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Veröffentlicht am 26.05.2024

Gegen die Ferien-Langeweile

#buch4you: Dein Mitmach-Buch
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Juchhu, endlich Ferien! Und dann? – Mir ist sooo langweilig…. So viel Freizeit, so wenig Ideen, das kann schon mal vorkommen.
Hier hilft dann aber dieses Buch ganz wunderbar. Wirklich voll gepackt mit ...

Juchhu, endlich Ferien! Und dann? – Mir ist sooo langweilig…. So viel Freizeit, so wenig Ideen, das kann schon mal vorkommen.
Hier hilft dann aber dieses Buch ganz wunderbar. Wirklich voll gepackt mit unendlich vielen Aktivitäten, Checklisten, Rätseln, Spielen, Rezepten und dazu auch eine schöne Menge Wissensvermittlung auf sprachlicher und länderkundlicher Ebene. Dabei wird sowohl der Tatsache Tribut gezollt, dass manche in den Ferien verreisen, aber auch für die Beschäftigung zu Hause ist wirklich vieles umsetzbar. Die Bandbreite reicht hier von Marmelade einkochen bis Herbarium basteln, Koffer Checkliste erstellen, Basteln aus Naturmaterialien bis hin zu Bilderrätsel und Zeichnen sowie diversen kleinen Spielen inkl. Kopiervorlagen. Ebenfalls enthalten ist die grafische Vorbereitung eines Ferientagebuches.
Begeistert hat mich die Fülle der Ideen und die Vielfalt. Die Gestaltung ist ansprechend und kindgerecht. Das Gummiband als Lesezeichen ist ein nettes Gimmick. Zwei Kritikpunkte muss ich allerdings erwähnen: ich finde die angegebene Altersempfehlung ab 10 Jahren nicht ganz zutreffend. Viele Aktivitäten / Ideen sind bereits für 5-6 jährige mit Unterstützung älterer Geschwister oder Eltern machbar, 8-10 jährige können sich ganz wunderbar mit dem Buch selbst beschäftigen. Auch wenn einzelne Dinge auch für ältere interessant sind, wie z.B. die nützlichen Sätze in vielen Sprachen, das Tagebuch oder geographische Rätsel, mit anderen holt man diese Zielgruppe aber ganz bestimmt nicht hinter dem Ofen hervor: ein Unterwasserbild ausmalen, die gleichen Hühner miteinander verbinden, Urlaub auf dem Bauernhof und Papierflieger basteln – ich glaube da rollt der normale Teenie doch eher mit den Augen. Ich finde es eigentlich ideal für Grundschüler. Mein zweiter Kritikpunkt ist das mangelhafte Register / Inhaltsverzeichnis bzw. eine fehlende Gliederung. Es gibt ein (verstecktes Register) am Ende, welches aber nur einen Teil des Inhaltes - Rezepte, Basteleien und Spiele - auflistet. Darüber hinaus gibt es keine Gliederung, im Sinne von „Urlaub am Meer“ oder „Aktivitäten im Herbst“, die das Auffinden geeigneter Ideen zusätzlich erleichtert.
Fazit: vielfältig und prall gefüllt mit Anregungen, manches für 6-jährige, manches für 12-jährige, man muss sich ein wenig durch“wurschteln“.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Los Pingo, du schaffst das!

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Kleines Pony, großer Traum
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Die kleine Klara hat einen besten Freund: Pingo, das Pony. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und Klara erzählt Pingo auch gerne aus der Schule. Als die beiden beschließen, dass Pingo doch einmal ...

Die kleine Klara hat einen besten Freund: Pingo, das Pony. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und Klara erzählt Pingo auch gerne aus der Schule. Als die beiden beschließen, dass Pingo doch einmal ein Turnierpferd werden könnte, haben sie eine neue Aufgabe: Pingo soll das Springen lernen, unermüdlich wird geübt, und Klara glaubt fest daran, dass ihr Freund die Herausforderung meistern wird.
Eine nette Pony-Geschichte in vier kleinen Kapiteln für Leseanfänger, die durch die klare und ansprechende Gestaltung besticht. Textmenge und Größe sind gut gewählt und sorgen dafür, dass auch Anfänger gut vorankommen. Die Illustrationen sind farbenfroh, humorvoll und unterstützen den Text hervorragend. Kleine Sticker motivieren beim Fortschritt und kleine Rätsel zu Silben, Anlauten oder Zuordnungen lockern das reine Lesen auf.
Ein schöner Band der bewährten Lese-Rabe Reihe von Ravensburger, hier für die allererste Lesestufe. Sicher ein geeignetes erstes Buch für Schulanfänger, insbesondere die Pferde-Fans werden begeistert sein.

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Gemeinsam finden wir eine Lösung!

Tilda und Pony Törtchen
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Tilda wünscht sich ein Pony! Das wäre einfach fantastisch, ein eigenes Pony, das mit ihr und Omi und Oma gemeinsam auf dem Kleehof leben würde. Was würde sie nicht alles mit dem Pony anstellen: ausreiten ...

Tilda wünscht sich ein Pony! Das wäre einfach fantastisch, ein eigenes Pony, das mit ihr und Omi und Oma gemeinsam auf dem Kleehof leben würde. Was würde sie nicht alles mit dem Pony anstellen: ausreiten und knuddeln und in einer kleinen Kutsche herumfahren, das wird ein Spaß. Denn Tilda ist sich sicher, alles was ihr Freude macht, muss doch auch dem neuen Pony Spaß machen, das geht doch gar nicht anders. Sie muss dann allerdings einsehen, dass Pony Törtchen, das bald darauf auf dem Kleehof einzieht, da durchaus seine eigene Meinung hat und herumkommandieren von Tilda will es sich schon mal überhaupt nicht lassen. Tilda erkennt aber schnell, dass Kompromisse möglich sind und dann auf einmal beide ganz zufrieden sein können.
Liebevoll und witzig beschreibt die Autorin, dass ein Dickkopf oft nicht zum Ziel führt, ein kleines freundliches Gespräch hingegen schon. Die wachsende Freundschaft zwischen dem Wirbelwind Tilda und Pony Törtchen zeigt dies kindgerecht und spielerisch auf. Die farbenfrohen Illustrationen sind leicht und beschwingt, dabei detailreich und äußerst stimmig zum Tonfall des Textes. Textumfang und Länge finde ich für das Alter angemessen. Ein sehr gelungenes Bilderbuch!

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Extrem spannend, toller neuer Band der Reihe

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
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Ein verschwundenes Mädchen, kurz darauf tat aufgefunden, ein verschwundener Verdächtiger, ein Toter auf einer Landstraße, auch er zuvor vermisst. Ein Staatsbeamter am Scheideweg, viele andere auf Abwegen, ...

Ein verschwundenes Mädchen, kurz darauf tat aufgefunden, ein verschwundener Verdächtiger, ein Toter auf einer Landstraße, auch er zuvor vermisst. Ein Staatsbeamter am Scheideweg, viele andere auf Abwegen, da der moralische Kompass nicht mehr genordet ist. Der aktuelle Fall wird für das K11 in Hofheim zu einer echten Zerreißprobe, die nie geahnte Tatsachen ans Licht bringt und für blankes Entsetzen sorgt. Zwar geht es noch immer um den gewaltsamen Tod einer 16-jährigen, doch ausgehend davon entspinnt sich ein Szenario, mit dem niemand gerechnet hat.
„Monster“ ist für mich ein absoluter Kracher der Reihe. Spannend ab der ersten Seite, keine Längen, echte Überraschungen, ein brisantes und aufrüttelndes Thema – der Autorin ist hier wirklich ein wunderbarer Krimi gelungen, der nach ja nun wirklich einigen Bänden der Reihe das Gegenteil von „hat sich irgendwann vielleicht auch totgelaufen“ darstellt. Insbesondere die Verflechtung bzw. die Auswirkungen dieses Falles auf jeden einzelnen im Ermittlerteam ist hier brillant gelungen.
Fazit: ich bin wirklich begeistert, dass es der Autorin gelungen ist ein echtes Highlight zu setzen, ich habe jede Seite genossen!

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Zuhause angekommen…

Die dunklen Sommer
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Die Luft ist absolut spannungsgeladen. Die Eltern streiten sich heftig. Aus dem geplanten längeren Aufenthalt in Großmutters wunderschönem Zuhause wird wohl nichts werden. Saskias kleiner Bruder Will hängt ...

Die Luft ist absolut spannungsgeladen. Die Eltern streiten sich heftig. Aus dem geplanten längeren Aufenthalt in Großmutters wunderschönem Zuhause wird wohl nichts werden. Saskias kleiner Bruder Will hängt an seiner großen Schwester wie eine Klette, fordert eine spannende Geschichte sobald sie im Auto sind und Saskia hofft, dass er schlafen wird, bevor er sie einfordern kann. Dan spielt er auch noch mit seinem Plüschhasen herum, bis dieser unerreichbar jenseits der Terrassenbrüstung landet. Saskia naht zur Rettung… Der Tag geht dramatisch weiter. William wird an diesem Tag seine Geschichte nicht mehr erzählt bekommen und Saskia büßt ihr Zuhause, ihr gesamtes bisheriges Leben und Umfeld ein. Auch neue Umstände bei ihrem Freund Xavier und seiner Familie bringen nicht die Unbeschwertheit der Vergangenheit zurück. Erst als auch dieses Zuhause am Abgrund steht, macht sich der exzentrische Vater Philip mit Xavier und Saskia auf und findet „Zuhause“ eine Kommune, abgeschieden und „dingfrei“. Allmählich fühlt sich Saskia angekommen, bei Abraham, bei Issy, bei Sarah, bei Marta, und kann sich nicht vorstellen, dieses Zuhause jemals gegen ein anderes mehr einzutauschen. Das es offensichtlich anders gekommen ist, erfährt der Leser von Beginn an und in (teilweise wirklich) kleinen Stückchen. Etliche Jahre später steht plötzlich ihre gesamte Freundes-Clique aus „Zuhause“ vor der Tür um sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Anonyme Briefe legen nahe, dass nicht nur ein Verbrechen begangen wurde, sondern das ein Geist der Vergangenheit wieder auferstanden ist und weiß, was damals geschah.
Düster und unglaublich spannend zieht Miranda Beverly-Whittemore den Leser auch mit ihrem neuen Roman in ihren Bann. Für mich ist sie die Meisterin der dunklen Geheimnisse. Ein bisschen Thriller ein bisschen Drama – die gelungene Mischung macht es für mich aus. Ich fand den Aufbau der Geschichte mit der konsequenten Abwechslung der Kapitel in Gegenwart und Vergangenheit einfach gut gemacht. Nicht neu, natürlich nicht, aber gerade die Tatsache, dass die Gegenwart erst kleine Abschnitte, oft nur wenige Sätze umfasst und dann im Laufe der Geschehnisse einen größeren Raum einnimmt, ist wunderbar metaphorisch für Saskias Leben und die Veränderung, die darin vor sich geht. Von ihrem ereignislosen Eremitinnen-Dasein, in dem es nun wirklich nicht viel Abwechslung geben wird hin zu den neuerlichen Verwicklungen rund um Zuhause und die alte Clique, die zurück katapultiert wird in ein Kapitel ihres Lebens, dass umfangreich ist, das bedeutend ist, das man vergessen möchte – aber nicht kann.
Die dunklen Sommer hat mich begeistert, die Autorin tut es immer auf ein Neues. Ich empfehle daher nicht nur dieses Buch, sondern dem der Bittersweet und June nicht kennt, auch ihre anderen Werke.

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