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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Charmant aber zäh

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich über dieses Buch sagen soll. Die ersten rund 200 Seiten plätschern einfach vor sich hin – ich fand’s ziemlich öde und hatte mehrmals überlegt, ob ich abbreche. ...

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich über dieses Buch sagen soll. Die ersten rund 200 Seiten plätschern einfach vor sich hin – ich fand’s ziemlich öde und hatte mehrmals überlegt, ob ich abbreche. Erst im späteren Verlauf wurde es besser: Der sarkastische und ironische Humor hat mich dann doch gut unterhalten und dem Ganzen etwas Schwung gegeben.

Was mir aber negativ aufgefallen ist, waren einige Rechtschreibfehler und auch zeitliche Unstimmigkeiten, die beim Lesen gestört haben. Trotzdem: Die typischen Herbst-Vibes kommen definitiv rüber – man bekommt sofort Lust auf Kürbis, bunte Blätter und heiße Getränke. Die Kleinstadt-Atmosphäre ist so, wie man sie sich vorstellt: etwas engstirnig, aber mit Charme.

Mit der Hauptprotagonistin bin ich allerdings nicht wirklich warm geworden. In unserer Leserunde haben wir sogar diskutiert, ob sie vielleicht ADHS hat – aber selbst wenn, fand ich ihre Art einfach anstrengend. Zum Ende hin wird sie zwar etwas greifbarer, aber so richtig sympathisch wurde sie mir nicht. Ihre Erfahrungen in der Kleinstadt sind allerdings nachvollziehbar – man versteht, warum sie letztlich das Weite sucht.

Das Buch wurde im Vorfeld stark beworben und vielfach gelobt – ehrlich gesagt kann ich den Hype nicht ganz nachvollziehen. Es war okay und hat mich phasenweise gut unterhalten, aber mehr leider auch nicht.

Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Hörbuch: Die beiden Sprecher*innen haben einen großartigen Job gemacht. Sie bringen Emotionen glaubhaft rüber und passen stimmlich perfekt zu den Figuren – das hat das Hörerlebnis deutlich aufgewertet.

Fazit / Empfehlung:
Wer auf leichte Unterhaltung mit herbstlicher Stimmung und einer Prise Humor steht, kann dem Buch oder besser noch dem Hörbuch eine Chance geben. Wer aber auf eine spannende, tiefgehende Handlung hofft, wird hier eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Ausbaufähig

Guten Feinden bäckt man ein Törtchen
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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat ihre Sache gut gemacht und angenehm gelesen.

Vom Inhalt her wurde ein Enemies-to-Lovers-Setting versprochen, das ich so allerdings nicht wirklich ...

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat ihre Sache gut gemacht und angenehm gelesen.

Vom Inhalt her wurde ein Enemies-to-Lovers-Setting versprochen, das ich so allerdings nicht wirklich finden konnte. Die Abneigung zwischen den Eltern der Protagonisten spielt zwar eine Rolle, aber zwischen den Hauptfiguren selbst war kaum Spannung spürbar. Von echtem Hass oder spitzen Wortgefechten keine Spur – höchstens eine leichte gegenseitige Abneigung, die schnell verpufft. Mir persönlich fehlte hier die Dynamik, die man bei diesem Trope erwartet, vor allem mehr Schlagabtausch und prickelnde Konflikte.

Sehr präsent war dagegen das Thema Backen. Ganze Passagen widmen sich detaillierten Beschreibungen von Gebäck und der Zubereitung. Wer das mag, kommt sicher auf seine Kosten. Für mich hat es allerdings den Eindruck hinterlassen, dass dabei die zwischenmenschliche Entwicklung etwas zu kurz geraten ist.

Alles in allem war die Geschichte für mich „okay“. Sie eignet sich als leichte Unterhaltung zwischendurch, etwa im Wartezimmer, ohne dass man sich stark auf Handlung oder Emotionen einlassen muss. Wer mehr Tiefe, Spannung oder eine echte Enemies-to-Lovers-Atmosphäre erwartet, wird hier wahrscheinlich enttäuscht. Empfehlenswert ist das Buch vor allem für Leser:innen, die gern über Backen lesen und eine ruhige, unaufgeregte Geschichte suchen.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Leider nicht überzeugt

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Das Cover hat mich sofort gefesselt – düster, mystisch, absolut mein Beuteschema. Auch der Klappentext klang nach genau dem, was ich liebe: eine dunkle, fesselnde Story mit spice, Spannung und Tiefe. Meine ...

Das Cover hat mich sofort gefesselt – düster, mystisch, absolut mein Beuteschema. Auch der Klappentext klang nach genau dem, was ich liebe: eine dunkle, fesselnde Story mit spice, Spannung und Tiefe. Meine Erwartungen waren hoch – vielleicht zu hoch.

Leider bin ich nur schwer in die Geschichte reingekommen. Die Kapitel sind sehr lang, was den Einstieg zusätzlich erschwert hat. Zwar gab es immer wieder gute Momente, vor allem beim Schlagabtausch zwischen den Figuren, aber leider konnten sie das Tempo nicht dauerhaft aufrechterhalten.

Was mich persönlich gestört hat, waren die vielen Wiederholungen – sei es von seinen Hörnern, seinem unermesslichen Hass oder den Glubschaugen des Begleiters Pocli. Nach dem dritten, vierten Mal verlor das an Wirkung und wirkte eher ermüdend. Einige Passagen fühlten sich sehr zäh an, die Spannung blieb auf der Strecke und ich musste mich stellenweise wirklich durchkämpfen.

Ja, es wird spicy – und auch deutlich dark (unbedingt Triggerwarnung lesen!), was für dieses Genre auch passt. Die Autorin scheut sich nicht, düstere Themen anzusprechen. Die Grundidee hinter der Geschichte fand ich tatsächlich sehr spannend und vielversprechend – nur leider hat sie mich in der Umsetzung nicht vollständig überzeugt.

Fazit:
Eine Geschichte mit Potenzial, starkem Setting und interessanter Ausgangslage, die mich jedoch in der Umsetzung leider nicht abholen konnte. Wer gerne dunkle Fantasy mit expliziten Szenen liest und kein Problem mit Wiederholungen hat, kann hier dennoch fündig werden. Für mich war es leider nicht das Highlight, das ich mir erhofft hatte.

Danke an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Teils,teils…

Man sieht sich
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"Man sieht sich" von Julia Karnick hat mich berührt und teilweise gelangweilt.

Die Darstellung der Charaktere und ihrer Beziehungen sind sehr authentisch und menschlich. Es scheint, als ob die Autorin ...

"Man sieht sich" von Julia Karnick hat mich berührt und teilweise gelangweilt.

Die Darstellung der Charaktere und ihrer Beziehungen sind sehr authentisch und menschlich. Es scheint, als ob die Autorin eine feine Balance zwischen Realismus und emotionaler Tiefe gefunden hat, was es dem Leser ermöglicht, sich mit den Figuren zu identifizieren und ihre inneren Kämpfe nachzuvollziehen. Es ist teilweise sehr bildhaft beschrieben, jedoch gibt es keinen großen Spannungsbogen, dennoch ehrliche Worte. Das Leben wie es ist. Ich habe mich oft selbst in den Seiten wieder gefunden.Es gab auch tolle Zitate wie zum Beispiel:
„Er kriegt nie genug von Frie, deswegen hatte er sie so satt“
Es ist immer schön, wenn ein Buch auch durch seine Sprache und Zitate im Gedächtnis bleibt.

Schonungslos und ehrlich wird hier das Leben zweier Menschen beschrieben, die sich lieben, aber irgendwie nicht zueinander finden. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll ausgearbeitet, wie Herr Selk, der mir persönlich am besten gefallen hat. Seine Art und Weise er erinnert immer an den Opa von nebenan.

Manchmal möchte man ins Buch und die beiden ein bisschen würgen. Da sie einfach so aneinander vorbei leben und es einfach nicht schaffen zusammen zu kommen.

Kleiner Kritikpunkt für mich ist das verherrlichen von Alkohol und Zigaretten in Massen. Es wird so normal und natürlich beschrieben. Das gefiel mir nicht so gut.

Das Hörbuch war sehr gut eingesprochen, die Sprecherin war für mich die perfekte Besetzung für Frie. Ich hatte ein sehr gutes Bild von ihr vor Augen. Auch die Sprachgeschwindigkeit war in Ordnung.

Eine Leseempfehlung für alle die in den 70ern und 80ern geboren worden sind, man findet so viel wieder, was man damals selbst erlebt hat. Aber auch jüngere Generation werden ihre Freude an diesem Buch haben da es mit seiner Ehrlichkeit und menschenlichen Nähe überzeugt.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Es empfiehlt sich, die vorherigen Bücher von Sandra Grauer zuerst zu lesen.

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Als ich das bunte Cover mit der Catrina drauf gesehen habe, war für mich gleich klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich liebe den mexikanischen Tag der Toten. Die Traditionen, der Glaube, ich finde ...

Als ich das bunte Cover mit der Catrina drauf gesehen habe, war für mich gleich klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich liebe den mexikanischen Tag der Toten. Die Traditionen, der Glaube, ich finde alles damit verbundene einfach schön.

Im Vorwort der Geschichte wird dann allerdings mitgeteilt, dass alle Bücher von Sandra Grauer in einem Universum spielen. Sie sind zwar unabhängig voneinander lesbar allerdings spoilert man sich doch schon ziemlich selbst. Ich habe zum Beispiel Flame and Arrow Bd. 1 gelesen, aber nicht Bd. 2, das kann ich mir jetzt auch sparen, da in Flowers and Bones fast alles aufgedeckt wurde. Dementsprechend würde ich Neulingen empfehlen, mit Sandras früheren Büchern anzufangen.

Die Geschichte an sich fand ich aber sehr spannend, es gab ein paar sehr überraschende Stellen. Die ganze Geschichte ist sehr verschachtelt. Zum Ende hin wird vieles aufgedeckt, aber vieles bleibt auch noch im verborgenen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist klar, modern und leicht. Es wird aus drei Perspektiven erzählt.
Es ist leicht der Geschichte zu folgen.

Fazit: Dies ist eine tolle Urban Fantasy Jugendgeschichte mit vielen verschiedenen Fantasy Wesen und einer gleichgeschlechtlichen Liebesgeschichte.
Ich empfehle sie jedem, der viele verschiedene Handlungsstränge in Büchern mag.

Vielen Dank an den Ravensburger Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar

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