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Veröffentlicht am 27.04.2024

An sich eine gute Idee, aber die Umsetzung war mittelmäßig, das Ende absurd

Curse of the Dark
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz rast, Schweißperlen stehen mir auf der Stirn.

Das Cover hat mir sofort gefallen, ich liebe die Farbe und es schreit einfach ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein Herz rast, Schweißperlen stehen mir auf der Stirn.

Das Cover hat mir sofort gefallen, ich liebe die Farbe und es schreit einfach schon Fantasy. Allein wegen dem Cover habe ich mir das Buch genauer angesehen.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber es hat wirklich lange gedauert, bis ich mich damit angefreundet habe. Das Buch ist aus mehrern Sichten geschrieben, jeweils in der Ich-Perspektive, was ich wirklich gut fand. So bekommt man tiefere Einblicke in die Story. Mir haben nur Beschreibungen gefehlt, denn so wirklich konnte ich mir nichts vorstellen.

Zu Beginn lernt man Aila kennen, die in einem Krieg gegen die Kirottu befindet. Als ihr Lager angegriffen wird, flüchten sie zum Lager von Kronprinz Jari. Schnell merken die beiden, dass sie sich voneinander angezogen fühlen, doch es gibt immer noch einen Krieg zu gewinnen.

Der Einstieg in das Buch ist mir unglaublich schwer gefallen. Man wird mit Namen und Begriffen überschüttet und es hat wirklich lange gedauert, bis ich alles zuteilen konnte. Außerdem geht die Geschichte direkt los und man bekommt keinerlei Infos, was überhaupt passiert ist, wer die ganzen Parteien sind und was grundsätzlich abgeht. Ich war also außer verwirrt nur verwirrt.

Aila fand ich in Ordnung, aber so wirklich gemocht habe ich sie nicht. Bei ihr merkt man sehr, dass sie das Chosen-One-Syndrom hat. Immer will sie alles allein machen und begibt sich dafür in Gefahr. Eine wirkliche Charakterentwicklung gab es bei ihr auch nicht und sie blieb das ganze Buch über recht flach.

Jari fand ich da schon besser, bei ihm merkt man wenigstens, dass ihm seine Leute und sein Reich wichtig sind. Er trifft besonnene Entscheidungen und versucht das Richtige zu tun. Als er aber AIla trifft wird er unvorsichtig und will sie um jeden Preis beschützen, was ich ein wenig dämlich fand, da er sie erst ein paar Tage kennt und nur für sie alles aufs Spiel setzt.

In dem Buch geht es eigentlich nur um den Krieg zwischen Jari und den Kirottu. Den Sinn dahinter habe ich bis zum Ende nicht ganz verstanden, aber soll so sein. Die gesamte Handlung spielt sich innerhalb weniger Tage ab, der Krieg selber dauert auch noch nicht lange. Mir kam die Zeitspanne etwas kurz vor, bei allem. Besonders seit sich Aila und Jari kennen, da ging einfach alles so schnell und ich bezweifele, dass in einem Krieg irgendwas so schnell geht wie in dem Buch hier.

Was mich sehr gestört hat waren die gestelzten Gespräche und auch, dass es zufällig immer Leute gab, die Aila helfen konnten. Es gibt eine Dame in dem Lager, die alles zu wissen scheint und Aila damit weiterhelfen kann. Ich fand sie einfach nur komisch, denn wieso sagt sie nicht sofort alles was sie weiß, sondern wartet damit immer, bis es zu spät ist. Mir war das alles zu künstlich aufgebauscht.

Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung, war jetzt aber auch kein Highlight. Ich fands süß, wie Jari mit Aila umging und wie er sich nicht von ihrer Vergangenheit beirren lässt. Seine Einstellung zu dem Thema hat mir wirklich gut gefallen.

Am Ende nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf. Der Mittelteil hat sich etwas gezogen, da nicht viel passiert ist, dafür gibts am Ende viele Enthüllungen und einige Kämpfe, aber insgesamt fand ich das Ende nicht gut. Der Anführer der Kirottu bekommt endlich seinen Auftritt, aber ich fand alles an ihm komisch. Es wirkte nicht, als würde er den Krieg wollen, dann gibt er Anweisungen, die keinen Sinn ergeben und alles wird zu einfach gelöst. Das Ende hat hier wirklich vieles versaut und war echt nicht gut. Zum Glück ist es ein Einzelband und die Geschichte ist abgeschlossen.

Fazit:

Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, aber so wirklich anfreunden konnte ich mich damit nicht. Aila blieb das ganze Buch über sehr blass für mich, Jari hingegen mochte ich gerne. Aber die Geschichte selber war oftmals so unlogisch und wurde am Ende einfach nur noch absurd. Von mir bekommt das Buch leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Schlechte Dialoge, aber tolle Hunde

Morden ohne Sorgen - Die schöne Tote von Sanssouci
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kriminalhauptkommissarin Edda Kleist stieg aus ihrem Wagen, sie war sehr schlecht gelaunt.

Das Cover hat es mir sofort angetan. Ich liebe ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kriminalhauptkommissarin Edda Kleist stieg aus ihrem Wagen, sie war sehr schlecht gelaunt.

Das Cover hat es mir sofort angetan. Ich liebe Hunde und wenn diese dann noch süß aussehen, muss ich mir das Buch einfach genauer anschauen. So hat mich also das Cover zuerst in seinen Bann gezogen.

Der Schreibstil des Autors ist ausbaufähig. Viele Dialoge wirkten unecht, so redet keiner und außerdem übertrieben. Das hat mir wirklich gestört und meinen Lesefluss auch nicht verbessert, dann gab es leider noch recht wenige Beschreibungen. Kennt man die Stadt ist das sicher kein Problem, aber ich habe mir da schwer getan.

Zu Beginn lernt man Frederik, der nach Potsdam zieht und dort als Journalist arbeiten wird. An seinem ersten Tag passieren gleich komische Dinge und dann kommt auch noch ein Mord dazu. Für die Zeitung fängt er also auf eigene Faust an zu ermitteln.

Der Einstieg in das Buch ist mir wegen dem Schreibstil wirklich schwer gefallen. Ich konnte keine wirkliche Verbindung mit den Charakteren aufbauen und dann waren es auch noch so viele Namen auf einmal, dass ich nur durcheinander kam. Sobald ich mich an den Stil gewöhnt hatte, wurde es besser, aber trotzdem kam ich nicht immer ganz mit.

Frederik ist Journalist. Er hat ein komisches Verhältnis zu seiner Mutter und einen Dackel. Mehr kann ich zu ihm nicht wirklich sagen, da er als Charakter sehr blass blieb. Man liest heraus, dass er nicht gerade sportlich ist, aber schlau, aber ansonsten kann ich ihn nicht einschätzen. Das war allgemein ein großes Problem, dass die Charaktere blass blieben und man somit keine Verbindung aubauen konnte.

Carlo, der berühmt ist und Frederik von früher kennt, ist ebenfalls eine wichtige Figur, aber auch bei ihm hab ich keine Ahnung, was ihn wirklich ausmacht. Manchmal wirkte er wie ein Draufgänger, dann wie ein Angsthase, aber besonders leide konnte ich ihn nicht.

Das Buch ist wirklich sehr kurz, setzt mach sich 2-3 Stunden hin ist man durch, dadurch fehlt dem Buch aber auch die Tiefe. Es gibt einige witzige Stellen, aber alles andere bliebt auf der Strecke. Aufgeteilt ist das Buch in 6 Tage, also von Sonntag bis Freitag. In diesen Tagen passieren Unfälle und ein Mord und Frederik ermittelt da und findet am Ende sogar heraus, was eigentlich passiert ist und wieso. Alleine schon das ist wirklich unrealistisch.

Was dann aber noch dazu kommt ist, dass vieles einfach übersprungen wird. So liest man eine Szene und im nächsten Absatz wird erwähnt, was die Charaktere nicht alles gemacht haben und es geht mit dem nächsten Thema weiter. Was sie genau getan haben bleibt ein Geheimnis obwohl manches davon sicherlich interessant und nützlich für die Geschichte gewesen wäre. So ging aber richtig viel verloren und es fühlte sich nur halb fertig an.

Wie schon gesagt haben mich auch die Konversationen sehr gestört, allen voran die Gespräche mit Lisi. Diese wird zwar nett dargestellt, ist aber durchgehend betrunken oder gerade dabei sich zu betrinken. Ich kam damit gar nicht klar und fand es einfach nur komisch.

Das Ende der Ermittlungen war schnell da und obwohl es irgendwie Sinn ergab, war es doch zu einfach gelöst. Die Beweggründe wurden nicht ausreichend erklärt oder pseudo-psychologisch fundiert, was es einfach unrealistisch gemacht hat. Man bekommt dann noch einen Cliffhanger serviert und schon ist das Buch aus.

Fazit:

Eigentlich habe ich mich auf einen witzigen Krimi gefreut, aber ich wurde leider enttäuscht. Zwar war das Buch oft witzig und besonders die Hunde darin haben es mir angetan, aber der Rest war schon sehr abgedroschen. Hätte man die Gespräche realistischer gestaltet wäre es auch schon besser gewesen, aber so kann ich dem Buch leider nur 2 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Fühlt sich unvollständig an

you are the darkness
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erschöpft sinke ich auf den nächstbesten Stuhl und werfe einen Blick auf die Uhr.

Das Cover ist ganz cool, es ist düster und passt ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erschöpft sinke ich auf den nächstbesten Stuhl und werfe einen Blick auf die Uhr.

Das Cover ist ganz cool, es ist düster und passt daher zum Inhalt, aber die Schmetterlinge finde ich etwas unpassend und so ganz spiegelt es den Inhalt nicht wirklich wider.

Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, ich kam schnell voran, aber mir fehlten ausführlichere Beschreibungen. Nicht immer konnte ich mir die Personen, die Umgebung oder auch die Gefühle vorstellen. Abgesehen davon mochte ich es, dass man aus Sicht von Grace und Rían liest und dadurch beide besser kennen lernt.

Zu Beginn lernt man Grace kennen, die erst vor Kurzem nach Dublin gezogen ist und dort Bekanntschaft mit einem Dämon gemacht hat. Seitdem jagt sie diese, doch sie hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich an nichts erinnern. Zusammen mit Rían hat sich nach einem Heilmittel gesucht und sie war nahe dran, und gerade jetzt würde sie dieses Wissen dringend brauchen.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht leicht gefallen. Zuerst liest man kurz von Grace und ihrem Leben in Dublin und dann gibt es den Zeitsprung und sie hat ihr Gedächtnis verloren. Als Beginn war das sehr gelungen und ich wollte natürlich wissen, was es mit den Dämonen auf sich hat und wieso sie sich nicht mehr erinnern kann.

Grace fand ich als Charakter zuerst gut, aber so ganz warm wurde ich mit ihr nicht. Da erzählen ihr Leute, dass sie Dämonen jagt und sie bleibt ruhig und geht immer mit. Vielleicht hat sich ihr Unterbewusstsein erinnernt, aber als sie dann wieder alles wusste hat sie eine zu starke Wandlung durchgemacht. Zuerst hat sie allein nichts auf die Reihe bekommen und plötzlich war sie tough und rettet alle fast im Alleingang, dieser Switch war mir etwas zu viel.

Rían stehe ich recht gleichgültig gegenüber. Er hat mich nicht umgehauen, aber er war auch niemand, den man nicht mag. Rían kuscht vor seiner Mutter, steht nicht für sich selber ein und glaubt er kann Dinge vor Grace verheimlichen, so als würde sie sich sowieso nicht mehr erinnern. Manche Aktionen und Sprüche von ihm gingen mir mächtig gegen Strich, aber hin und wieder hatte er auch gute Momente.

Die Idee von der Geschichte hat mir super gut gefallen, allerdings hatte ich mit der Umsetzung ein paar Probleme. Zuerst habe ich lange nicht gecheckt, was die App jetzt genau damit zu tun haben soll, dass aus Menschen Dämonen werden. Ich hab auch nicht verstanden, was jetzt genau auf der App gezeigt wird. Ist es wie Twitter oder Instagram? Lange Zeit war ich da wirklich verwirrt und auch am Ende hat sich mir der Zusammenhang nicht wirklich erschlossen. Dass keiner nur Gut oder nur Böse ist ist mir klar, aber die Erklärung wie man zu einem Dämon wird fand ich schwammig und nicht verständlich.

Was mich am Ende noch gestört hat war, dass es sich nicht wie ein Ende angefühlt hat, sondern so als wäre das Buch einfach mittendrin aus und mir würde die Hälfte fehlen. Man kann gerne einiges der Phantasie des Lesers überlassen, aber hier war es insgesamt zu wenig abgeschlossen und das hat ein Gefühl der Unvollständigkeit ausgelöst.

Ansonsten hat mir die Liebesgeschichte gut gefallen, da es in dem Sinne eigentlich keine war. Rían und Grace waren schon ein paar, bevor sie ihre Erinnerungen verloren hat und dadurch war es eigentlich ein erneutes Zusammenfinden, was süß war. Grace hat sich wirklich bemüht, obwohl Rían sie immer wieder weggestoßen hat.

Die Actionszenen waren ebenfalls gut und wenn dann noch ein Dämon aufgetaucht ist wurde es richtig spannend. Denn zusammen mit den Jägern findet man immer neue Dinge über diese Wesen heraus und sie sind echt bösartig, da kann man nix sagen und ich mag es, wenn es richtige Bösewichte in Büchern gibt. Besonders der eine Dämon, der am Ende eine große Rolle gespielt hat, hat mir gefallen.

Dies war mein drittes Buch der Autorin und für mich leider auch das Schwächste. Ich mag ihren Schreibstil und ihre Ideen sind immer sehr gut, aber hier hat mir einfach zu viel gefehlt. Keiner der Charaktere war mir wirklich sympathisch und am Ende hatte ich das Gefühl, als würde sehr viel fehlen.

Fazit:

Ich habe das Gefühl, als hätte ich nur ein halbes Buch gelesen. Mir hat etwas gefehlt, vielleicht Erklärungen, vielleicht mehr drumherum, aber es fühlte sich nicht vollständig an. Die Idee war gut, aber die Ausarbeitung war nicht ausgereift, was wirklich schade ist.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Sehr zäh und gewollt poetisch

So Divided So Deep
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zwischen Davor und Jetzt passt exakt eine Sekunde.

Das Cover finde ich echt schön gestaltet, es strahlt eine Leichtigkeit aus, die man ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zwischen Davor und Jetzt passt exakt eine Sekunde.

Das Cover finde ich echt schön gestaltet, es strahlt eine Leichtigkeit aus, die man von Liebesgeschichten erwartet.

Der Schreibstil war mein größtes Problem mit dem Buch. Dieser war sehr bedrückend und kein Mensch redet so, wie die Charaktere in dem Buch. Die Weisheiten waren auch recht random eingeworfen und haben für mich nicht immer gepasst, es wirkte als wolle man auf Teufel komm raus ein paar poetische Zeilen einfügen.

Zu Beginn lernt man Zoey kennen, die schon länger versucht den Mann zu finden, der ihr bei ihrem Unfall das Leben gerettet hat. Sie startet einen Aufruf bei Twitter und es meldet sich tatsächlich jemand, doch sie hat nicht mit der starken Anziehung von Noah gerechnet.

Bereits der Einstieg in das Buch ist mir sehr schwer gefallen. Die Kapitel sind über 20 Seiten lang und der Schreibstil, mit dem ich absolut nicht klargekommen bin, hat es auch nicht einfacher gemacht. Daher war ich schnell skeptisch, ob das Buch überhaupt was für mich sein würde, aber ich habe weiter gelesen.

Zoey war ok. Sie ist kein Charakter mit dem ich mitfühlen kann, oder der mir besonders nahe geht, aber sie war auch nicht schrecklich. Oftmals konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen und laut ihr lässt sich alles mit Atemübungen, Sprüchen und Yoga lösen. Außerdem fand ich ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen oft sehr merkwürdig, nicht nur gegenüber Noah sondern auch als sie jemanden trifft, den sie schon länger nicht gesehen hat.

Noah fand ich als Charakter schon besser, aber trotzdem war auch er nicht mein Fall. Er verhält sie ebenso wie Zoey oft komisch, vielleicht liegt das auch nur am Schreibstil, aber zu ihm konnte ich noch weniger eine Verbindung aufbauen als zu ihr. Die Beziehung zu seinen Freunden fand ich aber toll, sie halten zusammen wie Pech und Schwefel.

Ich sag es wie es ist, für mich war das Buch langweilig. Ich konnte nie mehr als zwei Kapitel am Stück lesen, dann habe ich das Interesse verloren. Noah und Zoey lernen sich kennen und dann passiert gefühlt ewig nichts. So ganz verstehe ich auch nicht, wie sie sich verliebt haben, denn für mich kamen die Gefühle einfach nicht rüber. Was mich aber sehr gestört hat waren die ganzen Geheimnisse. Die beiden machen einen Deal, dass sie nicht über ihre Familien reden, doch genau diese drängen sich, wenn auch nur gedanklich, immer zwischen die beiden und sorgen für Spannungen. Anstatt dass sie einfach miteinander reden und sich vertrauen verheimlichen sie Sachen und das führt zu Streit und Herzschmerz, der verhinderbar war.

Was ich aber mochte war die Geschichte von Helena, Zoeys bester Freundin. Durch ihren Opa musste sie einiges durchmachen und das wurde wirklich gut thematisiert und hat mir im gesamten Buch auch am besten gefallen.

Auch mit den anderen Charakteren konnte ich nicht viel anfangen, Lisia fand ich noch gut und sie hat etwas Fröhlichkeit ins Buch gebracht, aber ansonsten blieben alle wirklich blass und tauchten nur auf, wenn es die Geschichte weiter gebracht hat. So wird auch immer von Ezra geredet und es ist klar, dass da irgendwas im Busch ist, aber wirklich erfahren tut man es erst am Ende und da war Ezra nur kurz da und das wars. Für mich war das einfach zu wenig.

Das Ende allgemein war jetzt kein Highlight. Für mich gab es in dem Buch keinen Spannungsbogen und die Geschichte plätschert so dahin. Am Ende fand ich nur gut, dass nicht jeder alle Probleme lösen könnte und jetzt fröhlich sind, sondern dass Probleme noch bestehen bleiben und nur das größte davon gelöst wurde.

Fazit:

Es gab ein paar gute Ideen und Ansätze, aber insgesamt hat mir das Buch nicht gefallen. Es war zäh und der Schreibstil war gar nicht mein Fall. Von den Charakteren mochte ich niemanden besonders, und die Liebe konnte ich leider auch nicht fühlen. Von mir gibt es zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Sehr viel Teenie-Drama

Stealing Infinity
1

Meinung:

Vollkomme Dunkelheit empfängt mich, als ich erwache, und die kalte, scharfe Spitze eines Dolches, die in meine gefesselten Handgelenke sticht.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut, allerdings ...

Meinung:

Vollkomme Dunkelheit empfängt mich, als ich erwache, und die kalte, scharfe Spitze eines Dolches, die in meine gefesselten Handgelenke sticht.

Das Cover gefällt mir unglaublich gut, allerdings hätte ich mir hier eher einen Steampunk Roman erwartet und nicht reine Fantasy, aber das ist ok. Ich finde es nur etwas irreführend.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig, da sie oft sehr kurze Sätze verwendet. Außerdem wirkte der Stil oft sehr kindlich auf mich, so als würde ein Schüler manche Passagen schreiben, das hat mich immer etwas rausgebracht. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber ich würde den Schreibstil nicht unbedingt loben.

Zu Beginn lernt man Natasha kennen, die von ihrer Freundin Elodie zum Schwänzen angestiftet wird. Sie gehen shoppen und in einen Club, aber da wird Natasha ohnmächtig. Damit beginnt eine ganz neue Reise für sie, denn sie wird danach an eine Academy auf einer Insel geschickt, muss aber ihr altes Leben komplett hinter sich lassen. Doch wem kann sie dort vertrauen und was ist eigentlich das Ziel?

Der Einstieg in das Buch war sehr gut, der Prolog war echt spannend und danach wusste man schon, dass es um Zeitreisen gehen wird. Danach kommt der typische Teenie-Kram und man lernt erst einmal Elodie, Natasha und Mason kennen. Hier hat mir der Schreibstil schon ein paar Schwierigkeiten bereitet, aber irgendwann ging es dann doch.

Natasha finde ich, wie alle anderen Charaktere, schwierig. Sie lässt sich von Markenkleidung bestechen und tut einfach alles, was man ihr sagt. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie an der Akademie irgendwas hinterfragt oder sich wirklich bemüht Antworten zu kriegen. Diese passive Haltung hat mich gestört, denn so erfährt man als Leser natürlich auch nicht wirklich viel.

Elodie mochte ich schon von Anfang an nicht. Sie ist herablassend und denkt die ganze Welt dreht sich nur um sie. In jeder anderen Person sieht sie sehr schnell einen Konkurrenten und damit macht sie sich auch nicht beliebter. Zwar tut Elodie immer nett, aber eigentlich ist sie hinterlistig und das merkt man sehr in dem Buch. Wieso Natasha es immer wieder mit ihr versucht hat verstehe ich gar nicht.

Dann haben wir noch Braxton, der ebenfalls eine größere Rolle einnimmt. Man weiß nichts über ihn. Und damit meine ich nichts. Hin und wieder kommen Schuldgefühle durch, aber für was genau erfährt man nicht und daher blieb er für mich eigentlich sehr blass.

Ich hatte mehrere Probleme mit dem Buch. Erstmal kommt null Akademie-Feeling auf. Damit meine ich wirklich gar keines. Natasha bekommt ihren Stundenplan, aber man liest von keiner einzigen Unterrichtseinheit und auch von den anderen Schülern liest man nichts. Nur die Personen, die für die Handlung irgendwie bedeutend sind kommen vor und das sind insgesamt fünf Schüler. Wo ist der Rest? Das hätte genauso gut eine Schule nur für die sechs Leute sein können. Oder gar keine Schule, denn alles schulische wurde komplett weggelassen.

Zweitens dreht sich viel um Teenie-Drama. In der Leserunde kamen öfter Aussagen, dass sich die Leute mehr Handlung und weniger Drama wünschen. Es geht um Kleider, Liebe und Zickenkrieg, dass Natasha zuerst ausgeschlossen wurde, weil sie die Neue war und lauter solcher Kram. Auf fast 600 Seiten passiert einfach so wenig, wenn das Buch 200 Seiten kürzer gewesen wäre, hätte es genauso gut funktioniert.

Dritten ist die Liebesgeschichte komplett komisch. Natasha weiß nichts über Braxton und trotzdem verlieben sie sich. Warum? Weil er der einzige Mensch an der Akadmie ist, der sie beachtet und nett zu ihr ist. So schnell wie sie sich verlieben so schnell wurden sie auch für den anderen sterben, denn es ist doch die große Liebe. Immer wieder weisen andere Leute Natasha darauf hin, dass sie Braxton nicht wirklich kennt und dass er etwas verheimlicht, aber sie ignoriert das alles, bis sie selbst auf die Schnauze fällt. Gegen Ende hat sich dann sogar eine Dreiecksbeziehung angebahnt und da ich mir ungefähr vorstellen kann wie das ausgeht, habe ich keine Lust mehr auf das ganze Drama in Band zwei.

Damit kommen wir zu meinem letzten Kritikpunkt. Viertens, es wird nichts beantwortet. Die Handlung plätschert so vor sich hin, es gibt keinen roten Faden, kein großes Mysterium oder sonst was. Natasha lebt in den Tag, dann haben wir Zeitsprünge von über vier Wochen und plötzlich kann sie alles aus dem Unterricht. Man hatte als Leser so viele Fragen und gar keine wurde beantwortet. Warum es die Schule gibt und was das eigentliche Ziel ist wurde nur so halb erklärt und wenn das alles ist bin ich wirklich enttäuscht. Erst gegen Ende wurde es besser und spannender, wobei hier auch nicht alles gepasst hat. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, den ich persönlich aber nicht so schlimm empfinde. Ehrlich, ich hätte mitten im Buch aufhören können und hätte kein Bedürfnis gehabt weiter zu lesen, weil es nichts Interessantes gab.

Aber es war nicht alles komplett schlecht. Manche Dinge fand ich gut, wie etwa alles mit den Zeitreisen und den Erklärungen dazu. Die Geschichten, die sich die Schüler erzählen fand ich manchmal auch ganz lustig und es geht auch viel um Kunst, was irgendwie interessant war. Dennoch überwiegen die negativen Punkte bei weitem.

Fazit:

Das Buch lässt sich sehr schnell und leicht lesen, aber man sollte nicht zu viel erwarten. Es passiert sehr wenig und es scheint keinen roten Faden zu geben. Erst gegen Ende wird es besser und spannender, aber das kann den Rest auch nicht retten. Von mir gibt es dafür leider nur zwei Sterne.

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