurück. Das bringt das obige Zitat zum Ausdruck.
Zur Handlung möchte ich nichts weiter schreiben. Die inhaltliche und stilistischen Höhepunkt sind für mich einige tiefgreifende Gespräche. Dabei geht es um Vertrauen und Mitgefühl. Lady Charlotte ist bereit, jedem, der Hilfe braucht, ihre Tür zu öffnen. Ihr Mann sieht das anders. Er weist auf Gefahren hin. Seine Ansichten überdenkt er allerdings, als er sich mit seinem Onkel Theodor unterhält. Der alte Herr zeichnet sich durch Weisheit und Menschenkenntnis aus. Franny dagegen, die sich viel auf ihr Gespür einbildet, muss erkennen, dass sie sich in zwei Fällen grandios geirrt hat. Ihre Ansichten werden eher durch Äußerlichkeiten beeinflusst. Ein geschickter Schauspieler hat mit ihr leichtes Spiel. Allerdings gefällt mir ihr trockener Humor. Für eine Bedienstete der damaligen Zeit nimmt sie sich manchmal viel heraus.
Und dann gibt es im Ort noch Mrs. Lydia Earling
Ihr Leben hat sie zu einer Frau voller Barmherzigkeit gemacht. Mit Glaubensfragen geht sie sehr offen um und stellt im Gebet auch außergewöhnliche Fragen. Folgende Worte stammen von ihr:
„...Entscheidend ist, das wir das Beste für andere Menschen geben, auch wenn unser eigenes Herz am Bluten ist...“
Die Geschichte entwickelt relativ schnell einen hohen Spannungsbogen. Hass und Habgier treffen auf Liebe und Hilfsbereitschaft. Es gilt, Entscheidungen zu fällen, die auch an die Substanz gehen können. Dabei spielen die Emotionen der Personen an vielen Stellen eine bedeutende Rolle.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen und mein Interesse am ersten Band geweckt.

Veröffentlicht am 21.10.2017

Integration mit Humor

Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec
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"...Das Wichtigste im Leben ist, Farbe zu bekennen. Egal, wie viele eine andere Farbe tragen..."

Lolek Nemec ist 1988 aus der Tschechoslowakei nach Deutschland geflohen. Hier hat er sich mittlerweile ...

"...Das Wichtigste im Leben ist, Farbe zu bekennen. Egal, wie viele eine andere Farbe tragen..."

Lolek Nemec ist 1988 aus der Tschechoslowakei nach Deutschland geflohen. Hier hat er sich mittlerweile integriert. Doch nun wird er angeklagt, sein Abiturzeugnis gefälscht zu haben und landet vor Gericht. Dort redet er den Richter in Grund und Boden. Ihm wird auferlegt, Sozialstunden in einem Flüchtlingsheim abzuarbeiten. Er landet in einem Flüchtlingsheim in der Nähe von München.
Der Autor hat ein ernstes Thema in einer amüsanten Handlung verpackt.
Schon seine Protagonisten sind etwas Besonderes, sei es die Heimleiterin Bruni oder der Hausmeister Frank Ott. Beide haben ein großes Herz für die ihnen anvertrauten Migranten. Das hindert Bruni aber nicht daran, für Disziplin und Ordnung zu sorgen und wenn notwendig, auch deutliche Worte zu sprechen. Gleichzeitig motiviert sie die Flüchtlinge zum Erlernen der deutschen Sprache und hat dabei verblüffende Erfolge.
Ihnen gegenüber steht der Bürgermeister des Ortes, der jede Gelegenheit nutzt, gegen die fremden Stimmung zu machen.
In diese Gemengelage passt Nemec hervorragend herein. Er profitiert von seinen eigenen Erfahrungen in Flüchtlingslagern.
Und dann gibt es noch Anna, eine junge Frau im Ort, mit der Nemec mehrmals im wahrsten Sinne des Wortes zusammenstößt.
Der Schriftstil des Buches zeichnet sich durch seinen Humor aus. Das belegt das folgende Zitat.
"...Dass ein Mann einer Frau nie widersprechen sollte, hat meine Mutter mir mit Hilfe eines großen Holzlöffels beigebracht..."
Es stammt von Nemec und zeigt ein häufig genutztes Stilmittel. In schwierigen Situationen erzählt Nemec Geschichten aus seiner Kindheit. Immer steht seine Mutter im Mittelpunkt. Für mich ergibt sich aus diesen Erzählungen das Bild einer starken, durchsetzungsfähigen Frau, die trotzdem ein großes Herz für ihre Mitmenschen hatte.
Das Eingangszitat ist ein Beispiel dafür, dass neben Ironie und Humor auch eine Spur Philosophie im Buch zu finden ist. Zu beiden Stilelementen hätte ich eine Reihe von Zitaten anfügen können.
Der Autor verschweigt bei aller Leichtigkeit nicht, das es natürlich auch Probleme im Zusammenleben gibt. Anna zum Beispiel fühlt sich belästigt, wenn ihr junge Männer nachpfeifen. Geschickt wird allerdings vermittelt, das es gleiche Verhaltensweisen auch unter der eingesessenen Bevölkerung gibt.
Dorschden mit seinem sächsischen Dialekt mit bayrischer Note, um die Formulierung des Autors zu verwenden, fällt durch seine Fremdenfeindlichkeit besonders auf, bekommt aber von einer Thüringerin geschickt Paroli geboten.
Nemec hat als Tscheche einen besonderen Blick auf Deutschland. Er sieht sehr viel Positives, kommentiert aber auch negative Entwicklungen. Vor allem die deutsche Bürokratie mit ihren Risiken und Nebenwirkungen kommt bei ihm nicht gut weg. Gut bekommt es dem Buch, dass Nemec Vergleiche zieht zwischen seinem eigenen Erleben als Flüchtling und dem, was er nun erlebt. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Es ist nicht einfach, Menschen mit völlig verschiedenen Lebenserfahrungen und kulturellen Hintergründen unter einem Dach zu vereinen. Unterschwellig wird deutlich, das die Kinder beim Spiel kaum Probleme im Umgang miteinander haben.
Auf dem Umschlag wird das Buch als Schelmenroman bezeichnet. Das passt. An manchen stellen fühlte ich mich an „Die Geschichte des braven Soldaten Schwejk“ erinnert.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es regt zum Nachdenken über unser Verhalten an, nimmt Vorurteile gekonnt auf die Schippe und stellt Menschlichkeit ins Zentrum des Handelns. Das abschließende Zitat bringt das ganze nochmals auf den Punkt:
"...Jeder Mensch muss wissen, dass der andere auch ein Mensch ist..."

Veröffentlicht am 19.10.2017

Spannender, sprachgewaltiger Krimi

Schmidt ist tot
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„...Ein Geräusch an der Tür, ein Schlüssel im Schloss, ein Schaben auf Parkettboden. Ein Schritt...“

Patrick Schmidt, Lehrer in Deutschland, erhält einen Anruf von einem Herrn Müller aus Wien. Der stellt ...

„...Ein Geräusch an der Tür, ein Schlüssel im Schloss, ein Schaben auf Parkettboden. Ein Schritt...“

Patrick Schmidt, Lehrer in Deutschland, erhält einen Anruf von einem Herrn Müller aus Wien. Der stellt sich als Kommissar vor und bittet Patrick, wegen des Todes seines zwei Jahre älteren Bruders Renè nach Wien zu kommen.
Patrick erinnert sich an so manchen Scherz seines Bruders und glaubt, dass er ihn auf diese Weise endlich nach Wien locken möchte. Da er aber wegen einer Erkältung gerade krankgeschrieben ist, macht er sich auf den Weg in die österreichische Hauptstadt.
Der Autor hat einen spannenden Krimi mit sehr verschlungenen Handlungspfaden geschrieben. Gleichzeitig wird das Verhältnis zweier Brüder und ein Stück Familiengeschichte aufgearbeitet.
In Wien kommt Patrick gerade noch zur Beerdigung seines Bruders zurecht. Herr Müller ist für ihn erst einmal nicht zu erreichen. Dafür spricht ihn im Hotel ein Herr Süß mit Namen an.
Patrick kommt die ganze Geschichte etwas eigenartig vor. Deshalb interessiert er sich für die Hintergründe von Renès Tod. Er kann nicht ahnen, dass er dabei in ein Wespennest sticht.
Der Schreibstil des Buches ist etwas Besonderes. Kurze prägnante Sätze prägen große Teile des Buches, wie obiges Zitat belegt. Auch in den gedanklichen Gesprächen von Patrick mit seinem Bruder zeigt sich dies. Die Sätze im Dialog bestehen häufig nur aus einem Wort. Es liest sich wie ein Art Schlagabtausch. Es wird deutlich, dass zwischen den Brüdern im wahrsten Sinne des Wortes keine Beziehung bestand. Renè hatte ein wichtiges Lebensziel. Er wollte einen anderen Familiennamen. Mit den Allerweltsnamen Schmidt konnte er sich nie anfreunden. Wenn er gekonnt hätte, hätte er ihn so schnell wie möglich ändern lassen.
In Wien stößt Patrick zunehmend auf Ungereimtheiten. Er folgt den letzten Spuren seines Bruders. Allerdings weiß er weder, wem er trauen kann, noch, wer die Wahrheit sagt.
Sehr detailliert werden seine Spaziergänge durch die Stadt beschrieben. Bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten tangiert er dort. Hier wechselt der Schriftstil in eine sachliche Darstellung.
Vieles aus Renès Leben bleibt lange im Dunkeln. Erst nach und nach entwirrt der Autor die Fäden aus Vertuschung und Fehlinformation. Die Beteiligten an Renès Tod müssen erkennen, das der sich nicht mit Lügen oder Halbwahrheiten zufrieden gibt.
Als zusätzliches Stilmittel nutzt der Autor die Kindheitserinnerungen von Patrick. Sie sind eine Art Stimmungsbilder für das Familienleben.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie zeichnet sich durch einen hohen Spannungsbogen und unerwartete Wendungen aus.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Bewegende Familiengeschichte

Das letzte Manuskript
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„...Tu das, was du kannst. Suche die Straße, die du gehen willst, und dann sieh, wohin sie dich führt...“

Gerard Warner war ein erfolgreicher Schriftsteller. Heute ist die Familie zur Testamentseröffnung ...

„...Tu das, was du kannst. Suche die Straße, die du gehen willst, und dann sieh, wohin sie dich führt...“

Gerard Warner war ein erfolgreicher Schriftsteller. Heute ist die Familie zur Testamentseröffnung zusammengekommen. Um Ärger zu vermeiden, hat Gerard schon zu seinem Lebzeiten mit jedem gesprochen. Wie viel Geld er aber wirklich hat, weiß keiner so genau. Deshalb sind alle positiv überrascht. Nur Marylin, eine Enkelin, ist enttäuscht. Das liegt nicht an der Größe ihres Erbes. Marylin wollte einen Familienstammbaum erstellen. Doch ihr Großvater hat alle Fragen abgeblockt. Es gibt keinerlei Informationen über seine Vergangenheit. Auch die Großmutter hat zu ihren Lebzeiten geschwiegen. Vor seinem Tode hatte der Großvater Marylin gesagt, dass sich alles klären wird.
Michael Warner, Marylins Bruder, erbt das Haus seines Großvaters. Ein Agent ruft in relativ kurz darauf an und bietet ihm die Veröffentlichung der Biografie von Gerarld Warner an, wenn Michael sie schreiben würde. Wie aber soll Michael eine Biografie schreiben, wenn die Vergangenheit im Dunkeln liegt? Dann findet er in einem alten Koffer, in den normalerweise des Großvaters Schreibmaschine gehört, findet er ein altes Manuskript.
Der Autor hat einen bewegenden Roman geschrieben. Die Geschichte spielt nach dem Einstieg vorwiegend in der Vergangenheit. Nur ab und an ermöglicht der Autor ein Zurück in das Heute und Jetzt, um mich als Leser mit Michaels Gedanken zu dem Gelesenen vertraut zu machen.
Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Die Personen werden gut charakterisiert. Logischerweise müssen es Michael und seine Frau Jenn erst lernen, mit dem neuen Reichtum umzugehen. Michael hat immer davon geträumt, Schriftsteller zu werden. Sein Großvater hat ihm früher darin bestärkt und ihm Talent dafür bescheinigt. Obige Worte stammen von ihm. Jetzt hat er die finanziellen Möglichkeiten dazu. Die Rahmenhandlung wird von Michael erzählt.
Das Manuskript hebt sich auch äußerlich von den restlichen Teilen ab. Es enthält an der Schnittkante jeder Seite jeweils einen zweigeteilten schattierten Rahmen. Die Handlung zeichnet sich durch einen hohen Spannungsbogen aus. Die Einordnung in ein Genre ist schwierig. Es ist eine Kombination aus Spionagethriller und berührender Liebesgeschichte. Ein Mann, er nennt sich Ben, kämpft um seine Liebe und um ein Leben in Freiheit. Doch die Umstände fordern von ihm wiederholt unerwartete Entscheidungen. Obwohl er evangelisch ist, wendet er sich in seinem inneren Kampf an einen katholischen Priester. Sein Ratschlag ist zweischneidig, denn er legt den Finger glasklar in die Wunde.Im Gebet ringt Ben um den richtigen Weg. Und plötzlich reagieren Menschen ganz anders als erwartet. Sie fühlen sich nur ihrem Gewissen verpflichtet und nicht der Staatsräson.
Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie zeigt die Kraft des Glaubens und der Liebe selbst in extremen Situationen.