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Veröffentlicht am 17.03.2025

Ein schönes Buch mit wichtigen Themen

Be My Shelter
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Ich mag es ja, wenn New Adult-Bücher auch ernstere Themen behandeln. Als ich gelesen habe, dass es in "Be My Shelter" von Lana Rotaru auch um Mental Health und People Pleasing geht, war mir klar, dass ...

Ich mag es ja, wenn New Adult-Bücher auch ernstere Themen behandeln. Als ich gelesen habe, dass es in "Be My Shelter" von Lana Rotaru auch um Mental Health und People Pleasing geht, war mir klar, dass ich das Buch unbedingt lesen will.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen, da der Schreibstil sehr flüssig und angenehm ist, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Zudem hat mir die Ausgangssituation gefallen, dass mit Kaira und Cooper zwei so unterschiedliche Charaktere vorübergehend auf engstem Raum zusammenleben sollen.

Mit Kaira und Cooper hat die Autorin zwei sehr sympathische Protagonisten geschaffen. Vor allem Kaira, die sehr umtriebig ist und nicht nein sagen kann, habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Ich muss sagen, dass mir ihr voller Terminkalender und ihr stressiger Alltag schon beim Lesen sehr zugesetzt haben. Umso schockierter war ich, dass das niemandem aus ihrer Familie und ihrem Freundeskreis auffällt. Im Gegenteil: Alle um sie herum nutzen Kaira und ihre Gutmütigkeit aus, was mich echt wütend gemacht hat.

Als Cooper dann aber bei Kaira einzieht, konfrontiert er sie damit – und so entsteht auch die Challenge zwischen den beiden, auf die ich mich sehr gefreut habe. Allerdings kam diese für meinen Geschmack etwas spät in der Story und hat sich deshalb etwas gehetzt angefühlt. Außerdem fand ich den Einsatz etwas seltsam und nicht ganz so realistisch. Allerdings fand ich Kairas Entwicklung aufgrund der Challenge toll, da sie sich intensiver mit sich und ihrer mentalen Gesundheit auseinandersetzt und lernt, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

Insgesamt ist "Be My Shelter" ein schönes Buch für zwischendurch, das wichtige Themen anspricht, aber sein Potenzial nicht komplett auschöpft. Ich freue mich aber darauf, mehr von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Süße RomCom in tollem Kleinstadt-Setting

Practice Makes Perfect
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Ich liebe ja Kleinstadt-Settings – vor allem, wenn die Einwohner so liebenswert schrullig sind. Deswegen liebe ich Rome in "Practice Makes Perfect" von Sarah Adams auch so sehr. Jeder kennt jeden, jeder ...

Ich liebe ja Kleinstadt-Settings – vor allem, wenn die Einwohner so liebenswert schrullig sind. Deswegen liebe ich Rome in "Practice Makes Perfect" von Sarah Adams auch so sehr. Jeder kennt jeden, jeder mischt sich ein und gibt ungefragt seine Meinung ab. Ich musste beim Lesen so oft lachen und habe vor allem auch Mable und Harriet mit ihrer Rivalität schon sehr gefeiert. 😁🤭

Auch die beiden Protagonisten Annie und Will waren mir sofort sympathisch. Ihr Aufeinandertreffen im Restaurant zu Beginn der Story fand ich echt süß, und je mehr Zeit die beiden miteinander verbracht haben, desto mehr habe ich die Chemie zwischen ihnen gespürt. Irgendwann wollte ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen, da die beiden so gut miteinander harmoniert haben und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. 😍

Da die Story aus Sicht von Annie und Will erzählt wird, erhält man Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Ängste beider Protagonisten, was mir gut gefallen hat. Außerdem mochte ich den tollen und flüssigen Schreibstil, auch wenn ich hin und wieder über das ein oder andere etwas altbackene Wort wie "anheimfallen" oder "delirieren" gestolpert bin, die ich so im täglichen Sprachgebrauch noch nie wirklich gehört habe, und schon gar nicht von Menschen in ihren Zwanzigern. Außerdem bin ich kein Fan davon, wenn ich als Leser direkt angesprochen und dann auch noch gesiezt werde – dies kam glücklicherweise aber nicht allzu oft vor. 🙂

Insgesamt ist "Practice Makes Perfect" eine gelungene Fortsetzung der "When in Rome"-Reihe, die mit sympathischen Charakteren und einem liebenswert schrulligen Kleinstadt-Setting überzeugt. Ich freue mich jetzt schon darauf, in Band 3, in dem Annies und Noahs Schwester Emily im Fokus steht, wieder nach Rome zurückzukehren. 🥰

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Wichtiger Ratgeber, aber etwas repetitiv

Women Living Deliciously
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Ich liebe Florence Given! Seit ich "Frauen schulden dir gar nichts" von ihr gelesen habe, folge ich ihr auf Instagram und bin ein großer Fan von ihr und ihren empowernden Videos. Deshalb wollte ich natürlich ...

Ich liebe Florence Given! Seit ich "Frauen schulden dir gar nichts" von ihr gelesen habe, folge ich ihr auf Instagram und bin ein großer Fan von ihr und ihren empowernden Videos. Deshalb wollte ich natürlich auch unbedingt ihr neues Werk "Women Living Deliciously" lesen.

Given ist forsch und nimmt kein Blatt vor den Mund – und genau das liebe ich an ihr. Und obwohl in der deutschen Übersetzung nicht immer alles genauso gut funktioniert wie im Englischen ("genussvolle Disruptionen" oder "köstliche Seligkeit" klingt einfach nicht so sexy), konnte mich das Buch ab der ersten Seite abholen.

Die Einteilung des Ratgebers in die drei Phasen jäten, pflanzen und blühen hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die erste Phase fand ich sehr spannend, da Given hier patriarchale Strukturen und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen aufzeigt, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Standards wie Airbags oder auch Medikamentendosierungen immer auf Männer ausgerichtet sind?

Anschließend zeigt Given auf, wie wichtig es ist, sich von diesen Erwartungen loszulösen und stattdessen herauszufinden, was man selbst im Leben erreichen möchte, um das in die Tat umzusetzen. Ob das Buchen des "pinksten" Zimmers in jedem Hotel, unrasierte Achseln oder bewusstes "Cringesein": Given tut das, was sie glücklich macht, anstatt sich von der Gesellschaft vorschreiben zu lassen, wie sie sich als Frau zu verhalten hat.

Ich mag an Given, dass sie immer so unverblümt ist und direkt zum Punkt kommt – eigentlich. "Women Living Deliciously" ist für meinen Geschmack aber etwas zu repetitiv und langatmig. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass sie sich in ihren abstrakten Ideen verliert und immer wieder das gleiche sagt, nur mit anderen Worten.

Insgesamt ist "Women Living Deliciously" aber ein wichtiges Buch, das mir einige Denkanstöße gegeben hat. Ich liebe Florence Given, ihren Schreibstil und die liebevoll gestalteten Illustrationen im Buch, allerdings blieb ihr zweiter Ratgeber etwas hinter meinen Erwartungen zurück.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Schönes Buch mit wichtigen Themen

Will You Hold My Hand?
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"Will You Hold My Hand" war mein erstes Buch von Saskia Hirschberg. Ich hatte mich auf einige emotionale Szenen eingestellt, da das Thema "Mental Health" eine wichtige Rolle einnimmt. Und tatsächlich habe ...

"Will You Hold My Hand" war mein erstes Buch von Saskia Hirschberg. Ich hatte mich auf einige emotionale Szenen eingestellt, da das Thema "Mental Health" eine wichtige Rolle einnimmt. Und tatsächlich habe ich beim Lesen alle Emotionen durchlebt.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Sienna war mir sofort so sympathisch; gleichzeitig wird aber auch direkt deutlich, dass sie einiges durchgemacht hat.

Der Schreibstil ist total schön und flüssig. Besonders gut hat mir die bildliche Beschreibung Schottlands gefallen. Denn Schottland ist eine absolute Traumdestination für mich und ich hatte beim Lesen das Gefühl, selbst durch die malerische Natur und die belebten Straßen von Glasgow zu streifen.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Sienna und Alick, deren erstes Aufeinandertreffen im Café mich zum Schmunzeln gebracht hat. Wie Sienna war mir auch Alick direkt sympathisch. Und wie Sienna hatte auch er es nicht immer leicht im Leben und hat sein Päckchen zu tragen.

Vielleicht gerade deswegen verstehen sich die beiden so gut und sie kommen sich schnell näher – etwas zu schnell für meinen Geschmack. Die beiden haben so eine tolle Chemie miteinander, aber das alles hat sich einfach sehr überstürzt angefühlt. Auch hat mich Siennas Verhalten manchmal etwas ratlos und wütend zurückgelassen, da sie von allen immer so viel Verständnis erwartet, selbst aber nicht gerade die rücksichtsvollste Person ist.

Toll fand ich die authentische Darstellung von Mental Health und Traumata. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder einen Kloß im Hals oder ein paar Tränchen verdrückt, wenn Sienna von ihrer Vergangenheit und ihrer Trauer übermannt wurde und in ein tiefes Loch gefallen ist. Und auch Alicks Story hat mich so berührt. Es wird nichts beschönigt, und das hat mir so gut gefallen.

Insgesamt ist "Will You Hold My Hand" ein tolles Buch mit einer tiefgründigen Story und wichtigen Themen, das ich jedem ans Herz legen kann. 🩷

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Spannender Mordfall auf Sylt

Gefährlicher Sog
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In "Gefährlicher Sog" von Sabine Weiss ermittelt Kriminalkommissarin Liv Lammers zum inzwischen achten Mal auf Sylt. Timur Roters, der zusammen mit seiner Frau Merret eine Jugendwohngruppe auf der Insel ...

In "Gefährlicher Sog" von Sabine Weiss ermittelt Kriminalkommissarin Liv Lammers zum inzwischen achten Mal auf Sylt. Timur Roters, der zusammen mit seiner Frau Merret eine Jugendwohngruppe auf der Insel geleitet hat, wird mit 23 Messerstichen übtötet – eine grausame Tat, für die es einige Verdächtigen gibt.

Für mich war es der erste Fall von Liv Lammers und da es sich um einen eigenständigen Band handelt, muss man die vorherigen Bücher der Reihe nicht lesen, um die Handlung zu verstehen. Es wird zwar immer wieder auch mal Bezug auf etwas genommen, das in vorherigen Bänden passiert ist – z.B. was mit Andreas passiert ist, dass er so ein unangenehmer Kollege geworden ist, oder auch die Sache bzgl. Sannas Erzeuger. Allerdings beeinträchtigt das das Lesevergnügen nicht.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch; ich hatte beim Lesen wiederholt Gänsehaut und wollte das Buch zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen. Außerdem gut gefallen hat mir, dass Sabine Weiss immer wieder norddeutsche Begriffe verwendet, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte. Diese haben die Story nochmal so viel authentischer gemacht. Auch die Thematik um die Jugendwohngruppe fand ich sehr interessant und super recherchiert.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die vielen Charaktere. Irgendwann hatte ich den Überblick verloren, da es so viele Jugendliche, Polizisten und Verdächtige gab, die gleichzeitig alle recht oberflächlich beschrieben wurden, sodass ich öfter Probleme hatte, die Charaktere auseinanderzuhalten. Auch die Sprünge zwischen den Charakteren innerhalb einzelner Kapitel fand ich zum Teil etwas verwirrend.

Den Mittelteil empfand ich durch die vielen Verdächtigen und Spuren als etwas langatmig, aber die Auflösung des Falls am Ende war total spannend. Zwar habe ich schon recht früh geahnt, wer für Timurs Tod verantwortlich ist, aber die genauen Umstände haben mich dann doch schockiert und sprachlos zurückgelassen. Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Fall von Liv Lammers.

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