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Veröffentlicht am 14.01.2025

Eine Geschichte zum Kopfschütteln

Love Letters to a Serial Killer
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Worum geht’s?
Als im Umkreis von Atlanta gleich vier Frauen ermordet aufgefunden werden, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Aufgebracht beschließen die Nutzer eines True-Crime-Forums, sich der Sache anzunehmen ...

Worum geht’s?
Als im Umkreis von Atlanta gleich vier Frauen ermordet aufgefunden werden, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Aufgebracht beschließen die Nutzer eines True-Crime-Forums, sich der Sache anzunehmen – so auch Hannah, die jedoch schnell eher vom Täter als von den Taten fasziniert zu sein scheint.


Meine Meinung
Die Geschichte an sich hätte wirklich packend werden können, vor allem da der Klappentext selbst für das Genre Thriller durchaus unkonventionell klang. Von der Umsetzung bin ich jetzt im Nachhinein aber leider weniger begeistert als erwartet, da zumindest die erste Hälfte der Geschichte mir einiges an Durchhaltevermögen abverlangt hat.

Der Hauptgrund dafür war tatsächlich Protagonistin Hannah, mit der ich einfach nicht warm geworden bin. Da ich selber großer True-Crime-Fan bin, hätte ich eigentlich mit Gemeinsamkeiten oder zumindest ein paar Identifikationspunkten gerechnet, ihre Gedankengänge und Verhaltensweisen konnte ich dann aber leider überhaupt nicht nachvollziehen. Besonders nervig fand ich ihren Hang zu extremem Verhalten, vor allem in Bezug auf die „Beziehungen“ die sie führt. Im Grunde stalkt sie dabei einfach nur Typen, mit denen sie kurz etwas hatte und wundert sich dann, warum diese ihr nicht ihre ewige Liebe gestehen und sie zum Mittelpunkt ihres Lebens erklären.

Diese extreme Selbstbezogenheit zieht sich durch das gesamte Buch und prägt praktische jede Entscheidung, die Hannah trifft. Beim Lesen möchte man dabei am liebsten abwechselnd einfach nur noch den Kopf und die Protagonistin schütteln, denn dass die auf einen Serienmörder gerichtete Obsession in etwas anderem als einer Katastrophe endet, kann man sich nur schwer vorstellen.

Die zweite Hälfte des Buches fand ich dann rein in Hinblick auf die Lesegeschwindigkeit wesentlich angenehmer, da ich deutlich schneller voran gekommen bin und mich trotz der immer wieder sehr abstrus anmutenden Handlung verhältnismäßig gut unterhalten gefühlt habe. Gesprächsstoff und Unterhaltung konnte die Geschichte also definitiv bieten, ein Lesehighlight sieht für mich jedoch schon allein qualitativ leider etwas anders aus.


Fazit
Auch wenn der Inhalt dieser Geschichte eigentlich eher zum Kopfschütteln einlädt, hatte ich zumindest ab der zweiten Hälfte doch Spaß beim Lesen. Um über das unsinnige Verhalten und die eher nervtötende Art der Protagonistin hinwegzusehen muss man dann allerdings eventuell beide Augen zudrücken – oder die Frustrationstoleranzgrenze eines Friedensnobelpreisträgers besitzen und dabei ignorieren, dass es in der heutigen Gesellschaft vermutlich wirklich Menschen gibt, die wie Hannah denken könnten.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Nette Idee, aber kein Highlight

Alles gut
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Worum geht’s?
Jess wähnt sich schon auf dem aufsteigenden Ast, als sie einen Job bei Goldman Sachs bekommt. Als junge schwarze Frau hat sie es dort jedoch alles andere als leicht, denn der ideale Banker ...

Worum geht’s?
Jess wähnt sich schon auf dem aufsteigenden Ast, als sie einen Job bei Goldman Sachs bekommt. Als junge schwarze Frau hat sie es dort jedoch alles andere als leicht, denn der ideale Banker ist noch immer weiß, männlich und im mittleren Alter – mit einer Ausnahme. Ausgerechnet Josh, mit dem sich Jess schon auf der Universität nicht verstanden hat, ist die große Nachwuchshoffnung des Unternehmens, und auch im Arbeitsleben fliegen zwischen den beiden weiterhin die Fetzen, bis sich beide nicht mehr ganz sicher sind, ob das noch Feindschaft, oder nicht doch schon Gefühle zwischen ihnen sind.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich wirklich zwiegespalten in meiner Bewertung, da ich mir auch nach etwas längerer Bedenkzeit nicht sicher bin, was ich von dieser Geschichte eigentlich halten soll. Zu lesen fand ich das Buch insgesamt allerdings tatsächlich sehr nett, auch wenn das vermutlich ein recht seltsamer Ausdruck für meinen Eindruck von dieser Geschichte ist.

Die Geschichte an sich klang im ersten Moment ziemlich interessant, da ich Enemies-to-Lovers wirklich gerne lese. Im Verlauf der Handlung hatte ich dann allerdings bis zum Schluss eher das Gefühl, dass eigentlich nur eine Vorgeschichte erzählt wird und ich darauf warten würde, dass die eigentliche Geschichte losgeht, was vor allem an den irgendwie zufällig wirkenden Zeitsprüngen und dem eher episodenhaften Erzählstil gelegen hat.

Mit den Figuren konnte ich dann leider auch nur bedingt etwas anfangen, da mir die Gestaltung beider Protagonisten nicht wirklich gefallen hat. Am meisten gestört hat mich, dass der Beziehung der beiden kein spürbarer Funke vorausgegangen ist, der die Anziehung zwischen ihnen irgendwie erklärt hätte, da ich so auch mit der Liebesgeschichte nicht wirklich mitfiebern konnte.

An Jess fand ich leider sehr anstrengend, dass sie überwiegend wie ein bockiger Teenager auf mich gewirkt hat und Konfliktsituationen, insbesondere wenn es dabei um eine Meinungsverschiedenheit oder einen Streit mit Josh ging, nicht abschließend geklärt wurden. Josh war in diesem Punkt in meinen Augen zwar auch nicht besser, bei ihm hatte ich aber eher den Eindruck, als würde er Probleme einfach immer ignorieren und so tun, als wäre nichts passiert.

Die Idee dieses Buches und die Gesellschaftskritik sind für meinen Geschmack daher leider etwas zu sehr an der Umsetzung der Geschichte gescheitert, was ich wirklich schade fand. Auf der anderen Seite habe ich das Buch aber wirklich flott gelesen, ohne mich dabei zu langweilen, weshalb ich der Autorin mit einer anderen Geschichte auf jeden Fall noch mal eine Chance geben möchte.


Fazit
Trotz der guten Ansätze waren die Protagonisten dieser Geschichte leider nicht mein Fall, was mich beim Lesen nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Trotzdem fand ich das Buch nicht schrecklich zu lesen, was in meinen Augen immerhin einen Teilerfolg darstellt und mir die Autorin zumindest für die Zukunft noch als Option offen hält.

Dafür vergebe ich knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Der Vorhang zu, und alle Fragen offen

Böses Licht
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Worum geht’s?
Die Vorbereitungen zur Premiere von Richard III sind in vollem Gange, als plötzlich die grausam zugerichtete Leiche des Garderobiers auftaucht. Da es für seinen Tod eigentlich kein Motiv ...

Worum geht’s?
Die Vorbereitungen zur Premiere von Richard III sind in vollem Gange, als plötzlich die grausam zugerichtete Leiche des Garderobiers auftaucht. Da es für seinen Tod eigentlich kein Motiv gibt, lässt sich das Ensemble von der Reise zu den Salzburger Festspielen nicht abbringen – bis plötzlich eine weitere Leiche auftaucht. Kommissarin Fina Plank macht sich also auf den Weg nach Salzburg – und folgt schon bald einer blutigen Spur, die das Team der Mordgruppe ordentlich in Atem hält.


Meine Meinung
Eigentlich mag ich die Bücher von Ursula Poznanski ja wirklich gerne, bei diesem bin ich mir aber wirklich nicht sicher, was ich von der Geschichte überhaupt halten soll.

Mit dem Schreibstil an sich hatte ich keine Probleme, was mich auch nicht weiter überrascht hat, und auch die Aufteilung der Geschichte in Ermittlung, Morde und die Zeitungsausschnitte fand ich grundsätzlich gelungen.

Meine Schwierigkeiten hatte ich dann aber leider mit den Figuren und der Tatsache, dass auch im zweiten Teil der Reihe irgendwie keine wirkliche Figurenbindung aufgebaut wurde. Ich fand weder Protagonistin Fina, noch die Mitglieder ihrer Ermittlungseinheit wirklich sympathisch, was ich nach zwei Bänden dann doch ziemlich schade fand. Auch die Charaktere am Theater haben mich leider nicht besonders begeistern können, was insbesondere in Hinblick auf die Mordserie mehr als schade war. Meine Schockmomente beim Lesen beruhten so leider lediglich auf den Morden an sich, wäre ich emotionaler etwas eingebundener in die Geschichte gewesen hätten mich diese aber vermutlich etwas mehr interessiert.

Schade fand ich auch, dass der übergreifende Handlungsbogen aus Band eins in dieser Geschichte eigentlich keine nennenswerten Fortschritte gemacht hat. Am Ende habe ich das Buch zwar beenden wollen, weil mich die Identität des Mörders interessiert hat, wirklich positiv überraschen konnte mich die Auflösung dann aber leider nicht.


Fazit
Insgesamt hatte ich bei diesem Buch leider so ein wenig das Gefühl, dass es lediglich zur Überbrückung auf Band drei der Reihe dienen sollte. Die Geschichte an sich konnte man zwar recht flüssig weg lesen, besonders gefesselt haben mich aber leider weder die Figuren, noch die Handlungsbögen, was mich in Hinblick auf Band drei aktuell noch nicht so wirklich zum Weiterlesen motiviert.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Konnte meine Erwartungen an die Reihe nicht so wirklich erfüllen

Erbarmen
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Worum geht’s?
Nachdem Carl Mørk und zwei seiner Kollegen einem folgenschweren Hinterhalt zum Opfer gefallen sind, ist in seinem Leben nichts mehr so, wie es einmal war. Kaum zurück im Dienst, wird ihm ...

Worum geht’s?
Nachdem Carl Mørk und zwei seiner Kollegen einem folgenschweren Hinterhalt zum Opfer gefallen sind, ist in seinem Leben nichts mehr so, wie es einmal war. Kaum zurück im Dienst, wird ihm die Leitung des neu eingerichteten Sonderdezernats Q aufgedrückt – mitsamt einem mehr als dubiosen Assistenten und einem Büro in der letzten Rumpelkammer im Keller des Präsidiums.


Meine Meinung
Eigentlich hatte ich mir von diesem Buch eine hochspannende Geschichte erhofft, insbesondere weil ich über den Autor und die Reihe schon eine ganze Menge begeisterter Stimmen gehört habe. Meine Erwartungen waren dann aber vielleicht ein kleines bisschen zu hoch, denn die Umsetzung hat mich leider wesentlich weniger begeistert, als ich eigentlich erwartet hätte.

Der Schreibstil war definitiv ein wenig gewöhnungsbedürftig, da er zeitweise überraschend platt auf mich gewirkt hat. Mein Lesetempo war allerdings nichtsdestotrotz ziemlich hoch, was die Lektüre bis zum Schluss immerhin erträglich gemacht hat.

Was mich unglaublich enttäuscht hat, war dann leider der Protagonist. Carl war mir bis zum Ende der Geschichte einfach absolut nicht sympathisch, ich mochte weder seine Art, noch seine Einstellung und die andauernd sexualisierten Konnotationen seiner Gedanken gegenüber fast jeder weiblichen Figur, der er begegnet ist, haben in der Menge für mich einfach gar keinen Sinn ergeben.

Gefallen hat mir die Geschichte daher tatsächlich eigentlich erst so richtig, als der Handlungsbogen endlich an Fahrt aufgenommen hat. Meiner Meinung nach hätte das gerne etwas früher der Fall sein dürfen, denn die eigentlichen Ermittlungen fand ich definitiv interessant genug, um trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Protagonisten weiterlesen zu wollen.

Für die weiteren Teile dieser Reihe ist es daher wahrscheinlich ausnahmsweise mal ganz praktisch, dass mich positive Eindrücke meistens motivieren, auch den nächsten Bänden eine Chance geben zu wollen – denn meinen Erwartungen an dieses Buch hat sich die Geschichte leider erst zum Ende hin annähern können.


Fazit
Von diesem Buch habe ich tatsächlich mehr erwartet, zumindest den Schlussteil fand ich aber spannend genug, um dem Rest der Reihe noch eine Chance geben zu wollen. Protagonist Carl ist allerdings bisher keine Figur, die ich besonders sympathisch finde, was ziemlich sicher eine Herausforderung für mich werden dürfte.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 04.01.2024

Interessantes Sachbuchkonzept

Eleganz
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Meine Meinung
So wirklich mit dem Begriff und den Bestandteilen von Eleganz habe ich mich vor dem Lesen dieses Buches tatsächlich nie so wirklich auseinandergesetzt, weshalb ich mit großem Interesse an ...

Meine Meinung
So wirklich mit dem Begriff und den Bestandteilen von Eleganz habe ich mich vor dem Lesen dieses Buches tatsächlich nie so wirklich auseinandergesetzt, weshalb ich mit großem Interesse an diese Lektüre herangegangen bin.

Interessant gemacht fand ich hier, dass sich dem Thema auf wissenschaftliche Weise genähert wurde. Auf den ersten Blick klingt ein Buch zum Thema Eleganz nicht wie die alleraktuellste Lektüre, da der Begriff durch die Betrachtungsweise aber mit Inhalt gefüllt wurde, gab es hier durchaus interessant klingende Ansätze und Argumentationen. Ganz objektiv fand ich die zwar nicht immer, bei einem eher schwer zu greifenden Thema fand ich das persönlich aber gar nicht so überraschend.

Was dann aber leider ein wenig dünn wurde, war irgendwann einfach der Inhalt. Selbst bei der eigentlich recht facettenreichen Darstellung der Thematik kam es häufiger zu Wiederholungen, was ich auf Dauer anstrengend und darüber hinaus auch nicht ganz überzeugend fand. Die Umsetzung fand ich daher als literarische Abwechslung interessant gemacht, besonders viel Spaß hatte ich beim Lesen allerdings eher nicht.


Fazit
Auch wenn die Umsetzung vielleicht nicht unbedingt zu besonderem Lesegenuss geführt hat, fand ich die Idee und die Auseinandersetzung mit einem eher vergessen wirkenden Thema sehr interessant. Ich persönlich würde zwar nicht mit jeder der sich teils wiederholenden Argumentationen mitgehen, um über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen eignet sich das Buch aber trotzdem.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.