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Veröffentlicht am 22.09.2024

Dunkle Magie aber sicherlich kein Horror

Silberne Geister
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Montserrat ist eine der besten Tontechnikerinnen von Mexico, in dieser Männerdomäne ist sie jedoch eine ziemliche Außenseiterin. Tristan hingegen ist ein ehemaliger Schauspieler, der unter einem Trauma ...

Montserrat ist eine der besten Tontechnikerinnen von Mexico, in dieser Männerdomäne ist sie jedoch eine ziemliche Außenseiterin. Tristan hingegen ist ein ehemaliger Schauspieler, der unter einem Trauma aus der Vergangenheit leidet und nur noch selten Jobs bekommt. Als sie Tristans neuem Nachbarn, einem ehemaligen Regisseur begegnen, schlägt dieser ihnen vor einen alten Filmstreifen zu vollenden, auf dem ein Zauber liegen soll. Doch der Film entfesselt etwas Dunkles, das alle Beteiligten in große Gefahr bringt.

Das Buch wird laut Klappentext in das Genre Horror eingeordnet. Diese Einschätzung finde ich nicht wirklich passend, da es für mich die Aspekte des Genres Horror nicht enthält. Zwar kommen einige Geister vor, besonders gruselig waren diese jedoch nicht. Das Genre Mexican-Gothik hätte wohl besser als Beschreibung gepasst und hätte für andere Erwartungen an die Geschichte gesorgt. Die Handlung braucht sehr lange, um in Gang zu kommen. Besonders in der ersten Hälfte des Buches enthält die Geschichte eine Menge Erklärungen zum Thema Film und Okkultismus. Für mich, die sich in dem Thema überhaupt nicht auskennt, waren es viel zu viele Informationen, die für die eigentliche Handlung nur bedingt notwendig gewesen wären. Die Erläuterungen in Zusammenhang mit der mexikanischen Kultur haben mir hingegen besser gefallen. Wie auch schon in anderen Büchern der Autorin hatte ich Probleme mit den Protagonisten eine Bindung aufzubauen. Ich verstehe ihre Beweggründe und Handlungen, besonders sympathisch war mir aber keiner der Beteiligten. Insgesamt hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Geschichte, da die Story meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Da ich mit den anderen Büchern der Autorin ähnliche Probleme hatte, wird dies wohl die letzte Geschichte der Autorin gewesen sein, die ich gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Und wenn sie nicht gestorben sind...

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz
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Als Nachfahrin der Märchenfigur Schneewitchen, unterliegt Rain White bereits seit ihrer Kindheit bestimmten Traditionen. So muss jede Nachfahrin, die achtzehn Jahre alt wird, versuchen den schlafenden ...

Als Nachfahrin der Märchenfigur Schneewitchen, unterliegt Rain White bereits seit ihrer Kindheit bestimmten Traditionen. So muss jede Nachfahrin, die achtzehn Jahre alt wird, versuchen den schlafenden Prinzen mit ihrem Kuss zu wecken, da dieser ein neues Zeitalter der Magie und Märchen einleiten wird. Doch Rains Kuss weckt nicht nur den Prinzen auf, sondern entfesselt eine Katastrophe. Um die Welt vor dem Untergang zu bewahren, müssen die Nachfahren der Märchenfiguren sieben Prüfungen bestehen und nur einer von ihnen kann diesen Kampf gewinnen.

Tatsächlich hatte ich mir nach der Lektüre des Klappentextes eine etwas andere, märchenhaftere Geschichte vorgestellt. Der Einstieg in die Story beginnt eher langsam. Rain ist ein aufmüpfigerer Teenager, der auf die Traditionen ihrer Familie nicht allzu viel Wert legt. Besonders den Prinzen wach zu küssen, erscheint ihr im Hinblick auf die vielen Frauen, die es bereits versucht haben, eher als Zeitverschwendung. Trotz ihrer rebellischen Ader verstehe ich nicht hundertprozentig, warum sie diese Tradition so vehement ablehnt, vor allem da sie fest davon überzeugt ist, dass nichts passieren wird. Auch im Verlauf der Geschichte verstehe ich Rains Vorgehen und Gefühle, besonders im Hinblick auf Edward nicht immer und wurde mit ihr nicht so richtig warm, im Gegensatz zu Cole den ich sehr mochte auch wenn ihn viele Geheimnisse umgeben. Nachdem die neue Ära der Märchen eingeleitet wird, geht so ziemlich alles drunter und drüber und wirkt reichlich planlos. Auch Rain und ihre Freunde wissen eigentlich nicht, was sie tun sollen und stolpern quasi von einer Situation in die andere. Die Story wird nach dem Erwachen des Prinzen überraschend brutal, was ich so nicht erwartet habe und mir auch nicht gefallen hat. Zwischendurch gibt es einige erzählerische Längen, die die Geschichte für mich fast langweilig machten, auch wenn das ein wenig paradox erscheint.

Letztlich konnte ich mich mit der Story und Rain als Hauptcharakter nicht so wirklich anfreunden, wobei mich vor allem die Brutalität der Handlung störte. Ich werde die Geschichte trotzdem weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 12.05.2024

Ein Hauch von Tee und Blut

A Tempest of Tea
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Am Tag eine Teestube, in der Nacht ein illegales Bluthaus. Das Spindrift ist mehr als es auf den ersten Blick scheint, genau wie seine Besitzerin Arthie Casimir. Als das Spindrift und seine Bewohner bedroht ...

Am Tag eine Teestube, in der Nacht ein illegales Bluthaus. Das Spindrift ist mehr als es auf den ersten Blick scheint, genau wie seine Besitzerin Arthie Casimir. Als das Spindrift und seine Bewohner bedroht werden, versucht Arthie zusammen mit ihrem Bruder Jin ihr Zuhause zu retten. Doch dafür müssen sie einen gewagten Auftrag annehmen und in das Athereum einbrechen, das von den mächtigsten Vampiren der Stadt bevölkert ist. Für dieses Anliegen stellt Arthie eine Crew zusammen, deren Fähigkeiten ihr zum Erfolg verhelfen sollen. Doch jeder von ihnen treibt seine eigenen Ziele voran und selbst Arthie hat Geheimnisse, die sie bisher nicht einmal ihrem Bruder offenbart hat.

Die Geschichte beginnt tatsächlich sehr verheißungsvoll. Eine Gruppe Außenseiter, die sich zusammentut um etwas äußert Wertvolles zu stehlen und dabei die ihnen eigenen Fähigkeiten einsetzt um ihr Ziel zu erreichen. Von der Grundgeschichte erinnert es ein wenig an die Krähen von Leigh Bardugo, kann aber mit deren Brillanz leider nicht mithalten. Arthie Casimir als Kopf der Bande und ihr Bruder Jin, der sowohl ein genialer Erfinder als auch ein Raufbold ist, sind die zentralen Figuren des Ganzen. Arthie gilt als verschlagen und einfallsreich, sowie unnahbar, hat jedoch ein Herz für Straßenkinder und Waisen, die sie aufnimmt und in ihrer Teestube beschäftigt. Da ein Großteil der Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben sind, erhält der Leser auch Einblick in ihre Emotionen, die für mich nicht zu ihrer äußeren Fassade passen. Sowohl auf Laith, als auch Matteo reagiert sie sehr leidenschaftlich, auch wenn sie diese Emotionen meist unterdrücken kann. Ich wurde aus ihr als Charakter nicht immer schlau. Genauso wie ich weder Matteo noch Laith richtig einschätzen konnte. Jin und Flick mochte ich hingegen sehr gerne und auch die Annäherung der Beiden war allerliebst. Der Plan ins Athereum einzubrechen erschien mir nicht richtig ausgeklügelt. Die Handlung verzettelte sich sehr auf die Beziehungen der Figuren zueinander und lenkte den Fokus für mich zu sehr vom Diebstahl und den darauf folgenden Ereignissen ab. Die Ereignisse am Ende waren mir zu überstürzt und vielfältig. Auch der Schreibstil schwankte sehr zwischen wunderschön formulierten Wendungen zu recht abgehackten, sprunghaften Szenen, die ich teilweise mehrfach lesen musste. Die Grundidee auch unter Einbeziehung der Vampire gefällt mir weiterhin sehr gut, an der Umsetzung hat es mir jedoch ein ums andere Mal gehapert. Trotzdem werde ich natürlich auch den zweiten Teil der Dilogie lesen, da ich in der Geschichte noch einiges an Potenzial sehe.

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Veröffentlicht am 12.05.2024

Hexenkönigin Belladonna

Queen of the Wicked 2: Der untote Prinz
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Hexenkönigin Belladonna hat sich öffentlich zu ihrer Liebe zu einem Dämon bekannt. Entgegen allen Bräuchen der Hexen möchte sie ihren Hexencoven zusammen mit ihm und seiner Schwester der Fae Nora gründen. ...

Hexenkönigin Belladonna hat sich öffentlich zu ihrer Liebe zu einem Dämon bekannt. Entgegen allen Bräuchen der Hexen möchte sie ihren Hexencoven zusammen mit ihm und seiner Schwester der Fae Nora gründen. Doch eine neue Bedrohung erhebt sich aus den Tiefen der Hölle. Die Urdämonen, Väter aller Totsünden sind frei und greifen Menschen, Fae und Hexen gleichermaßen an. Belladonna muss ihre Schattenkräfte meistern, um eine Chance im Kampf gegen die Dämonen zu haben. Sie begibt sich an den Nachthof der Fae und trifft dort nicht nur auf Königin Mab sondern auch auf einen Teil ihrer Vergangenheit von dem sie bisher nichts geahnt hat.

Zuerst einmal mag ich den lockeren Schreibstil der Autorin, der gleichzeitig sehr humorvoll ist, vor allem bei den Wortgeplänkeln zwischen Belladonna und Blake. Die Geschichte ist spannend und hat einige interessante Wendungen zu bieten, vor allem der Ausflug zum Nachthof hat mir hier sehr gut gefallen. Auch die Totsünden als Gegenspieler fand ich extrem interessant. Leider wurde mir aus der Geschichte zu wenig rausgeholt. Die Dialoge und ruhigen Szenen sind für mich gut ausgearbeitet und schön beschrieben. Sobald es jedoch zu Kämpfen oder etwas actionreicher Handlung kommt, wird auf Beschreibungen überhaupt kein Wert mehr gelegt und man springt stakkatoartig in der Handlung vorwärts. Besonders das Ende war in 5 Seiten quasi abgehakt. Ich habe wirklich nochmal zurückblättert, um zu schauen, ob ich eine Seite überblättert habe (was nicht der Fall war). Es kam bei mir das Gefühl auf, es wären einfach keine Seiten mehr übrig gewesen und man musste schnell noch zum Ende kommen. Wirklich schade, dass eine Handlung, die so gut aufgebaut wurde, so abrupt beendet wurde. Das hat mir die Geschichte irgendwie verdorben.

Insgesamt mochte ich die Geschichte und ihre Charaktere sehr gerne. Die Handlung hat jedoch gerade in den actionreicheren Szenen einige stilistische Mängel, die mir die Leselust am Ende leider etwas genommen haben.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Alles muss versteckt sein

Amazement Park
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Für eine neue Gameshow sollen sich 14 Kandidaten für 7 Tage in einem verlassenen Freizeitpark verstecken. Der Preis: genug Geld, um ein Leben zu verändern. Eigentlich sind die Regeln ganz einfach. Wer ...

Für eine neue Gameshow sollen sich 14 Kandidaten für 7 Tage in einem verlassenen Freizeitpark verstecken. Der Preis: genug Geld, um ein Leben zu verändern. Eigentlich sind die Regeln ganz einfach. Wer gefunden wird, scheidet aus. Doch während immer mehr Kandidaten verschwinden, kommen den restlichen Spielern Zweifel. Keine Abschiede, keine Interviews, keine Kameras. Nach und nach wird den verbliebenen Kandidaten klar, dass in diesem Park etwas Dunkles vor sich geht.

Der Erzählstil ist eher ungewöhnlich, da innerhalb der Geschichte die Erzählperspektive zwischen den einzelnen Kandidaten fließend hin und her wechselt. Diese Art der Erzählung war für mich tatsächlich neu, war jedoch so gut umgesetzt, dass es sich nicht störend auf den Lesefluss ausgewirkt hat. Trotzdem wird die Geschichte hauptsächlich von Mack und Ava erzählt, die im Fokus der Handlung stehen. Tatsächlich bin ich mit den beiden Charakteren nicht so richtig warm geworden, auch wenn ich sie authentisch fand. Bei den anderen Charakteren musste ich mehrfach nochmal nachschauen wer wer ist, da es viele Nebencharaktere gab und ich mir (wie Mack) die Namen einfach nicht merken konnte. Die Geschichte selbst war insgesamt spannend, auch wenn die Handlung nicht so ganz meinen Erwartungen entsprochen hat. Ich hätte vermutet, dass das Versteckspiel und der Freizeitpark selbst mehr im Fokus stehen. Trotzdem hat mir das Setting sehr gut gefallen. Auch das Ende konnte mich nicht so richtig begeistern, da es mir zu offen war.

Letztlich war die Geschichte spannend zu lesen, hatte aber einige Schwächen. Der Erzählstil ist vielleicht nicht für Jedermann geeignet, war jedoch mal etwas Anderes.

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