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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2025

Der ganz normale Wahnsinn...

Staying Alive
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Nicky findet sich nach Abschluss ihres Studiums in der Notaufnahme eines großen Berliner Krankenhauses wieder. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ihr nicht, sie wird gleich ins kalte Wasser geworfen. Mit ...

Nicky findet sich nach Abschluss ihres Studiums in der Notaufnahme eines großen Berliner Krankenhauses wieder. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt ihr nicht, sie wird gleich ins kalte Wasser geworfen. Mit viel Galgenhumor erzählt die Autorin (selber Ärztin) von den großen und kleinen Notfällen, die die Notaufnahme überfluten. Es liest sich lustig und doch bleibt ein bitterer Nachgeschmack, denn genauso überfordert und menschenverachtend ist unser Gesundheitssystem wirklich.
Natürlich gibt es auch die eine oder andere Liebesgeschichte, zwischendurch für meinen Geschmack ein bisschen zu viel unnötigen Sex.
Ob die Lösung die, die Protagonisten für sich am Ende finden, die sinnvollste ist, mag dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall ein Buch, das auf unterhaltsame Weise aufmerksam macht auf die Missstände im Gesundheitssystem.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Ein echter Ellen-Berg-Roman :-)

Komm schon, Baby!
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Juli ist mit Herz und Seele Hebamme - und dann auf einmal schwanger von einem One-Night-Stand. Als sich herausstellt, dass der Vater ihres Kindes auch noch der Partner ihrer neuen Klientin ist, ist das ...

Juli ist mit Herz und Seele Hebamme - und dann auf einmal schwanger von einem One-Night-Stand. Als sich herausstellt, dass der Vater ihres Kindes auch noch der Partner ihrer neuen Klientin ist, ist das Chaos perfekt.
Zum Glück hat Juli Freunde und Verwandte, die ihr treu zur Seite stehen.
In altbewährter Manier beschreibt Ellen Berg liebe- und humorvoll ihre Figuren und führt sie durch etliche Irrungen und Wirrungen zum Happy End. Die Story ist, zumindest wenn man Ellen Bergs Romane kennt, ziemlich vorhersagbar, dennoch gibt es immer wieder Wendungen, die einfach zu absurd sind, um sie vorherzusehen. Die Personen sind, wie immer bei Ellen Berg, etwas schräg, aber trotzdem oder gerade deswegen liebenswert. Auch das Cover ist vom Design her typisch Ellen Berg, auch wenn ich das Thema (Hüpfbälle/Sackhüpfen) nicht ganhz nachvollziehen kann.
Fazit: Kein tiefgründiges Buch, sondern ein leichter Wohlfühlroman, den man gerne mit einem Cocktail am Strand liest - eben genau das, was man von Ellen Berg erwartet.

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Veröffentlicht am 22.02.2024

Ein Buch über das, was uns ausmacht

Mühlensommer
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Maria, alleinerziehende Mutter zweier Teenager-Töchter, erfolgreich in der Werbebranche lebt in der Stadt und dort geht es ihr gut – denkt sie.
Maria kommt vom Land und dort will sie nie wieder hin – denkt ...

Maria, alleinerziehende Mutter zweier Teenager-Töchter, erfolgreich in der Werbebranche lebt in der Stadt und dort geht es ihr gut – denkt sie.
Maria kommt vom Land und dort will sie nie wieder hin – denkt sie.
Der Unfall ihres Vaters zwingt Maria zurückzukehren in die Mühle, in der sie aufgewachsen ist. Schnell fügt sie sich wieder in den Rhythmus des Lebens dort ein. In Rückblenden in Marias Kindheit erfährt man viel über das Leben auf dem Land mit all seinen Verpflichtungen und Entbehrungen, vor dem sie damals geflohen ist. Im Hier und Jetzt lernt sie aber auch die positiven Seiten zu schätzen und findet trotz allem ihre Wurzeln wieder.
Wird sie es schaffen, da Beste aus beiden Leben zu leben?
In atmosphärisch dichten Bildern erzählt Martina Bogdahn vom Leben auf dem Land und davon, dass unsere Wurzeln uns zu dem machen, was wir sind.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt über das, was uns wirklich ausmacht.

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Eines der berührendsten Bücher seit langem!

Der Schacherzähler
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Ein wunderschönes Cover – ein alter Mann und ein Junge, umrahmt von Kastanien und Kastanienblättern. Die rote Farbe des Titels wird von der Kleidung der Figuren wieder aufgenommen und kontrastiert zum ...

Ein wunderschönes Cover – ein alter Mann und ein Junge, umrahmt von Kastanien und Kastanienblättern. Die rote Farbe des Titels wird von der Kleidung der Figuren wieder aufgenommen und kontrastiert zum eher unauffälligen beige-grünen Hintergrund.
Wir lernen Janne kennen, einen Jungen, der überall aneckt und für die meisten Leute „zu viel“ ist (ADHS?), seine Mutter Malu, alleinerziehend, die alles für ihren Sohn tut und sich so sehr eine Pause von ihrem Leben wünscht und Walter, einen alten Mann mit leicht autistischen Zügen, der sich nach dem Tod seiner Frau von der Welt zurückgezogen hat und für seine Rituale und das Schachspiel lebt.
Diese drei lernen sich durch Zufall kennen und „retten“ sich gegenseitig und auch für die Menschen in ihrem Umfeld ergeben sich Veränderungen zum Guten. Jeder hat so seine Geheimnisse, die gelüftet werden und dann gar nicht mehr so schlimm erscheinen.
Dies alles beschreibt die Autorin so spannend, teilweise auch lustig und vor allem einfühlsam, dass man am Ende meint, von Freunden Abschied nehmen zu müssen.
Verschiedene Protagonisten berichten aus der Ich-Perspektive, wodurch ein tieferes Verständnis für ihre Gefühle und Beweggründe entsteht. Nur die Passagen, die Walter, der sich „Oldman“ nennt, betreffen sind in der dritten Person geschrieben.
Fazit: Eines der berührendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe!

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Veröffentlicht am 12.10.2023

Wohlfühlroman mit Weihnachtscharme

Der Adventskalender zum Glück
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Zahnarztgattin Fie wird von ihrem Mann verlassen und aus ihrem bequemen Leben hinauskatapultiert, was sie in einer tiefen Depression versinken lässt.
Ihre Schwester Sara versucht sie aus ihrem Loch zu ...

Zahnarztgattin Fie wird von ihrem Mann verlassen und aus ihrem bequemen Leben hinauskatapultiert, was sie in einer tiefen Depression versinken lässt.
Ihre Schwester Sara versucht sie aus ihrem Loch zu ziehen, in dem sie ihr, verpackt als Adventskalender, immer wieder Aufgaben stellt, die ihr helfen, herauszufinden, wer sie wirklich ist und was sie selber braucht. Spannend, wie sich aus der (über)angepassten Gattin, die nur für die Karriere ihres Mannes und die Familie gelebt hat, langsam eine starke Frau entwickelt, die weiß, was sie will.
Auf ihrem Weg lernt sie viele nette und auch weniger nette Menschen kennen und findet neue Freunde, die sie so annehmen, wie sie ist. Und am Ende ist es nicht Fie alleine, die neue Wege geht und an Heiligabend ein Happy End erlebt.
All das wird von Siri Ostli mit viel Einfühlungsvermögen erzählt. Die Charaktere haben Tiefgang und laden zum Mitfühlen ein. Und trotz der teilweise düsteren Thematik fehlt es nie an einem Schuß (Galgen-)Humor.
Das Cover mit seiner skandinavischen Adventssymbolik, die auch den Anfang jedes Kapitels schmückt, rundet die Geschichte perfekt ab.
Fazit: Ein berührender, humorvoller Roman nicht nur für die Vorweihnachtszeit!

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