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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2025

Gefährliches Internet

Todsicher verschlüsselt
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Annalena ermittelt privat und das nicht gerade zimperlich. Als ihr Bruder und Bekannte von ihm ermordet werden, macht sie sich auch hier auf Spurensuche.
Aber auch eine Sonderkommission der Polizei ist ...

Annalena ermittelt privat und das nicht gerade zimperlich. Als ihr Bruder und Bekannte von ihm ermordet werden, macht sie sich auch hier auf Spurensuche.
Aber auch eine Sonderkommission der Polizei ist auf den Fall angesetzt. Die leitende Beamte, Hauptkommissarin Herbertsen, geht gern ungewöhnliche Wege.
Für eine gewiefte Hobby- Ermittlerin stellt Annalena sich allerdings ziemlich ungeschickt an. Zudem ist sie von ihrer Genialität überzeugt. Dazu hat sie keinen Grund. Genau so wenig wie die Soko, der immer wieder von Andren geholfen wird und die sich in Animositäten verliert.
Die Handlung plätschert so vor sich hin, mal wird der befragt, mal die, mal wieder der … . Es passiert bis ziemlich am Ende wenig. Kaum überraschend, was dann mit den beiden Frauen passiert. Oft übertrieben, simpel gestrickt.
Es wird eindringlich vor Cyberkriminellen gewarnt. Ok, aber sollen alle zu Papier und Bleistift zurückkehren?
Hat mich nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Very slow burning

We hunt the Flame
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Gleich zu Beginn macht sich orientalischer Märcheneinfluss bemerkbar. Auch mit vielfältigen fremden Begriffen.
Ein mutiges Mädchen sorgt -als Jäger getarnt- für Nahrung für ihr Volk.
Nasir, ein Prinz ...

Gleich zu Beginn macht sich orientalischer Märcheneinfluss bemerkbar. Auch mit vielfältigen fremden Begriffen.
Ein mutiges Mädchen sorgt -als Jäger getarnt- für Nahrung für ihr Volk.
Nasir, ein Prinz und Haschaschine, ist unterwegs, um zu töten. Erst einen Geschichtsforscher, dann den Arzjäger, der eigentlich besagtes Mädchen ist.
So der Beginn.
Die gesamte, teilweise recht blumige und ausschweifende Geschichte verfolgt eine etwas undurchsichtige Angelegenheit.
Erwartet entwickelt sich eine Beziehung zwischen Jägerin Zafira und Prinz Nasir. Könnte spannend sein, der Hintergrund ist exotisch, es gibt Magie, das Setting hat Potenzial. Warum aber die Charaktere sich zueinander hingezogen fühlen, wird kaum deutlich.
Eine langatmige „Slow“- Burning Story plätschert vor sich hin.
Viel wird geschrieben, Frauendiskriminierung thematisiert, der Gewalt Raum gegeben, politische Intrigen einbezogen, nur selten flackert etwas Spannung auf.
Wer das in aller Ausführlichkeit mag, wird hier bestens bedient. Meins ist es nicht.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Am Weihnachtsbaume

Morden ohne Sorgen - Tannenmord im Weihnachtswald
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Frederik Loebell freut sich nicht auf Weihnachten - Plätzchen backen, Baum schlagen - eigentlich: nö.
Cosy Crime mag ich, ich war positiv gespannt. Dazu ein witziges Cover, es gefiel. Hunde ziehen immer! ...

Frederik Loebell freut sich nicht auf Weihnachten - Plätzchen backen, Baum schlagen - eigentlich: nö.
Cosy Crime mag ich, ich war positiv gespannt. Dazu ein witziges Cover, es gefiel. Hunde ziehen immer!
Der Inhalt aber enttäuschte. Überzogene Figuren, ein dünnbrettbohrender, rücksichtsloser und unzuverlässiger Journalist in einer Handlung, die in viele uninteressante Stränge zerfasert. Garniert mit vielerlei Klischees und platten Charakteren.
Weihnachtsbaumklau ist zwar leider wirklich ein Thema, Hobbydetektive aber bedauerlicherweise ebenso. Wenn sie ihre Nachforschungen doch interessant anstellen würden, wäre schon viel erreicht. So war diese Story so gar nicht meins.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Armakuni nervt

Das Quadrat
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Kriminaloberkommissar und Kryptologe Arne Stiller geht zur Einweihungsfeier des neuen Polizeiamtes. Ein Anruf lässt ihn Schlimmes befürchten, tatsächlich erfolgt ein brutaler Sprengstoffanschlag mit Toten ...

Kriminaloberkommissar und Kryptologe Arne Stiller geht zur Einweihungsfeier des neuen Polizeiamtes. Ein Anruf lässt ihn Schlimmes befürchten, tatsächlich erfolgt ein brutaler Sprengstoffanschlag mit Toten und Verletzten. Darunter seine Lebensgefährtin. Weitere zwei entführte Personen erweisen sich als Bombenträger. Arne ist besorgt, glaubt aber fest an Hilfe durch Gott Armakuni, der nervtötend häufig Erwähnung findet.
Stiller ist ein cholerischer Vorgesetzter, stets vermeckert, rechthaberisch und Leute verschleißend, Versprechen brechend, rücksichtslos, undankbar. Zudem hält er sich für oberschlau. Der Tod eines jungen Kollegen, den er durch seine Hetzerei mitverursacht hat, lässt ihn kalt. Alte Fälle werden lobhudelnd hervorgekramt, Füllstoff.
Elias Haller hat ihn absolut unsympathisch angelegt, dieser Thriller macht schlechte Laune. Der Verbrecher soll durch Recherche und Bauchgefühl enttarnt werden. Ob das klappt? Unklare Motive, nur wenige spannende Stellen - insgesamt ist Kryptologe Stiller eine Enttäuschung.
Dabei habe ich die Grimm-Bände dieses Autoren gemocht!

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Nicht meins

Die englische Scheidung
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Betsy ist in ihrer Ehe unglücklich, Alec betrügt sie mit einer anderen, hat überhaupt andere Vorstellungen vom Leben als sie. Die Scheidung ist geplant. Beider Mütter wollen das verhindern. Die zwei alten ...

Betsy ist in ihrer Ehe unglücklich, Alec betrügt sie mit einer anderen, hat überhaupt andere Vorstellungen vom Leben als sie. Die Scheidung ist geplant. Beider Mütter wollen das verhindern. Die zwei alten Schachteln hecken einen Plan aus, der nicht dümmer sein könnte: die Kinder sollen sich fürchterlich streiten, damit sie einander verzeihen können und die Trennung vom Tisch ist.
Diese Betsy verstehe ich sowieso nicht: verwöhnt, missmutig obwohl gesund, wohlhabend, gesunde Kinder. Ihre Dienstboten behandelt sie wie eine Sklaventreiberin. Unsympathisch. Auch Alec ist ein schrulliger Charakter. Träge, bequem, charakterlich schwach. Diese Charaktere werden ausführlich beschrieben.
Nach erwartbaren Ereignissen viel: „… er hat gesagt“, „….sie hat gesagt“ und dann hat der/ die gesagt … . Ermüdend.
Margaret Kennedy verfasst ihren Roman in leicht antiquierten Stil, berichtet ausufernd und weitschweifig. Gefühle werden gründlichst beschrieben. Schnell war ich gelangweilt von übergriffigen Müttern, vorurteilsbehafteten Engländern, Intoleranz. Das ist nicht meins. Komik war angekündigt; die suchte ich vergebens.

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